1. Azilut ist persönliche Vorsehung Im Talmud Esser haSefirot (TES), Blatt 112, steht, dass in der Welt Azilut das Licht an sich ist. Mir scheint, damit ist der Gegensatz zu dem Licht gemeint, das in der Welt Brija leuchtet: Es wird „hervorgebrachtes Licht“ genannt und nicht „Licht an sich“, wie …
2. Der Mensch wird mit Gedanken geschlagen
2. Der Mensch wird mit Gedanken geschlagen „Durch jenes Schlagen des oberen Lichts, das an jenen Vorhang schlägt, funkelten aus ihnen Lichter hervor und gingen durch jenen Schirm (Massach) hindurch.“1 Man kann erklären, dass „Schlagen“ die Gedanken meint, die auf den Menschen einschlagen, ihn belästigen und ermüden, sodass er Überlegungen …
3. Unter Zwang – 1
3. Unter Zwang – 1 „Gegen deinen Willen wirst du geboren, gegen deinen Willen lebst du, und gegen deinen Willen stirbst du.“ Geburt entspricht dem Ausspruch: „Ein Konvertit ist wie ein neugeborenes Kind.“ Das heißt: Jedes Mal, wenn der Mensch die Eigenschaft des Glaubens neu annimmt, wird dies „neue Geburt“ …
4. Wenn eine Jungfrau, die einem Mann verlobt ist
4. Wenn eine Jungfrau, die einem Mann verlobt ist „Wenn eine junge Jungfrau einem Mann verlobt ist und ein Mann sie in der Stadt trifft und bei ihr liegt.“ Man kann erklären, dass die heilige Shechina (göttliche Gegenwart) „junge Frau“ genannt wird. Es gibt drei Zustände: frei, verlobt und verheiratet. …
5. Die Bedeutung der Sünden, die zu Verdiensten werden
5. Die Bedeutung der Sünden, die zu Verdiensten werden Die Bedeutung dessen, dass vorsätzliche Sünden wie Verdienste werden, kann man so verstehen: Wenn bei einem Menschen eine Frage aufkommt, ist dies gewiss eine große Verfehlung, denn diese Frage kann ihn in die Klipa (Schale) fallen lassen; dies wird so bezeichnet, …
6. Ein Nichtjude, der Schabbat hält, ist des Todes schuldig
6. Ein Nichtjude, der Schabbat hält, ist des Todes schuldig „Ein Nichtjude, der Schabbat hält, ist des Todes schuldig.“ „Mach deinen Schabbat zum Werktag und sei nicht auf die Geschöpfe angewiesen.“ „Der Schabbat muss noch bei Tageslicht empfangen werden.“ Der Fluch der Schlange bestand darin, dass Staub ihre Nahrung sein …
7. Die Korrektur der Linien
7. Die Korrektur der Linien Die Korrektur der Linien: Die Rechte Linie ist das Weiße von Aba. Wenn Or Chochma in den SHaCH (320) Funken erscheint, steigt Malchut eines jeden Königs wieder an ihren Platz hinab. Denn auf Awiut liegt ein Zimzum (Einschränkung); wenn die Awiut nicht geeignet ist, muss …
8. So ist der Weg der Tora
8. So ist der Weg der Tora „So ist der Weg der Tora: Du sollst ein Leben voller Entbehrungen führen.“ Der Grund ist: Wenn der Mensch für den Schöpfer arbeitet, hat der Körper keinen Genuss, weil er nichts empfängt. Wenn man den Körper jedoch gegen seinen Willen daran gewöhnt, in …
9. Der Zaun der Weisheit ist Schweigen – 1
9. Der Zaun der Weisheit ist Schweigen – 1 „Der Zaun der Weisheit ist Schweigen“ bedeutet: Um der Chochma würdig zu werden, muss man zuerst die Kelim (Gefäße) korrigieren, damit sie in der Eigenschaft des Gebens sind. Daher besteht die Korrektur im „Schweigen“: Bei allem soll der Mensch sich selbst …
10. Wen der Ewige liebt, den weist Er zurecht
10. Wen der Ewige liebt, den weist Er zurecht „Denn wen der Ewige liebt, den weist Er zurecht.“ Das heißt: Demjenigen, den der Schöpfer liebt, schickt Er Leiden, damit der Mensch darunter leidet, dass er nicht auf dem Weg des Schöpfers geht. Wer dagegen überhaupt nicht darunter leidet, dass er …
11. Furcht und Schrecken vor euch sollen auf allen Tieren der Erde liegen – 1
11. Furcht und Schrecken vor euch sollen auf allen Tieren der Erde liegen – 1 „Furcht und Schrecken vor euch soll auf allen Tieren der Erde liegen.“ Rashi erklärte: „Solange ein einen Tag altes Kind lebt, muss man es nicht vor Mäusen schützen; wenn Og, der König von Bashan, tot …
12. Die ganze Welt erhält ihre Nahrung dank meines Sohnes Chanina – 1
12. Die ganze Welt erhält ihre Nahrung dank meines Sohnes Chanina – 1 „Die ganze Welt erhält ihre Nahrung dank meines Sohnes Chanina; meinem Sohn Chanina aber genügt eine geringe Menge Johannisbrot (Charuvin)1 von einem Vorabend des Schabbat bis zum nächsten.“2 Im Sinne der spirituellen Arbeit lässt sich das so …
13. Eine Hand auf dem Thron des Ewigen – 1
13. Eine Hand auf dem Thron des Ewigen – 1 „Und er sprach: Denn eine Hand ist am Thron von Yud-Hej; der Ewige führt Krieg gegen Amalek von Generation zu Generation.“ Rashi erklärte: „Der Schöpfer schwor, dass Sein Name nicht vollständig und Sein Thron nicht vollständig sein wird, bis Er …
14. So sollst du zum Haus Jakob sprechen
14. So sollst du zum Haus Jakob sprechen „So sollst du zum Haus Jakob sprechen“ – das sind die Frauen. Er sagte ihm: „Sage ihnen die Grundzüge der Dinge, denn diese können sie hören.“ „Und verkünde es den Söhnen Israels“1 – das sind die Männer. Er sagte ihm: „Sage ihnen …
15. Rechtsbestimmungen
15. Rechtsbestimmungen Im Midrash Rabba steht: „Eine andere Auslegung: ‚Und dies sind die Rechtsbestimmungen.‘ Die Götzendiener haben Richter, und Israel hat Richter; doch du weißt nicht, was sie voneinander unterscheidet.“1 Ein Gleichnis von einem Kranken, den der Arzt besuchte: Er sagte zu dessen Angehörigen: „Gebt ihm alles zu essen, worum …
16. Die Abrechnung der Stiftshütte – 1
16. Die Abrechnung der Stiftshütte – 1 „Dies ist die Abrechnung der Stiftshütte, der Stiftshütte des Zeugnisses.“1 Im Midrash Rabba steht: „Warum wird die Stiftshütte zweimal erwähnt? Rabbi Shmuel sagte: Weil sie zweimal als Pfand genommen wurde.“2 Deshalb sagen die Männer der Großen Versammlung: „Wir haben schwer gefrevelt.“3 Doch „freveln“ …
17. Zum Begriff der Shechina
17. Zum Begriff der Shechina Die Shechina (göttliche Gegenwart) bezeichnet den Ort, an dem der Shochen (der Wohnende) offenbart ist. Es steht geschrieben: „Die ganze Erde ist erfüllt von Seiner Herrlichkeit“1, und: „Es gibt keinen Ort, der frei von Ihm wäre.“2 Zugleich besteht Verhüllung. Ein Ort, an dem sich Seine …
18. Die Gewänder der Seele – 1
18. Die Gewänder der Seele – 1 Über die Gewänder der Seele sagt Rabbi Shimon: „In dem Maß, in dem sich der Mensch um die Einhaltung von Tora und Mizwot bemüht, entsteht ihm oben in jenem Palast – dem Palast der Himmelsessenz, der Stufe Hod – ein Gewand, in das …
19. Wir beginnen, von der Verbindung mit dem Schöpfer zu sprechen
19. Wir beginnen, von der Verbindung mit dem Schöpfer zu sprechen Nach der Regel beginnen wir erst bei den Handlungen zu sprechen: bei der Verbindung zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen. Sie wird Ejn Sof (Unendlichkeit) genannt und ist das Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Von dem, was davor …
20. Zum Verlangen zu empfangen – 1
20. Zum Verlangen zu empfangen – 1 Man muss verstehen, was mit der Erklärung gemeint ist, dass das Endziel darin besteht, dass der Mensch einen Zustand erreichen muss, in dem er empfängt, um zu geben. Dieser Genuss ist erlaubt, während Genuss für sich selbst verboten ist. Doch letztlich genießt er …
21. Die Heiligung des Monats
21. Die Heiligung des Monats „Dieser Monat soll für euch der Anfang der Monate sein.“1 Rashi erklärte: „Moses hatte Schwierigkeiten mit der Geburt des Mondes: In welchem Maß muss er sichtbar sein, damit er geheiligt werden kann? Da zeigte Er ihm mit dem Finger den Mond am Firmament und sagte: …
22. Und du, Israel
22. Und du, Israel „Und du, Israel, höre auf die Satzungen und die Rechtssprüche … Ihr sollt dem Wort, das ich euch gebiete, nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen, um die Mizwot des Ewigen, eures Gottes, zu bewahren, die ich euch gebiete.“1 Man muss verstehen, was eine Satzung und was …
23. Siehe, ich lege euch vor
23. Siehe, ich lege euch vor „Siehe, ich lege euch vor.“1 Die Aussage beginnt im Singular und endet im Plural. Ebenso ist zu klären, was „Siehe“ als Ausdruck des Sehens bedeutet. Der Singular besagt, dass jeder Einzelne zur Stufe des Sehens gelangen muss, wie es heißt: „Und du sollst den …
24. Was uns vor allem fehlt
24. Was uns vor allem fehlt Was uns vor allem fehlt und weshalb wir keine Antriebskraft für die Arbeit haben, ist die Wichtigkeit des Ziels. Das bedeutet: Wir wissen nicht, wie wir unseren Dienst wertschätzen sollen, damit wir erkennen, wem wir geben. Ebenso fehlt uns das Wissen um die Größe …
25. Zur Aufforderung zum Tischgebet
25. Zur Aufforderung zum Tischgebet Bei der Aufforderung zum Tischgebet sagen wir: „Meine Herren, lasst uns segnen.“ Damit treffen wir gleichsam eine Vorbereitung und laden zum Tischgebet ein. Mein Vater und Lehrer sagte: Wir sehen, dass ein Mensch manchmal einem anderen Gutes tut. Auch wenn er nicht hört, wie derjenige, …
26. Der niemanden bevorzugt
26. Der niemanden bevorzugt Zu dem Vers: „Der niemanden bevorzugt und keine Bestechung annimmt.“1 Man muss verstehen, was „keine Bestechung annimmt“ bedeutet. Wie kann man den Schöpfer bestechen, sodass der Vers uns eigens mitteilen muss, dass Er „keine Bestechung annimmt“? Alle Eigenschaften, die wir dem Schöpfer zuschreiben, sind auf den …
27. Drei Linien – 1
27. Drei Linien – 1 Es gibt zwei Linien, und zwischen ihnen herrscht Streit: Jede will die andere annullieren. Daraus ergeben sich drei Möglichkeiten: 1) Eine annulliert die andere. 2) Jede will die andere annullieren, kann es aber nicht, sodass sie im Streit bleiben. 3) Zwischen ihnen entsteht Frieden. Die …
28. Die Erde fürchtete sich und wurde still
28. Die Erde fürchtete sich und wurde still Rabbi Chiskija sagte: „Was bedeutet das Geschriebene: ‚Vom Himmel ließest Du Gericht hören; die Erde fürchtete sich und wurde still‘?1 Wenn sie sich fürchtete, warum wurde sie still? Und wenn sie still wurde, warum fürchtete sie sich? Vielmehr fürchtete sie sich zuerst, …
29. Der Schöpfer betrachtete ihre Taten
29. Der Schöpfer betrachtete ihre Taten „Der Schöpfer betrachtete die Taten der Gerechten und die Taten der Bösen, und man weiß nicht, welche von ihnen der Schöpfer will.“ Wenn es heißt: „Und der Ewige sah, dass das Licht gut war, und schied“1, so bedeutet dies: die Taten der Gerechten. Man …
30. Wende dich vom Bösen ab und tue Gutes – 1
30. Wende dich vom Bösen ab und tue Gutes – 1 Die Arbeit des Menschen beginnt mit „Tue Gutes“. Dann kann er auch „Wende dich vom Bösen ab“1 erfüllen. Denn aufgrund seiner Erziehung kann er das Böse nicht als böse erkennen. Vielmehr sehnt er sich danach, die Begierden seines Herzens …
31. Wie sehr liebe ich Deine Tora
31. Wie sehr liebe ich Deine Tora „Wie sehr liebe ich Deine Tora! Den ganzen Tag ist sie mein Gespräch; mehr als meine Feinde macht sie mich weise.“1 Das hebräische Wort ma kann je nach Zusammenhang „wie sehr“ oder „was“ bedeuten. Es gibt viele Bedeutungen des Wortes „Was“: 1) „Was …
32. Die Größe des Menschen richtet sich nach seiner Arbeit
32. Die Größe des Menschen richtet sich nach seiner Arbeit Es heißt, Rabbi Jossi sagt: „Nicht der Ort ehrt den Menschen, sondern der Mensch ehrt seinen Ort.“1 So sehen wir es am Berg Sinai: Solange die Shechina (göttliche Gegenwart) auf ihm ruhte, sagte die Tora: „Auch Schafe und Rinder sollen …
33. Was ist Amalek, dessen Andenken ausgelöscht werden muss?
33. Was ist Amalek, dessen Andenken ausgelöscht werden muss? „Den Bösen erscheint er wie ein Haarfaden.“1 Das heißt, man zeigt ihnen, dass Amalek nicht so viel Kraft besitzt, dass man ihn nicht besiegen könnte. „Den Gerechten (Zaddikim) dagegen wie ein hoher Berg.“ Weil sie Kraft haben, da sie gerecht sein …
34. TaNTA – Taamim, Nekudot, Tagin, Otiot
34. TaNTA – Taamim, Nekudot, Tagin, Otiot „Taamim“ – wer den Geschmack des Lebens kosten will, muss auf den Punkt in seinem Herzen achten. Jeder Mensch hat einen Punkt im Herzen, doch dieser leuchtet nicht, sondern gleicht einem schwarzen Punkt. Denn der Punkt im Herzen ist die Nefesh der Heiligkeit …
35. Und du wirst Anmut und guten Verstand finden
35. Und du wirst Anmut und guten Verstand finden „Und du wirst Anmut und guten Verstand finden in den Augen Gottes und der Menschen.“1 Man muss verstehen, was es bedeutet, Anmut in den Augen des Schöpfers zu finden: nämlich Handlungen zu vollbringen, durch die die Taten eines Menschen in den …
36. Der ein Gebet erhört
36. Der ein Gebet erhört „Der ein Gebet erhört.“ Die Menschen fragen, warum „Gebet“ in der Einzahl steht. Der Schöpfer erhört doch Gebete, wie geschrieben steht: „Denn Du erhörst barmherzig das Gebet jedes Mundes Deines Volkes Israel.“1 Man kann erklären, dass wir nur ein einziges Gebet sprechen sollen: die Shechina …
37. Fische – das Thema der Sorgen
37. Fische – das Thema der Sorgen Fische stehen für Sorgen um Spiritualität, also für Mängel. Am Schabbat (Sabbat), wenn alles seine Korrektur erhält, werden die Sorgen zur Nahrung. In Ägypten waren die Sorgen umsonst, also ohne Mizwot. Wenn die Sorgen dem Empfangen für sich selbst gelten, macht sich der …
38. Der Segen über die Tora
38. Der Segen über die Tora Der „Segen über die Tora“ bedeutet, dass der Körper ihn verpflichtet zu segnen. Das heißt: Der Schöpfer hat den Körper mit der Natur erschaffen, dass er denjenigen segnet, von dem er Gutes empfängt. Das wird als das Tischgebet bezeichnet, das von der Tora geboten …
39. Jeder, mit dem der Geist der Menschen zufrieden ist – 1
39. Jeder, mit dem der Geist der Menschen zufrieden ist – 1 „Jeder, mit dem der Geist der Menschen zufrieden ist.“1 Er fragte: Finden wir nicht gerade bei den größten und bekanntesten Menschen Meinungsverschiedenheiten? Dann ist der Geist der Menschen doch nicht mit ihm zufrieden. Er antwortete: Es heißt nicht: …
40. Über zwei Zeugen
40. Über zwei Zeugen Samael fordert ein Gericht über Israel. Darauf sagt ihm der Schöpfer, er soll Zeugen bringen. Also bringt er die Sonne mit sich. Dann geht er, um den Mond zu holen, folgt ihm und steigt zu dem Ort auf, von dem es heißt: „Was dein Begreifen übersteigt, …
41. Das Erheben der Hände
41. Das Erheben der Hände Es steht geschrieben: „Erhebt eure Hände in Heiligkeit und preist den Ewigen.“1 Auch beim Gebet werden die Hände erhoben, wie geschrieben steht: „Und es geschah: Wenn Moses seine Hände erhob, war Israel stärker.“2 Das Erheben der Hände wird als Ausdruck der Unterwerfung bezeichnet. Denn wenn …
42. Dient dem Ewigen mit Freude
42. Dient dem Ewigen mit Freude Der heilige Sohar fragt: Es steht doch geschrieben: „Der Ewige ist denen nahe, die zerbrochenen Herzens sind.“1 Wer für den Schöpfer arbeitet, also wessen Absicht auf das Geben gerichtet ist, muss sich darüber freuen, dass er dem König dient. Wenn er bei dieser Arbeit …
43. Die Aspekte „Frau“ und „Söhne“ in der Tora
43. Die Aspekte „Frau“ und „Söhne“ in der Tora „Eine Frau ist nur für die Schönheit da; eine Frau ist nur für die Söhne da; eine Frau ist nur für den Schmuck einer Frau da.“ Rashi erklärt dazu: „Man soll ihr Schmuck kaufen, mit dem sie sich schmücken kann.“1 Die …
44. Die Zerstörung durch die Alten ist Aufbau; der Aufbau durch die Jungen ist Zerstörung
44. Die Zerstörung durch die Alten ist Aufbau; der Aufbau durch die Jungen ist Zerstörung „Die Zerstörung durch die Alten ist Aufbau; der Aufbau durch die Jungen ist Zerstörung.“1 Die Alten sind diejenigen, die an die Arbeit für den Schöpfer gewöhnt sind. Die Jungen sind diejenigen, die am Anfang ihrer …
45. Die Söhne der Tora-Gelehrten
45. Die Söhne der Tora-Gelehrten Unsere Weisen sagten: „Warum sind die Söhne von Tora-Gelehrten keine Tora-Gelehrten? Weil sie nicht zuerst den Segen über die Tora sprachen.“1 Als Tora-Gelehrter gilt, wer Tora lernt. Mit „ihren Söhnen“ ist gemeint, was ihm nach dem Lernen geboren wird. Dass sie nicht zuerst den Segen …
46. Dieser Augenblick und der nächste Augenblick
46. Dieser Augenblick und der nächste Augenblick Dieser Augenblick wird Or Pnimi (inneres Licht) genannt, der nächste Augenblick Or Makif (umgebendes Licht). Ein Mensch, der in der Gegenwart keine Erfüllung findet, beginnt darüber nachzudenken, wann der nächste Augenblick kommt, denn dann wird er Erfüllung finden. Und in der Arbeit bedeutet …
47. Schlechter als alle anderen
47. Schlechter als alle anderen Der Mensch muss empfinden, dass er schlechter ist als alle anderen, weil er empfindet, dass kein anderer Mensch die Mängel hat, die er hat, obwohl er sieht, dass sie sich weniger als er mit der Arbeit beschäftigen. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
48. Rechte Linie, Vollkommenheit und Wahrheit
48. Rechte Linie, Vollkommenheit und Wahrheit Wenn der Mensch an die Größe und Bedeutung des Schöpfers glaubt und daran, dass es dem Schöpfer Freude bereitet, wenn er Seine Mizwot erfüllt, weil er Ihm dient, dann gilt dies zu einer Zeit, in der sich der Mensch gegenüber dem Schöpfer wie ein …
49. Unser Glaube an Bücher und Autoren
49. Unser Glaube an Bücher und Autoren Die Einwohner einer Stadt kauften einen Diamanten. Alle freuten sich, dass sie ihn sehr günstig gekauft hatten. Doch einer von ihnen fragte sich, ob der Diamant, den sie gekauft hatten, echt war. Aber keiner der Einwohner kannte sich mit Diamanten aus. Deshalb gingen …
50. Das Zeitempfinden des Menschen
50. Das Zeitempfinden des Menschen Wenn ein Mensch an etwas Freude hat, rührt dies von Or Pnimi (innerem Licht) her, das im Kli (Gefäß) leuchtet. Wenn er sich an der Vergangenheit erfreut, hat er Freude an den Reshimot (Aufzeichnungen), die von Or Pnimi zurückgeblieben sind. Und wenn er sich an …
51. Der Zustand des Schabbat (Sabbat)
51. Der Zustand des Schabbat (Sabbat) Zusatz zum Schabbat – bei einer guten Sache fügt man davor und danach etwas hinzu. Bei einer schlechten Sache hingegen begnügt man sich mit dem, was sie ist; das heißt, man fügt nichts hinzu, sondern wählt das kleinere Übel. Da Schabbat etwas Gutes ist, …
52. Der Schöpfer hat es so gemacht, dass man Ehrfurcht vor Ihm hat
52. Der Schöpfer hat es so gemacht, dass man Ehrfurcht vor Ihm hat „Der Schöpfer hat es so gemacht, dass man Ehrfurcht vor Ihm hat“1, denn sonst besteht keine Forderung, die Lichter herabzuziehen. Darin liegt die Bedeutung einer Tür, die man schließen muss, damit keine ungebetenen Gäste eintreten. Eine solche …
53. Die Stimme ist Jakobs Stimme, und die Hände sind Esaus Hände
53. Die Stimme ist Jakobs Stimme, und die Hände sind Esaus Hände Unsere Weisen sagten, Esau sollte Isaaks Segen empfangen, weil Jakob keine Gefäße hatte. Doch als Jakob Esaus Hände annahm, also Esaus Gefäße des Empfangens, und mit Jakobs Stimme sprach, war dies eine Korrektur. Aufgrund der Korrektur, die Jakob …
54. Ewiges Heil
54. Ewiges Heil „Ewiges Heil“: Diese Welt gehört zur Gegenwart, die Kommende Welt zur Zukunft. Was innerhalb des Verstandes liegt, gehört zur Gegenwart. Über dem Verstand heißt Zukunft: Er glaubt, dass er das, was er später haben wird, gleichsam schon jetzt hat. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
55. Erfreue sie mit einem vollkommenen Bau – 1
55. Erfreue sie mit einem vollkommenen Bau – 1 „Erfreue sie mit einem vollkommenen Bau.“ Man muss verstehen, was ein unvollkommener Bau bedeutet. Schließlich taugt ein unvollkommener Bau zu nichts. Man kann erklären: Zur Zeit der Heiligkeit (Kedusha) besteht der Bau darin, dass der Mensch in seinem Herzen einen Ort …
56. Fragen in der Arbeit
56. Fragen in der Arbeit Warum fragt sich der Mensch nach einem ganzen Jahr materieller Arbeit nicht: „Was habe ich in diesem Jahr verdient?“ Im Spirituellen hingegen fragt er, was er im vergangenen Jahr gewonnen hat. Kommt die Frage nach seinem Gewinn von der Seite der Heiligkeit (Kedusha) oder von …
57. Ein Kli [Gefäß], das Segen enthält
57. Ein Kli [Gefäß], das Segen enthält Zum Thema eines Kli (Gefäßes), das Segen enthält: Der Segen wird Licht genannt, und der Frieden wird Kli genannt. Frieden entsteht dadurch, dass man geben will. Und dies geschieht durch das Licht. Was kommt also zuerst: das Licht oder das Kli? Antwort: das …
58. „Ich“ und „Nichts“
58. „Ich“ und „Nichts“ „Ich“ bezeichnet unser Verlangen. „Nichts“ bezeichnet die Annullierung unseres Verlangens. Unser Verlangen ist das Verlangen zu empfangen, das Nukwa (aramäisch: weiblich) genannt wird. Das Verlangen des Schöpfers ist das Verlangen zu geben. Wenn der Mensch also das „Ich“ annulliert, werden „Ich“ und „Nichts“ miteinander verbunden. Das …
59. Wer zornig wird, ist, als würde er Götzendienst betreiben
59. Wer zornig wird, ist, als würde er Götzendienst betreiben „Wer zornig wird, ist, als würde er Götzendienst betreiben“, denn bei allen Übertretungen gibt es insgesamt nur eine Übertretung, nämlich die Begierde. Doch Stolz ist dabei nicht vorhanden, denn ein Mensch ist nicht stolz darauf, dass er die Begierde nicht …
60. Bitte um Hilfe
60. Bitte um Hilfe Wenn ein Mensch materielles Leid erfährt, muss er darüber betrübt sein, dass der Schöpfer ihm eine Strafe gegeben hat, die er als Leid empfindet. Wenn er jedoch nicht betrübt ist, ist es keine Strafe. Denn Strafe nennt man das, was einem Menschen wehtut und ihn seinen …
61. Rechts und links
61. Rechts und links Ein Siwug (Paarung), der die Welten belebt, ist ein ununterbrochener Siwug; das sind verdeckte Chassadim. Ein Siwug zur Hervorbringung von Seelen ist ein unterbrochener Siwug; er entspricht Chochma. Von rechts kann man leben, aber keinen neuen Zustand hervorbringen. Anders ist es bei links, bei Chochma, die …
62. Lohn und Strafe
62. Lohn und Strafe In der Arbeit bedient man sich des Lohns und der Strafe in dieser Welt; des Lohns und der Strafe in der Kommenden Welt bedient man sich dagegen nicht, obwohl es sie gibt. Bei der Allgemeinheit hingegen bedient man sich hauptsächlich des Lohns und der Strafe in …
63. Ihr steht heute – 1
63. Ihr steht heute – 1 „Ihr steht heute alle hier.“1 Dies lehrt, dass er sie versammelte, um sie in den Bund eintreten zu lassen.2 „Ihr alle“ bedeutet, dass alle in die Arwut (Bürgschaft) eintraten.3 Man fragt, warum der Vers im Plural beginnt – „ihr alle“ –, danach aber in …
64. Alles ist durch Sein Wort entstanden
64. Alles ist durch Sein Wort entstanden Für den Segensspruch „Alles ist durch Sein Wort entstanden“ gilt die Regel: Wenn ein Mensch unterbrochen hat, muss er ein zweites Mal den Segen sprechen. Bei den übrigen Segenssprüchen über Genüsse lässt sich erklären: Obwohl er unterbrochen hat, kann er noch den Segen …
65. Wende dich vom Bösen ab und tue Gutes – 2
65. Wende dich vom Bösen ab und tue Gutes – 2 Wenn der Mensch „vom Bösen weichen“ will, muss er nichts unternehmen, um das Böse von sich zu entfernen. Denn es ist ein Naturgesetz, dass der Mensch nichts Böses in sich ertragen kann. Sobald der Mensch jedoch erkennt, dass etwas …
66. Wehe denen, die auf den Tag des Ewigen warten
66. Wehe denen, die auf den Tag des Ewigen warten „Wehe denen, die auf den Tag des Ewigen warten! Er ist Finsternis und nicht Licht.“1 Ein Gleichnis von einem Hahn und einer Fledermaus, die beide auf das Tageslicht warteten. Der Hahn sagte zur Fledermaus: „Bei mir ist verständlich, dass ich …
