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719. Und Juda trat zu ihm – 2

„Und Juda trat zu ihm und sagte: ‚Bitte, mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort vor den Ohren meines Herrn sprechen, und dein Zorn entbrenne nicht‘“, usw. Rashi erklärt: „Daraus lernst du, dass er hart mit ihm sprach.“

Man muss fragen: Was bewegte Juda dazu? Zunächst hatte er doch gesagt: „Siehe, wir sind meines Herrn Knechte – sowohl wir als auch derjenige, in dessen Hand der Becher gefunden wurde.“ Er antwortete ihnen: „Der Mann, in dessen Hand der Becher gefunden wurde, soll mein Knecht sein; ihr aber zieht in Frieden hinauf.“ Warum war es dann nötig, hart mit ihm zu sprechen, wenn er ihr Urteil milderte? Juda hatte gesagt, dass sie alle Knechte sein sollten, einschließlich Benjamin. Josef hingegen sagte, er begnüge sich mit Wenigem: Ihm genüge allein Benjamin.

Josefs Frage lautet: 1) Warum habt ihr den Becher gestohlen? Sicherlich nicht des Geldes wegen, denn ihr habt mir das Geld zurückgegeben, das sich in euren Säcken befand …

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026