697. Und du sollst ihn ehren, indem du deinen eigenen Wegen nicht nachgehst
„Und du sollst ihn ehren, indem du deinen eigenen Wegen nicht nachgehst.“ „Du sollst ihn ehren“ bedeutet, dass deine Schabbat-Kleidung nicht deiner Alltagskleidung gleichen soll. So nannte Rabbi Yochanan seine Gewänder „meine Ehrengeber“. Rashi erklärte: „Meine Ehrengeber“, weil sie ihre Besitzer ehren.1
Im Sinne der ethischen Lehre gilt Kleidung als Kli (Gefäß), das das Licht einkleidet. Der Ort, an dem sich der Genuss einkleidet, wird also „Kleidung“ genannt, denn durch diese Kleidung erlangt man Genuss. Genuss ist ein spirituelles Licht, das man ohne Einkleidung nicht erlangen kann. Manchmal kleidet sich der Genuss in materielle Kleidung und manchmal in spirituelle Kleidung – nämlich in die Tora und die Mizwot.
Deshalb muss man am Schabbat aus Achtung vor dem Schabbat – das heißt, um des Lichts des Schabbat würdig zu werden – seine Kleidung vorbereiten, durch die sich das Licht am Schabbat einkleiden kann.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Schabbat 113a. ↩