67. Was ist Wahrheit?
67. Was ist Wahrheit? Meist bestimmt die Mehrheit, was bei Kleidung und Wohnmöbeln als schön oder nicht schön gilt. Wir sehen, dass jede Generation die Schönheitsvorstellungen der vorherigen Generation verwirft. In der vorigen Generation etwa wusste man, dass Wohnmöbel aus Holz sein mussten und verschiedene Muster in das Holz geschnitzt …
68. Die Ordnung der Arbeit
68. Die Ordnung der Arbeit Zunächst muss der Mensch über dem Verstand glauben, dass der Schöpfer Seinen Geschöpfen Gutes tun wollte. Deshalb erschuf Er Seine Geschöpfe und prägte ihnen das Verlangen und die Sehnsucht ein, Genuss zu empfangen. Der Grund dafür ist, dass nur dies das Kli (Gefäß) ist, mit …
69. Der Lohn für die Arbeit in der Spiritualität
69. Der Lohn für die Arbeit in der Spiritualität Im Allgemeinen sind in der Welt drei Dinge zu unterscheiden: 1) der Schöpfer. 2) die Geschöpfe. 3) das Gute und der Genuss, die der Schöpfer den Geschöpfen gibt. Unter diesem Aspekt unterscheiden wir die Welt der Unendlichkeit (Ejn Sof), die die …
70. Der Unterschied zwischen Heiligkeit und Sitra Achra
70. Der Unterschied zwischen Heiligkeit und Sitra Achra Der Unterschied zwischen dem Verlangen zu empfangen, das sich in der Heiligkeit (Kedusha) befindet, und dem Verlangen zu empfangen, das sich in der Sitra Achra (der anderen Seite) befindet, besteht darin: In der Heiligkeit nutzt man nur den Teil des Verlangens, auf …
71. Die Bedeutung des Exils
71. Die Bedeutung des Exils „Als Israel ins Exil ging, war die Shechina (göttliche Gegenwart) bei ihnen.“1 Das bedeutet: Wenn der Mensch in einen Abstieg gerät, befindet sich auch das Spirituelle bei ihm im Abstieg. Doch nach der Regel „Eine Mizwa (Gebot) zieht eine Mizwa nach sich“2 stellt sich die …
72. Verhüllung und Offenbarung in Seiner Vorsehung
72. Verhüllung und Offenbarung in Seiner Vorsehung Für die Welt als Ganzes ist Seine Vorsehung vor der Allgemeinheit verborgen. Das heißt, die Menschen glauben nicht, dass es eine Vorsehung über die Welt gibt, sondern meinen, alles geschehe ohne einen Lenker. Deshalb führt der Schöpfer die Welt durch offen erkennbaren Lohn …
73. Der Geschmack der Tora
73. Der Geschmack der Tora Man isst, um Kraft für die Arbeit zu haben, und man arbeitet, um etwas zu essen zu haben. Man isst, damit man Kraft zum Arbeiten hat. Und so geht es immer weiter. Man muss verstehen, was die Hauptsache und was nebensächlich ist. Das ist einfach: …
74. Vater und Mutter
74. Vater und Mutter „Der Vater gibt das Weiße“: Der männliche Teil bringt das Empfangsgefäß von Bchina Dalet herab, das Selbstliebe genannt wird. „Die Mutter gibt das Rote“1: Der weibliche Teil gibt Gefäße, doch es sind Gefäße des Gebens. Daraus folgt, dass es unmöglich ist, Gefäße des Gebens zu erlangen, …
75. Das Wirken der Großen des Volkes
75. Das Wirken der Großen des Volkes Baal HaSulam bewirkte, dass ein einfacher Mensch, der seinem Weg folgt, ebenso zur Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer gelangen kann wie ein herausragender Tora-Gelehrter (Talmid Chacham). Vor seiner Zeit musste man hingegen ein großer Tora-Gelehrter sein, um zur Anhaftung an den Schöpfer zu …
76. Die Taten steigen nach oben
76. Die Taten steigen nach oben Wenn man auf dem Weg des Gebens geht, bleibt dem Menschen nichts von seinen guten Taten. Vielmehr steigt alles nach oben, wie im heiligen Sohar geschrieben steht: Die Taten der Ehrfurcht und Liebe fliegen empor und steigen nach oben. Dagegen bleibt eine Handlung in …
77. Die Griechen scharten sich gegen mich
77. Die Griechen scharten sich gegen mich „Die Griechen scharten sich gegen mich, damals, in den Tagen der Hasmonäer.“1 Die Griechen sind die Klipa (Schale), die der Heiligkeit (Kedusha) entgegensteht. Heiligkeit ist Glaube über dem Verstand, während die Griechen gerade innerhalb des Verstandes vorgehen. Die Griechen kommen ausgerechnet in den …
78. Der Kampf gegen den Trieb
78. Der Kampf gegen den Trieb Der Kampf gegen den Bösen Trieb (Jezer haRa) findet im Inneren und im Äußeren statt. Das sehen wir bei einem Faustkampf: Jeder will, dass der andere sich ihm unterwirft; er will den anderen also nicht töten. Dann wird der Kampf ohne Einkleidungen geführt, sondern …
79. Was bedeutet „eine Frau von schöner Gestalt“ in der spirituellen Arbeit?
79. Was bedeutet „eine Frau von schöner Gestalt“ in der spirituellen Arbeit? Die Seele, die ein Teil des Göttlichen von oben ist, befindet sich in Gefangenschaft unter den Völkern. Das bedeutet: Jeder Mensch ist eine kleine Welt und umfasst die siebzig Völker der Welt. Sie alle herrschen über seine Seele, …
80. Die Arten des Empfangens beim Menschen
80. Die Arten des Empfangens beim Menschen Beim Empfangen des Menschen sind sieben Arten zu unterscheiden, von denen jede besondere Bedingungen hat: 1) Wer Almosen empfängt, 2) wer ein Geschenk empfängt, 3) wer durch einen Kauf gegen Geld empfängt, 4) wer durch Tausch empfängt, 5) wer Lohn für seine Arbeit …
81. Gegen deinen Willen lebst du, gegen deinen Willen stirbst du
81. Gegen deinen Willen lebst du, gegen deinen Willen stirbst du „Gegen deinen Willen lebst du.“1 Wenn der Mensch das Leben nicht für sich selbst empfangen will, dann lebt er. „Gegen deinen Willen stirbst du.“ Wenn der Mensch nicht sterben will – im Sinne dessen, was unsere Weisen sagten: „Die …
82. Ein Pferd zum Reiten
82. Ein Pferd zum Reiten Die Urväter sind die Merkawa (Wagen), wie geschrieben steht: „Und der Ewige erhob Sich über Abraham.“1 Das Pferd denkt, dass der Hausherr ihm alles gibt, was es braucht, weil er es liebt wie seine Söhne. Warum aber sind die Söhne im Haus und das Pferd …
83. Gebet um Leben und Lebensunterhalt
83. Gebet um Leben und Lebensunterhalt Unsere Weisen sagten: Wenn man sowohl Leben als auch Lebensunterhalt braucht, soll man um Lebensunterhalt beten, denn Lebensunterhalt gibt man dem, der lebt.1 Leben heißt das Notwendige, also Glaube. Lebensunterhalt bedeutet die Geschmäcker von Tora und Mizwot, die „Gebot des Höheren“ genannt werden. Wenn …
84. Das Berühren der Tefillin
84. Das Berühren der Tefillin „Man muss die Tefillin (Gebetsriemen) berühren, damit man sich nicht ablenken lässt.“ Auf den ersten Blick wäre es hilfreicher gegen die Ablenkung des Verstands, wenn man die Tefillin ansehen würde. Doch die Bedeutung von Verstand ist, dass man sich daran erinnern muss, dass die Tefillin …
85. Die Erfüllung der Tora nur im Land Israel
85. Die Erfüllung der Tora nur im Land Israel Die ganze Tora kann nur im Land Israel erfüllt werden.1 Es gibt die Zustände Wüste, bewohntes Gebiet, Welt und Land Israel. Das bedeutet: Alle Mizwot können erfüllt werden, auch wenn sich der Mensch außerhalb des Landes Israel befindet, also selbst wenn …
86. Die Stufe des Bösen
86. Die Stufe des Bösen „Zum Bösen aber sprach Gott: ‚Was hast du Meine Gesetze aufzuzählen?‘“1 „Die Welt wurde nur für die vollkommen Gerechten (Zaddikim) … und die vollkommen Bösen erschaffen.“2 Beim vollkommen Bösen gilt: Wenn er empfindet, nutzt er demnach die 613 Ratschläge (Ejtin), also Mizwot. Für den Gerechten …
87. Der Aspekt Jerusalems
87. Der Aspekt Jerusalems Jeru-Shalem. Ehrfurcht bedeutet einen Mangel, der die Ursache der Angst ist. Vollkommene Ehrfurcht bedeutet, dass man keinerlei Ehrfurcht hat. Die Rechte Linie wird als vollkommen bezeichnet. Die Linke Linie wird Angst genannt, wie in der Wendung „die Angst Isaaks“.1 Die Mittlere Linie zu bilden bedeutet, beide …
88. Der Krieg gegen Amalek
88. Der Krieg gegen Amalek „Und es geschah: Als Moses seine Hand erhob, gewann Israel die Oberhand.“1 Und sie fragten: „Führen etwa die Hände des Moses Krieg?“ Die Antwort lautet: „Wenn Israel nach oben blickt, gewinnt es die Oberhand.“2 „Nach oben blicken“ bedeutet, zu geben. Denn blicken heißt, nach einer …
89. Freude und Ehrfurcht
89. Freude und Ehrfurcht Es steht geschrieben: „Dient dem Ewigen mit Freude“1, „dient dem Ewigen mit Ehrfurcht“.2 Wenn ein Mensch beten geht, weil ihm Spiritualität fehlt, muss er sich freuen. Denn jetzt erkennt er, dass ihm Spiritualität fehlt. Vorher hingegen war er wie ein bewusstloser Kranker. Danach ist Raum für …
90. Der Unterschied zwischen Geld und Ehre
90. Der Unterschied zwischen Geld und Ehre Geld kommt vom Unteren: Er sehnt sich nach etwas und bemüht sich, das Gewünschte zu erreichen. Ehre hängt dagegen nicht vom Unteren ab, sondern kommt von außen zu ihm – wie in unserer Welt, wenn die Menschen erkennen, dass es sich gehört, ihn …
91. Ganz und gar bitter
91. Ganz und gar bitter Das bedeutet: Zur Zeit der Erlösung spürt man, dass das Exil ganz und gar bitter war. Vor der Erlösung kann man dagegen noch nicht erkennen, dass das Exil so bitter ist. Darin liegt der Sinn der Worte: „wie der Vorzug des Lichts aus der Finsternis.“1 …
92. Alt – neu
92. Alt – neu Wenn alte Gefäße zerbrochen sind, weil sie Gefäße des Empfangens waren, dann wisse, dass du dich von Neuem hüten musst. Das heißt: Du wirst neue Gefäße erhalten, um in der Absicht zu geben zu arbeiten. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
93. Ein König durchbricht eine Schranke
93. Ein König durchbricht eine Schranke „Ein König durchbricht eine Schranke, und niemand widerspricht ihm.“ Der König ist der Schöpfer. Die Schranke, die Er durchbricht, trennt Empfangen vom Geben. „Und niemand widerspricht ihm“ – damit ist der Körper gemeint, der „Verlangen zu empfangen“ genannt wird; doch er unterwirft sich. korrEY, …
94. Ein Bräutigam gleicht einem König
94. Ein Bräutigam gleicht einem König Ein Bräutigam gleicht einem König, weil ihm seine Sünden vergeben werden. Daraus folgt, dass er einem König gleicht, das heißt, er besitzt die Kraft des Gebens. Dies gilt gerade dann, wenn der Bräutigam spürt, dass er auf einer niedrigeren Stufe steht und sich vor …
95. Das Königtum des Himmels beginnt mit Chessed
95. Das Königtum des Himmels beginnt mit Chessed „Das Königtum des Himmels beginnt mit Chessed“, also mit bedeckten Chassadim. Die Sichronot (Erinnerungen) sind Gwura: Man weiß, dass der Schöpfer unser gedenkt. Die Shofarot (Schofarhörner) sind die Mittlere Linie. Shofar bedeutet: „Verbessert eure Taten.“ Wenn die Absicht von Anfang an darauf …
96. Leid geht der Barmherzigkeit voraus
96. Leid geht der Barmherzigkeit voraus „Wenn man die Tora der Mizwa voranstellt oder die Weisheit der Ehrfurcht … Ebenso wird es bei der Erlösung sein: Wenn sie würdig sind, werden sie in Barmherzigkeit hinausgehen … Und wenn man die Barmherzigkeit nicht voranstellt, werden sie im Leid hinausgehen. Es ist …
97. Die Tora muss mit beiden Händen empfangen werden
97. Die Tora muss mit beiden Händen empfangen werden Es wird gesagt, dass man die Tora mit beiden Händen empfangen muss. Der Vers lautet: „Langes Leben ist in ihrer Rechten, und in ihrer Linken sind Reichtum und Ehre.“1 Im Sinne der ethischen Lehre bedeutet langes Leben, dass der Mensch die …
98. Korrektur um Mitternacht
98. Korrektur um Mitternacht Mitternacht wird „halb und halb“ genannt, also die Mitte der Nacht. Nacht wird Finsternis genannt. Mitten in der Finsternis ist es „halb und halb“, halb gut und halb böse: Ein wenig leuchtet ihm das Licht der Heiligkeit (Kedusha), und ein wenig spürt er, dass er sich …
99. Vollkommenheit und Mangel – 1
99. Vollkommenheit und Mangel – 1 Wo ein Mangel besteht, kann sich die Sitra Achra (die andere Seite) festhalten. Deshalb findet sie während der Kritik, wenn sich der Mensch in einem Mangel befindet, dort Halt. Dann befindet sich der Mensch, obwohl er es nicht spürt, dennoch in Trennung. Anders ist …
100. Glaube und Verstand
100. Glaube und Verstand 22. Adar 5713 [9. März 1953], Tel Aviv Es wurde gefragt: Warum muss man Chochma heranziehen, die dem Wissen entspricht, wenn die ganze Arbeit des Menschen im Glauben über dem Verstand geschieht? Und er antwortete: Wenn der Gerechte der Generation nicht über Wissen verfügen würde, könnte …
101. Glaube über dem Verstand
101. Glaube über dem Verstand Beispiel: Wir haben gelernt, dass es unterhalb von Tabur von Adam Kadmon zehn Sefirot des Abschlusses gibt. Solange er sagt, dass er nicht empfangen will, weil er sich nicht auf das Geben ausrichten kann, hat er Licht von Chassadim und ein Leuchten von Chochma. Doch …
102. Gute Taten werden „Söhne“ genannt
102. Gute Taten werden „Söhne“ genannt Gute Taten werden „Söhne“ genannt. „Söhne“ bezeichnen außerdem Verständnis und Wissen. „Väter“ heißen die Ursachen, die das Verständnis hervorbringen. Wenn man sich mit der Tora beschäftigt, möchte man daher, dass durch die Tora und die Mizwot, mit denen man sich beschäftigt, Verständnis und Wissen …
103. Vereinigung von SoN
103. Vereinigung von SoN „Und Juda trat zu ihm.“1 Rabbi Elasar eröffnete: „Denn Du bist unser Vater; Abraham kennt uns nicht, und Israel erkennt uns nicht. Du, der Ewige, bist unser Vater; ‚unser Erlöser von alters her‘ ist Dein Name.“2 Im Leiter-Kommentar (Sulam) heißt es zu „Du bist unser Vater“: …
104. Es ist verboten, einen Nichtjuden Tora zu lehren
104. Es ist verboten, einen Nichtjuden Tora zu lehren Es ist verboten, einen Nichtjuden Tora zu lehren, wie gesagt wurde: „So hat Er an keinem Volk gehandelt.“1 Was das Verbot betrifft: Wie erklärt wurde, bedeutet „verboten“ überall, dass etwas nicht möglich ist. Daraus folgt: Die Bedeutung des Verbots, einen Nichtjuden …
105. Gesegnet ist unser Gott, der uns zu Seiner Ehre erschaffen hat
105. Gesegnet ist unser Gott, der uns zu Seiner Ehre erschaffen hat Der Mensch dankt dem Schöpfer, wenn der Schöpfer ihm dieses Gefühl gibt und er auf diese Weise arbeiten kann. Das bedeutet: Alles, was er tut, dient dazu, die Ehre des Himmels zu mehren, und nicht seinem eigenen Nutzen. …
106. Die Zerstörung der Heiligkeit
106. Die Zerstörung der Heiligkeit Der Mensch muss wegen der Zerstörung des Tempels beten: Die Heiligkeit (Kedusha) ist zerstört und befindet sich in Niedrigkeit, doch niemand achtet auf diese Niedrigkeit. Die Heiligkeit liegt auf der Erde, und man muss sie aus ihrer Niedrigkeit erheben. Mit anderen Worten: Jeder erkennt seinen …
107. Golan im Bashan
107. Golan im Bashan 1. Adar 5707 [21. Februar 1947] „Bashan“ kommt vom Wort „Busha“ (Scham), „Golan“ vom Wort „Geula“ (Erlösung). Das bedeutet, dass man durch die Scham erlöst wird. „Hermon und Tabor jubeln.“1 Tabor kommt von „Batar“, wie im Geheimnis der „Berge von Beter“.2 Berge werden Grübeleien (Hirhurim) genannt, …
108. Der Mensch bestimmt
108. Der Mensch bestimmt Der Mensch bestimmt die Gestalt, also ob etwas gut oder schlecht ist. Wenn die Leiden kommen, um ihn zu läutern, nennt man das gut. Sagt er das jedoch nicht, empfindet er sie in Wahrheit als Leiden. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
109. Der Grund, warum man zu den Gräbern der Urväter geht
109. Der Grund, warum man zu den Gräbern der Urväter geht Einmal fuhr mein Vater und Lehrer nach Hebron, bevor er nach Tel Aviv zog. Als er aus der Höhle von Machpela zurückkehrte, erklärte er, warum er zu den Gräbern der Urväter fährt: um zu sagen: „Wann werden meine Taten …
110. Der Weg der Tora
110. Der Weg der Tora Der Weg des Leidens besteht darin, dass man sich unter Leiden befindet. Der Weg der Tora besteht darin, dass man sich die Leiden, die man durchgemacht hat, vor Augen führen kann. Dadurch gewinnt man, dass man keine neuen Leiden braucht. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
111. Nichts Neues unter der Sonne
111. Nichts Neues unter der Sonne „Nichts Neues unter der Sonne.“1 Eine Neuerung ist etwas Neues, das es bis jetzt nicht gab. „Unter der Sonne“ gilt nicht als Neuerung, denn es entspricht der Natur, dass man zum eigenen Nutzen arbeiten muss. Über der Sonne – also über dem Verstand – …
112. Die Rückgabe des Geraubten
112. Die Rückgabe des Geraubten „Und er soll das Geraubte zurückgeben, das er geraubt hat.“1 Als Raub gilt, was jemand mit Gewalt empfängt, obwohl der Gebende es nicht geben will. Der Höhere will, dass der Untere nur empfängt, wenn er eine Gegenleistung zahlt, das heißt, damit der Verkäufer daran Freude …
113. Der Alte sucht Ehrfurcht vor dem Himmel
113. Der Alte sucht Ehrfurcht vor dem Himmel „Was ich nicht verloren habe, suche ich.“ Das bedeutet: Wenn der Alte geht, blickt er immer auf den Boden, als würde er etwas suchen.1 Wir müssen verstehen, was uns dies mitteilen will. Ein Alter ist jemand, der Weisheit erworben hat. Noch bevor …
114. Drei Partner
114. Drei Partner „Am Menschen sind drei Partner beteiligt: der Schöpfer, sein Vater und seine Mutter.“1 Die Rechte Linie wird „Vater“ genannt, weil sie das Weiße gibt. Der Mensch muss die Erweckung von unten (Itaruta deLetata) geben, denn dies ist das Gefäß (Kli), also der Mangel (Chissaron). Darin liegt „der …
115. Die Bedeutung von „Tora liShma“
115. Die Bedeutung von „Tora liShma“ Wird er dessen würdig, wird die Tora liShma (um des Gebens willen) für ihn zum Lebenselixier.1 Das bedeutet: Er schmeckt in der Tora den Geschmack des Lebens. Wird er dessen nicht würdig, wird sie für ihn zum Todeselixier. Mit anderen Worten: In der Arbeit …
116. Wer sind die Bösen?
116. Wer sind die Bösen? Als Frevler werden diejenigen bezeichnet, die nicht sagen können, dass die Ordnung „gut und Gutes tuend“ besteht. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
117. Das Licht in ihr führt ihn zum Guten zurück
117. Das Licht in ihr führt ihn zum Guten zurück Das heißt: Wenn jemand sich mit Tora und Mizwot beschäftigt und sich nicht gut fühlt, führt ihn das Licht in ihr zum Guten zurück, sodass er sich gut fühlt. Solange er sich schlecht fühlt, kann er demjenigen, der ihn zum …
118. Außer bei „Geh hinaus!“
118. Außer bei „Geh hinaus!“ Der Mensch ist nur ein Gast, und der Schöpfer ist der Hausherr. Bekanntlich sagten unsere Weisen: „Alles, was dir der Hausherr sagt, sollst du tun“, denn so ist es üblich – „außer bei: Geh hinaus!“ Denn wenn der Mensch den Herrschaftsbereich des Hausherrn verlässt, ist …
119. Aus lo liShma (nicht um des Gebens willen) gelangt man zu liShma (um des Gebens willen)
119. Aus lo liShma (nicht um des Gebens willen) gelangt man zu liShma (um des Gebens willen) Es muss immer einen Anfang geben; andernfalls kann man liShma nicht erreichen. Das bedeutet: Der Mensch muss glauben, dass in allen körperlichen Begierden – also Essen, Trinken, Schlafen und den übrigen Begierden – …
120. Freude, die vom Tanzen kommt
120. Freude, die vom Tanzen kommt Im Materiellen sieht man: Wenn man die Füße vom Boden hebt, deutet das auf Lebenskraft (Chajut) hin. Denn Füße (Raglaim) weisen auf Kundschafter (Meraglim) hin, so wie die Kundschafter, die auszogen, um das Land zu erkunden. Sie wollten sehen, ob es sich lohnt, sich …
121. Zwei Kräfte im Menschen
121. Zwei Kräfte im Menschen Der Mensch unterscheidet in der Welt zwei Kräfte: 1) eine Kraft, die den Menschen abstößt, sodass er sich aus dem Zustand herausbewegt, in dem er sich befindet. 2) eine anziehende Kraft, die den Menschen anzieht, und aus diesem Grund muss er sich aus dem Zustand …
122. Zur Bedeutung von „mit Leben belohnt“
122. Zur Bedeutung von „mit Leben belohnt“ „Belohnt“ bedeutet: Ein Mensch sagt, dass er den Wunsch hat, Tora zu lernen, obwohl er keinen Geschmack daran findet. Dennoch vertieft er sich wieder in das Buch. Ihm wurden der Gedanke und der Wunsch gegeben, ins Lehrhaus zu kommen. Das ist für ihn …
123. Ohne Hände und ohne Beine
123. Ohne Hände und ohne Beine Man kann ohne Hände leben und keinen Mangel empfinden, wie etwa die Vögel. Und man kann ohne Beine sein, wie die Schlange, von der es heißt: „Auf deinem Bauch sollst du gehen.“ Die „Hände“ sind die Gefäße, die das Positive erlangen. Die „Beine“ stehen …
124. Mir zu dienen
124. Mir zu dienen „Die ganze Welt wurde nur erschaffen, um mir zu dienen.“ Nach der Erklärung meines Herrn, Vaters und Lehrers ist damit gemeint: Alle Mängel, die ein Mensch bei anderen sieht, hält er für seine eigenen. Deshalb hat er etwas zu korrigieren. So dient ihm die ganze Welt, …
125. Definitionen – 1
125. Definitionen – 1 Die Seite des Guten heißt Stütze: Er hat etwas, worauf er sich stützen kann, also hat er ein Fundament. Die Seite des strengen Gerichts bedeutet, dass er keinerlei Fundament hat, auf dem er das Bauwerk des Königtums des Himmels errichten kann. Dann befindet er sich in …
126. Krankenbesuch
126. Krankenbesuch Der Schöpfer befindet sich über dem Kopf eines Kranken. Als „krank“ gilt, wer Schmerzen im Kopf hat, also fremde Gedanken, und Schmerzen in den Eingeweiden, also in den Gefäßen des Empfangens. Und die Erkenntnis, dass er krank ist, wird ihm vom Schöpfer gegeben. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
127. Glücklich ist der Mensch
127. Glücklich ist der Mensch „Glücklich ist der Mensch, dem der Schöpfer keine Schuld anrechnet und in dessen Geist kein Trug ist.“1 Warum rechnet ihm der Schöpfer keine Schuld an, obwohl er Verfehlungen hat? Weil in seinem Geist kein Trug ist. „Ram“ bedeutet Größe. Er ist nicht groß, weil er …
128. Erhebt den Ewigen, unseren Gott
128. Erhebt den Ewigen, unseren Gott „Erhebt den Ewigen, unseren Gott, und verneigt euch vor Seinem heiligen Berg, denn heilig ist der Ewige, unser Gott.“ „Erhebt.“ Das bedeutet: Wenn der Mensch die Erhabenheit und Größe des Schöpfers, unseres Gottes, erkennen will, kann er dies nur durch Anhaftung (Dwekut) und Angleichung …
129. Wissen und Glaube
129. Wissen und Glaube Der Mensch arbeitet und bemüht sich, die Gesetze der Ernährung des Körpers einzuhalten, ob bewusst oder unbewusst, weil Lohn und Strafe sichtbar sind. Deshalb zwingt sich der Mensch zum Beispiel auch dann zum Essen und Trinken, wenn er krank ist und keinen Geschmack daran findet. Er …
130. Das Zeugnis des Schöpfers
130. Das Zeugnis des Schöpfers „Das Zeugnis des Schöpfers ist zuverlässig, es macht den Einfältigen weise.“1 Wenn der Mensch weiß, dass er einfältig ist, macht die Tora ihn weise. Die Bedeutung von „Die Tora des Schöpfers ist vollkommen“210: Manchmal lernt ein Mensch Tora. Doch ist damit gemeint, dass dies die …
131. Sieh das Leben mit der Frau, die du liebst
131. Sieh das Leben mit der Frau, die du liebst Das bedeutet: Der Mensch muss das Leben vom Baum des Lebens, also Seir Anpin, an diesem Ort einbeziehen – in Malchut, die als Frau bezeichnet wird. Das eine geht nicht ohne das andere: Seir Anpin ohne Malchut funktioniert nicht. Der …
132. Oberer und Unterer
132. Oberer und Unterer Gefäße (Kelim) des Erwerbenden und Gefäße des Gebenden. Der Obere ist der Gebende, der Untere der Erwerbende. Durch den Massach (Schirm) des Unteren, den dieser in Ejnaim (Augen) hat und der „Verschließen der Augen“ genannt wird, sieht der Untere, dass auch der Obere nicht mehr als …
133. Alles sind Korrekturen
133. Alles sind Korrekturen „Keine der Krankheiten, die Ich Ägypten auferlegt habe, werde Ich dir auferlegen, denn Ich, der Ewige, bin dein Arzt.“1 Unsere Weisen fragen: Wenn Ich keine Krankheit auferlege, wozu braucht man dann einen Arzt?2 Und man kann erklären: Da Ich der Arzt bin, warum sollte Ich dir …
134. In GaR hilft Umkehr (Teshuwa) nicht
134. In GaR hilft Umkehr (Teshuwa) nicht Wenn das Licht in den Gefäßen leuchtet, besteht kein Unterschied zwischen Licht und Gefäß. Erst wenn sich das Licht zurückzieht, wird der Unterschied erkennbar. Wenn man der Umkehr aus Liebe würdig wird, werden daher die vorsätzlichen Verfehlungen zu Verdiensten, weil das Höhere Licht …
135. Die Gerechten (Zaddikim) nehmen mit starker Hand
135. Die Gerechten (Zaddikim) nehmen mit starker Hand Es gibt drei Arten des Empfangens: 1) Man empfängt Almosen. 2) Man empfängt ein Geschenk. 3) Man nimmt mit starker Hand, das heißt, man fordert, weil es einem zusteht. 1) Almosen. Beim Empfang von Almosen schämt man sich. Dennoch fordert der Mensch, …
136. Die Bindung Isaaks
136. Die Bindung Isaaks Die Bindung Isaaks bedeutet, dass Abraham – die Rechte Linie, die über dem Verstand steht – die Linke Linie band. Diese entspricht dem Intellekt, der alles kritisch prüft. Dies vermittelte ihm ein Gesamtbild seines gegenwärtigen Zustands. Er ließ die gesamte Linke Linie zurück und nahm die …
137. Der Mangel ist das Kli [Gefäß]
137. Der Mangel ist das Kli [Gefäß] Das Wesentliche ist der Mangel. Er wird Kli (Gefäß) für den Empfang der Füllung genannt, und die Größe der Füllung bemisst sich nach dem Maß des Mangels. Daraus folgt: Wenn dieselbe Füllung vorhanden ist – nicht weniger und nicht mehr –, genießt der …
138. Ein naher und ein ferner Weg
138. Ein naher und ein ferner Weg Anhaftung (Dwekut) heißt Leben und Heiligkeit (Kedusha). Trennung (Pruda), also Empfangen für sich selbst, heißt Tod – Trennung vom Leben allen Lebens. Wer von der Heiligkeit getrennt ist, gilt als unrein. Die Frage „Warum sollen wir ausgeschlossen sein?“1 bezog sich auf jemanden, der …
139. Die Bedeutung von Fuß und Schuh
139. Die Bedeutung von Fuß und Schuh „Wie schön sind deine Schritte in Sandalen.“1 Ein Schuh befindet sich am Fuß des Menschen. Hier muss man zwischen Füßen und Schuhen unterscheiden. In der materiellen Welt schützen die Schuhe die Füße davor, Schaden zu nehmen. Andernfalls, wenn also die Füße ohne Schuhe …
140. Der Unterschied zwischen Neid und Begierde
140. Der Unterschied zwischen Neid und Begierde Der Verfasser des Buches „Reshit Chochma“1 führt ein Gleichnis an: Es ist eine Geschichte über einen Begehrlichen – also jemanden, der alles begehrt, was er sieht – und einen Neidischen. Dieser ist immer neidisch auf das, was der andere hat, obwohl er es …
141. Der Geist der Weisen findet keinen Gefallen an ihm
141. Der Geist der Weisen findet keinen Gefallen an ihm Der Geist (Ruach, Seelenstufe) wird „Geist der Weisen“ genannt. Er leuchtet in den Gefäßen (Kelim) über dem Verstand, die Chassadim genannt werden. Wenn der Mensch daher den Geist der Weisen empfangen soll, findet dieser keinen Gefallen an ihm. Das heißt, …
142. Das Leid der Shechina – 1
142. Das Leid der Shechina – 1 Das Leid der Shechina (der göttlichen Gegenwart). Es gleicht einem König, der einen Turm voller Güter besitzt, aber keine Gäste hat. Ebenso ist es bei jemandem, der für seinen Sohn eine Hochzeit ausgerichtet und Hunderte von Portionen bestellt hat, nun aber keine Gäste …
143. Die Notwendigkeit der Erkenntnis des Bösen
143. Die Notwendigkeit der Erkenntnis des Bösen Warum brauchen wir die Erkenntnis des Bösen, nämlich dass wir so tief im Schlamm stecken und es keinen Ausweg gibt? Dies ist das Gleichnis. All dies dient dazu, dass wir großen Dank aussprechen müssen. Dabei macht es einen Unterschied, wobei Er ihm geholfen …
144. Offenbares und Verborgenes
144. Offenbares und Verborgenes Die Tora gliedert sich in zwei Arten: in die praktische Ausübung der Mizwot, die den offenbaren Teil bildet – eine Handlung, die man sehen kann. Dieser Teil der Tora gehört der gesamten Allgemeinheit. Dagegen wird der Teil der Tora, der keinen Bezug zur Praxis hat, verborgen …
145. Die Sehnsucht nach Wissen
145. Die Sehnsucht nach Wissen Die Sehnsucht nach Wissen entsteht bei dem, der Handlungen ausführt, um Wissen zu erlangen, das heißt, der sich anstrengt und sich nach Kräften darin vertieft. Diese Handlungen wecken in ihm die Sehnsucht, das Wissen der Tora zu erlangen. Auf diese Weise bildet sich in ihm …
146. Leiden und Freude
146. Leiden und Freude Leiden bezeichnet die Linke Linie. Das heißt: Wenn der Mensch seine Handlungen prüft, ob sie dem Weg der Wahrheit entsprechen – mit der Absicht zu geben –, sieht er all seine Mängel. Das nennt man Leiden: Es schmerzt ihn, dass er beim Geben so schwach ist. …
147. Die Linie der Arbeit
147. Die Linie der Arbeit Eine Linie wird Vollkommenheit genannt. Die Allgemeinheit folgt einer Linie, das heißt einem Weg. Jeder hat also einen Anteil an Tora und Mizwot. Und jeder schätzt für sich ein, wie viel Mühe er aufwenden muss, damit er spürt, dass er seine Pflicht bereits erfüllt hat. …
148. Glaube heißt Handeln
148. Glaube heißt Handeln Glaube heißt Handeln, nicht Verstehen. Wenn der Körper dem Glauben nicht zustimmt, muss man den Weg des Zwangs gehen, der über Sinn und Verstand liegt – einzig handeln. Das ähnelt einem Kind, dem die Eltern etwas zu essen geben und zu verstehen geben, dass es zu …
149. Das Land ist das Königtum des Himmels
149. Das Land ist das Königtum des Himmels „Auch habe Ich Meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, um ihnen das Land Kanaan zu geben.“1 Weil sie beschnitten worden waren, erbten sie das Land, wie geschrieben steht: „Und Dein Volk, sie alle sind Gerechte; auf ewig werden sie das Land erben.“2 Man …
150. Messer zum Schlachten
150. Messer zum Schlachten Ein Messer nennt man das, womit man schlachtet. Bei der Selbsthingabe muss der Grund so beschaffen sein, dass er keinerlei Mangel enthält. Wer sich etwa bewusst das Leben nimmt, tut dies aufgrund eines Mangels: Aus verschiedenen Gründen hat sein Leben für ihn keinen Sinn, und deshalb …
151. Über das Verlangen zu geben – 1
151. Über das Verlangen zu geben – 1 Die Frage lautet: Wenn es heißt, Sein Wille besteht darin, den Geschöpfen Gutes zu tun, und wenn die Geschöpfe Seine Güte empfangen, dann erfüllt sich Sein Wille. Das bedeutet, dass Er Freude daran hat, zu geben. Doch wir haben den Grundsatz, dass …
152. Bescheiden wandeln
152. Bescheiden wandeln „Bescheiden zu wandeln“ bedeutet die Absicht. Denn „Recht zu üben und Güte zu lieben“1 soll den Menschen zur Absicht führen. Die Absicht wird „bescheiden zu wandeln“ genannt, weil ein Mensch die Absicht seines Nächsten nicht sehen kann. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026 Vgl. Micha 6:8. ↩
153. Gut ist Tora zusammen mit dem Weg des Landes
153. Gut ist Tora zusammen mit dem Weg des Landes „Gut ist Tora zusammen mit dem Weg des Landes.“1 Das Land heißt Malchut. Der Weg von Malchut ist der Glaube über dem Verstand. „Gut ist Tora zusammen mit dem Weg des Landes“ bedeutet: Wenn der Mensch einen Punkt hat, der …
154. Die an den Straßenecken Sitzenden
154. Die an den Straßenecken Sitzenden Es gibt die „an den Straßenecken Sitzenden“ und es gibt Tora-Gelehrte (Talmidei Chachamim). Keren bedeutet sowohl „Ecke“ als auch „Kapital“ und bezeichnet hier den Glauben; sie wurden der Tora noch nicht würdig. Denn die Tora wird als Gewinn bezeichnet und der Glaube als Kapital. …
155. Du hast uns erwählt – 1
155. Du hast uns erwählt – 1 Der Mensch muss eine Wahl treffen. Doch wenn er seine Wahl trifft, entscheidet Sich der Schöpfer für die Wahl, die der Mensch getroffen hat, und gibt ihm die Fülle, die seiner Wahl entspricht, wie erläutert wird: „Wenn eine Frau Samen hervorbringt und einen …
156. Die Heiligung des Mondes
156. Die Heiligung des Mondes Man muss verstehen, warum gerade der Mond geheiligt werden muss. Bekanntlich weisen Sonne und Mond auf Seir Anpin und Malchut hin. Dem Verhältnis von Zweig und Wurzel entsprechend beten wir daher bei der Heiligung des Mondes: „Möge es Sein Wille sein, den Mangel des Mondes …
