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749. Das Gebot seines Herrn

„Was ist das Joch des Königtums des Himmels? Es gleicht einem Ochsen, dem man zuerst ein Joch auferlegt, um aus ihm Gutes für die Welt hervorzubringen … Wenn er dieses Joch nicht zuerst auf sich nimmt, kann er nicht arbeiten.“1

Man kann sagen: Bevor der Mensch das Joch auf sich nimmt, das „über dem Verstand“ genannt wird und die gesamte Grundlage bildet, kann aus ihm nichts Gutes hervorgebracht werden. Das heißt, er kann den Geschmack der Tora und der Mizwot nicht erlangen, denn andernfalls geschieht alles um des Empfangens für sich selbst willen. Dadurch kann er zur Trennung kommen.

Wenn dagegen die gesamte Grundlage allein auf dem Joch beruht, braucht er den Geschmack der Tora und der Mizwot nur deshalb, weil gilt: „Wer das Gebot seines Herrn nicht kennt – wie soll er Ihm dienen?“ Daraus folgt, dass er für seine Arbeit keine Stütze braucht, denn seine gesamte Arbeit gründet allein auf dem Joch. Erst dann kann er Gutes für die Welt hervorbringen, das heißt, des ganzen verborgenen Guten würdig werden.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Sohar, BeHar 3, im Sulam. ↩