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757. Der Aspekt der Mühe

Im Sohar, WaYechi, heißt es: „Er erblickte kein Unrecht in Jakob und sah keine Mühe in Israel.“ Das bedeutet: Bei Jakob gibt es jedenfalls den Aspekt der Mühe, bei Israel hingegen nicht einmal diesen. Ein Ort, an dem kein Unrecht vorhanden ist, weil man sich mit Tora und Mizwot befasst und sich darin anstrengt, wird als Aspekt der Mühe bezeichnet. Das heißt, man müht sich in der Tora; dies entspricht Lohn und Strafe und ist der Aspekt Jakobs, der Zustand von Katnut (Kleinsein).

Bei Israel hingegen gibt es nicht einmal Mühe. Das bedeutet, dass sie weder sehen noch empfinden, dass sie sich abmühen. Vielmehr geschieht alles im Geheimnis der Hashgacha Pratit (Persönliche Vorsehung). Dann befinden sie sich auf den Stufen, auf denen gilt: „Er allein vollbringt und wird alle Taten vollbringen.“ Daher ist bei ihnen kein Aspekt der Mühe zu erkennen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026