157. Was kommt zuerst: der Segen oder der Frieden?
157. Was kommt zuerst: der Segen oder der Frieden? Der Segen kommt zuerst, doch er hat keinen Bestand. Deshalb weicht der Segen vom Menschen. Daher muss er den Segen so nutzen, dass Frieden entsteht, also kein Unterschied der Form besteht. Jedes Mal, wenn er einen Segen empfängt, muss er ihn …
158. Dem Leid entsprechend ist der Lohn
158. Dem Leid entsprechend ist der Lohn Durch die Tora und die Mizwot, die der Mensch erfüllt, kommen ihm Gedanken und ein Verlangen, sich zu reinigen. Das heißt: Er ist „gekommen, um sich zu reinigen“. Nun setzt er seine Kräfte ein, um sich von der Eigenliebe zu reinigen. Dann empfindet …
159. Notwendigkeit und Bedeutung des Glaubensstudiums
159. Notwendigkeit und Bedeutung des Glaubensstudiums „Und wähle das Leben.“ Der Tanna Rabbi Ishmael lehrte: Damit ist ein Handwerk gemeint. Daraus sagten die Weisen: Ein Mensch ist verpflichtet, seinen Sohn ein Handwerk zu lehren; hat er es ihn nicht gelehrt, muss er es selbst erlernen. Aus welchem Grund? Es steht …
160. Und das ganze Volk steht über dir
160. Und das ganze Volk steht über dir „Und das ganze Volk steht vor dir vom Morgen bis zum Abend.“ Kann man das wirklich so verstehen? Vielmehr rechnet die Schrift jedem Richter, der auch nur eine Stunde lang ein wahrhaft wahres Urteil fällt, an, als würde er sich den ganzen …
161. Erwachen – 1
161. Erwachen – 1 Jeder religiöse Mensch erlebt in seinem Leben eine Zeit oder einen Augenblick, in dem er ein gewisses Erwachen von oben erfährt und dadurch Lebenskraft (Chajut) darin empfindet, Jude zu sein. Obwohl der Mensch im Allgemeinen verschiedene Zustände durchläuft, in denen er keinerlei Anziehungskraft der Heiligkeit (Kedusha) …
162. Liebe zum Nächsten
162. Liebe zum Nächsten Ich betrachte einen kleinen Punkt, der „Liebe zum Nächsten“ heißt, und denke darüber nach: Was kann ich tun, um der Allgemeinheit Freude zu bereiten? Da ich die Allgemeinheit als Ganzes betrachte, sehe ich das Leid des Einzelnen – Krankheiten und Schmerzen – und das Leid des …
163. Farben in der Arbeit
163. Farben in der Arbeit Die Linke Linie wird als Rot bezeichnet; dies ist das Leuchten von Chochma, und zwar von GaR de Chochma. Dieses Rot ist von einem schwarzen Faden umgeben. Darin liegt das Geheimnis der Dinim des Massach de Chirik, der die GaR des Rot vermindert. Das Schwärzeste …
164. Was man vom Schöpfer erbitten soll – Sein Diener zu sein
164. Was man vom Schöpfer erbitten soll – Sein Diener zu sein Wenn der Mensch sieht, dass er bei der Arbeit für den Schöpfer auf Hindernisse stößt, und zum Schöpfer beten möchte, ihm Kraft für diese Arbeit zu geben, worum soll er dann bitten? Mit anderen Worten: Es gibt zwei …
165. Zum Thema Bewahrung
165. Zum Thema Bewahrung Beim Baum der Erkenntnis geht es um Bewahrung: Der Mensch muss sich vor fremden Gedanken hüten. Da der Baum der Erkenntnis „Gut und Böse“ genannt wird, muss er sich vor dem Bösen hüten, das sich dort befindet. Denn der Baum der Erkenntnis wird Malchut der Eigenschaft …
166. Welche Umkehr hilft?
166. Welche Umkehr hilft? Eine Umkehr (Teshuwa) hilft nur bei Malchut, die in Bina gemildert ist und für die es eine Zeit der Katnut gibt. In der Gadlut kehren ACHaP zur Stufe zurück; sie kehren also wieder, das heißt, man kann mit ihnen in der Absicht zu geben arbeiten. Dies …
167. Er ist streng mit sich selbst und spricht einen Segen
167. Er ist streng mit sich selbst und spricht einen Segen Ein verpflichtender Segen bedeutet, dass der Körper ihn dazu verpflichtet, einen Segen zu sprechen. Das heißt: Der Schöpfer hat den Körper mit der Natur erschaffen, dass er jemanden segnet, wenn er von ihm Gutes empfängt. Dies heißt ein von …
168. Gesegnet ist der Mann, der auf den Ewigen vertraut
168. Gesegnet ist der Mann, der auf den Ewigen vertraut Das bedeutet: Gesegnet ist der Mensch, dem der Schöpfer das Vertrauen ins Herz legt, sodass er Vertrauen hat. Denn für die Eigenschaft des Vertrauens ist es nötig, dass der Schöpfer ihm das Vertrauen gibt. Doch dafür braucht es Licht und …
169. Die Bedeutung des Bettes
169. Die Bedeutung des Bettes Der Ausdruck „Füße des Bettes“ bezieht sich darauf, dass man das Opfer an die Beine des Bettes band. Mita (Bett) bedeutet, dass etwas in seiner Wichtigkeit mata (unten) steht, nämlich der Glaube. Wie unsere Weisen sagten: Sie sahen, dass die Engel das Bett von Moses …
170. Über den Glauben innerhalb des Verstandes
170. Über den Glauben innerhalb des Verstandes Der Glaube innerhalb des Verstandes wird als „böse Peitsche, mit der die Bösen geschlagen werden“ bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass sie durch ihn im Exil versklavt sind; andernfalls würden sie sofort in die Freiheit gelangen. So war es auch bei Israel, das …
171. Wie gut sind deine Zelte, Jakob – 1
171. Wie gut sind deine Zelte, Jakob – 1 „Wie gut sind deine Zelte, Jakob.“1 „Jakob“ leitet sich von „Fersen“ und „Ende“ ab. Gemeint ist der schlimmste Zustand der Niedrigkeit, den ein Mensch empfindet: Er sieht nichts auf der Welt, woraus er Genuss schöpfen könnte. Und er sagt: „Das Schöpfungsziel …
172. Mensch und Tora
172. Mensch und Tora Wenn ein Mensch Tora lernt, wird er als „Unterer“ bezeichnet. Das bedeutet, dass er sich nur um seinen eigenen Nutzen sorgt. Von der Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer hat er keinerlei Vorstellung. Die Tora, die er lernt, stammt von Menschen, die am Schöpfer angehaftet waren. korrEY, …
173. Tefillin
173. Tefillin Die Hand-Tefillin (Gebetsriemen) legt man an die schwächere Hand, also an die linke. Dort gibt es sieben Windungen, die den sieben Eigenschaften entsprechen. Jede Windung steht für Auf- und Abstiege. Zugleich schreitet sie jedoch voran. Das bedeutet: Bei jeder einzelnen Windung muss es beim Aufstieg einen Punkt des …
174. Die Mizwot stammen vom Schöpfer
174. Die Mizwot stammen vom Schöpfer Uns wurden vom Schöpfer Mizwot gegeben: Mizwot aus der Tora ebenso wie von den Weisen festgelegte Mizwot und die Bräuche Israels. Durch sie können wir dem Schöpfer Freude bereiten. Danach werden die Lichter offenbart, die in diesen Mizwot enthalten sind. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
175. Drei Stufen des Menschen
175. Drei Stufen des Menschen „Rabbi sagte: ‚Viel Tora habe ich von meinen Lehrern gelernt, von meinen Freunden mehr als von ihnen und von meinen Schülern mehr als von allen.‘“1 Ein Lehrer verhält sich zum Schüler im Sinne des Gebens. „Von meinen Freunden mehr als von ihnen.“ Ein Freund bittet …
176. Der Glaube steht über der Natur
176. Der Glaube steht über der Natur Glaube bezeichnet etwas, das nicht dem Lauf der Natur entspricht, denn er steht über dem Verstand. Was innerhalb des Verstandes liegt, heißt Natur: Im Menschen ist die Kraft verankert, das zu tun, was er versteht und empfindet. Moses, unser Lehrer, Friede sei mit …
177. Die Frucht der Tora
177. Die Frucht der Tora Malchut hat von sich aus nichts außer dem, was andere ihr geben.1 Malchut, die Verlangen zu empfangen genannt wird, darf aufgrund des Zimzum nicht für sich selbst, also in ihre eigene Eigenschaft, empfangen. Weil sie nicht empfangen, also nichts in ihre eigene Eigenschaft herabziehen will, …
178. Der Vater führte die Mutter wegen ihres Sohnes hinaus
178. Der Vater führte die Mutter wegen ihres Sohnes hinaus „Vater“ wird Stufe eins genannt. Er führte Bina, also den Verstand, aus der Stufe hinaus, damit man den Verstand nicht benutzt. Warum wegen ihres Sohnes? Damit er die Einsicht, also den Verstand, empfangen kann, ohne sie durch seine Gefäße des …
179. Ibur (Empfängnis) – 1
179. Ibur (Empfängnis) – 1 Die zerbrochenen und toten Gefäße steigen zusammen mit den Funken zum Ibur auf – durch die Reshimot (Aufzeichnungen), die ihr Licht empfangen haben. Beispielsweise gelten die Geschöpfe nach der Sünde von Adam haRishon (dem ersten Menschen) als zerbrochene und tote Gefäße. Das heißt, ihre Gefäße …
180. König David hat kein Leben
180. König David hat kein Leben Rabbi Shimon sagte: König David hatte überhaupt kein eigenes Leben; nur Adam haRishon (der erste Mensch) gab ihm siebzig Jahre von seinem Leben. Eine weitere Erklärung lautet: Die Urväter Abraham, Jakob und Josef überließen ihm jeweils einen Teil ihres Lebens. Isaak überließ ihm nichts, …
181. Der erste Mensch – 1
181. Der erste Mensch – 1 Die Eigenschaft des ersten Menschen (Adam haRishon) ist Staub, wie geschrieben steht: „Und der Ewige, Gott, formte den Menschen aus Staub vom Erdboden.“1 Staub bedeutet, dass er sich nicht zur Aussaat eignet. Das bedeutet: Malchut an sich – also das Verlangen zu empfangen, auf …
182. Unglaube ist die Strafe
182. Unglaube ist die Strafe Unglaube ist eine Strafe: Der Mensch muss einen anderen Körper betrachten und sehen, wie dieser gegen den Verstand spricht. Man muss sich seiner erbarmen und Erbarmen für ihn erwecken, damit er zum Guten zurückkehrt. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
183. Die Arbeit ist das Wesentliche
183. Die Arbeit ist das Wesentliche Die Arbeit des Menschen muss das Wesentliche sein, um zum Zustand „die Shechina1 aus dem Staub zu erheben“ zu gelangen. Gemeint ist das Königtum des Himmels: das Joch von Malchut auf sich zu nehmen, also den Glauben an den Schöpfer um des Himmels willen …
184. Zeit des Anlegens der Tefillin
184. Zeit des Anlegens der Tefillin Die Zeit für das Anlegen der Tefillin (Gebetsriemen) beginnt, sobald man seinen Freund innerhalb von vier Ellen sehen kann. Worauf weist uns dies in der Arbeit hin? Als „Freund“ wird der Schöpfer bezeichnet, wie geschrieben steht: „Deinen Freund und den Freund deines Vaters verlass …
185. Zum Thema Shekalim – 1
185. Zum Thema Shekalim – 1 Shekalim: Das Wort Shekel bedeutet, dass der Mensch in seinem Verstand abwägt, was er tun soll. „Ein halber Shekel“ leitet sich von der Aussage „Das Gebet macht die Hälfte“ ab: Der Mensch muss beten, dass der Schöpfer sein Verlangen vervollständigt. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
186. Kehre zurück, Israel – 1
186. Kehre zurück, Israel – 1 „Kehre um, Israel, bis zum Ewigen, deinem Gott.“ Unsere Weisen erklärten: „Groß ist die Umkehr (Teshuwa), denn sie reicht bis zum Thron der Herrlichkeit, wie es heißt: ‚bis zum Ewigen, deinem Gott‘.“1 Der Thron (Kisse) verweist sowohl auf Bedeckung (Kissui) als auch auf einen …
187. Die Größe des Schöpfers ist Seine Demut
187. Die Größe des Schöpfers ist Seine Demut In dem Maß, in dem der Mensch die Größe des Schöpfers schätzt, sieht er genau im selben Maß Seine Demut. Das heißt, der Schöpfer ist demütig, denn Er wendet Sich dem Menschen zu. Wenn der Schöpfer nicht so groß ist, ist Er …
188. Eine Handbreit enthüllen und zwei Handbreit verhüllen – 1
188. Eine Handbreit enthüllen und zwei Handbreit verhüllen – 1 Man muss fragen: Warum enthüllten sie eine Handbreit, wenn sie danach noch mehr verhüllten? Es ist so zu erklären: Wer würdig ist, dem enthüllten sie eine Handbreit. Wer aber nicht würdig ist, dem mussten sie zwei Handbreit verhüllen, damit er …
189. Über das Studium der Weisheit der Kabbala
189. Über das Studium der Weisheit der Kabbala In der Einführung zum Buch Imrei Josef des Rebben von Spinka wird im Namen von Rav Chaim von Zanz folgende Auslegung des Verses angeführt: „Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, und der Könige Ehre, eine Sache zu erforschen.“1 Er erklärte: …
190. Der Ort der Umkehrenden
190. Der Ort der Umkehrenden „An dem Ort, an dem die Umkehrenden (Baalei Teshuwa) stehen, können vollkommen Gerechte nicht stehen.“1 Wenn ein Mensch lernt, wird er als vollkommen Gerechter bezeichnet. Wenn er nicht lernen kann, wird er als Frevler bezeichnet. Wenn er sich jedoch überwindet, wird er als einer bezeichnet, …
191. Funktionen des Lichts von Chochma
191. Funktionen des Lichts von Chochma Das Licht von Chochma hat zwei Funktionen. Wenn es leuchtet, gelangt man zur Erkenntnis des Bösen. Und wenn der Mensch danach das Böse bereits erkannt hat, weiß er, dass er die Gefäße des Empfangens nicht benutzen kann. Anschließend leuchtet es und gibt den Gefäßen …
192. Grundlagen
192. Grundlagen „Hätte Er uns zum Berg Sinai geführt und uns die Tora nicht gegeben, wäre es uns genug gewesen.“1 Die Kommentatoren fragten: Was soll „es wäre uns genug gewesen“ ohne Tora bedeuten? Schließlich erschuf der Schöpfer die Welt um der Tora willen, wie unsere Weisen über den Vers sagten: …
193. Erläuterung zum Zimzum Bet (zweite Einschränkung)
193. Erläuterung zum Zimzum Bet (zweite Einschränkung) Beim Zimzum Bet waren die SaT (sieben unteren Sefirot) von Nekudim voneinander getrennt, weil es in ihnen keine Korrektur der Linien gab, die als „verbunden“ bezeichnet wird. An einem Ort des Mangels leuchtet die Fülle nicht, weil dort Raum für das Empfangen ist; …
194. Warum David bestraft wurde
194. Warum David bestraft wurde Rava lehrte: „Warum wurde David bestraft? Weil er die Worte der Tora Lieder nannte, wie es heißt: ‚Deine Satzungen wurden mir zu Liedern im Haus meiner Fremdlingschaft.‘1 Der Schöpfer sagte zu ihm: ‚Die Worte der Tora, über die geschrieben steht: ›Kaum richtest du deine Augen …
195. Über die Verbindung der Eigenschaft des Gerichts mit der Barmherzigkeit
195. Über die Verbindung der Eigenschaft des Gerichts mit der Barmherzigkeit Über die Verbindung der Eigenschaft des Gerichts mit der Barmherzigkeit, durch die der Untere für Mochin geeignet wird, und über ACHaP des Oberen, das zum Unteren gefallen ist. Bekanntlich besteht die Hauptarbeit in der Wahl, also: „Wähle das Leben“1, …
196. Über die Selbstaufopferung
196. Über die Selbstaufopferung Selbstaufopferung bedeutet, dass der Mensch den Namen des Himmels vor den Vielen heiligen muss. Das gilt, wenn die Vielen ihn zwingen, eine Übertretung zu begehen, für die der Grundsatz gilt: „Lass dich töten, aber übertritt sie nicht.“ Wenn also die Vielen beabsichtigen, ihn zum Götzendienst zu …
197. Über die Leiden – 1
197. Über die Leiden – 1 Im Sinne der spirituellen Arbeit läutern die Leiden, wie unsere Weisen sagten: „Ich setze über euch einen König wie Haman, der euch gegen euren Willen zum Guten zurückführen wird.“1 Das heißt, es liegt in der Natur des Verlangens zu empfangen, das Leben genießen zu …
198. Chochma und Chassadim
198. Chochma und Chassadim Das Licht von Chassadim kann an einem Ort, der eingeschränkt wurde, nicht leuchten. Das ähnelt einem Menschen, der sich den ganzen Tag mit belanglosen Dingen beschäftigt. Wenn er zum Gebet kommt, will er mit der richtigen Absicht beten. Dennoch sehen wir, dass ihm fremde Gedanken gegeben …
199. Mündliche Tora
199. Mündliche Tora „Moses, Sein Diener“ wird „Glaube an die Weisen (Emunat Chachamim)“ genannt. Alles, was die Weisen sagen, heißt: „Und sie glaubten an den Ewigen und an Moses, Seinen Diener.“1 Denn sie glauben, dass Moses die Tora aus dem Mund des Schöpfers empfangen hat. Die Eigenschaft von Moses breitet …
200. Der Mensch empfängt Genuss aus drei Gefäßen
200. Der Mensch empfängt Genuss aus drei Gefäßen Der Mensch empfängt Genuss aus drei Gefäßen (Kelim), die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit heißen. Der größte Genuss kommt aus der Zukunft. Zum Beispiel denkt der Mensch, dass man ihn zu einer Hochzeit oder einem wichtigen Festmahl einladen wird. Obwohl in seiner Stadt …
201. Erhebung von MAN – 1
201. Erhebung von MAN – 1 Frage: Die Erhebung von MAN heißt, einen Mangel nach oben zu erheben. Warum wird dann geschrieben, dass die Erhebung von MAN Mizwot und gute Taten heißt? MAN heißt Mangel. Doch was fehlt dem Unteren, sodass er dadurch eine zusätzliche Fülle in den Welten bewirkt? …
202. Über die Ehrfurcht
202. Über die Ehrfurcht Die Ehrfurcht muss darin bestehen, dass wir fürchten, die Korrektur, die Gleichheit der Form genannt wird, nicht vollziehen zu können. Dies wird „denn Er ist groß und herrscht“ genannt: Seine ganze Absicht besteht darin zu geben. Ebenso müssen auch die Geschöpfe dieselbe Absicht haben, nämlich zu …
203. Die Tora wird durch Leiden erworben
203. Die Tora wird durch Leiden erworben Wozu dienen diese Leiden? Es gilt die Regel: „Es gibt kein Licht ohne ein Kli (Gefäß).“ Das heißt, es gibt keinen Genuss, ohne dass zuvor ein Mangel an diesem Genuss besteht. Dieser Mangel wird „Leiden“ genannt: Man leidet darunter, dass man keinen Genuss …
204. Zwei Arten der Umkehr
204. Zwei Arten der Umkehr 1) Umkehr (Teshuwa) in der Tat. Das bedeutet, dass er sich bemüht, alle Handlungen auszuführen, also auf der Ebene des Handelns: Er lernt die Tora und beschäftigt sich mit ihr und mit den Mizwot, wie es sich gehört. Und er kehrt um. Vor seiner Umkehr …
205. Handlung und Absicht
205. Handlung und Absicht Unter Handlung versteht man schlicht das, was man tut – ob es sich um Handlungen des Empfangens handelt, also darum, sich selbst Genuss zu bereiten, oder um Handlungen des Gebens, also darum, dem Nächsten zu geben. Daneben gibt es den Aspekt der Absicht. Man kann Handlungen …
206. Drei Dinge in der Welt
206. Drei Dinge in der Welt Es gibt drei Dinge: Welt, Tora und Mensch.1 Welt bedeutet Malchut. Tora bedeutet das Licht der Tora, das den Menschen zum Guten zurückführt. Der Mensch befindet sich bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr unter den Klipot [Schalen]. Danach tritt er in die Heiligkeit (Kedusha) ein. …
207. Wegen eurer Vergehen wurde eure Mutter fortgeschickt
207. Wegen eurer Vergehen wurde eure Mutter fortgeschickt „Wegen eurer Vergehen wurde eure Mutter fortgeschickt“1, das bedeutet Umkehr (Teshuwa) von beiden Seiten. Das Innere von Tora und Mizwot wird „eure Mutter“ genannt, denn es gibt uns Fülle, wie es dem Wesen einer Mutter entspricht, die ihre Kinder ernährt. Es stellt …
208. Die Bedeutung des Staubs
208. Die Bedeutung des Staubs „Was für ein Gewinn liegt in meinem Blut, wenn ich zur Grube hinabsteige? Wird der Staub Dich preisen, wird er Deine Wahrheit verkünden? Höre, Ewiger, und sei mir gnädig.“1 Mit Staub ist der Zustand gemeint, in dem der Mensch unter der Herrschaft des Verlangens zu …
209. Bräutigam und Braut
209. Bräutigam und Braut Mit der Freude des Bräutigams und der Braut sind der Schöpfer und die Shechina (göttliche Gegenwart) gemeint. Im Traktat Ketubot heißt es: „Freude an der Torheit.“1 Das bedeutet: Jeder muss sich so geben, als wäre er ein Narr. Denn sein Verstand sagt ihm, es gehört sich …
210. Die Handlungen des Menschen
210. Die Handlungen des Menschen Ohne eine innere Regung im Körper kann man nicht erkennen, dass ein Mensch eine Handlung vollbracht hat. Wie ist demnach der Ausspruch zu verstehen: „Wenn er dasaß und keine Übertretung beging, ist es, als hätte er eine Mizwa (Gebot) erfüllt“? Damit kann nicht gemeint sein, …
211. Die Stufe Mensch
211. Die Stufe Mensch 1) Das Angesicht des Menschen befindet sich von Chase (Brust) an aufwärts.1 2) Von Chase an abwärts gibt es kein Angesicht des Menschen, sondern nur drei Angesichter: Stier, Adler und Löwe. 3) Die Seelen der Menschen stammen von Chase an abwärts. Dennoch werden sie zur Stufe …
212. Die Stufe des Palastes
212. Die Stufe des Palastes Der Sulam-Kommentar – Pekudei1 Der erste Palast, „Saphirziegel“, ist Jessod von Malchut (ein Palast heißt Malchut). Die „tüchtige Frau“ heißt Malchut von Azilut. Die „hurerische Frau“ heißt Malchut der Unreinheit. Zu jener Zeit haftete Israel der hurerischen Frau an, und der Schöpfer sagte zu Hosea, …
213. Finsternis (Choshech), Feuer und Schatten
213. Finsternis (Choshech), Feuer und Schatten Sohar1 „Wir lernten: Rauch ist die Vermischung von Feuer und Finsternis.“ Feuer gilt als die Urteile von Nukwa. Finsternis dagegen sind die Urteile des männlichen Prinzips. Finsternis: Jene, die sich an die Linke Linie klammern, bevor sie sich mit der Rechten verbindet, werden mit …
214. Wer seinen Vater und seine Mutter beraubt
214. Wer seinen Vater und seine Mutter beraubt „Wer diese Welt ohne Segensspruch genießt, über den heißt es: ‚Wer seinen Vater und seine Mutter beraubt und sagt: Es ist kein Vergehen, ist der Verbündete eines Verderbers‘.“1 Im Sohar heißt es: „Wer ist der Verderber? Das ist jener Mann, der den …
215. Die Aufnahme von Gästen – 1
215. Die Aufnahme von Gästen – 1 Als Gast wird der Gute Trieb bezeichnet, der im Alter von dreizehn Jahren kommt. Und „groß ist die Aufnahme von Gästen“, denn der Körper lässt ihn nicht eintreten. „Ein Fremder war ich in einem fremden Land.“1 Das ist ein Ausdruck für ein fremdes …
216. Über Frauen
216. Über Frauen „Wodurch werden Frauen würdig? … Dadurch, dass sie auf ihre Männer warten.“1 Mit „Frauen“ ist das Verlangen zu empfangen gemeint, das als lo liShma (nicht um des Gebens willen) gilt. Welchen Verdienst hat der Mensch, wenn er lo liShma arbeitet? Es verhält sich so, wie unsere Weisen …
217. Flieh, mein Geliebter
217. Flieh, mein Geliebter Am Ausgang des ersten Pessachtages 5703 [20. April 1943], Jerusalem „Flieh, mein Geliebter, bis die Liebe unseres Brautbundes begehrt.“1 Dass der Schöpfer Sich uns in Form einer Flucht zeigt, dient dazu, die Liebe zu offenbaren. Warum aber muss zuerst die Flucht kommen? Vonseiten der Schöpfung ist …
218. Israel sind Königssöhne
218. Israel sind Königssöhne Israel wird als Königssöhne bezeichnet, denn jeder, der Seinen Namen über sich zum König macht, heißt Sohn eines Königs. So steht geschrieben: „Heiligt euch und seid heilig, denn Ich, der Ewige, bin heilig.“1 Jeder, der sich heiligt, heißt heilig, weil der Schöpfer heilig genannt wird. Man …
219. Suche Frieden und jage ihm nach
219. Suche Frieden und jage ihm nach Zum Vers: „Meide das Böse und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.“1 In der Welt gibt es zwei Kräfte, die dem Menschen den Antrieb geben und ihn dazu zwingen, seine Kraft der Ruhe zu annullieren. Das bedeutet: Die Kraft der Ruhe, …
220. Geschmack an kleinen und materiellen Dingen
220. Geschmack an kleinen und materiellen Dingen Uns wurde Geschmack an kleinen und materiellen Dingen gegeben, damit wir, wenn wir erwachsen werden, wissen, wie man spirituelle und wichtige Dinge bewahrt. Wir sehen ein kleines Kind, das mit einem Spielzeug spielt, das seine Eltern für es gekauft haben. Solange es daran …
