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738. Salzbund

30. Schwat 5719 [8. Februar 1959], bei einem Festmahl anlässlich des Abschlusses der Bindearbeiten am sechsten Teil, Tiberias

„Bei all deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.“ Dies bezieht sich auf den Salzbund. Ein Bund steht dem Verstand entgegen. Denn wenn einer vom anderen Gutes annimmt, müssen sie einen Bund schließen.

Einen Bund muss man gerade dann schließen, wenn jeder gegenüber dem anderen Beschwerden und Forderungen hat und es zu Zorn und Trennung kommen kann. Dann verpflichtet sie der Bund, den sie geschlossen haben, die Liebe und Einheit zwischen ihnen aufrechtzuerhalten. Denn es gilt: Immer wenn in einem von ihnen der Wunsch und das Verlangen aufkommt, den anderen zu verletzen, haben sie einen Rat: sich an den Bund zu erinnern, den sie miteinander geschlossen haben.

Dies verpflichtet sie, Liebe und Frieden aufrechtzuerhalten. Das bedeutet: „Bei all deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.“ Jede Annäherung in der Arbeit für den Schöpfer muss also durch einen Salzbund geschehen; darin liegt die ganze Grundlage.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026