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Unkorrigiert. Deepl Pro aus ENG

Notiz 740. Drei Geschenke

„Und der Herr, dein Gott, wird den Bund und die Chessed [Barmherzigkeit/Gnade/] für dich bewahren.“ Der Schöpfer hat Israel drei gute Geschenke gegeben: Barmherzige, Bescheidene und Almosengeber, wie es geschrieben steht: „wird bewahren … und die Chessed [bedeutet auch Almosengeben]“ (Jerusalemer Talmud, Kapitel 1, 45).

„Barmherzige“ bedeutet, dass man gibt, so wie Er barmherzig ist.

Schüchtern bedeutet, dass man Scham empfindet, wenn man etwas empfängt, um sich selbst zu gefallen. Andernfalls braucht man nicht zu arbeiten, um zu geben.

Almosen geben ist auch die Eigenschaft des Gebens, denn Barmherzigkeit gehört zur Nächstenliebe, wenn man den Armen Barmherzigkeit erweist. Dies bezieht sich speziell auf eine Zeit, in der man den Geschmack der Tora und der Mizwot [Gebote/gute Taten] nicht spürt, und dann heißt es, dass alle seine Handlungen als Zedaka [Gerechtigkeit/Nächstenliebe] angesehen werden.

Almosen geben betrifft sowohl Arme als auch Reiche, was bedeutet, dass sogar wenn der Mensch bereits Freude an der Tora und den Mizwot hat, er sich jetzt anstrengen muss, denn später wird er ihm für die Arbeit gleichwertig vergelten, nur muss man ihm glauben, dass er es ihm später zurückzahlen wird.

Deshalb folgt, dass es zwei Arten von Arbeit gibt:

1) Nächstenliebe, wenn man sich in der Tora und den Mizwot anstrengt und keine andere Belohnung als seine Arbeit selbst will.

2) Wenn man das Gefühl hat, keine Nächstenliebe zu üben, was bedeutet, dass man sicher ist, später eine Belohnung für die Arbeit zu empfangen.

Hier mangelt es an Zeit, das heißt, wenn der Mensch unmittelbar nach der Arbeit etwas empfängt, gilt das als Kauf und Verkauf, so wie Geld gegeben wird und man dafür etwas zurückbekommt. Wenn der Mensch aber auf die Gegenleistung warten muss, wie in „Sie heute zu tun und morgen die Belohnung dafür zu erhalten“, gilt das bereits als Darlehen und als Almosen.

Der Mensch sollte sich diese drei Gaben aneignen, das heißt versuchen, dem Schöpfer zu gefallen, damit Er ihm die drei oben genannten Gaben gibt, denn normalerweise bekommt man Geschenke, wenn man gemocht wird.

Bevor man jedoch mit Geschenken belohnt wird, ist ein Mensch von Natur aus unfähig, solche Taten zu vollbringen, und lediglich durch Erziehung kann man zu dem oben Genannten gelangen.

Das ist jedoch keine Vollkommenheit, denn was man durch Erziehung empfängt, gilt als ohne Absicht, das heißt, man hat keine Wahl, nämlich dass alles, was man tut, zwingend ist, und was zwingend ist, wird weder verurteilt noch gelobt, da man es nicht aus eigenem Willen tut, sondern aufgrund eines Verlangens, das die Umgebung in einem geweckt hat. Wäre man in einer anderen Umgebung, würde man vollkommen andere Dinge tun als das, was man tut.

Wenn wir jedoch dieses Geschenk vom Schöpfer empfangen, nennt man das „Vollkommenheit“, und dann tut er alles aus eigenem Willen.