221. Was ist Leben?
221. Was ist Leben? Von Leben spricht man, solange das Verlangen besteht, Genuss zu empfangen, oder solange ein Mensch Freude an dem hat, was er empfängt, oder daran, anderen zu geben. Geht ihm diese Kraft verloren, gilt er als tot. Wenn ein Mensch das Bewusstsein verliert, gilt er als ohnmächtig; …
222. Klärungen in der Arbeit
222. Klärungen in der Arbeit „Beruria begegnete jenem Schüler, der flüsternd lernte. Sie stieß ihn und sagte zu ihm: ‚Steht nicht geschrieben: „In allem geordnet und bewahrt“? Wenn sie in den 248 Organen des Menschen geordnet ist, wird sie bewahrt.‘ Jenen Schüler, der im Verborgenen lernte, stieß Beruria und sagte: …
223. Der Eintritt in die Arbeit
223. Der Eintritt in die Arbeit Der Eintritt in die Arbeit muss in lo liShma (nicht um des Gebens willen) erfolgen. Das bedeutet: Dadurch, dass der Mensch an den Schöpfer glaubt, wird er ein Leben voller Genuss haben. Wenn er also diese Handlung vollzieht, die Glaube genannt wird, führt sie …
224. Die Ursache des Glaubens
224. Die Ursache des Glaubens Die Ursache des Glaubens liegt darin, dass es keinen größeren Genuss gibt, als der Offenbarung der Göttlichkeit und dem Ruhen der Shechina (göttlichen Gegenwart) gewürdigt zu werden. Damit der Mensch all dies mit der Absicht zu geben empfängt, gibt es die Korrektur der Verhüllung: Er …
225. Namen gelten nur in Bezug auf den Unteren
225. Namen gelten nur in Bezug auf den Unteren Namen weisen auf die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers hin; der Name bezeichnet die jeweilige Handlung. Alle Handlungen offenbaren sich den Unteren, das heißt gerade dem erlangenden Menschen. Das Erlangte an sich hat jedoch gewiss nicht dieselbe Form, in der es …
226. Die Lade trägt ihre Träger
226. Die Lade trägt ihre Träger Die Tafeln des Bundes lagen in der Lade. Die Tafeln werden als Tora bezeichnet, und diese ist in die Lade gekleidet, also in den Glauben. Der Glaube ist eine große und schwere Aufgabe, die wir nicht aus eigener Kraft auf uns nehmen können. Der …
227. In Katnut offenbaren sich zuerst die Gwurot
227. In Katnut offenbaren sich zuerst die Gwurot In Katnut (Kleinsein) offenbaren sich zuerst die Gwurot (Kräfte der Strenge) und danach die Chassadim (Gnaden). In Gadlut (Erwachsensein) dagegen offenbaren sich zuerst die Chassadim und danach die Gwurot. Katnut bezeichnet den Beginn der Arbeit. Der Mensch beginnt mit Gwurot, also mit …
228. Moses als Aspekt des Glaubens
228. Moses als Aspekt des Glaubens „Moses starb“ bedeutet, dass der Glaube verschwand. „Moses wurde geboren“ bedeutet, dass sich der Glaube offenbarte. Wenn man erkennt, dass es an Glauben mangelt, veranlasst dies einen dazu, Glauben heranzuziehen. Das heißt, dass Moses in ihm geboren wird. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
229. Sie öffnete ihren Mund mit Weisheit (Chochma)
229. Sie öffnete ihren Mund mit Weisheit (Chochma) „Rabbi Elasar sagte: Was bedeutet der Vers: ‚Sie öffnete ihren Mund mit Weisheit (Chochma), und die Tora von Chessed war auf ihrer Zunge‘? Gibt es denn eine Tora von Chessed und eine Tora, die nicht von Chessed ist? Vielmehr ist die Tora …
230. Bin ich etwa anstelle des Schöpfers?
230. Bin ich etwa anstelle des Schöpfers? „Und er sprach: Bin ich etwa anstelle des Schöpfers, der dir die Frucht des Leibes versagt hat?“1 Rashi erklärt: „Du sagst, ich solle es wie mein Vater machen. Ich bin nicht wie mein Vater. Mein Vater hatte keine Kinder; ich habe Kinder – …
231. Aza und Azael
231. Aza und Azael Im Sohar1 steht: Die Engel Aza und Azael stammen aus den Achoraim (Rückseiten) von Aba we Ima (Vater und Mutter), in denen GaR de Chochma in der Welt Nekudim leuchtete. Vor dem Sündenfall wurden sie in hohem Maße korrigiert. Nach dem Sündenfall kehrten sie jedoch zu …
232. Über das Bestechen der Sitra Achra
232. Über das Bestechen der Sitra Achra Man muss verstehen, worin der Unterschied zwischen dem Saugen der Klipa (Schale) und der Heiligkeit (Kedusha) besteht: Er liegt zwischen dem Verbotenen und dem Anteil, den man der Sitra Achra (anderen Seite) gibt und der erlaubt ist, wie etwa der Bock für Asasel …
233. Zum Thema des Saugens
233. Zum Thema des Saugens Es sind zwei Aspekte zu unterscheiden: Beim Saugen kann der Säugling nicht ohne die Zustimmung der Mutter saugen. Das bedeutet, dass die stillende Person zustimmen muss, das Potenzielle zur Verwirklichung zu bringen. Bei gewöhnlicher Nahrung dagegen ist diese bereits fertig vorhanden, und der Säugling muss …
234. Existenz und Erhaltung der Existenz
234. Existenz und Erhaltung der Existenz Ein Beispiel: Ein neugeborenes Kind lebt bereits. Dies nennt man Existenz. Andererseits sehen wir, dass sein ganzes Leben von der Nahrung abhängt. Wenn man dem Kind die Nahrung, die es braucht, nicht gibt, wird es sterben. Unter dem Gesichtspunkt der Erhaltung der Existenz muss …
235. Formen des Lichts
235. Formen des Lichts Das Licht, das sich in die Seele kleidet, hat nicht dieselbe Form wie vor seiner Einkleidung in die Seele. Das Licht wird als einfach bezeichnet, also als eine einzige Eigenschaft. Kleidet es sich dagegen in das Verlangen zu empfangen, das Seele genannt wird, ist es bereits …
236. Die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit
236. Die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit Das Höhere Licht breitet sich aus, kleidet sich in die gesamte Wirklichkeit und wird als das bezeichnet, was die Wirklichkeit belebt. Es offenbart sich in allen Arten von Einkleidungen, die es in der Welt gibt, also in allen materiellen Dingen, die wir …
237. Mocha (Gehirn) und Liba (Herz)
237. Mocha (Gehirn) und Liba (Herz) Das Verlangen zu empfangen äußert sich in Mocha und Liba. Wenn der Mensch es so korrigiert, dass es auf das Geben ausgerichtet ist, kann er die höhere Fülle empfangen. Wir wollen nun das Verlangen zu empfangen im Liba erklären. Das Herz bezeichnet das Verlangen …
238. Die Freude des Bräutigams und der Braut
238. Die Freude des Bräutigams und der Braut Wir haben uns hier versammelt, um an der Freude des Bräutigams teilzunehmen und sie zu genießen. Der Mensch ist verpflichtet, den Bräutigam zu erfreuen, wie unsere Weisen sagten: „Wer das Hochzeitsmahl eines Bräutigams genießt und ihn nicht erfreut ….“1 In den Sieben …
239. Der Zustand der Witwenschaft
239. Der Zustand der Witwenschaft „Mein Zorn wird entbrennen, und Ich werde euch mit dem Schwert töten; eure Frauen werden Witwen und eure Kinder Waisen sein.“1 „Rabbi Elasar sagte: Aus dem, was gesagt wurde: ‚Mein Zorn wird entbrennen, und Ich werde euch töten‘, weiß ich, dass ihre Frauen Witwen und …
240. Unterscheidungen in den Zuständen
240. Unterscheidungen in den Zuständen Als „Knecht“ wird die Kraft des Gebens bezeichnet, als „Magd“ die Kraft des Empfangens. Als Siwug (Paarung) wird die Verbindung der Kraft des Empfangens mit der Kraft des Gebens bezeichnet, sodass der Mensch empfängt, um zu geben. Als „Nachkommenschaft“ wird bezeichnet, dass man dadurch der …
241. Beim Untergang der Bösen herrscht Jubel
241. Beim Untergang der Bösen herrscht Jubel „Beim Untergang der Bösen herrscht Jubel.“1 Das heißt: Wenn der Mensch damit belohnt wird, dass der Frevler in ihm zugrunde geht, muss er den Schöpfer lobpreisen. Er muss also glauben, dass der Schöpfer ihm dabei geholfen hat. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026 Sprüche 11:10. ↩
242. Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig
242. Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig So wie oben Freude darüber herrscht, dass Er nach unten gibt, muss auch der Untere Freude darüber empfinden, dass er nach oben gibt. Dies heißt „Gleichheit der Form“. Wenn daher der Untere empfängt, weil es ihm Genuss bereitet, nach oben …
243. Anmut finden
243. Anmut finden Der Mensch muss wissen, dass er die Anziehungskraft der Heiligkeit erlangen muss. Ohne diese Anziehungskraft kann er nichts tun, das nicht auf den Empfang von Lohn ausgerichtet ist. Dazu sagten die Weisen: „Wie tanzt man vor der Braut? Die Schule Shammais sagt: ‚Die Braut, wie sie ist.‘ …
244. Umkehr
244. Umkehr Umkehr (Teshuwa) bedeutet: Der erste Mensch war vor der Sünde angehaftet und entfernte sich infolge der Sünde. Deshalb muss jeder, da er ein Teil der Seele des ersten Menschen ist, wieder umkehren und sich dem Spirituellen annähern. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
245. Die Hilfe des Schöpfers
245. Die Hilfe des Schöpfers Wenn der Schöpfer ihm nicht hilft, bleibt er zwangsläufig für immer in seiner Niedrigkeit. Dann erfüllt sich an ihm nicht: „Wenn der Schöpfer ihm nicht helfen würde, könnte er ihn nicht überwinden1“, im Sinne von „Der Ewige wird es für mich vollenden2“. Vielmehr wird die …
246. Zum Thema Shekalim – 2
246. Zum Thema Shekalim – 2 Zum Thema der Schekel, das zu den Dingen gehört, bei denen Moses Schwierigkeiten hatte: Rashi schreibt: „Er zeigte ihm eine Art Münze aus Feuer, deren Gewicht einem halben Schekel entsprach, und sagte zu ihm: ‚So sollen sie geben.‘“1 Man muss verstehen, weshalb ihm dies …
247. Wer darauf achtet, sein Gewand umzuwenden
247. Wer darauf achtet, sein Gewand umzuwenden „Rabbi Jochanan sagte: Wer ist ein Tora-Gelehrter, dem man einen verlorenen Gegenstand aufgrund eindeutigen Wiedererkennens zurückgibt? Wer darauf achtet, sein Gewand umzuwenden.“1 Man muss verstehen, warum man ihm den verlorenen Gegenstand gerade wegen dieser Tugend zurückgibt. Daraus folgt nämlich: Selbst wenn er sich …
248. Wer den Schabbat (Sabbat) erfreut
248. Wer den Schabbat (Sabbat) erfreut „Jeder, der den Schabbat erfreut, erbt ein grenzenloses Erbe.“1 Man muss verstehen, was der Schabbat ist, den man erfreuen soll. Ist der Schabbat also etwas, das die Genüsse empfangen kann, die man ihm geben soll? „Sechs Tage soll Arbeit getan werden, und am siebten …
249. Ich werde sündigen und umkehren
249. Ich werde sündigen und umkehren „Wer sagt: ‚Ich werde sündigen und umkehren‘, dem gibt man keine Gelegenheit, Umkehr (Teshuwa) zu vollziehen.“1 Es stellt sich die Frage: Warum? Über den Messias heißt es in der Schrift: „Und er wird durch die Ehrfurcht vor dem Ewigen riechen.“ Man muss verstehen, warum …
250. Jeder, in dem Ehrfurcht vor dem Himmel ist – 1
250. Jeder, in dem Ehrfurcht vor dem Himmel ist – 1 Rabbi Chelbo sagte im Namen Rav Hunas: „Jeder, der Himmelsfurcht besitzt, dessen Worte werden gehört. Denn es heißt: ‚Das Ende der Sache: Alles wird gehört. Fürchte Gott und halte Seine Gebote, denn das ist der ganze Mensch.‘“1 Man muss …
251. Zum Thema Minyan [Zehn in der Synagoge]
251. Zum Thema Minyan [Zehn in der Synagoge] Rabbi Yochanan sagte: „Wenn der Schöpfer in das Bethaus kommt und dort keine zehn Menschen findet, wird Er sofort zornig, wie es heißt: ‚Warum bin Ich gekommen, und niemand war da? Ich rief, und niemand antwortete‘.“1 Dazu ist zu fragen: 1) Was …
252. Ein gebrochenes Herz – 1
252. Ein gebrochenes Herz – 1 „Ein gebrochenes und zerschlagenes Herz wirst Du, Gott, nicht verachten“1; „Er heilt, die gebrochenen Herzens sind.“2 Ein „gebrochenes Herz“ bedeutet, dass sein Herz nicht im Einklang mit dem Schöpfer ist, wie in der Einführung in das Talmud Esser haSefirot3 geschrieben steht. Wenn es ihn …
253. Iss nicht das Brot eines Engherzigen
253. Iss nicht das Brot eines Engherzigen Rabbi Yehoshua ben Levi sagte: „Jeder, der von Engherzigen Genuss empfängt, übertritt ein Verbot, wie geschrieben steht: ‚Iss nicht das Brot eines Engherzigen.‘ Denn wie er es in seiner Seele erwägt, so ist er: ‚Iss und trink‘, sagt er zu dir, doch sein …
254. Wirken ist das Geheimnis des Glaubens
254. Wirken ist das Geheimnis des Glaubens „Groß ist das Wirken, mit dem sich alle Propheten befassten, denn die Shechina (göttliche Gegenwart) ruhte nicht in Israel, bis sie ein Wirken vollbrachten.“1 Man sollte erklären: Mit „Wirken“ ist das Geheimnis des Glaubens gemeint.2 korrEY, Buchfassung, 25.09.2026 Midrash HaGadol, WeGedola, Kapitel 14. ↩ …
255. Die Worte eines Toten
255. Die Worte eines Toten „In Gegenwart eines Toten sagt man nur die Worte des Toten.“1 Erklärung: Wenn der Tote vor ihnen liegt, spricht man nur über Dinge, die mit seinen Angelegenheiten zusammenhängen. Rashi erklärt: Da alle verpflichtet sind, über Worte der Tora zu sprechen, während der Tote schweigt, gilt: …
256. Das Licht, das am ersten Tag erschaffen wurde – 1
256. Das Licht, das am ersten Tag erschaffen wurde – 1 „Das Licht, das am ersten Tag erschaffen wurde – Adam sah darin von einem Ende der Welt … Der Schöpfer betrachtete die Taten der Generation der Sintflut und der Generation der Spaltung und sah, dass ihre Taten verdorben waren. …
257. Götzendienst
257. Götzendienst 26. Schwat 5722 [31. Januar 1962] Rava bar Rav Jizchak sagte zu Rav Yehuda: „In unserem Ort gibt es Götzendienst. Wenn die Welt Regen braucht, erscheint er ihnen im Traum und sagt ihnen: ‚Schlachtet mir einen Menschen, und ich werde Regen bringen.‘ Sie schlachten ihm einen Menschen, und …
258. Wer ist reich?
258. Wer ist reich? Adar II 5722 [März 1962] „Wer ist reich? Rabbi Assi sagt: Jeder, der eine Toilette neben seinem Tisch hat.“1 Der „Tisch“ bezeichnet eine Mahlzeit, denn wenn der Mensch Genuss empfängt, gilt dies als Mahlzeit, mit der er sein Herz stärkt. Wer eine Toilette neben seinem Tisch …
259. Der Bau des Tempels
259. Der Bau des Tempels Neumondstag des Adar II 5722 [7. März 1962] „Wir haben gelernt: Rabbi Shimon ben Elasar sagt: ‚Wenn Kinder zu dir sagen: „Baue“, und Älteste: „Reiße nieder“, dann höre auf die Ältesten und nicht auf die Kinder; denn das Bauen der Kinder ist Niederreißen, und das …
260. Größer ist der, dem geboten wird und der tut
260. Größer ist der, dem geboten wird und der tut „Größer ist, wer den Auftrag erhält und handelt, als jemand, der keinen Auftrag erhält und handelt.“1 Im Sinne der ethischen Lehre ist dies so zu erklären: „Er erhält den Auftrag und handelt“ bedeutet liShma (um des Gebens willen); „er erhält …
261. Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters – 1
261. Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters – 1 „Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters, und verlass nicht die Lehre deiner Mutter.“1 Mit „Unterweisung“ ist hier Mussar [ethisch-erzieherische Unterweisung] gemeint. Das hebräische Wort ist mit der Wendung „Wie ein Mann seinen Sohn züchtigt“2 verwandt und bezeichnet …
262. Wir haben das Gute vergessen
262. Wir haben das Gute vergessen Ein Mann gab seinen Sklaven seinem Freund, damit dieser ihn lehrte, tausend Arten von Speisen zuzubereiten. Der Freund lehrte ihn achthundert. Da bestellte der Mann den Freund vor Rabbi zum Gericht. Rabbi sagte: „Unsere Urväter sagten: ‚Wir haben das Gute vergessen‘ – sie hatten …
263. Der Lohn der Braut
263. Der Lohn der Braut „Der Lohn der Kala [hier: die Tora-Lehrversammlung] ist die Bedrängnis [wörtlich: das Gedränge].“1 Kala [wörtlich: Braut] bezeichnet den Glauben. Der ganze Gewinn liegt darin: Wenn der Mensch in Tora und Mizwot [Gebote] Bedrängnis empfindet, dann hat er Raum, den Glauben über dem Verstand anzunehmen. „Der …
264. Steige eine Stufe hinauf und wähle einen Freund
264. Steige eine Stufe hinauf und wähle einen Freund „Steige eine Stufe hinauf und wähle einen Freund.“ Das bedeutet, einen Freund anzunehmen, der größer ist als du. „Steige eine Stufe hinab und nimm eine Frau.“1 Wer sich mit dem Schöpfer verbinden will – im Sinne des Verses: „Verlass deinen Freund …
265. Innere Schlüssel und äußere Schlüssel
265. Innere Schlüssel und äußere Schlüssel Rabba bar Rav Huna sagte: „Jeder Mensch, in dem Tora ist, aber keine Ehrfurcht vor dem Himmel, gleicht einem Schatzmeister, dem man die inneren Schlüssel übergeben hat, nicht aber die äußeren Schlüssel. Kann er damit hineingehen?“ Rabbi Jannai verkündete: „Wehe dem, der kein Haus …
266. Wer nach dem Wein besonnen bleibt
266. Wer nach dem Wein besonnen bleibt Rabbi Chija sagte: „Wer nach dem Wein besonnen bleibt, besitzt den Verstand von siebzig Ältesten. ‚Wein‘ hat den Zahlenwert siebzig, und ‚Geheimnis‘ hat den Zahlenwert siebzig: Kommt der Wein hinein, kommt das Geheimnis heraus.“1 Rashi erklärt: „Wer nach dem Wein besonnen bleibt“ ist …
267. Der Mensch wurde in der Tora erschaffen
267. Der Mensch wurde in der Tora erschaffen „Und mit der Tora wurde der Mensch erschaffen, wie geschrieben steht: ‚Und Gott sprach: Lasst Uns einen Menschen machen.‘ Der Schöpfer sprach zur Tora: ‚Ich möchte einen Menschen erschaffen.‘ Sie sprach zu Ihm: ‚Dieser Mensch wird sündigen und Dich erzürnen. Wenn Du …
268. Der Mensch lernt nur dort, wo sein Herz ist
268. Der Mensch lernt nur dort, wo sein Herz ist „Der Mensch lernt nur dort, wohin sein Herz verlangt.“1 Wir müssen verstehen, warum er gerade dort lernt, wohin sein Herz verlangt. Nach dieser Regel, dass der Mensch nur dort lernt, wo er es will, ist es unmöglich, jemanden ethisch zu …
269. Kein Mensch müht sich für ein Mahl ab und lässt es verderben
269. Kein Mensch müht sich für ein Mahl ab und lässt es verderben „Es gilt als sicher, dass kein Mensch sich für ein Mahl abmüht und es verderben lässt.“1 Im Sinne der ethischen Lehre lässt sich dies so erklären: Der Mensch kann nur so arbeiten, dass es lo liShma (nicht …
270. Jeder, mit dem der Geist des Volkes zufrieden ist – 2
270. Jeder, mit dem der Geist des Volkes zufrieden ist – 2 „Wem die Menschen wohlgesinnt sind, dem ist auch der Schöpfer wohlgesinnt.“ Man muss verstehen: Es gibt doch viele Gerechte auf der Welt, denen die Menschen nicht wohlgesinnt sind. Im Gegenteil, sie hassen sie. Ebenso ist bekannt, dass ein …
271. Jeder, der beliebt ist
271. Jeder, der beliebt ist Von jedem Menschen, der Anmut besitzt, weiß man, dass er Ehrfurcht vor dem Himmel hat. Denn es heißt: „Und die Gnade des Ewigen währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten.“1 Man muss jedoch fragen: Sehen wir nicht viele Gerechte, die von den …
272. Wer die Ausrichtung auf den Schöpfer mit etwas anderem verbindet
272. Wer die Ausrichtung auf den Schöpfer mit etwas anderem verbindet „Wer den Namen des Himmels mit etwas anderem verbindet, wird aus der Welt entwurzelt, wie es heißt: ‚außer dem Ewigen allein‘.“1 Wir müssen verstehen, was es bedeutet, dass jemand etwas anderes damit verbindet. Warum wird er aus der Welt …
273. Der Held unter den Helden
273. Der Held unter den Helden „Wer ist ein Held unter den Helden? Wer seinen Feind zu seinem Freund macht.“1 Im Sinne der ethischen Lehre ist zu erklären, dass als „Held“ gilt, „wer seinen Trieb bezwingt“.2 Das heißt, er arbeitet mit dem Guten Trieb und unterwirft den Bösen Trieb (Jezer …
274. Gerade durch einen Mann und eine Frau
274. Gerade durch einen Mann und eine Frau Gerade durch Mann und Frau wird ein Kind geboren. Vom Männlichen allein oder vom Weiblichen allein kann dagegen kein Nachwuchs hervorgehen. Im Sinne der ethischen Lehre wird das Männliche als die Kraft des Gebens und das Weibliche als die Kraft des Empfangens …
275. Hätten sie Mich doch verlassen und Meine Tora bewahrt
275. Hätten sie Mich doch verlassen und Meine Tora bewahrt „Hätten sie Mich doch verlassen und Meine Tora bewahrt.“1 Der Mensch soll nicht denken, dass er die Kraft haben wird, sich mit Tora und Mizwot zu beschäftigen, wenn er Zeichen und Wunder vom Schöpfer sieht. Vielmehr heißt es: „Meine Tora …
276. Wenn ein Mensch auf der Haut seines Körpers
276. Wenn ein Mensch auf der Haut seines Körpers „Wenn ein Mensch auf der Haut seines Körpers eine Erhebung, einen Ausschlag oder einen hellen Fleck hat und daraus auf der Haut seines Körpers ein Aussatzmal wird, soll er zu Aaron, dem Priester, gebracht werden.“ Die Kommentatoren fragten, warum dort „Mensch“ …
277. Wenn eines der Mitglieder der Gruppe stirbt
277. Wenn eines der Mitglieder der Gruppe stirbt „Wenn eines der Mitglieder der Gruppe stirbt, sollen sich alle Mitglieder der Gruppe sorgen.“1 Im Sinne der ethischen Lehre: Wenn der Mensch sich einen Tagesablauf festgelegt und den Tag in mehrere feste Einheiten gegliedert hat, hat er sich dadurch mit diesen Einteilungen …
278. Das Licht, das am ersten Tag erschaffen wurde – 2
278. Das Licht, das am ersten Tag erschaffen wurde – 2 Mit dem Licht, das am ersten Tag erschaffen wurde, schaute der erste Mensch (Adam haRishon) vom Ende der Welt bis zu ihrem Ende. Man muss verstehen, warum es heißt: „von ihrem Ende bis zu ihrem Ende“ und nicht: „vom …
279. Warum Israel mit einem Olivenbaum verglichen wird
279. Warum Israel mit einem Olivenbaum verglichen wird „Rabbi Jochanan sagte: ‚Warum wird Israel mit einer Olive verglichen? Um dir zu sagen: So wie eine Olive ihr Öl nur durch Zerschlagen hervorbringt, so kehrt auch Israel nur durch Leiden zum Guten zurück‘.“1 Zum Thema der Leiden, die den Menschen zum …
280. Diese Welt und die nächste Welt – 1
280. Diese Welt und die nächste Welt – 1 „Sie ist kostbarer als Perlen“ usw. und „sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold“. Dazu wurde gesagt: Diese Welt, also der Weg der Vorbereitung, ist nur ein Übergang, auf dem ein Leben voller Leid herrscht. Die Kommende Welt aber gleicht …
281. Sei mit einem kleinen Gebot so achtsam wie mit einem großen – 1
281. Sei mit einem kleinen Gebot so achtsam wie mit einem großen – 1 „Sei bei einer leichten Mizwa ebenso achtsam wie bei einer schweren, denn du kennst den Lohn der Mizwot nicht.“ Während eines Abstiegs erscheinen ihm Tora und Mizwot unbedeutend, und er empfindet keinerlei Wichtigkeit oder Wert in …
282. Sei mit einem kleinen Gebot so achtsam wie mit einem großen – 2
282. Sei mit einem kleinen Gebot so achtsam wie mit einem großen – 2 „Sei bei einer leichten Mizwa ebenso achtsam wie bei einer schwerwiegenden, denn du kennst den Lohn der Mizwot nicht.“1 Ebenso steht geschrieben: „Und wenn ihr aufmerksam hört.“ Doch wie ist das zu verstehen? Schließlich sagten sie: …
283. Sei mit einem kleinen Gebot so achtsam wie mit einem großen – 3
283. Sei mit einem kleinen Gebot so achtsam wie mit einem großen – 3 Tazaw, 1962 „Sei bei einer leichten Mizwa ebenso achtsam wie bei einer schweren.“ Als „leichte Mizwa“ gilt etwas, das dem Menschen leicht und nicht besonders wichtig erscheint. Gemeint ist der Glaube, denn er steht über dem …
284. Ich habe ein einfaches Gebot, das Sukka heißt
284. Ich habe ein einfaches Gebot, das Sukka heißt Tammus 5722 [Juli 1962], Antwerpen „Ich habe eine leichte Mizwa, und Sukka ist ihr Name.“1 Warum wird sie eine leichte Mizwa genannt? Weil sie keine finanzielle Einbuße mit sich bringt. Wir müssen verstehen, warum gerade von der Sukka gesagt wird, sie …
285. Ein Mensch baut ein Gebäude
285. Ein Mensch baut ein Gebäude In dieser Welt errichtet ein Mensch ein Gebäude, und ein anderer nutzt es ab. Doch in der Zukunft wird nicht einer bauen und ein anderer darin wohnen. Diese Welt wird lo liShma genannt, und die Zukunft wird liShma genannt, denn aus lo liShma gelangt …
286. Wahrheit und Frieden, die sich lieben
286. Wahrheit und Frieden, die sich lieben Elul 5722 [September 1962], Bnei Brak „Liebt die Wahrheit und den Frieden.“ Es ist zu verstehen, was uns damit gesagt werden soll. Denn gerade bei Dingen, zwischen denen Hass besteht, kann man etwas Neues sagen, nämlich dass sie einander lieben. Doch von welchem …
287. Er wendet sein Ohr vom Hören der Tora ab
287. Er wendet sein Ohr vom Hören der Tora ab Schabbat Shuwa 5723 [6. Oktober 1962], Bnei Brak „Rabbi Chanina bar Papa sagte: Bei jedem, der sein Ohr vom Hören der Tora abwendet, wird sein Gebet verabscheut, wie es heißt: ‚Wer sein Ohr vom Hören der Tora abwendet, dessen Gebet …
288. Mit Mir vom Libanon, Braut
288. Mit Mir vom Libanon, Braut „Mit Mir vom Libanon, Braut.“ Rabbi Levi sagte: Üblicherweise schmückt und parfümiert man eine Braut und führt sie anschließend unter den Traubaldachin. Der Schöpfer jedoch handelte nicht so, sondern sagte zur Versammlung Israels (Knesset Israel): „Mit Mir vom Libanon, Braut. Aus Lehm und Ziegeln …
289. Der Schöpfer nimmt es mit den Gerechten genau
289. Der Schöpfer nimmt es mit den Gerechten genau 9. Siwan 5722 [11. Juni 1962], Antwerpen „Der Schöpfer nimmt es mit den Gerechten bis auf ein Haar genau.“1 Wenn sich ein Mensch im Zustand eines Gerechten befindet, also während eines Aufstiegs, nimmt der Schöpfer es mit ihm genau, damit seine …
290. Der Gerechte lebt aus seinem Glauben
290. Der Gerechte lebt aus seinem Glauben „Habakuk kam und gründete sie alle auf ein einziges Prinzip: ‚Und der Gerechte wird durch seinen Glauben leben‘.“1 Die Worte „und gründete sie alle auf ein einziges Prinzip“ sind so zu erklären: Die ganze Tora lässt sich auf ein einziges Thema beziehen – …
291. Der Mensch und seine Rolle
291. Der Mensch und seine Rolle Bevor wir über irgendeine Sache zu sprechen beginnen, müssen wir wissen, wer spricht und zu wem gesprochen wird. Dabei besteht für uns kein Zweifel, dass wir Geschöpfe genannt werden, das heißt, dass wir in einer Welt leben, die als Existenz aus dem Nichts erschaffen …
292. Einer, der sich im Streit zurückhält
292. Einer, der sich im Streit zurückhält Rabbi Ilai sagte: „Die Welt besteht nur für den, der sich zur Zeit eines Streits zurückhält, wie es heißt: ‚Er hängt die Erde an das Nichts‘.“1 Es gilt zu verstehen, dass der Bestand der Welt davon abhängt. Wenn zwei Menschen miteinander streiten, kann …
293. Wer den Schabbat vorschriftsgemäß vor seiner Entweihung hütet
293. Wer den Schabbat vorschriftsgemäß vor seiner Entweihung hütet Über das Hüten des Schabbat im Sinne der spirituellen Arbeit. Es gibt sechs Tage des Tuns, die Werktage sind, und den Schabbat, an dem jede Tätigkeit verboten ist. „Werktag“ heißt der Zustand, in dem ein Mensch fühlt, dass er der Heiligkeit …
294. Wir werden tun und wir werden hören – 1
294. Wir werden tun und wir werden hören – 1 11. Schewat 5726 [1. Februar 1966], Bnei Brak „Wir werden tun und wir werden hören.“ Es ist zu verstehen, warum es zuerst „wir werden tun“ und danach „wir werden hören“ heißen muss. Wir sehen, dass der Mensch dort bestochen ist, …
295. Wer den Siebten heiligt – 1
295. Wer den Siebten heiligt – 1 Im Lied „Kol Mekadesh“ heißt es: „Sein Lohn ist sehr groß, seinem Wirken entsprechend.“ Die bekannte Frage lautet: Zuerst heißt es „Sein Lohn ist sehr groß“, danach widerspricht der Text sich jedoch mit den Worten „seinem Wirken entsprechend“. Das bedeutet: genau seinem Wirken …
296. Der Kern der Schöpfung und die Korrektur der Schöpfung
296. Der Kern der Schöpfung und die Korrektur der Schöpfung 29. Tammus 5724 [9. Juli 1964] Das Wesen der Schöpfung und die Korrektur der Schöpfung. Bekanntlich besteht das Schöpfungsziel darin, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Der Schöpfer will den Unteren also alles Gute geben. Solange der Mensch noch nicht die …
297. Er hebt die Armen aus dem Staub empor, hebt die Bedürftigen aus dem Müll empor
297. Er hebt die Armen aus dem Staub empor, hebt die Bedürftigen aus dem Müll empor Der Unterschied zwischen Staub und Abfall besteht darin, dass Staub etwas Natürliches ist, das so entstanden ist, während man mit Abfall Ausschuss bezeichnet. Unsere Weisen sagten: „Niemand ist ärmer als ein Hund, und niemand …
298. Die Eigenschaft der Barmherzigkeit mit dem Urteil verbinden
298. Die Eigenschaft der Barmherzigkeit mit dem Urteil verbinden Da der Mensch aus Bchina Dalet hervorgeht, die dem leeren Raum entstammt und deren Absicht darin besteht, um des Empfangens willen zu empfangen, gäbe es, wenn er allein aus dieser Wurzel bestehen bliebe, keinerlei Möglichkeit, sie in eine Absicht um des …
299. Einen reinen Verstand haben
299. Einen reinen Verstand haben „So handelten die vom Verstand Reinen in Jerusalem: Sie nahmen nur dann an einer Mahlzeit teil, wenn sie wussten, wer mit ihnen zu Tisch saß.“1 Mit den „vom Verstand Reinen“ sind Menschen gemeint, die vom Verstand gereinigt waren, wie unsere Weisen deuteten: „Soundso ging rein …
300. Ein Land, in dem du Brot ohne Mangel essen wirst
300. Ein Land, in dem du Brot ohne Mangel essen wirst „Ein Land, in dem du nicht in Armut Brot essen wirst.“ Mit dem Essen von Brot ist die obere Fülle gemeint, wie unsere Weisen über Adam haRishon (der erste Mensch) sagten: „Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen.“1 …
301. Die allgemeine Öffentlichkeit und die Auserwählten
301. Die allgemeine Öffentlichkeit und die Auserwählten Es gibt die breite Masse, und es gibt einzelne Auserwählte. Es gibt Erziehung und Brauch. Und es gibt die Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel. Die breite Masse steht für Erziehung. Was den Menschen zur Einhaltung von Tora und Mizwot verpflichtet, ist also, dass …
302. Denn der Ewige hat Jakob für sich erwählt
302. Denn der Ewige hat Jakob für sich erwählt „Denn der Ewige hat Jakob für Sich erwählt.“ Unsere Weisen fragten: Wer hat wen erwählt? Hat der Schöpfer Jakob erwählt, oder hat Jakob den Schöpfer erwählt? Es verhält sich so: Einerseits muss der Mensch glauben, dass der Schöpfer ihn erwählt hat. …
303. Erfreue sie mit einem vollkommenen Gebäude – 2
303. Erfreue sie mit einem vollkommenen Gebäude – 2 „Erfreue sie mit einem vollkommenen Bau; lass sie im Licht Deines Angesichts erstrahlen.“1 Wir müssen verstehen, was ein vollkommener und was ein unvollkommener Bau ist. Bei allem, was ein Mensch tut, möchte er durch seine Arbeit einen Bau errichten, in dem …
304. Ehrfurcht und Liebe
304. Ehrfurcht und Liebe 21. Oktober 1972 Was Ehrfurcht und Liebe betrifft, so ist bekannt, dass die Ehrfurcht der Liebe vorausgeht. Der Sinn davon ist, dass der Mensch Tora und Mizwot aus Liebe erfüllen kann, das heißt, dass er Genuss an Tora und Mizwot empfindet. Und dies führt ihn dazu, …
305. Die Bedeutung des Bösen
305. Die Bedeutung des Bösen Das Böse im Menschen wird nur dann als böse bezeichnet, wenn er es als solches empfindet. Das heißt: Das Ausmaß, in dem das Böse ihn daran hindert, das Gute zu empfangen, bestimmt die Größe des Bösen. In der Welt ist es üblich: Wenn jemand durch …
306. Wenn der Rav einem Engel des Ewigen gleicht
306. Wenn der Rav einem Engel des Ewigen gleicht Beim Mahl zu Rosch Chodesch Adar 5732 [15. Februar 1972] „Wenn der Rav einem Engel des Ewigen der Heerscharen gleicht, soll man Tora aus seinem Mund suchen.“ Der Begriff „Engel“ bezeichnet einen, der keinen Bösen Trieb (Jezer haRa) hat, wie unsere …
307. Es gibt keinen Grashalm unten
307. Es gibt keinen Grashalm unten „Es gibt keinen Grashalm unten, der keinen Engel hätte, der ihn schlägt und ihm sagt: Wachse!“ Es ist zu fragen, weshalb man ihn schlagen muss, da er sonst nicht wachsen will. Schließlich sehen wir doch in der Natur, dass jeder wachsen und nicht klein …
308. Du hast uns erwählt – 2
308. Du hast uns erwählt – 2 Zur Aussage „Du hast uns erwählt“ stellt sich eine Frage: Unsere Weisen sagten, dass der Schöpfer zu allen Völkern der Welt ging, sie die Tora jedoch nicht annehmen wollten. Nur das Volk Israel sagte: „Wir werden tun und wir werden hören.“ Was bedeutet …
309. Über das Wandeln im Verborgenen
309. Über das Wandeln im Verborgenen „Er hat dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Ewige von dir fordert: nichts als Recht zu üben, Güte zu lieben und bescheiden mit dem Ewigen, deinem Gott, zu wandeln.“1 „Bescheiden zu wandeln“ bezeichnet etwas, das im Verborgenen geschieht und den Augen …
310. Der Gerechte stirbt, und niemand bemerkt es
310. Der Gerechte stirbt, und niemand bemerkt es „Der Gerechte ist verlorengegangen, und niemand nimmt es sich zu Herzen … denn wegen des Bösen wurde der Gerechte hinweggenommen.“1 Im Sohar wird erklärt: „Wenn der Schöpfer auf die Welt blickt und die Welt nicht so ist, wie sie sein sollte, und …
311. Der Baum, von dem Adam haRishon aß, war Weizen
311. Der Baum, von dem Adam haRishon aß, war Weizen 15. Schwat 5732 [31. Januar 1972] „Rabbi Yehuda sagte: Der Baum, von dem Adam haRishon aß, war Weizen, denn ein Kind ruft nicht ‚Vater‘ und ‚Mutter‘, bevor es den Geschmack von Getreide gekostet hat.“1 Und es ist zu fragen: 1) …
312. Wenn du in den Krieg ziehst – 1
312. Wenn du in den Krieg ziehst – 1 „Wenn du in den Krieg gegen deinen Feind ziehst.“ Und Rashi erklärte: Das heißt, ein freiwilliger Krieg (milchemet reshut). Und man muss verstehen, dass der Hinweis darin liegt, dass es zwei Arten von Kriegen gibt: 1) um den Aspekt der Handlung, …
313. Wenn der Ewige sich über dich freut
313. Wenn der Ewige sich über dich freut „Und es wird geschehen: Wie der Ewige sich über euch freute, euch Gutes zu tun …, so wird Er sich über euch freuen, euch zugrunde zu richten.“1 Von Freude kann gesprochen werden, wenn ein Mensch das Ziel erreicht hat oder sieht, dass …
314. Kleinheit und Größe
314. Kleinheit und Größe „Und sie geben den Lohn der Lichter an Atik Jomin [den Alten der Tage].“ Im Sulam-Kommentar wird dies so erklärt: Dass man MAN (die von unten aufsteigende Bitte) erhebt, um Katnut von Bina (Sefira des Verstehens) zu empfangen – diese Katnut wird auch WaK genannt, die …
315. Drei Nefashot
315. Drei Nefashot „So sprich zum Haus Jakob und verkünde den Söhnen Israels.“ Im Midrash heißt es: „‚So sprich‘ – das sind die Frauen; sage ihnen die Grundzüge der Dinge. ‚Und verkünde den Söhnen Israels‘ – sage ihnen die Einzelheiten der Dinge, denn sie können sie hören. Und warum den …
316. Adam haRishon – 2
316. Adam haRishon – 2 Die Wurzel von Adam haRishon ist Staub, der sich nicht zur Aussaat eignet, wie geschrieben steht: „Und der Ewige, Gott, formte den Menschen aus Staub vom Erdboden.“ Das bedeutet: Ohne die Korrektur der Erde, Adama, die als Bina, Adom (rot), bezeichnet wird, wäre sie nicht …
317. Glaube – 1
317. Glaube – 1 Glaube wird als ein Aspekt über dem Verstand bezeichnet. Er wird Nukwa und Gesetz genannt. Die Tora dagegen wird als ein Aspekt innerhalb des Verstandes bezeichnet und Gericht genannt. Darauf beziehen sich die Worte im Gebet (Tefilla) Asher Jazar: „Und Er schuf in ihm Öffnungen und …
318. Erkennen und Hören
318. Erkennen und Hören „Hören“ wird Glaube genannt, denn man muss glauben, dass das, was man hört und was einem gesagt wird, wahr ist. „Sehen“ wird Wissen genannt, denn wenn man selbst sieht, muss man nicht glauben. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
319. Wer stolz ist, der begeht sozusagen Götzendienst
319. Wer stolz ist, der begeht sozusagen Götzendienst „Jeder, der hochmütig ist – es ist, als würde er Götzendienst verrichten.“ Denn Hochmut bedeutet, dass der Mensch seine Niedrigkeit nicht empfindet. Das heißt, es ist für den Menschen von großer Bedeutung, dass er dem Schöpfer dient und nicht sich selbst. Denn …
320. Nicht der Schüchterne lernt
320. Nicht der Schüchterne lernt Menachem Aw 5738 [August 1978], Jerusalem „Nicht der Schüchterne lernt“ und „Achte auf die Ehre der Tora.“ Warum? Weil der Mensch sich erniedrigen und hingehen muss, um zu lernen. Wenn ein Mensch auf die Ehre der Tora achtet, das heißt, wenn er sich daran gewöhnt …
321. Speise aus dem Abfall
321. Speise aus dem Abfall Am Schabbat ist es verboten, den Abfall aus der Speise herauszusortieren; erlaubt ist nur, die Speise aus dem Abfall herauszusortieren. Im Körper gibt es beides. Und am Schabbat sortiert man nur die Speise heraus, nur gute Taten. An Wochentagen hingegen muss man den Abfall heraussortieren, …
322. Über die Wahl
322. Über die Wahl Wie kann man von Wahl sprechen? Schließlich bestraft ein Gericht Verstöße gegen Verbote: Es gibt die vier vom Gericht verhängten Todesstrafen, Auspeitschung und Schläge wegen Ungehorsams. Bei der Wahl hingegen geht es um den Lohn, also darum, welche Gegenleistung der Mensch für seine Anstrengung in Tora …
323. Unterscheidungen im spirituellen Gefäß
323. Unterscheidungen im spirituellen Gefäß Malchut des Oberen wird zu Keter des Unteren. Das Unbelebte besitzt für sich genommen Vollkommenheit. Das Pflanzliche braucht einen Ort, an dem es sich im Unbelebten annullieren kann. Danach kann es mithilfe des Massach (Schirm) wachsen, der Liebe und Ehrfurcht (Jira) umfasst. Liebe und Ehrfurcht …
324. Die Vorbereitungszeit
324. Die Vorbereitungszeit Sonntag, Wochenabschnitt Ekew 5716 [1955/56], Jerusalem [22. Juli 1956] Während der Vorbereitungszeit wird dem Menschen ermöglicht, sich in allen Angelegenheiten tauglich zu machen, also sowohl auf der rechten als auch auf der Linken Linie. Das heißt, er verfügt über Wege, auf denen er das Ziel erreichen kann, …
325. Das Licht der Chassadim, bei dem es keine Zimzum-Einschränkung gab
325. Das Licht der Chassadim, bei dem es keine Zimzum-Einschränkung gab Das Licht Chochma wird als Erlangung der Tora und als klares Wissen bezeichnet. Es wird in einem Gefäß (Kli) des Verlangens zu empfangen aufgenommen. Wenn der Mensch daher nicht dafür geeignet ist, nicht für sich selbst zu empfangen – …
326. Die Arbeit des Menschen
326. Die Arbeit des Menschen Es liegt in der Natur des Menschen, auf ein kleines Vergnügen verzichten zu können, um ein größeres zu erhalten. Daher gibt es dabei keine Wahl. Anders ist es bei jemandem, der um des Gebens willen arbeitet, und zwar allein aus dem Grund der Wahrheit, das …
327. Der Verdienst, Gäste zu empfangen
327. Der Verdienst, Gäste zu empfangen „Gäste zu empfangen ist größer, als das Angesicht der Shechina (göttliche Gegenwart) zu empfangen.“1 Shechina wird als Eigenschaft Malchut (Königreich) bezeichnet, das heißt als Eigenschaft Chochma (Weisheit). Doch Gäste zu empfangen, die Eigenschaft Chassadim (Gnaden, Wohltaten), ist größer. Das heißt: Nachdem der Mensch Chochma …
328. Ihre Götzen sind Silber und Gold, das Werk von Menschenhänden
328. Ihre Götzen sind Silber und Gold, das Werk von Menschenhänden Es gibt eine Art von Spiritualität, die der Mensch für sich selbst erschafft. Das heißt, er stellt sich vor, wofür er arbeitet: Es lohnt sich, für diese Spiritualität zu arbeiten. Dies wird „Werk von Menschenhand“ genannt. Zu dem Bild, …
329. Das Gebet
329. Das Gebet Beim Gebet gilt: „Stets soll der Mensch den Lobpreis des Schöpfers ordnen und danach beten.“ Man kann fragen: Wenn der Mensch den Lobpreis des Schöpfers ordnet – dass Er gut ist und den Bösen wie den Guten Gutes tut und dass Sein Erbarmen über all Seinen Werken …
330. Niedrigkeit
330. Niedrigkeit Der Mensch muss seine eigene Niedrigkeit sehen, denn seine Niedrigkeit hat viele Gründe. Die hauptsächliche Niedrigkeit besteht darin, die Wahrheit zu sehen, nämlich wie sein eigener Nutzen für ihn wichtiger ist als der Nutzen des Schöpfers. Das heißt, der Mensch ist nicht fähig, etwas zu sehen, das außerhalb …
331. Die Stimme ist gut für Düfte
331. Die Stimme ist gut für Düfte „Es wurde gelehrt: Rabbi Natan sagt: Wenn er [das Räucherwerk] zerreibt, sagt er: ‚Mahle gründlich, gründlich mahle‘, denn die Stimme ist gut für das Räucherwerk.“ „Räucherwerk“ bezeichnet den Duft, der von unten nach oben aufsteigt. Dies ist Chochma (Weisheit), die in Azilut gerade …
332. Über die Gleichheit der Form
332. Über die Gleichheit der Form August 1979 Was die Gleichheit der Form betrifft, die eine Korrektur zur Aufhebung des Brotes der Scham ist, so lässt sich dies auf einfache Weise erklären. Denn der Schöpfer beseitigt es [das Brot der Scham] gemäß dem Grundsatz: „Aus Deinen Taten erkennen wir Dich.“ …
333. Wer ein Gebot [Mizwa] beginnt
333. Wer ein Gebot [Mizwa] beginnt „Wer eine Mizwa beginnt, dem sagt man: ‚Vollende sie‘“, das heißt nach dem Prinzip: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“ Deshalb sagt man dem, der eine Mizwa beginnt – also kommt, um sich zu reinigen –, vom Himmel: „Vollende sie.“ Das …
334. Der Unterschied zwischen Almosen und Geschenk
334. Der Unterschied zwischen Almosen und Geschenk Almosen sollen im Verborgenen gegeben werden, wie geschrieben steht: „Eine Gabe im Verborgenen besänftigt den Zorn“, das heißt, der Gebende weiß nicht, wem er gibt. Bei einem Geschenk ist es umgekehrt. Unsere Weisen sagten: „Wer seinem Freund ein Geschenk gibt, muss es ihm …
335. Ein Botschafter der Öffentlichkeit
335. Ein Botschafter der Öffentlichkeit Am Abend nach dem Fasttag Gedalja 5749 [14. September 1988] Für einen Vorbeter ist es gut, eine ansehnliche und große Gemeinde zu haben. Dann ist er der Abgesandte einer großen und ansehnlichen Gemeinde. Seine Größe bemisst sich also an der Größe der Gemeinde, und zwar …
336. Derjenige, der über einen würdigen Menschen weint
336. Derjenige, der über einen würdigen Menschen weint „Jedem, der um einen rechtschaffenen Menschen weint, werden all seine Vergehen vergeben. Wer Tränen um einen rechtschaffenen Menschen vergießt, dessen Tränen zählt der Schöpfer und legt sie in Seine Schatzkammer.“1 Man muss verstehen, warum ihm alle seine Vergehen vergeben werden, wenn er …
337. Glücklich ist der Mann
337. Glücklich ist der Mann „Glücklich ist der Mann, den Du züchtigst, Ewiger.“ Man kann fragen: Besteht das Schöpfungsziel nicht darin, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun? Dann wäre dies das Gegenteil des Ziels. Man kann es so erklären: Bekanntlich will jeder Zweig seiner Wurzel gleichen. So heißt es in der …
338. Ein Heilmittel vor dem Schlag
338. Ein Heilmittel vor dem Schlag Rosh HaShana 1982 Der Schöpfer schickt die Heilung vor dem Schlag. Man kann fragen: Wenn es keinen Schlag gibt, wie kann dann von Heilung die Rede sein? Wir müssen verstehen, was wir bei unseren Weisen finden: Die Tora wird Tushija genannt, weil sie die …
339. Die Erde soll Gras hervorbringen
339. Die Erde soll Gras hervorbringen Schabbat Bereshit (Sabbat), 5718 [19. Oktober 1957], Manchester „Und Gott sprach: Die Erde lasse … einen Fruchtbaum hervorsprossen.“ Rashi erklärte dazu: „Der Geschmack des Baumes sollte dem Geschmack der Frucht gleichen. Doch die Erde tat es nicht, sondern: ‚Und die Erde brachte … einen …
340. Am Anfang erschuf [Gott]
340. Am Anfang erschuf [Gott] Bereshit 5738 [Oktober 1977] „Bereshit.“ Rashi erklärt dazu: „Rabbi Jizchak sagte: Die Tora hätte erst mit ‚Dieser Monat sei euch …‘ beginnen sollen, denn dies ist die erste Mizwa, die Israel geboten wurde. Warum begann sie dann mit Bereshit? Weil es heißt: ‚Die Macht Seiner …
341. Und der Ewige sah
341. Und der Ewige sah Noach 5738 [Oktober 1977] „Und der Ewige sah … Ich werde die Erde nicht noch einmal um des Menschen willen verfluchen, denn der Trieb im Herzen des Menschen ist von seiner Jugend an böse; und Ich werde nicht noch einmal alles Lebendige schlagen, wie Ich …
342. Noah war ein gerechter Mann
342. Noah war ein gerechter Mann Oktober 1979 „Noah war ein gerechter Mann.“ Ibn Esra erklärt: „gerecht“ in seinen guten Taten, „untadelig“ im Herzen. „Unter seinen Zeitgenossen“ – manche deuten dies zu seinem Tadel, andere zu seinem Lob. Denn in einer Generation von Frevlern, deren Gedanken besagen, dass es sich …
343. Gopher-Holz
343. Gopher-Holz Oktober 1981 „Mach dir eine Arche aus Gopherholz; mit Kammern sollst du die Arche bauen und sie innen und außen mit Pech bestreichen.“ Die Flut bezeichnet die bösen Wasser. Wenn dem Menschen die Frage „Wer?“ kommt – die Frage des Pharaos: „Wer ist der Ewige, dass ich auf …
344. Geh (aus deinem Land)
344. Geh (aus deinem Land) 1980 „Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das Ich dir zeigen werde.“ Im Midrash heißt es: „Höre, Tochter, sieh und neige dein Ohr; vergiss dein Volk und das Haus deines Vaters. Dann wird der …
345. Wer dem Schöpfer wohlgefällig ist
345. Wer dem Schöpfer wohlgefällig ist Lech Lecha 5742 [November 1981] „Wer dem Schöpfer wohlgefällig ist, ist auch den Menschen wohlgefällig. Und wer den Menschen nicht wohlgefällig ist, ist auch dem Schöpfer nicht wohlgefällig.“ Dabei ist doch bekannt, dass es Gerechte in der Welt gibt, an denen die Welt keinen …
346. Mocha (Gehirn) und Liba (Herz)
346. Mocha (Gehirn) und Liba (Herz) Lech Lecha 5743 [Oktober 1982] Mocha und Liba. Das bedeutet: Der Mensch genießt es und freut sich darüber, dass der Schöpfer ihm Raum für den Glauben gegeben hat. Ebenso freut er sich darüber, dass der Schöpfer ihm Raum für die Arbeit im Liba gegeben …
347. An deinem Diener vorübergegangen
347. An deinem Diener vorübergegangen WaJera 5718 [November 1957] Zu dem Vers „Denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorbeigekommen“ erklärt Rashi: „Denn dies erbitte ich von euch, da ihr zu meiner Ehre bei mir vorbeigekommen seid.“ Man muss die Worte „zu meiner Ehre“ verstehen. Abraham sagte doch: „Ich aber …
348. Wenn der Schöpfer einen Menschen liebt
348. Wenn der Schöpfer einen Menschen liebt WaJera 5740 [November 1979] Im Sohar1 steht: „Wir haben gelernt: Wenn der Schöpfer einen Menschen liebt, schickt Er ihm ein Geschenk. „Und was ist das Geschenk? Ein Armer, damit der Mensch sich durch ihn Verdienste erwerben kann. Sobald er sich durch ihn Verdienste …
349. Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
349. Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Ausgang des heiligen Schabbat WaEra 5732 [15. Januar 1972] Im heiligen Sohar heißt es: „Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse: Sind sie würdig, ist er gut; sind sie nicht würdig, ist er böse.“ Im Sulam (Leiter-Kommentar) wird erklärt: Wenn …
350. Und der Ewige erschien ihm bei den Terebinthen Mamres
350. Und der Ewige erschien ihm bei den Terebinthen Mamres WaJera 5743 [November 1982] Im Sohar wird zu dem Vers „Und der Ewige erschien ihm bei den Terebinthen Mamres“ gefragt: Warum geschah dies bei den Terebinthen Mamres und nicht an einem anderen Ort? Weil Mamre ihm zur Beschneidung geraten hatte. …
351. Wie kann man sich Ihm nähern?
351. Wie kann man sich Ihm nähern? WaJera, 1982 Frage: Wenn zwischen zwei Menschen keine Gleichheit der Form besteht, sehen wir, dass sich jeder vom anderen entfernt. Solange ein Mensch sich also noch nicht dahingehend korrigiert hat, dass all seine Handlungen um des Himmels willen, das heißt mit der Absicht …
352. Bevor ich beschnitten war – 1
352. Bevor ich beschnitten war – 1 WaJera Im Midrash heißt es: „Bevor ich beschnitten war, kamen Vorübergehende zu mir. Soll das heißen, dass sie seit meiner Beschneidung nicht mehr zu mir kommen?“ Der Schöpfer sagte zu ihm: „Bevor du beschnitten warst, kamen Unbeschnittene zu dir; jetzt kommen Ich und …
353. Und Abraham erhob sich
353. Und Abraham erhob sich „Und Abraham erhob sich von seinem Toten und redete zu den Söhnen Hets und sprach.“1 Baal HaTurim führt aus: „Zehnmal werden in diesem Wochenabschnitt die ‚Söhne Hets‘ erwähnt. Denn wer den Kauf für einen Tora-Gelehrten klärt, dem wird angerechnet, als hätte er die Zehn Gebote …
354. Und Abraham gab alles, was er hatte
354. Und Abraham gab alles, was er hatte Chaje Sara Im Midrash Lekach Tov heißt es zum Wochenabschnitt Chaje Sara über den Vers „Und Abraham gab Isaak alles, was er hatte“1: Rabbi Yehuda sagt: „Das ist Gwura (Strenge).“ Rabbi Nechemia sagt: „Das ist ein Segen.“ Wir müssen verstehen: 1) Wie …
355. Wer keine Söhne hat
355. Wer keine Söhne hat In den heiligen Büchern wird die Aussage „Ein Sohn bringt seinem Vater Verdienst“ angeführt. Das bedeutet: Was der Vater nicht vollenden konnte, dafür verschafft ihm der Sohn Verdienst, indem er den Anteil seines Vaters ergänzt. So ergibt sich, dass er ihn dadurch vervollständigt. Deshalb hatte …
356. Ein Sohn mehrt die Verdienste des Vaters
356. Ein Sohn mehrt die Verdienste des Vaters Wir müssen verstehen, was unsere Weisen sagten: „Ein Sohn mehrt die Verdienste des Vaters, doch ein Vater nicht die des Sohnes.“ König Ahaz, der ein vollkommener Frevler war, hat dank seines Sohnes Hiskia, der ein Gerechter war, Anteil an der Kommenden Welt. …
357. Abraham zeugte Isaak
357. Abraham zeugte Isaak Wochenabschnitt Toldot, 5718 [November 1957] Zum Vers „Abraham zeugte Isaak1“ wird erklärt, dass Isaaks Gesichtszüge denen Abrahams glichen. Alle bezeugten, dass Abraham Isaak gezeugt hat. Es stellt sich jedoch die Frage: In der Schrift heißt es „Dies sind die Nachkommen Isaaks, des Sohnes Abrahams538“, doch sie …
358. Und Isaak war vierzig Jahre alt
358. Und Isaak war vierzig Jahre alt Toldot 5739 [1978] „Und Isaak war vierzig Jahre alt, als er Rebekka, die Tochter Betuels, zur Frau nahm.“ Der heilige Sohar erklärt: „Betuel – die Tochter der Tochter des Schöpfers.“ Das ist so zu erklären: Wenn ein Mensch vierzig Jahre alt ist, ihm …
359. Und Isaak säte in jenem Land
359. Und Isaak säte in jenem Land Toldot 5740 [November 1979] „Und Isaak säte in jenem Land und fand in jenem Jahr hundertfach; und der Ewige segnete ihn.“1 Man muss fragen: Warum gerade hundertfach? Warum nicht hundertfünfzigfach, was doch bedeutender ist als hundert? Wenn der Vers so stark übertreiben will, …
360. Ich fand meine Hände und Füße im Lehrhaus nicht
360. Ich fand meine Hände und Füße im Lehrhaus nicht Hände und Füße sind zwei Gegensätze. „Hände“ bezeichnet das, was man erlangt, wie es heißt: „wenn die Hand es erlangt.“ Füße (Raglaim) stehen dagegen für Kundschafter (Meraglim). Das bedeutet: Man weiß noch nicht, was dort ist, und macht sich nun …
361. Dein guter Schatz
361. Dein guter Schatz „Öffne die Tore des Himmels und öffne uns Deinen guten Schatz.“ Man muss verstehen, was „Dein guter Schatz“ bedeutet. Nun, unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer hat in Seiner Welt nichts außer einem Schatz der Ehrfurcht vor dem Himmel.“ Das ist der gute Schatz – ein Schatz …
362. Und Jakob sah, dass es Getreide gab
362. Und Jakob sah, dass es Getreide gab Schabbat Chanukka 5726 [25. Dezember 1965], Kfar Saba Der Midrash Tanchuma sagt zum Vers „Und Jakob sah, dass es Getreide gab1“: Darauf bezieht sich das Schriftwort „Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist.“2 Warum heißt es nicht: „der Gott Abrahams“ oder …
363. Vier Engel
363. Vier Engel Miketz 5740 [Dezember 1979] Im heiligen Sohar, dem Hauptwerk der Kabbala, heißt es: Es gab vier Könige, und was der eine erbat, erbat der andere nicht. David sagte: „Ich werde meine Feinde verfolgen und sie einholen; ich werde nicht zurückkehren, bis ich sie vernichtet habe.“ Asa fürchtete …
364. Wer stärker ist, setzt sich durch – 1
364. Wer stärker ist, setzt sich durch – 1 Wajigash 5740 [Dezember 1979] „Wer stärker ist, setzt sich durch.“ „Wenn deine Frau klein ist, beuge dich zu ihr hinab und flüstere ihr zu.“1 Bei der Arbeit für den Schöpfer auf dem Weg der Wahrheit gilt: Wenn ein Mensch das Joch …
365. Und Juda trat an ihn heran – 1
365. Und Juda trat an ihn heran – 1 WaJigash, Januar 1982 Im Sulam wird erklärt: „‚Und Juda trat zu ihm heran‘, denn Juda bezeichnet Nukwa – das Gebet –, und Josef bezeichnet die Erlösung.“1 Die Schrift lehrt uns, dass sie sich einander zu einem Siwug (Paarung) näherten, bis „Josef …
366. Streng zu sich selbst und nachsichtig gegenüber anderen
366. Streng zu sich selbst und nachsichtig gegenüber anderen WaJigash, Dezember 1983 Streng zu sich selbst und nachsichtig gegenüber anderen. Das heißt: Bei allem, was andere tun – unabhängig davon, wie viel Tora sie lernen und wie viele Mizwot sie erfüllen –, versteht er, dass die anderen nicht dasselbe Verständnis …
367. Benjamin gab er dreihundert Silberstücke
367. Benjamin gab er dreihundert Silberstücke WaJigash (Wochenabschnitt), Dezember 1983 „Benjamin gab er dreihundert Silberstücke und fünf Wechselgewänder.“ In der Ordnung der Arbeit sind folgende Aspekte zu unterscheiden: 1) Der Aspekt des „Vermögens“ – im Vers als Silber bezeichnet – ist das praktische Ausüben von Tora und Mizwot. Dem praktischen …
368. Und siehe, der Ewige stand über ihm
368. Und siehe, der Ewige stand über ihm November 1979 „Und siehe, der Ewige stand über ihm und sprach: ‚Ich bin der Ewige, der Gott Abrahams, deines Vaters … Das Land, auf dem du liegst, werde Ich dir und deinen Nachkommen geben.‘“1 Rashi geht dabei auf die Frage ein: Welche …
369. Freude beim Studium der Tora
369. Freude beim Studium der Tora WaJeze 5743 [November 1982], Jerusalem Frage: Wenn der Mensch alles tut, um zu empfangen, das heißt, wenn alles, was er tut, nur mit der Absicht geschieht, sich selbst zu nützen, welchen Unterschied macht es dann, ob er materielle Dinge genießt oder Genuss aus den …
370. Der Weg des Landes ging der Tora voraus
370. Der Weg des Landes ging der Tora voraus „Was bedeutet Or (Licht)? Rav Huna sagt: ‚Helligkeit‘, Rav Yehuda sagt: ‚Nacht‘.“1 „Und Jakob zog aus Beerscheba fort und ging nach Haran und traf auf den Ort.“2 Zum Satz „Jakob zog aus“ heißt es im Sohar: „aus Beerscheba“, aus dem Land …
371. Eine Leiter, die auf der Erde steht
371. Eine Leiter, die auf der Erde steht WaJeze 5743 [November 1982] „Und siehe, eine Leiter stand auf der Erde.“ Was ist eine Leiter? Sie ist eine Stufe, von der alle übrigen Stufen abhängen, nämlich Nukwa (weiblicher Aspekt von Malchut), die das Tor zu allen übrigen Stufen ist.1 „Und siehe, …
372. Und es geschah an diesem Tag
372. Und es geschah an diesem Tag 4. Chanukka 5732 [16. Dezember 1971] Im Sohar, Abschnitt Wajeschew, heißt es: „Und es geschah an diesem Tag, dass er ins Haus kam, um seine Arbeit zu verrichten“ … „Und es geschah an diesem Tag – an dem Tag, an dem der Böse …
373. Und er sah, dass er ihn nicht überwinden konnte
373. Und er sah, dass er ihn nicht überwinden konnte WaJishlach 5742 [Dezember 1981] „Und er sah, dass er ihn nicht überwinden konnte.“1 Was tat er? Sofort „berührte er das Gelenk seiner Hüfte“, denn er ging listig gegen ihn vor. Er sagte: Da die Stützen der Tora zerbrochen sind, hat …
374. Und er berührte das Gelenk seiner Hüfte
374. Und er berührte das Gelenk seiner Hüfte WaJishlach 5743 [Dezember 1982] Im Sohar1 heißt es zu dem Vers „Und er berührte das Gelenk seiner Hüfte“2 – gemeint sind die Stützen der Tora –, dass er listig gegen ihn vorging. Er sagte: „Da die Stützen der Tora zerbrochen sind, kann …
375. Und Jakob sandte
375. Und Jakob sandte WaJishlach, 5740 [Dezember 1979] „Und Jakob sandte.“ Rashi erklärt: „wirkliche Engel.“1 Es ist zu erklären, was mit den „wirklichen Engeln“ gemeint ist, die Jakob zu Esau sandte. Nach der üblichen Auslegung steht Jakob für einen Menschen, der sich mit der Tora und den Mizwot beschäftigt, während …
376. Und Jakob fürchtete sich sehr
376. Und Jakob fürchtete sich sehr Die Kommentatoren fragen zu dem Vers: „Und Jakob fürchtete sich sehr, und ihm wurde angst.“ Der Schöpfer hatte ihm doch in der Vision der Leiter, die Er ihm zeigte, versprochen, ihn überall zu behüten, wohin er auch gehen würde, wie geschrieben steht: „Siehe, Ich …
377. Besser ein armes Kind
377. Besser ein armes Kind Rabbi Shimon sagte: „Komm und sieh, es steht geschrieben: ‚Ein armes und weises Kind ist besser‘1 … Dies ist der Gute Trieb (Jezer haTov). Doch ‚ein Kind ist besser‘ – darüber steht geschrieben: ‚Ich war ein Jüngling und bin auch alt geworden.‘2 Eine andere Erklärung: …
378. Jakob ließ sich im Land nieder, in dem sein Vater als Fremder gelebt hatte
378. Jakob ließ sich im Land nieder, in dem sein Vater als Fremder gelebt hatte „Jakob ließ sich im Land nieder, in dem sein Vater als Fremder gelebt hatte.“ Man fragt: Warum steht nicht „im Land, in dem seine Väter als Fremde gelebt hatten“? Und warum ist gerade vom Aufenthaltsort …
379. Wunder und freie Wahl
379. Wunder und freie Wahl Rabbi Jizchak sagte: „Wenn Schlangen und Skorpione in der Grube waren, warum steht dann über Ruben geschrieben: ‚Um ihn [Josef] aus ihrer Hand zu retten und ihn zu seinem Vater zurückzubringen‘? Fürchtete Ruben denn nicht, dass die Schlangen und Skorpione ihm Schaden zufügen könnten? …
380. Wer den siebten Tag heiligt – 2
380. Wer den siebten Tag heiligt – 2 „Wer den siebten Tag heiligt, wie es ihm gebührt … dessen Lohn ist sehr groß, seiner Arbeit entsprechend.“ Wir müssen verstehen, was „seiner Arbeit entsprechend“ bedeutet. Was ist daran neu? Auch in der materiellen Welt erhält man seinen Lohn nur seiner Arbeit …
381. Denn der Ewige hört auf die Bedürftigen
381. Denn der Ewige hört auf die Bedürftigen Rabbi Chija sagte: „Ich staune über diesen Vers, in dem es heißt: ‚Denn der Ewige hört auf die Bedürftigen.‘ Hört Er etwa auf die Bedürftigen, aber nicht auf andere?“ Rabbi Shimon sagte: „Weil sie dem König näher sind, wie geschrieben steht: ‚Ein …
382. Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ
382. Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ BeShalach, Januar 1981 „Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ, da führte Gott sie nicht auf dem Weg durch das Land der Philister, denn er war nahe; denn Gott sprach: ‚Das Volk könnte es sich anders überlegen, wenn …
383. Und sie stellten sich am Fuß des Berges
383. Und sie stellten sich am Fuß des Berges Jitro, Februar 1958 „Und sie stellten sich am Fuß des Berges.“ Rabbi Avdimi bar Chama bar Chassa sagte: „Dies lehrt, dass Er ihnen den Berg wie ein Fass überstülpte und zu ihnen sagte: ‚Wenn ihr die Tora annehmt, ist es gut; …
384. Das Hüten des Schabbat (Sabbat)
384. Das Hüten des Schabbat (Sabbat) Samstagabend, Wochenabschnitt Jitro, 5. Februar 1972 Welche Aufgabe hat das Hüten des Schabbat im Sinne der ethischen Lehre? Der Mensch muss sich vor dem hüten, was die Enthüllung der Heiligkeit (Kedusha) des Schabbat stört. Denn die Wochentage sind der Ort der Arbeit. An ihnen …
385. Und Ich trug euch auf Adlerflügeln
385. Und Ich trug euch auf Adlerflügeln „Und Ich trug euch auf Adlerflügeln und brachte euch zu Mir.“ Rashi erklärt: „‚Auf Adlerflügeln‘ – wie ein Adler, der seine Jungen auf seinen Flügeln trägt und sagt: ‚Lieber soll der Pfeil in mich eindringen als in meine Kinder.‘“ Das Wort für „Pfeil“ …
386. Dies ist der Tag, den der Ewige gemacht hat
386. Dies ist der Tag, den der Ewige gemacht hat „Dies ist der Tag, den der Ewige gemacht hat; wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.“ „Dies ist der Tag“ bedeutet: Dies wird „Tag“ genannt und nichts anderes. Und was bedeutet es, wenn der Schöpfer ihn macht? Dass jeder …
387. Über einen redlichen und einen unredlichen Richter
387. Über einen redlichen und einen unredlichen Richter Mishpatim 5741 [Januar 1981] Baal HaTurim [ein Kommentator der Tora] erklärt den Ausspruch: „Der Abschnitt über die Richter steht nicht ohne Grund neben dem Abschnitt über den Altar. Dies soll dir sagen: Wenn jemand einen redlichen Richter einsetzt, ist es, als hätte …
388. Und dies sind die Rechtssätze
388. Und dies sind die Rechtssätze „Götzendiener haben Richter, und Israel hat Richter, und du weißt nicht, worin sie sich unterscheiden. Ein Gleichnis von einem Kranken, zu dem der Arzt kam, um ihn zu besuchen. Er sagte zu dessen Angehörigen: ‚Gebt ihm alles zu essen, was er verlangt.‘ Dann ging …
389. Und sie sollen Mir eine Hebegabe nehmen – 1
389. Und sie sollen Mir eine Hebegabe nehmen – 1 „Und sie sollen Mir eine Hebegabe nehmen.“ „Mir“, erklärt Rashi, bedeutet „für Mich, für Meinen Namen“. „Von jedem Menschen, dessen Herz ihn dazu bewegt.“ Rashi erklärt: „dessen Herz ihn dazu bewegt“ ist ein Ausdruck der Spende, und das ist ein …
390. Die Stufe Itkafia und die Stufe Itapcha
390. Die Stufe Itkafia und die Stufe Itapcha „Und sie sollen Mir eine Hebegabe nehmen: Von jedem Menschen, dessen Herz ihn dazu bewegt, sollt ihr Meine Hebegabe nehmen.“1 Rashi erklärt2: „Mir“ bedeutet „für Meinen Namen“. „Dessen Herz ihn dazu bewegt“, erklärt Rashi, bezeichnet eine freiwillige Gabe und guten Willen. Folgendes …
391. Der Schöpfer prüfte Ijob nicht
391. Der Schöpfer prüfte Ijob nicht Samstagabend nach dem Schabbat Tezawe, 5732 [26. Februar 1972] „Rabbi Shimon sagte: ‚Der Schöpfer prüfte Ijob nicht und stellte ihn nicht auf die Probe, wie Er die übrigen Gerechten prüfte. Denn über ihn steht nicht geschrieben: „Und Gott prüfte Ijob“ … Auch wurde ihm …
392. Denn eine Hand ist am Thron von Jah – 2
392. Denn eine Hand ist am Thron von Jah – 2 Beim dritten Mahl, Wochenabschnitt Tezawe, Schabbat Sachor, 5715 [5. März 1955] „Und er sprach: ‚Denn eine Hand ist am Thron von Jah; Krieg führt der Ewige gegen Amalek von Generation zu Generation.‘“ Rashi erklärt: „Der Schöpfer schwor, dass Sein …
393. Der die Sünde hinwegnimmt
393. Der die Sünde hinwegnimmt März 1979 „Der die Sünde hinwegnimmt.“ Der Schöpfer entreißt den Schuldschein über die Sünden. Dadurch fällt der Ausschlag zugunsten des Verdienstes (zitiert im Werk Tora Temima). Man muss verstehen: Wenn der Mensch zur Hälfte Verdienste und zur Hälfte Sünden hat, wie kann er den Ausschlag …
394. Wenn du das Haupt der Söhne Israels erhebst
394. Wenn du das Haupt der Söhne Israels erhebst Wochenabschnitt Ki Tissa, 5726 [12. März 1966], Netivot, in der Jeschiwa des Negev, am Samstagabend „Wenn du das Haupt der Söhne Israels erhebst, soll jeder ein Lösegeld für seine Seele geben … einen halben Schekel … Der Reiche soll nicht mehr …
395. Die Stufe des Unbelebten und die Stufe des Pflanzlichen
395. Die Stufe des Unbelebten und die Stufe des Pflanzlichen Wochenabschnitt Ki Tissa, 5739 [März 1979] Bekanntlich gibt es die Stufe des Allgemeinen und die Stufe des Einzelnen. Die Allgemeinheit Israels wird als Domem (Unbelebtes) bezeichnet. Dies ist die Stufe des „Tieres“, die die Seelenstufe Nefesh (Seele) ist. Das Wort …
396. Seht, der Ewige hat Bezalel mit Namen berufen
396. Seht, der Ewige hat Bezalel mit Namen berufen Samstagabend nach dem Wochenabschnitt Wajakhel, 5738 [4. März 1978] „Und Moses sprach zu den Kindern Israel: Seht, der Ewige hat Bezalel mit Namen berufen.“ Man muss verstehen, was es bedeutet, dass Moses den Kindern Israel sagt: „Seht, der Ewige hat Bezalel …
397. Nehmt von euch eine Hebegabe für den Ewigen
397. Nehmt von euch eine Hebegabe für den Ewigen Wochenabschnitt Wajakhel, 5741 [Februar 1981] „Nehmt von euch eine Hebegabe für den Ewigen; jeder, den sein Herz dazu bewegt, soll sie bringen.“1 Dass man etwas „von euch“ nehmen soll, bedeutet: tatsächlich von euch – vom Körper des Menschen selbst. Im Sohar …
398. Dies sind die Abrechnungen der Stiftshütte – 2
398. Dies sind die Abrechnungen der Stiftshütte – 2 Pkudei 5717 [Februar 1957], Stafford „Dies sind die Abrechnungen der Stiftshütte, der Stiftshütte des Zeugnisses.“ Im Midrash Rabba1 heißt es: Warum heißt es zweimal „Stiftshütte“? Rabbi Shmuel sagte: Sie wurde zweimal als Pfand genommen. Darum sagen die Männer der Großen Versammlung: …
399. Die Stiftshütte des Zeugnisses
399. Die Stiftshütte des Zeugnisses „Dies ist die Abrechnung der Stiftshütte, der Stiftshütte des Zeugnisses.“1 Rashi erklärte2: „Die Stiftshütte des Zeugnisses“ ist ein Zeugnis für Israel, dass der Schöpfer ihnen wegen des Vorfalls mit dem Kalb vergeben hatte, denn Er ließ Seine Shechina (göttliche Gegenwart) unter ihnen wohnen. Dort wird …
400. Der halbe Schekel – 1
400. Der halbe Schekel – 1 Pekudei, Schekalim 5741 [März 1981] Im heiligen Sohar1 heißt es: „Man soll den halben Schekel geben … Der Stein, mit dem gewogen wird, ist Yud, und Waw steht in der Mitte zwischen den beiden Hej … Der Reiche soll nicht mehr geben und der …
401. Höre, Israel
401. Höre, Israel März 1981 „Höre, Israel: Der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einer.“ Was bedeutet „einer“? Das ist die Versammlung Israels, die sich mit dem Schöpfer vereint, der Seir Anpin ist. Rabbi Shimon sagte: „Die Paarung (Siwug) des männlichen und des weiblichen Prinzips (Nukwa) wird ‚einer‘ genannt, …
402. Wenn eine Frau Samen gibt – 1
402. Wenn eine Frau Samen gibt – 1 „Wenn eine Frau Samen gibt. Wir haben gelernt: ‚Wenn die Frau zuerst Samen gibt, bringt sie einen Jungen zur Welt.‘ Rabbi Acha sagte: ‚Wir haben doch gelernt, dass der Schöpfer über jenen Tropfen bestimmt, ob er männlich oder weiblich sein wird; und …
403. Dies soll das Gesetz über den Aussätzigen sein
403. Dies soll das Gesetz über den Aussätzigen sein April 1981 „Dies soll das Gesetz über den Aussätzigen sein am Tag seiner Reinigung, und er soll zum Priester gebracht werden.“1 Rashi erklärt: „Weil die Aussatzmale wegen übler Nachrede auftreten.“ Üble Nachrede tritt vor allem dann auf, wenn der Mensch den …
404. Und sprich ein Wort
404. Und sprich ein Wort „‚Und sprich ein Wort.‘ Deine Rede am Schabbat (Sabbat) soll nicht wie deine Rede an Werktagen sein.“1 Das heißt: Der Schabbat wird Heiligkeit (Kedusha) genannt – ein heiliger Schabbat. Das Werktägliche heißt Chol. Als cholaniim, als kränklich, werden die Handlungen des Körpers bezeichnet. Es gibt …
405. Wenn ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird
405. Wenn ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird Wochenabschnitt Emor, 5739 [Mai 1979] „Wenn ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird.“1 Ein eintägiges Rind wird bereits „Rind“ genannt, denn was es erlangen kann, hat es schon am ersten Tag erlangt. Deshalb sind dies …
406. Sechs Tage sollst du Arbeit verrichten
406. Sechs Tage sollst du Arbeit verrichten „Sechs Tage sollst du Arbeit verrichten … Rabbi Jossi sagte … und es steht nicht geschrieben: ‚in sechs Tagen‘ … die sechs oberen Tage, CHaGaT und NeH, aus denen alle Werke der Schöpfung hervorgingen, jeden Tag das Werk dieses Tages … Rabbi Jizchak …
407. Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst
407. Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst BeHar, Mai 1959 Im Sohar, im Wochenabschnitt BeHar, eröffnet Rabbi Elasar: „Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen“ usw. Denn jeder beschnittene Sohn Israels, der eine heilige Reshimo (Aufzeichnung) in sich trägt, findet im Sabbatjahr (Shmita) Ruhe. Dieses Sabbatjahr …
408. Erhebt das Haupt der ganzen Gemeinde der Kinder Israels
408. Erhebt das Haupt der ganzen Gemeinde der Kinder Israels Bei der Zählung wurden diejenigen berücksichtigt, die in die Arbeit für den Schöpfer eintreten können, also alle, die vom zwanzigsten Lebensjahr an strafmündig sind. Welche Aufgabe man in der Arbeit für den Schöpfer zu erfüllen hat, wird am Ende der …
409. Über Leiden – 2
409. Über Leiden – 2 „Israel ist heilig.“ Er hat, will aber nicht; er will, hat aber nicht.1 Will er nicht um des Gebens willen handeln, hat er Tora und Mizwot sowie Ehrfurcht vor dem Himmel. Will er um des Gebens willen handeln, hat er weder Tora und Mizwot noch …
410. Selbstliebe und Liebe zum Schöpfer
410. Selbstliebe und Liebe zum Schöpfer Es gibt Selbstliebe und es gibt Liebe zum Schöpfer. Dazwischen liegt die Liebe zum Nächsten. Durch die Liebe zum Nächsten gelangt man zur Liebe zum Schöpfer. So sagte Rabbi Akiwa: „‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst1‘ ist eine große Regel der Tora.“ Ebenso sagte …
411. Der Stärkere setzt sich durch – 2
411. Der Stärkere setzt sich durch – 2 Nasso 5739 [Mai 1979] Der Ursprung des Urteils ergibt sich aus der Wirklichkeit. Denn wenn der Frevler kommt und einwendet: „Was soll euch dieser Dienst?“, was sagt man ihm dann? „Mach ihm die Zähne stumpf.“ Das heißt, es gibt darauf keine vernünftige …
412. Das Gelübde eines Nasiräers, sich dem Ewigen zu weihen
412. Das Gelübde eines Nasiräers, sich dem Ewigen zu weihen Nasso 5739 [Juni 1979] „Das Gelübde eines Nasiräers, sich dem Ewigen zu weihen.“1 Rashi erklärt, „dem Ewigen“ bedeute „um des Himmels willen“. Die Kommentatoren erläutern, dass er sich nicht deshalb des Weins enthält, weil dieser seiner Gesundheit schadet oder ihn …
413. Der Unterschied zwischen Büchern ethischer Lehre und den Büchern des Baal Shem Tov
413. Der Unterschied zwischen Büchern ethischer Lehre und den Büchern des Baal Shem Tov Nasso 5740 [Mai 1980] Wenn ein Mensch einen Gegenstand kaufen möchte und dafür eine Gegenleistung bezahlen muss, braucht es einen Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer. Der Vermittler macht dem Käufer verständlich, dass der Gegenstand mehr wert …
414. Das Gesindel in ihrer Mitte begehrte eine Begierde
414. Das Gesindel in ihrer Mitte begehrte eine Begierde „Das Gesindel in ihrer Mitte begehrte eine Begierde … unsere Augen sehen nichts als das Manna.“1 Es ist zu fragen: 1) Was bedeutet „begehrte“? Eine Begierde ohne nähere Bestimmung? Es hätte heißen müssen: „begehrte Fleisch.“ 2) In welchem Zusammenhang steht die …
415. Wenn du die Lampen anzündest – 1
415. Wenn du die Lampen anzündest – 1 „Wenn du die Lampen anzündest“ – darüber sagt die Schrift: „Der Ewige hatte um Seiner Gerechtigkeit willen Gefallen daran, die Tora groß und herrlich zu machen.“1 Der Schöpfer sagte zu Moses: „Nicht weil Ich die Lampen brauche, habe Ich dich in Bezug …
416. Dies ist die Herstellung der Menora (des Tempelleuchters) – 1
416. Dies ist die Herstellung der Menora (des Tempelleuchters) – 1 Beha’alotcha 5739 [1979] „Dies ist die Herstellung der Menora.“1 Rashi erklärte, dass der Schöpfer sie ihm mit dem Finger zeigte, weil er Schwierigkeiten damit hatte. „Aus einem Stück“: Sie bestand aus einem Talent Gold, das er mit dem Hammer …
417. Und Aaron tat es so
417. Und Aaron tat es so „Und Aaron tat es so: Zur Vorderseite des Leuchters hin ließ er dessen Lichter aufsteigen, wie der Ewige Moses geboten hatte.“1 Rashi erklärt: Dies wird zum Lob Aarons gesagt, weil er nichts änderte. Die Kommentatoren fragen: Wie hätte man überhaupt annehmen können, dass er …
418. Armut steht Israel gut
418. Armut steht Israel gut Tammus 5740 [Juni 1980] Es steht geschrieben: „Denn Arme wird es im Land immer geben.“1 Ebenso sagten unsere Weisen: „Armut steht Israel gut.“2 Wir müssen verstehen: Bekanntlich gibt es kein Kli (Gefäß), das Genuss empfangen kann, außer der Sehnsucht danach. Denn der Mangel und die …
419. Die Kundschafter
419. Die Kundschafter „Schicke“, erklärt Rashi1: „Ich befehle dir nicht … Bei ihrem Leben: Ich gebe ihnen Raum, sich zu irren.“ Warum? Die Kundschafter sagten die Wahrheit. Dennoch muss man über dem Verstand glauben, dass es gut ist. Wenn sie jedoch innerhalb des Verstandes gehen wollen, werde Ich ihnen Raum …
420. Sende dir
420. Sende dir Juni 1980 „Sende dir.“ Rashi erklärt: „Nach deinem Ermessen.“ Es ist bekannt, dass das Aussenden von Kundschaftern, die das Land Israel erkunden sollen, die Annahme des Königtums des Himmels bedeutet. Denn der Mensch hat Kundschafter, die immer schauen, ob es sich lohnt, den Weg des Schöpfers zu …
421. Über die Kundschafter
421. Über die Kundschafter Shlach 5739 [Juni 1979] „Wenn alle Einwohner der Stadt einen Tora-Gelehrten lieben, dann deshalb, weil er sie in Angelegenheiten des Himmels nicht zurechtweist.“1 Wenn der Körper eines Menschen seinen eigenen Tora-Gelehrten achtet – wenn ihm also wichtig ist, dass er sich mit Tora und Mizwot beschäftigt …
422. Von fern erschien mir der Ewige
422. Von fern erschien mir der Ewige Korach 5739 [Juni 1979] Mit „fern“1 ist gemeint, dass zwischen dem einen und dem anderen ein Unterschied in der Wichtigkeit besteht. Wenn ein Mensch daher keinen Unterschied im Abstand zwischen einem Gespräch mit einem Minister oder Richter und einem Gespräch mit dem Schöpfer …
423. Drei Linien – 2
423. Drei Linien – 2 Die Rechte Linie heißt Chessed (Güte), die Eigenschaft von „denn Er hat Gefallen an Güte“.1 Dies ist die Eigenschaft dessen, der mit seinem Anteil zufrieden ist, das heißt, der sich mit wenig begnügt. Dies ist so gemeint, wie es mein Vater und Lehrer zur Aussage …
424. Der Streit zwischen Korach und Moses
424. Der Streit zwischen Korach und Moses Es gilt, den Streit zwischen Korach und Moses zu erklären. Moses sagte, dass alles, was Korach vorbrachte, nicht gegen ihn gerichtet war, sondern gegen den Schöpfer. Korach behauptete, dass er an den Schöpfer glaubt, wie geschrieben steht: „Die ganze Gemeinde ist heilig.“1 Unsere …
425. Und Korach nahm
425. Und Korach nahm Korach 5740 [Juni 1980] „‚Und Korach nahm‘1 – er nahm sich einen schlechten Rat“, denn „der Rat des Ewigen bleibt ewig bestehen“.2 Nun, der Mensch handelt gewöhnlich so, wie es ihm sein Verstand gebietet, [der ihm sagt,] dass es für ihn gut sein wird; das kann …
426. Das Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Gerechten, und eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers
426. Das Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Gerechten, und eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers Korach 5741 [Juni 1981] „Das Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Gerechten, gleicht nicht dem Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers.“1 Eine Handlung, die der Mensch vollzieht, heißt „Vater“. Die Absicht, die er …
427. Dies ist die Satzung der Tora – 1
427. Dies ist die Satzung der Tora – 1 Ki Tissa 5740 [1979/80], Wochenabschnitt Para [März 1980] Der heilige Sohar1 fragt zu den Worten „Dies ist die Satzung der Tora“2: Warum heißt es an anderer Stelle „Und dies ist die Tora“?3 Er erklärt: „Und dies“ bezeichnet die Vereinigung von Allgemeinem …
428. Dies ist die Satzung der Tora – 2
428. Dies ist die Satzung der Tora – 2 „Dies ist die Satzung der Tora.“1 Rashi erklärt: „Weil der Satan und die Völker der Welt Israel verspotten und fragen: ‚Was ist das für eine Mizwa, und welchen Sinn hat sie?‘ Deshalb heißt es bei ihr ‚Satzung‘: Sie ist ein Erlass …
429. Damit alles mit der Absicht zu geben geschieht
429. Damit alles mit der Absicht zu geben geschieht „Dies ist die Satzung der Tora.“1 Rashi erklärt: „Weil der Satan und die Völker der Welt Israel verspotten und fragen: ‚Was ist das für eine Mizwa, und welchen Sinn hat sie?‘ Deshalb heißt es bei ihr ‚Satzung‘: Sie ist ein Erlass …
430. Eine höhere Seele
430. Eine höhere Seele „Dies ist die Satzung der Tora, die der Ewige geboten hat, indem Er sprach“1 usw. „Komm und sieh: Wenn dieser Tote aus der Welt scheidet, ohne Söhne zu hinterlassen, nimmt diese Tochter des Edlen jenen Menschen nicht zu sich“2 usw. Das bedeutet: Wenn das Verlangen zu …
431. Ein Schuh für seinen Fuß
431. Ein Schuh für seinen Fuß „Und jener Schuh versetzt … Daher ist alles gut, was ein Toter einem Menschen im Traum gibt. Nimmt er dagegen einen Gegenstand aus dem Haus, ist es schlecht, zum Beispiel seine Sandale. Warum? Weil er seinen Fuß versetzt hat.“1 Man kann erklären, dass „der …
432. Die Tat mit dem Kalb
432. Die Tat mit dem Kalb Wochenabschnitt Para, Kfar Miron 5725 [Juni 1966] Das Thema der Reinheit der Kuh geht dem Monat Nisan voraus, denn im Nisan fand die Erlösung statt. Und die Kuh steht für den Glauben. So erklärt es Rashi mit einem Gleichnis: „Der Sohn einer Magd beschmutzte …
433. Doch der Ewige, dein Gott, wollte nicht hören
433. Doch der Ewige, dein Gott, wollte nicht hören 2. Marcheshvan 5732 [21. Oktober 1971] „Doch der Ewige, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hören, und der Ewige, dein Gott, verwandelte dir den Fluch in Segen.“1 Man muss verstehen, was daran so erstaunlich sein soll, dass der Schöpfer nicht auf …
434. Wie schön sind deine Zelte, Jakob – 2
434. Wie schön sind deine Zelte, Jakob – 2 Balak 5739 [Juli 1979] „Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnstätten, Israel.“1 An den Segnungen jenes Frevlers erkennt man, was in seinem Herzen war. Der Name Balak besteht aus den Buchstaben von Kabel (empfangen), denn seine Eigenschaft ist das Empfangen …
435. Als Balak Rat einholte
435. Als Balak Rat einholte Juli 1978 Als Balak sich beriet, sagte er: „Und ich werde es aus dem Land vertreiben.“ Er sagte: „Die Stufe, an der Israel festhält, stammt gewiss aus dem Land, das heißt von Malchut, die ‚Land‘ genannt wird. Daher heißt es: ‚Denn es ist mächtiger als …
436. Drei Gebete – 1
436. Drei Gebete – 1 Juli 1978 „Doch drei werden Gebet genannt: ‚Ein Gebet von Moses, dem Mann Gottes‘ – ein Gebet, dem bei keinem anderen Menschen etwas gleichkommt; ‚ein Gebet von David‘ – ein Gebet, dem bei keinem anderen König etwas gleichkommt; und das Gebet eines Armen – das …
437. Das Hohepriestertum
437. Das Hohepriestertum Der heilige Sohar erklärt, warum Pinchas das Hohepriestertum zugesprochen werden musste, wie geschrieben steht: „weil er für seinen Gott eiferte.“ Denn jeder Priester, der einen Menschen getötet hat, ist für immer vom Priestertum ausgeschlossen, da er seine Stufe zweifellos untauglich gemacht hat. Der Sulam (Leiter-Kommentar) erklärt, dass …
438. Rette Deinen Diener, Du, mein Gott
438. Rette Deinen Diener, Du, mein Gott Pinchas 1981 „Rette Deinen Diener, Du, mein Gott; erfreue die Seele Deines Dieners; gib Deinem Diener Deine Kraft.“ Drei Mal wurde David in diesem Lobpreis zum Diener. Dies entspricht den drei Malen, die die Verfasser der Mishna festlegten, dass der Mensch im Gebet …
439. Warum Pinchas des Priestertums würdig wurde
439. Warum Pinchas des Priestertums würdig wurde Pinchas 1981 Der Böse Trieb und der Gute Trieb sind keine Sache des Verstandes, sondern des Empfindens. Wenn ein Mensch sich mit Tora und Mizwot beschäftigt, dabei aber keinerlei Gegenleistung zu seinem eigenen Nutzen sieht und sich deshalb schlecht fühlt, nennt man dies …
440. Und Pinchas sah
440. Und Pinchas sah Pinchas 5739 [Juli 1979] „Darum sprich: Siehe, Ich gebe ihm Meinen Bund des Friedens.“ Auf dem Weg der Andeutung ist zu verstehen, was ein Bund des Friedens bedeutet. Was ist das Besondere an diesem Bund, der „Bund des Friedens“ genannt wird? Am Ende des Wochenabschnitts Balak …
441. Übe Rache für die Kinder Israels
441. Übe Rache für die Kinder Israels Matot 5739 [Juli 1979] „Und der Schöpfer sprach zu Moses … Übe Rache für die Kinder Israels an den Midianitern … Und Moses sprach zum Volk … um die Rache des Schöpfers an Midian zu vollziehen.“ Die Kommentatoren fragen, warum Moses die Worte …
442. Und eure kleinen Kinder, von denen ihr sagtet
442. Und eure kleinen Kinder, von denen ihr sagtet Dewarim 5739 [Juli 1979] „Und eure kleinen Kinder, von denen ihr gesagt habt: ‚Sie werden zur Beute werden‘, und eure Söhne, die heute weder Gut noch Böse kennen, sie werden dorthin kommen; ihnen werde Ich es geben, und sie werden es …
443. Die Schrift liegt in der Arbeit
443. Die Schrift liegt in der Arbeit „Was ist deine Tätigkeit? … Ich muss sogar befürchten, dass eine Fliege kommt, sich auf das Krönchen eines Dalet setzt, es auslöscht und dadurch zu einem Resh macht.“1 „Fliege“ bedeutet fremde Gedanken. Beim Dalet gilt: Das Dalet gehört zur Heiligkeit (Kedusha), das Resh …
444. Die Finsternis geht dem Licht voraus
444. Die Finsternis geht dem Licht voraus „Wenn der Lehrer einem Engel gleicht …“ „Wer ist reich? Wer mit seinem Anteil zufrieden ist.“ Durch das Essen wird der Mensch körperlich. Nahrung hat keinen Geschmack, wenn sie nicht über Zunge und Gaumen aufgenommen wird. Dasselbe gilt für die spirituelle Nahrung: Wenn …
445. Kein Massach in Keter
445. Kein Massach in Keter An mehreren Stellen heißt es, dass es in Keter keinen Massach (Schirm) gibt, mit dem ein Siwug (Paarung) ausgeführt werden könnte, weil diese Stufe vollkommen verfeinert ist. Wie konnte er dann schreiben, dass es im neuen Partzuf MaH einen Massach der Bchina Hej gibt, der …
446. Die Bedeutung von trockenem Land
446. Die Bedeutung von trockenem Land Nun erläutern wir das Geheimnis des trockenen Landes. Dort besteht keine Gefahr, sondern im Gegenteil eine große Versüßung. Es gleicht jedoch einem Eingang ohne Ausgang, denn das Land kann weder Nahrung noch Wegzehrung hervorbringen. Was auf es fällt, verbrennt und geht durch seine Hitze …
447. Frieden mit dem Schöpfer
447. Frieden mit dem Schöpfer „Ich hörte die Kunde von Dir und fürchtete mich.“ Es wurde erklärt: Aus dem, was er durchgemacht hat, zieht er Ehrfurcht (Jira) heran, obwohl er sich jetzt in vollkommener Ganzheit befindet und nichts mehr hinzufügen kann. Doch aufgrund dessen, was er durchgemacht hat – also …
448. Das Empfinden der Vollkommenheit
448. Das Empfinden der Vollkommenheit Zu dem Vers „Stets sind die Augen des Ewigen, deines Gottes, auf sie gerichtet, vom Anfang an“1 wird eingewandt: „Manchmal zum Guten und manchmal zum Schlechten.“ Wie geschieht es manchmal zum Guten? Wenn Israel am Neujahr (Rosh HaShana) vollkommene Frevler waren und ihnen nur wenig …
449. Der Tropfen wird verkündet
449. Der Tropfen wird verkündet „Israel, die zu jener Zeit würdig waren … am geeigneten Ort.“ Rashi erklärt: „bei den Früchten und bei den Dingen.“1 Wenn über den Tropfen verkündet wird, was für ein Tropfen usw. er sein wird, und er würdig wird – was ist zu tun? Man gibt …
450. Kräfte, die Entwicklung bewirken: Herz und Verstand
450. Kräfte, die Entwicklung bewirken: Herz und Verstand „Wenn ein Tora-Gelehrter zornig wird, ist es die Tora, die in ihm den Zorn entfacht.“ Rashi erklärt, dass er durch seine Tora ein weites Herz hat und sich mehr zu Herzen nimmt als andere Menschen. Damit wird uns gelehrt, dass man ihn …
451. Rein an Augen
451. Rein an Augen Der Schöpfer wird aufgrund Seines Wirkens „rein an Augen“ genannt, so wie „der die Kranken heilt“ und „der die Gefangenen befreit“. Denn Er reinigt die Augen des Menschen – entsprechend dem Herabsteigen des unteren Hej von den Ejnaim (Augen) nach unten. Wenn der Schöpfer das Kli …
452. So wie ich vor dir tanze
452. So wie ich vor dir tanze WaEtchanan 5739 [1979] „So wie ich vor dir tanze und dich nicht berühren kann, so werden auch all meine Feinde mich nicht berühren können, um mir Böses anzutun.“ „Möge es Dein Wille sein … den Mangel des Mondes zu beheben, sodass er keinerlei …
453. Und die Augen beider wurden geöffnet
453. Und die Augen beider wurden geöffnet WaEtchanan 5742 [Juli 1982] Im heiligen Sohar1 heißt es über den Vers „Und die Augen beider wurden geöffnet“: „Über die kommende Zukunft steht geschrieben: ‚Ich werde die Blinden auf einem Weg führen, den sie nicht kannten …‘ Denn in Zukunft wird der Schöpfer …
454. Derjenige, der für seinen Freund betet
454. Derjenige, der für seinen Freund betet „Wer für seinen Freund betet, wird zuerst erhört.“1 Wenn das so ist, kommt es einer Täuschung gleich. Man muss jedoch verstehen, dass „zuerst erhört“ im Sinne des Verses „Noch ehe sie rufen, werde Ich antworten“ gemeint ist. Damit ein Mensch für seinen Freund …
455. Weil ihr hört – 1
455. Weil ihr hört – 1 Ekew 5738 [August 1978] „Und es wird geschehen: Weil ihr auf diese Rechtsbestimmungen hört, sie bewahrt und erfüllt, wird der Ewige, dein Gott, dir den Bund und die Güte bewahren, die Er deinen Vätern geschworen hat.“ Und Rashi erklärt: „Wenn ihr auf die leichten …
456. Geringe Fähigkeiten
456. Geringe Fähigkeiten Zum Thema Wahlfreiheit: Wenn ein Mensch mit geringen Fähigkeiten erschaffen wurde, wie kann man dann von ihm sagen, dass er ein Tora-Gelehrter (Talmid Chacham) werden kann? Schließlich ist sein Verstand zu schwach, um die Worte der Tora zu verstehen. Dazu heißt es im Midrash Rabba (Wochenabschnitt „Dies …
457. Der Rat des Schöpfers besteht ewig
457. Der Rat des Schöpfers besteht ewig Zum Vers „Der Rat des Schöpfers besteht ewig“ ist zu verstehen: Es ist eine allgemeine Regel, dass ein Mensch einen bestimmten Rat nutzt, um etwas zu erlangen. Nachdem er es jedoch erlangt hat, nutzt er diesen Rat nicht mehr. Was bedeutet dann „besteht …
458. Und es wird geschehen: Weil ihr hört – 2
458. Und es wird geschehen: Weil ihr hört – 2 „Und es wird geschehen: Weil ihr hört.“ Rashi erklärt: „Wenn ihr auf die leichten Mizwot hört, die ein Mensch mit seinen Fersen tritt.“ Ebenso sagten die Weisen: „Achte auf eine leichte Mizwa ebenso wie auf eine schwere.“ Bei den Mizwot, …
459. Wegen der Demut und der Ehrfurcht vor dem Ewigen
459. Wegen der Demut und der Ehrfurcht vor dem Ewigen „Und es wird geschehen: Weil ihr diese Rechtsbestimmungen hört, sie bewahrt und erfüllt.“ „Der Ewige, dein Gott, wird dir den Bund und die Güte bewahren, die Er deinen Vätern geschworen hat.“ „Die Folge der Demut ist die Ehrfurcht (Jira) vor …
460. Er wird Sein Versprechen an dich halten
460. Er wird Sein Versprechen an dich halten August 1982 „Und es wird geschehen: Wenn ihr hört … wird der Ewige, dein Gott, dir den Bund und die Güte bewahren, die Er deinen Urvätern geschworen hat.“ Rashi erklärt: Wenn ihr auf die Mizwot hört, die ein Mensch mit seinen Fersen …
461. „Sieh“ in der Singularform
461. „Sieh“ in der Singularform „Sieh“ steht in der Einzahl, „vor euch“ in der Mehrzahl. „Und der Segen: dass ihr hört.“ Warum heißt es nicht „wenn ihr hört“ – also dass der Segen an eine Bedingung geknüpft ist? Er erklärt: „Sieh“ gilt für jeden Einzelnen. Das bedeutet: Hinsichtlich des Sehens …
462. Gesegnet sei der Ort
462. Gesegnet sei der Ort Gewöhnlich sagt man: „Der Ort wird deinen Mangel füllen“, „Der Ort wird euch trösten.“ Unsere Weisen sagten: „Er ist der Ort der Welt, doch die Welt ist nicht Sein Ort.“ Der Begriff „Ort“ bedeutet Folgendes: Als Ort wird der Ort der Schöpfung bezeichnet, den der …
463. Habt ihr den Zehnten abgetrennt? Habt ihr den Eruv angelegt? Zündet die Lampe an!
463. Habt ihr den Zehnten abgetrennt? Habt ihr den Eruv angelegt? Zündet die Lampe an! Shoftim 5743 [August 1983] „Habt ihr den Zehnten abgetrennt? Habt ihr den Eruv angelegt? Zündet die Lampe an!“ Der König besaß zwei Tora-Rollen: Mit der einen ging er aus und ein, die andere bewahrte er …
464. Krieg aus freier Entscheidung und Pflichtkrieg
464. Krieg aus freier Entscheidung und Pflichtkrieg „Wenn du in den Krieg ziehst“ – Rashi erklärt: „Die Schrift spricht vom Krieg der freien Wahl.“ Wir müssen verstehen, was ein solcher Krieg im Sinne der spirituellen Arbeit bedeutet. Geht es um eine Mizwa oder um eine Übertretung, heißt dies „Pflichtkrieg“: Der …
465. Die Arbeit der Allgemeinheit und die Arbeit des Einzelnen
465. Die Arbeit der Allgemeinheit und die Arbeit des Einzelnen „Wenn du gegen deine Feinde in den Krieg ziehst und der Ewige, dein Gott, sie in deine Hand gibt und du Gefangene machst, und du unter den Gefangenen eine Frau von schöner Gestalt siehst, sie begehrst und sie dir zur …
466. Der freiwillige Krieg und der Krieg als Mizwa [Gebot]
466. Der freiwillige Krieg und der Krieg als Mizwa [Gebot] Ki Teze 5742 [August 1982] „Wenn du in den Krieg ziehst.“ Rashi erklärt, dass damit ein Krieg aus freier Entscheidung gemeint ist. Bei einem Pflichtkrieg dagegen heißt es: „Du sollst keine Seele am Leben lassen.“ Man muss zwischen einem Krieg …
467. Alle Völker der Erde werden sehen
467. Alle Völker der Erde werden sehen Ki Tawo, Tel Aviv „Und alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name des Ewigen über dir ausgerufen ist, und sie werden sich vor dir fürchten.“ In einer Baraita heißt es: Rabbi Elieser der Große sagt, dies seien die Tefillin (Gebetsriemen) am …
468. Heute gebietet dir der Ewige, dein Gott
468. Heute gebietet dir der Ewige, dein Gott Ki Tawo, 1978 „Heute gebietet dir der Ewige, dein Gott, diese Satzungen und Rechtsbestimmungen zu erfüllen; bewahre und erfülle sie mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele.“ Rashi erklärt: „Jeden Tag sollen sie in deinen Augen neu sein, als ob sie …
469. Jeden Tag sollen sie in deinen Augen neu sein
469. Jeden Tag sollen sie in deinen Augen neu sein Ki Tawo, 1981 „Heute gebietet dir der Ewige, dein Gott, diese Satzungen und Rechtsbestimmungen zu erfüllen; bewahre und erfülle sie mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele.“ Rashi erklärt: „Jeden Tag sollen sie in deinen Augen neu sein, als …
470. Wenn ihr kommt – 1
470. Wenn ihr kommt – 1 „Und es wird geschehen, wenn du in das Land kommst, das der Ewige, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, und du es in Besitz nimmst und darin wohnst.“ Rashi erklärt: „Dies lehrt, dass sie erst dann zur Darbringung der Erstlingsfrüchte verpflichtet waren, nachdem sie …
471. Ihr steht heute – 2
471. Ihr steht heute – 2 Nizawim–Wajelech 5739 [September 1979] „Ihr steht heute … von deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschöpfer … damit du in den Bund eintrittst … den der Ewige, dein Gott, heute mit dir schließt.“ Die Kommentatoren fragen, warum der Text im Plural beginnt und anschließend in …
472. Das Verborgene gehört dem Ewigen, unserem Gott
472. Das Verborgene gehört dem Ewigen, unserem Gott Nizawim 5741 [September 1981] „Das Verborgene gehört dem Ewigen, unserem Gott; das Offenbare aber uns und unseren Kindern auf ewig, damit wir alle Worte dieser Tora erfüllen.“ Im Sinne eines Hinweises ist dies so auszulegen: Das Offenbare bezeichnet die Handlung, das Verborgene …
473. Vorsätzliche Verfehlungen werden ihm zu Verdiensten
473. Vorsätzliche Verfehlungen werden ihm zu Verdiensten Siehe in der Einleitung in das Buch Sohar1: Am Ende der Zeit wird sich in allen Welten ein großes Licht offenbaren. Dadurch wird alles Fleisch zu einer vollständigen Umkehr (Teshuwa) aus Liebe gelangen. Bekanntlich sagten unsere Weisen: Wer der Umkehr aus Liebe würdig …
474. Und der Kanaaniter, der König von Arad, hörte
474. Und der Kanaaniter, der König von Arad, hörte „Aaron war der rechte Arm Israels, wie geschrieben steht: ‚Und der Kanaaniter, der König von Arad, hörte.‘“ Im Sulam (Leiter-Kommentar) heißt es dazu: „Das ist, was geschrieben steht: ‚Und der Kanaaniter, der König von Arad, hörte … dass Israel auf dem …
475. Horcht, ihr Himmel
475. Horcht, ihr Himmel Haazinu 1980 „Horcht, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes.“ Die Kommentatoren fragten: Warum heißt es beim Himmel „horcht“, bei der Erde dagegen „höre“? Und ebenso: Warum steht beim Himmel der Ausdruck „reden“, bei der Erde dagegen der Ausdruck „sagen“? …
476. Die Reichen sollen nicht mehr geben und die Armen nicht weniger
476. Die Reichen sollen nicht mehr geben und die Armen nicht weniger „Der Reiche soll nicht mehr und der Arme nicht weniger als einen halben Schekel geben.“ Abwägen bedeutet, sich dafür zu entscheiden, die Abgabe für den Schöpfer zu geben. Mit „reich“ und „arm“ ist gemeint, ob jemand arm an …
477. Was hast du im Haus?
477. Was hast du im Haus? „Was hast du im Haus?“ usw. „Es ist verboten, über einem leeren Tisch einen Segen zu sprechen“ usw. „Der Segen des Essens ruht nicht auf einem leeren Ort.“1 Bekanntlich „haftet Gesegnetes an Gesegnetem“. Daher gilt ein leerer Ort als verflucht. Verfluchtes haftet deshalb nicht …
478. Was ist die Sünde Korachs?
478. Was ist die Sünde Korachs? Man muss verstehen, was die Sünde Korachs war. Schließlich sagten unsere Weisen, dass Korach klug war. Korach sündigte keineswegs gegen den Schöpfer. Im Gegenteil, er sagte: „Die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig.“ Alles, was er gegen Moses vorbrachte, war, dass Moses dies aus …
479. Du sollst die Gerechtigkeit nicht verfälschen
479. Du sollst die Gerechtigkeit nicht verfälschen Shoftim „Du sollst das Recht nicht beugen, kein Ansehen der Person kennen und keine Bestechung annehmen; denn Bestechung macht die Augen der Weisen blind und verdreht die Worte der Gerechten.“ Hier gibt es drei Unterscheidungen: 1) Recht, 2) Angesicht, 3) Bestechung. Die Tora …
480. Der Ort, den der Ewige erwählen wird
480. Der Ort, den der Ewige erwählen wird „Und es wird geschehen: An den Ort, den der Ewige, euer Gott, erwählen wird, um dort Seinen Namen wohnen zu lassen, dorthin sollt ihr alles bringen, was Ich euch gebiete: eure Brandopfer und Schlachtopfer, eure Zehnten und die Abgabe eurer Hand sowie …
481. Die ganze Welt wird von meinem Sohn Chanina ernährt – 2
481. Die ganze Welt wird von meinem Sohn Chanina ernährt – 2 „Die ganze Welt wird um Meines Sohnes Chanina willen ernährt; und Meinem Sohn Chanina genügt eine geringe Menge (Kab) Johannisbrot (Charuvin) von einem Vorabend des Schabbat bis zum nächsten Vorabend des Schabbat.“1 Dies ist im Sinne der spirituellen …
482. So ist der Weg der Tora – 2
482. So ist der Weg der Tora – 2 „So ist der Weg der Tora: Führe ein Leben voller Leid“ usw. Das liegt daran, dass der Körper keinen Genuss empfindet, wenn der Mensch für den Schöpfer arbeitet, denn er erhält nichts. Wenn man sich jedoch daran gewöhnt, in der Eigenschaft …
483. Schweigen ist ein Zaun für die Weisheit – 2
483. Schweigen ist ein Zaun für die Weisheit – 2 23. Siwan „Schweigen ist ein Zaun für die Weisheit.“ Das bedeutet: Um Chochma (Weisheit) zu erlangen, muss man zuerst die Gefäße (Kelim) korrigieren, damit sie die Eigenschaft des Gebens haben. Deshalb besteht die Korrektur im Schweigen. Das heißt: Bei jeder …
484. Wen der Ewige liebt, den weist Er zurecht – 2
484. Wen der Ewige liebt, den weist Er zurecht – 2 „Wen der Ewige liebt, den weist Er zurecht.“ Das heißt: Demjenigen, den der Schöpfer liebt, schickt Er Leiden. Er soll also darunter leiden, dass er nicht auf dem Weg des Schöpfers geht. Wer dagegen keinerlei Leid darüber empfindet, dass …
485. Furcht und Schrecken vor euch – 2
485. Furcht und Schrecken vor euch – 2 Tammus 5715 [Juni/Juli 1955] „Furcht und Schrecken vor euch wird auf allen Tieren der Erde liegen.“ Rashi erklärt: Solange selbst ein erst einen Tag altes Kind lebt, muss man es nicht vor Mäusen schützen. Ist dagegen Og, der König von Bashan, tot, …
486. Die Sprache beginnt in Ejn Sof
486. Die Sprache beginnt in Ejn Sof Nach der Regel beginnen wir erst dort zu sprechen, wo die Verbindung zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen besteht. Dieser Punkt heißt Ejn Sof (die Unendlichkeit): das Verlangen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Von einem früheren Punkt aus beginnen wir nicht. Daraus folgt, …
487. Über das Verlangen zu empfangen – 2
487. Über das Verlangen zu empfangen – 2 Das Verlangen zu empfangen ist das Wesen des Menschen. Es wird als etwas Neues bezeichnet, das aus dem Nichts entstanden ist. Anders ist es mit den übrigen Dingen, also mit allen Füllungen: Sie gehen als Existenz aus Existenz hervor. Denn alle Arten …
488. Gewänder der Seele – 2
488. Gewänder der Seele – 2 Southport, 4. März 1957 Zum Thema „Gewänder der Seele“: „Entsprechend dem Maß, in dem sich der Mensch bei der Erfüllung von Tora und Mizwot anstrengt, wird ihm oben in jenem Gemach – dem Gemach ‚Wesen des Himmels‘, der Sefira Hod – ein Gewand geschaffen, …
489. Gegen deinen Willen – 2
489. Gegen deinen Willen – 2 „Gegen deinen Willen lebst du.“ Wenn der Mensch das Leben nicht für sich selbst empfangen will, dann lebt er. „Gegen deinen Willen stirbst du.“ Wenn der Mensch nicht sterben will – im Sinne des Ausspruchs: „Die Frevler (Rashaim) werden schon zu Lebzeiten Tote genannt“ …
490. Die Schmuckstücke der Braut
490. Die Schmuckstücke der Braut Pinchas, Blatt 212 Der Schmuck der Braut ist das MaN des Unteren, das nach oben aufsteigt. Das heißt, dem Unteren fehlt ein Massach (Schirm), also Gefäße des Gebens. Dies wird in Bezug auf den Höheren „Schmuck“ genannt, denn jeder Untere bewirkt in seiner Wurzel einen …
491. Erheben von MaN – 2
491. Erheben von MaN – 2 Frage: Das Erheben von MaN bezeichnet das Erheben eines Mangels nach oben. Warum steht dann geschrieben, dass das Erheben von MaN als Mizwot und gute Taten bezeichnet wird? MaN bezeichnet einen Mangel. Doch was fehlt dem Unteren, sodass er dadurch zusätzliche Fülle in den …
492. Der Lohn für eine Mizwa
492. Der Lohn für eine Mizwa „Der Lohn für eine Mizwa ist in dieser Welt nicht vorhanden.“ Der Ausdruck „diese Welt“ bezeichnet das Verlangen zu empfangen. Darin gibt es ihn nicht, weil eine Einschränkung (Zimzum) und Verhüllung stattfanden. Er ist vielmehr in der Kommenden Welt vorhanden, also in den Gefäßen …
493. Ein Sohn eines Gerechten und ein Sohn eines Frevlers
493. Ein Sohn eines Gerechten und ein Sohn eines Frevlers „Komm und sieh: Über Abraham steht geschrieben: ‚Ich werde gewiss zu dir zurückkehren‘ – und nicht zu ihr. ‚Zu dir‘ – gewiss: Mit dir ist er verbunden und nicht mit Nukwa.“1 So lässt sich auch erklären, was Rashi zu „Und …
494. Ehrfurcht gibt es nur am Ort der Vollkommenheit
494. Ehrfurcht gibt es nur am Ort der Vollkommenheit „Ehrfurcht gibt es nur am Ort der Vollkommenheit, denn wenn Ehrfurcht besteht, gibt es keinen Mangel.“1 Man muss verstehen, warum Ehrfurcht Vollkommenheit genannt wird und es keinen Mangel gibt. Antwort: Die Ehrfurcht wird als „furchtgebietend“ bezeichnet; das ist die Mittlere Linie. …
495. Der Schöpfer stieg auf
495. Der Schöpfer stieg auf „Der Schöpfer stieg auf, wie geschrieben steht: ‚Der Allmächtige stieg unter Jubel auf‘.“1 Es gilt zu verstehen, was es bedeutet, dass der Schöpfer aufstieg. Gibt es denn beim Schöpfer Aufstiege und Abstiege? Antwort: Alle Aufstiege und Abstiege, die bei den Geschöpfen stattfinden, gehen von den …
496. Der Weg der Wahrheit
496. Der Weg der Wahrheit Über den Weg der Wahrheit. Es gibt einen Weg der Lüge und einen Weg der Wahrheit – hinsichtlich des Grundes, der den Menschen verpflichtet, sich mit Tora und Mizwot zu beschäftigen. Es gibt einen Grund, der „Nutzen des Körpers“ heißt: Durch die Beschäftigung mit Tora …
497. Gesegnet seid ihr
497. Gesegnet seid ihr „Gesegnet bist du in der Stadt, gesegnet bist du auf dem Feld.“ Ein Mensch soll nicht sagen: „Hätte der Schöpfer mir ein Feld gegeben, würde ich davon den Zehnten abgeben. Jetzt, da ich kein Feld habe, gebe ich nichts.“ Der Schöpfer sagte: „Sieh, was Ich in …
498. Und es wird geschehen, wenn ihr wirklich hört
498. Und es wird geschehen, wenn ihr wirklich hört „Und es wird geschehen, wenn ihr wirklich hört.“ Wenn du in dieser Welt gehört hast, wirst du in der Kommenden Welt aus dem Mund des Schöpfers hören. „Und es wird geschehen: Wenn du auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, hörst …
499. Ich – das ist Malchut
499. Ich – das ist Malchut „Wer vor einem Unwissenden Tora lernt, dem ist es, als würde er vor dessen Augen mit seiner Verlobten verkehren.“ Als „Unwissender“ gilt das Verlangen zu empfangen. „Verkehren“ bedeutet hier Vereinigung. „Vor einem Unwissenden“ heißt, dass der Unwissende noch in ihm herrscht. Doch er muss …
500. Wenn du die Lampen anzündest – 2
500. Wenn du die Lampen anzündest – 2 „Wenn du die Lampen entzündest“, sagte der Schöpfer zu Moses, „steht über den Lampen nicht geschrieben, weil Ich sie brauche, sondern um euch Verdienste zu ermöglichen. Denn es heißt: ‚Und das Licht wohnt bei Ihm.‘ Ebenso steht geschrieben: ‚Auch die Finsternis ist …
501. Das Maß der Wahrheit – 1
501. Das Maß der Wahrheit – 1 „Dies sind die Nachkommen Jakobs: Josef.“ Jeder, der Josefs Gestalt betrachtete, sagte: „Das ist Jakob.“ Komm und sieh: Bei keinem von Jakobs Söhnen steht geschrieben: „Dies sind die Nachkommen Jakobs: Ruben“ – nur bei Josef, denn seine Gestalt glich der seines Vaters. Um …
502. Wenn der Mensch siegt, freut sich der Schöpfer
502. Wenn der Mensch siegt, freut sich der Schöpfer „Der Verkäufer ist betrübt usw., während der Schöpfer sich freut.“ Man fragt: Inwiefern ist das mit einem Verkäufer vergleichbar? Schließlich bleibt der verkaufte Gegenstand nicht beim Verkäufer. Beim Schöpfer hingegen ist es anders: Obwohl Er dem Volk Israel die Tora gab, …
503. Partnerschaft
503. Partnerschaft „An diesem Tag gebietet dir der Ewige, dein Gott, sie zu tun.“ Dazu sagt die Schrift: „Kommt, wir wollen uns niederwerfen und uns beugen, vor dem Ewigen, unserem Schöpfer, niederknien.“ Ist denn das Beugen nicht im Niederwerfen enthalten und das Niederwerfen im Beugen? Was soll also „wir wollen …
504. Das Geheimnis des Ewigen ist für die, die Ihn fürchten
504. Das Geheimnis des Ewigen ist für die, die Ihn fürchten Es gibt eine Kraft des Glaubens, die unsere Urväter herangezogen haben. Durch den Glauben kann man die höheren Genüsse heranziehen, sodass auch der Körper sie genießt. „Das Geheimnis des Ewigen ist für die, die Ihn fürchten.“ Vor der Zeit …
505. Wahre Barmherzigkeit
505. Wahre Barmherzigkeit Am Ausgang des heiligen Schabbat, Wochenabschnitt WaYechi Im Schabbat-Lied Kol Mekadesh heißt es: „Erhebt eure Hände in Heiligkeit (Kedusha) und sprecht zu Gott: Gesegnet sei der Schöpfer, der Seinem Volk Israel Ruhe geschenkt hat.“ „Und er rief seinen Sohn Josef zu sich und sagte zu ihm: …
506. Er rettete uns aus der Hand der Hirten
506. Er rettete uns aus der Hand der Hirten Am Ausgang des Schabbat, Wochenabschnitt Shemot, 5738 [31. Dezember 1977] „Moses sagte: … ‚Sie werden mich fragen: Wie ist Sein Name? Was soll ich ihnen sagen?‘ Und Gott sprach zu Moses: ‚Ich werde sein, der Ich sein werde.‘ Und Er sprach: …
507. Was ist Freude?
507. Was ist Freude? Es ist bekannt, dass Freude nicht für sich besteht, sondern aus etwas anderem hervorgeht und dessen Folge und Ergebnis ist. Das heißt: Wenn jemand einen Genuss empfindet, ruft dieser Genuss eine innere Regung hervor, die Freude genannt wird. Daraus wird verständlich: Wer in seinem Leben keinen …
508. Über den Aufstieg von Malchut zu Bina
508. Über den Aufstieg von Malchut zu Bina In der Einführung in die Weisheit der Kabbala wird erklärt: Wenn der Mensch nur aus Malchut hervorgegangen wäre, dem Verlangen, ausschließlich für sich selbst zu empfangen, hätte er keinerlei Möglichkeit, irgendeine Handlung des Gebens auszuführen. Nur durch die Vermischung von Malchut mit …
509. Die Offenbarung der Liebe des Schöpfers
509. Die Offenbarung der Liebe des Schöpfers „Und Er leuchtete ihnen von Seir.“ Das bedeutet: Weil die Söhne Seirs sagten, dass sie die Tora nicht empfangen wollen, leuchtete Er für Israel und schenkte ihm zusätzliches Licht und große Liebe. „Er erschien vom Berg Paran.“ Weil die Söhne Parans sagten, dass …
510. Das Verborgene und das Offenbarte
510. Das Verborgene und das Offenbarte Das Verborgene: Der spirituelle Geschmack ist uns verborgen. Das Offenbarte: Der Geschmack des Materiellen ist uns offenbar. Wenn wir den Geschmack materieller Dinge mit der Absicht zu geben empfangen können, offenbart uns der Schöpfer den Geschmack des Verborgenen. Das heißt, der Geschmack, der in …
511. Mittlere Linie
511. Mittlere Linie Mittlere Linie: Ein Gleichnis von zwei Menschen, die ein Mahl bereiten wollten. Der eine sagte, er werde alles beisteuern – außer Salz, Essig, Knoblauch und den übrigen Gewürzen. Der andere sollte die Gewürze beisteuern. Schließlich kam es zwischen ihnen zum Streit. Deshalb bereitete jeder sein Mahl für …
512. Wer sich gegen den Frieden stellt
512. Wer sich gegen den Frieden stellt Korach ging den Weg des Streits. Wer sich gegen den Frieden stellt, stellt sich gegen Seinen heiligen Namen, denn der Name des Schöpfers ist Frieden. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
513. Holz sammeln
513. Holz sammeln Zelofchad widersprach dem Schabbat, denn er sammelte Holz. Das Wort „Mekoshesh“ (Holzsammler) leitet sich von „hikish ezim“ (er verglich Bäume) ab: Welcher Baum ist größer? korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
514. Gastfreundschaft – 2
514. Gastfreundschaft – 2 „Gastfreundschaft ist größer als der Empfang der Shechina (göttliche Gegenwart).“ Warum ist Gastfreundschaft größer? Weil man dadurch dessen würdig wird, die Shechina zu empfangen. So heißt es: „Groß ist das Studium, das zur Tat führt.“ korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
515. Über die umgebenden Lichter
515. Über die umgebenden Lichter Wenn man in die Arbeit eintritt, geht dies vom Or Makif (umgebenden Licht) aus, und es leuchtet. Wenn man es jedoch als Or Pnimi (inneres Licht) empfangen will, entsteht Finsternis. Denn die umgebenden Lichter leuchten selbst dann, wenn man noch keine geeigneten Gefäße besitzt, mit …
516. Über den Schuh
516. Über den Schuh Ein Schuh ist etwas, mit dessen Hilfe man einen Erwerb vollzieht. Man zieht den Schuh über den Fuß. Die Füße (Raglaim) entsprechen dem Aspekt der Kundschafter (Meraglim). Zieht man Schuhe über die Füße, dann schmerzen sie nicht, wenn sie den Menschen festhalten wollen; denn „Füße“ bedeutet, …
517. Die Verfassung der Tora
517. Die Verfassung der Tora Was bedeutet das Verbot, Götzendienern die Tora zu lehren? „Dies ist das Gesetz der Tora.“ Das bedeutet: Wer der Tora würdig werden will, muss das Königtum des Himmels über dem Verstand auf sich nehmen. Wenn der Körper ihm also die Frage des Pharaos stellt: „Wer …
518. Wer kommt, um zu verunreinigen
518. Wer kommt, um zu verunreinigen Im Sohar, Beha’alotcha1, heißt es: „Wer kommt, um sich zu verunreinigen – also um zu erkennen, wie unrein er ist –, den verunreinigt man. Von oben zeigt man ihm nämlich die Abgestumpftheit des Herzens: dass das Herz, also er selbst, durch einen Toten unrein …
519. Über den Zimzum [die Einschränkung]
519. Über den Zimzum [die Einschränkung] Da Malchut das gesamte Licht empfing, das der Ausströmende geben wollte – dies wird „die gesamte Wirklichkeit erfüllend“ genannt –, wollte sie noch mehr Genuss empfangen. Da sich dem Empfang des Lichts jedoch nichts hinzufügen ließ, erwachte in ihr das Verlangen, Genuss daraus zu …
520. Wasser wird aus seinen Eimern fließen
520. Wasser wird aus seinen Eimern fließen „Wasser fließt aus seinen Eimern.“ Bekanntlich wird „Wasser“ Tora genannt. „Aus seinen Eimern“ (mi-daljaw) stammt von dem Wort „arm“ (dal). Wenn ein Mensch sich für arm hält, also in einem Zustand der Niedrigkeit ist, sagt er: „Da ich ein armer und niedriger Mensch …
521. Der Verstand [die Vernunft], der den Menschen leitet
521. Der Verstand [die Vernunft], der den Menschen leitet „Wer hochmütig ist“, sagt der Schöpfer, „Ich und er können nicht am selben Ort wohnen.“ Der Verstand ist das Entscheidende, das den Menschen beherrscht. Doch welcher Aspekt des Verstandes beherrscht ihn? Es ist genau jener Verstand, durch den er erkennt, dass …
522. „Rechts“ bedeutet Vollkommenheit
522. „Rechts“ bedeutet Vollkommenheit Im Sohar, WaYikra1, heißt es: „Die Rechte wird Vollkommenheit genannt. Selbst wenn ein Mensch nichts besitzt und sich nur daran erinnert, dass es Spiritualität gibt, obwohl er sie selbst nicht besitzt, freut er sich dennoch über das, was er hat. Er sagt sich: Viele Menschen auf …
523. Was es bedeutet, in der Arbeit einen Sohn und eine Tochter zu zeugen
523. Was es bedeutet, in der Arbeit einen Sohn und eine Tochter zu zeugen „Für einen Menschen, der den heiligen Namen nicht vervollständigen will, das heißt, keinen Sohn und keine Tochter hervorbringen will … wäre es besser, nicht erschaffen worden zu sein.“1 Wir müssen verstehen, was Sohn und Tochter bedeuten …
524. Was bedeutet „Wer Maror verschluckt, hat seine Pflicht nicht erfüllt“ in der spirituellen Arbeit?
524. Was bedeutet „Wer Maror verschluckt, hat seine Pflicht nicht erfüllt“ in der spirituellen Arbeit? Der Begriff Maror (Bitterkraut) entspricht dem, was geschrieben steht: „Sie verbitterten ihr Leben durch harte Arbeit“, nämlich durch die Fragen „Wer?“ und „Was?“. Diese Fragen bereiteten ihnen Mühe: Sie wollten sich überwinden, konnten es aber …
525. Drei Linien – 3
525. Drei Linien – 3 Die Rechte Linie wird als das Wesen der Sefirot bezeichnet, entsprechend RaShRaD (Sehen, Hören, Riechen und Sprechen). Die Linke Linie besteht aus dem Massach (Schirm) und der Awiut (Grobheit), also dem Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) und dem Massach. Danach kommt die Mittlere Linie, die …
526. Mit deinem ganzen Herzen
526. Mit deinem ganzen Herzen Wenn ein Mensch dessen würdig wird, wird seine Arbeit von anderen getan, denn: „Wenn dem Ewigen die Wege eines Menschen gefallen, lässt Er sogar seine Feinde Frieden mit ihm schließen.“ Das bedeutet, dass sich auch das Böse in ihm zum Guten wandelt. Dann erfüllt sich …
527. Der Gott Israels
527. Der Gott Israels „Der Gott Israels“ bezeichnet die Bedeutung, die ein Mensch der Arbeit beimisst, wenn er „Israel“ ist. „König der Völker“ bezeichnet, welche Bedeutung er während des Abstiegs für die Spiritualität empfindet, wenn die Eigenschaft der Völker in ihm über ihn herrscht. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
528. Gebet
528. Gebet Gebet (Tefilla) – Wenn ein Mensch die Tora studiert, möchte er wissen, welche Verbindung zwischen ihm und der Tora besteht, die er studiert. Denn wenn er Gesetze studiert, ist klar, dass er Rechtsbestimmungen braucht. Doch wenn ein Mensch die Tora studiert und die Tora nicht von Rechtsbestimmungen spricht, …
529. Ich werde dir Meinen Segen geben
529. Ich werde dir Meinen Segen geben „Was hat die Shmita mit dem Berg Sinai zu tun?“ Die Antwort lautet: „Shmita“ bezeichnet Malchut, die man um des Himmels willen auf sich nehmen muss, also ohne etwas zu empfangen. Dazu stellt sich die Frage: „Und wenn ihr sagt: Was sollen wir …
530. Bewegung aus Scham
530. Bewegung aus Scham Warum sind wir in Bewegung und nicht wie unsere Wurzel? Ich genieße die Ruhe, und dass ich mich bewege, geschieht nur aus Scham. Antwort: Die Wurzel befindet sich in Ruhe, weil es bei ihr nichts hinzuzufügen gibt: Sie ist ganz und gar vollkommen. Wir hingegen sind …
531. Das Wesentliche der Korrektur
531. Das Wesentliche der Korrektur Shlach 5737 [Juni 1977] Rabbi Yannai sagt: „Wir haben weder die Ruhe der Frevler (Rashaim) noch die Leiden der Gerechten.“1 Das ist ähnlich auszulegen wie die Worte Ravas an die Weisen: „Ich bitte euch: Erbt nicht zweimal die Hölle.“2 Bekanntlich bedeuten die Leiden der Gerechten, …
532. Das Wesentliche der Wahl
532. Das Wesentliche der Wahl Das Wesentliche der Wahl betrifft den Grund, der einen Menschen verpflichtet, sich mit Tora und Mizwot zu beschäftigen. Denn alle 613 Mizwot muss der Mensch erfüllen; andernfalls wird er in dieser Welt bestraft. Als der Tempel bestand, waren schließlich die vier vom Gericht verhängten Todesstrafen …
533. Der Schöpfer bringt den Menschen näher
533. Der Schöpfer bringt den Menschen näher August 1987 „Und es wird geschehen: Weil ihr hört.“ Rashi erklärt: „Wenn ihr auf die leichten Mizwot hört, die ein Mensch mit seinen Fersen tritt.“ Die Kommentatoren fragen, warum nur von den Rechtsvorschriften die Rede ist und nicht auch von den Gesetzen. Sie …
534. Zum Thema Bräutigam
534. Zum Thema Bräutigam Sohar, Wochenabschnitt Ekew 5737 [August 1977] Der Grund, warum man den Bräutigam so sehr erfreuen muss, liegt darin, dass Chatan (Bräutigam) sprachlich mit Nachut Darga (eine niedrigere Stufe) verbunden ist. Unsere Weisen sagten: „Steige eine Stufe hinab und heirate eine Frau.“ Alle heiligen Namen beziehen sich …
535. Der Becher für den Kiddush
535. Der Becher für den Kiddush Im Sohar, Pinchas1, heißt es: „Die fünfte Korrektur ist der Becher des ‚Und sie wurden vollendet‘ (WaYechulu), also der Becher für den Kiddush.“ Der Zahlenwert von „Becher“ (Kos) [כוס] entspricht dem von Elokim [אלהים], also 86. Der Zahlenwert von „Und sie wurden vollendet“ (WaYechulu) …
536. Gib den Zehnten
536. Gib den Zehnten Ausgang des heiligen Schabbat, Wochenabschnitt Re’eh 5737 [13. August 1977] „Gib den Zehnten“, und die Weisen legten aus: „Gib den Zehnten, damit du reich wirst.“ Auf den ersten Blick stellt sich die Frage: Wie konnten unsere Weisen das Gebot des Verses im Sinne von lo liShma …
537. Dieser Monat ist für euch
537. Dieser Monat ist für euch Oktober 1977 Rabbi Yehuda sagte: „Die Tora hätte nur mit ‚Dieser Monat ist für euch‘ beginnen sollen; denn dies ist die erste Mizwa, die Israel geboten wurde. Warum begann sie dann mit ‚Im Anfang‘? Weil es heißt: ‚Die Macht Seiner Werke tat Er Seinem …
538. Siehe, Ich gebe ihm Meinen Bund des Friedens
538. Siehe, Ich gebe ihm Meinen Bund des Friedens HaZorim, Wochenabschnitt Pinchas 5732 [Juli 1972] Es heißt: „Siehe, Ich gebe ihm Meinen Bund des Friedens.“ Man muss fragen: Bekanntlich wird einem Menschen nach dem Maß zugemessen, mit dem er selbst misst – Maß für Maß. Doch hier vollzog Pinchas eine …
539. Fragen zu „Kehre um, Israel“
539. Fragen zu „Kehre um, Israel“ „Kehre um, Israel, bis zum Ewigen, deinem Gott, denn du bist durch deine Sünde gestrauchelt. Nehmt Worte mit euch und kehrt zum Ewigen um.“ 1) Was bedeutet „bis zum Ewigen“? 2) „Du bist durch deine Sünde gestrauchelt“ – welches Hindernis hat die Sünde verursacht? …
540. Nahrung
540. Nahrung Wie der Mensch ohne körperliche Nahrung verhungern würde, so muss er auch ohne spirituelle Nahrung – die Nahrung der Neshama (Seele) – sterben; die Neshama, also die Spiritualität, verlässt ihn. So wie reichliche körperliche Nahrung den Menschen stark macht, so wird auch die Neshama durch ihre Nahrung stärker …
541. Wenn dem Ewigen die Wege eines Menschen gefallen
541. Wenn dem Ewigen die Wege eines Menschen gefallen „Wenn dem Ewigen die Wege eines Menschen gefallen, versöhnt Er auch seine Feinde mit ihm.“ Das heißt: Auch die Sitra Achra (die andere Seite) erhält Lohn dafür, dass sie ihren Auftrag erfüllt hat. Dadurch entsteht oben ein Ruach (Geist), der Fülle …
542. Kehre um, Israel – 2
542. Kehre um, Israel – 2 „Kehre um, Israel, zum Ewigen, deinem Gott.“ Das bedeutet: Man soll Tora und Mizwot nicht deshalb einhalten, weil andere einem sagen, man müsse sich mit Tora und Mizwot befassen. Vielmehr muss der Mensch eine Stufe erreichen, auf der er die Existenz des Schöpfers spürt, …
543. Verkünde den Kindern Israels
543. Verkünde den Kindern Israels Im Sohar1 heißt es: Rabbi Shimon sagte: „‚So sollst du zum Haus Jakob sagen‘ – mit einer Aussage, das heißt von der Seite des Gerichts. ‚Und verkünde den Kindern Israels‘, wie es heißt: ‚Und Er verkündete euch Seinen Bund‘; und es steht geschrieben: ‚Ich habe …
544. Der Mensch wird als junger Wildesel geboren
544. Der Mensch wird als junger Wildesel geboren Lag baOmer, 1977, Tiberias Im heiligen Sohar wird zu dem Vers „Wenn ein Stier oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird“ gefragt: Warum heißt es nicht „Kalb oder Lamm oder Ziegenbock oder Zicklein“, sondern „Stier oder Schaf oder Ziege“? Die Antwort …
545. Mühe und Fund
545. Mühe und Fund 20. Ijar 5737 [8. Mai 1977], Tiberias Im Midrash Rabba heißt es: „Wer Mich fürchtet und die Worte der Tora erfüllt, dem sind alle Weisheit und die gesamte Tora ins Herz gegeben.“ Nach dem oben Erklärten ist zu fragen: „Ich habe mich nicht bemüht und gefunden …
546. Alles hat Er schön gemacht zu seiner Zeit
546. Alles hat Er schön gemacht zu seiner Zeit „Alles hat Er schön gemacht zu seiner Zeit.“ Das bedeutet: Am Ende der Korrektur (Gmar Tikun) wird alles schön sein, denn vorsätzliche Verfehlungen sind zu Verdiensten geworden. Damit ist selbstverständlich, dass auch diejenigen, die die vorsätzlichen Verfehlungen verursacht haben, schön sein …
547. Das Maß der Vorsicht
547. Das Maß der Vorsicht „Wer klein ist, ist groß, und wer groß ist, ist klein.“ Der Grund dafür ist, dass der wichtigste Ertrag aus dem Kampf (Milchama) hervorgeht, der als Brot (Lechem) gilt; Brot erhält man nur durch Pflügen, Säen und Ernten. Daher ist derjenige, der klein ist – …
548. Handeln und Hören
548. Handeln und Hören „Sprechen“ bezeichnet die Form des Handelns. „Hören“ bedeutet dagegen den Aspekt von „ich habe gehört“, also: „Es leuchtet mir ein“ – etwas, das vom Herzen angenommen wird. So heißt es: „Gib Deinem Diener ein hörendes Herz.“ Das ist die Bedeutung von „Wir werden tun und wir …
549. Das Empfinden des Mangels
549. Das Empfinden des Mangels Es liegt in der Natur des Menschen: Was für einen Besitz er auch hat, manchmal misst er ihm Wert bei, obwohl nach allgemeiner Auffassung kein Besitz etwas gilt. Dennoch schätzt er ihn – nämlich dann, wenn er sich anderen gegenüber damit brüsten möchte. Wenn er …
550. Wenn du sie wie Silber suchst
550. Wenn du sie wie Silber suchst „Wenn du sie wie Silber suchst und ihr wie verborgenen Schätzen nachspürst, dann wirst du die Ehrfurcht vor dem Ewigen verstehen und die Erkenntnis Gottes finden.“1 Man muss fragen: Wer weiß nicht, was Ehrfurcht (Jira) vor dem Schöpfer ist? Was teilt uns der …
551. Die Tora als Gewürz
551. Die Tora als Gewürz „Rabbi sagte: ‚Ein Mensch darf nicht darum beten, dass die Frevler (Rashaim) aus der Welt verschwinden. Denn hätte der Schöpfer Terach aus der Welt entfernt, als er Götzendienst betrieb, wäre unser Urvater Abraham nicht in die Welt gekommen; die Stämme Israels, König David und der …
552. Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen – 1
552. Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen – 1 Am Ausgang des Schabbat, Wochenabschnitt Noach „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“ Der Hauptsinn von „wer kommt, um sich zu reinigen“ liegt in der Handlung; beim Gedanken hingegen wird ihm geholfen. Denn nur im Bereich …
553. Der Unterschied zwischen Verborgenem und Offenbarem
553. Der Unterschied zwischen Verborgenem und Offenbarem „Offenbar“ nennt man, was ein Freund sehen kann – etwas, das nach außen sichtbar wird. Daher macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch Halacha, Agada oder Kabbala lernt; all dies gilt als offenbar. „Verborgen“ hingegen ist gerade das, was sein Freund nicht sehen …
554. Die Kraft des Denkens
554. Die Kraft des Denkens Wenn ein Mensch beginnt, einen Gedanken zu denken, erschafft er diesen Gedanken. Wenn wir aber sagen, dass der Schöpfer ihm eingegeben hat, diesen Gedanken zu denken, dann ist der Schöpfer derjenige, der den Menschen erschaffen hat, während der Mensch den Gedanken erschaffen hat. Daraus folgt: …
555. Das Exil der Shechina
555. Das Exil der Shechina Das Exil der Shechina (göttlichen Gegenwart) bedeutet, dass alle sie vertreiben und sie keinen Ort hat, an dem sie unter den Unteren wohnen kann, denn die Unteren laden die Sitra Achra (andere Seite) ein. Wenn sie kommt und eintreten will, verschließt man die Türen von …
556. Die Tora – vom Ausdruck „erschossen werden“
556. Die Tora – vom Ausdruck „erschossen werden“ „Alles liegt in den Händen des Himmels außer der Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel“, denn nur die Ehrfurcht kann der Mensch hinzufügen. Die Seele (Neshama) Israels gilt als WaK, und die Seele Ägyptens als GaR de Chaja. Damals vermischte sich WaK mit …
557. Über Or Choser (zurückgeworfenes Licht)
557. Über Or Choser (zurückgeworfenes Licht) Im Talmud Esser haSefirot1 steht: Das Or Choser (zurückgeworfenes Licht), das vom Massach (Schirm) aufwärts steigt, wird „Verbindung“ genannt, weil es das Höhere Licht im Igul (Kreis) festhält und erfasst. Wo das Or Choser das Höhere Licht nicht einkleidet, gilt dieses Licht für das …
558. Verlangen nach Spiritualität
558. Verlangen nach Spiritualität Es gibt ein Verlangen zu empfangen (Razon lekabel), das sich auf Materielles richtet. Es gibt einen Menschen, dem selbst in materiellen Dingen das Verlangen zu empfangen fehlt. Alles, was er tut, geschieht unter Zwang. Das heißt, er wäre zufriedener, wenn er nicht essen und trinken müsste …
559. Hundert Segnungen
559. Hundert Segnungen „Und Isaak säte in jenem Land und fand in jenem Jahr (Shana) hundert Maß.“ Durch die 355 Tage, die jedes Jahr hat, gibt es viele Nichtigkeiten und Torheiten. Er sah, dass er sich im Zustand „Was?“ (Ma) befand. Anders als Abraham, der immerhin sagte: „Ich bin Staub …
560. Nachkommen
560. Nachkommen Die Hauptarbeit besteht in dem Grundsatz „Ihr seid Meine Partner“. Ohne diese Partnerschaft könnte der Mensch einer Eintagsfliege gleichen, die morgens geboren wird und abends stirbt. Denn vonseiten des Schöpfers könnte der Mensch an einem einzigen Tag einen Turm voller Güter erhalten. Weshalb braucht er dann siebzig Jahre, …
561. Die Seele Israels
561. Die Seele Israels „Daher wird der Mensch ‚ein Einzelner‘ genannt, um dich zu lehren: Wer eine einzige Seele aus Israel vernichtet, dem rechnet es die Schrift an, als hätte er eine ganze Welt vernichtet; und wer eine einzige Seele aus Israel am Leben erhält, dem rechnet es die Schrift …
562. Chochma und Gebet
562. Chochma und Gebet „Hanna redete in ihrem Herzen, und Eli hielt sie für betrunken.“ Man muss fragen: Warum nicht für verrückt? Bekanntlich soll das Gebet (Tefilla) in der Form „und ihre Stimme war nicht zu hören“ sein, das heißt, nicht für sich selbst, sondern um zu geben. Das ist …
563. Definitionen – 2
563. Definitionen – 2 Feuer wie ein Löwe, Feuer wie ein Hund: Feuer ist die Grundlage des ersten Kli (Gefäß), wenn es sich im Fallen befindet. Es ist das Geheimnis von Chessed – stark wie ein Löwe. Es ist auch das Geheimnis des Sehsinns, dem sich die Handlung unterordnet, ob …
564. Feuer, Wind, Wasser, Erde
564. Feuer, Wind, Wasser, Erde 14. Schwat Feuer, Wind, Wasser, Erde, Traum, Milch, Galbanum, Frevler Israels, Schlaf, Essen und Trinken. Feuer und Wasser sind Yud-Hej. Wind und Erde sind Waw-Hej, MaH und BoN, wie bekannt. All dies gilt jedoch erst nach der Verbindung der Eigenschaft der Barmherzigkeit mit der Eigenschaft …
565. Heute sind sie auszuführen
565. Heute sind sie auszuführen „Sie heute auszuführen und morgen ihren Lohn zu empfangen.“ Das heißt, man muss liShma arbeiten. Warum also muss man sich dann daran erinnern: „und morgen ihren Lohn zu empfangen“? Doch hier gibt es zwei Aspekte:1 1) Man muss glauben, dass in der Tora und den …
566. Ihre Nachkommen unter die Völker fallen lassen
566. Ihre Nachkommen unter die Völker fallen lassen „‚Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme‘, wie es in der Schrift heißt: ‚Sie erhob ihre Stimme gegen Mich; deshalb hasste Ich sie.‘ Jene Stimme, mit der ihr geweint habt, führte dazu, dass ihr verhasst wurdet … In jener Stunde wurde beschlossen, …
567. Die Eigenschaft der Wahrheit – 2
567. Die Eigenschaft der Wahrheit – 2 Die Wahrheit besitzt die Kraft, einem Menschen Lebenskraft (Chajut) zu geben, auch wenn die Wahrheit bitter und böse ist. Oft sehen wir: Wenn ein Mensch die Niedrigkeit seines Zustands erkennt, ist er dennoch damit zufrieden – das heißt, er hat Lebenskraft. Eigentlich müsste …
568. Die Bedeutung von „rechts“ und „links“
568. Die Bedeutung von „rechts“ und „links“ Der Beginn der Arbeit besteht darin, das Licht heranzuziehen; dies wird die Rechte Linie genannt. Danach muss man die zurückweisende Kraft enthüllen, also den Widerstand gegen die Einkleidung. Dadurch verfügt man über Or Choser (zurückgeworfenes Licht), das als Kli (Gefäß) für den Empfang …
569. Zum Thema der Opfergabe
569. Zum Thema der Opfergabe Wir sehen, dass eine Opfergabe vollkommen und ohne Makel sein muss. Erklärung: Es gibt Menschen, die ihr Leben opfern und ihre Seele dem Götzendienst hingeben. Dies geschieht, wenn ihr Leben für sie keinen Sinn mehr hat, denn sie sehen, dass ihre gesamte Zukunft nur aus …
570. Allgemeine und detaillierte Erlangung
570. Allgemeine und detaillierte Erlangung Es besteht ein Unterschied zwischen allgemeinem Sehen und allgemeiner Erlangung einerseits und detaillierter Erlangung andererseits. „Allgemeine Erlangung“ bedeutet, dass jemand eine Sache im Allgemeinen erlangt. Wenn ein Mensch zum Beispiel aus der Ferne eine große Stadt sieht, dort Menschen umhergehen sieht und Umrisse von Häusern …
571. Er und Sein Name sind eins
571. Er und Sein Name sind eins Man muss zwischen „Er“ und „Sein Name“ unterscheiden: „Er“ wird Schöpfer genannt, während „Sein Name“ in Bezug auf die Geschöpfe gebraucht wird, denn die Bezeichnung „Sein Name“ hat nur in Bezug auf einen anderen Bedeutung. In Bezug auf Ihn selbst hat die Bezeichnung …
572. Zwei Anstrengungen
572. Zwei Anstrengungen „Der Pfeilmacher wird durch seinen eigenen Pfeil getötet“ – manchmal fertigt ein Handwerker einen Pfeil an, durch den er selbst getötet wird.1 Dies wird über das Gesäuerte am Pessach (Passahfest) gesagt, das verbrannt wird. Im Sinne der ethischen Lehre lässt sich erklären: Wenn der Mensch sich mit …
573. Und sie werden sich vor dir fürchten
573. Und sie werden sich vor dir fürchten „Und alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name des Ewigen über dir ausgerufen ist, und sie werden sich vor dir fürchten.“ Es wurde gelehrt: Rabbi Elieser der Große sagt: „Dies sind die Tefillin (Gebetsriemen) des Kopfes.“1 In den Tosafot zu …
574. Wenn du kommst – 2
574. Wenn du kommst – 2 „Und alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name des Ewigen über dir genannt ist, und sie werden sich vor dir fürchten.“1 „Und sie werden sehen …“ In einer Baraita wird gelehrt: Rabbi Elieser der Große sagt: „Damit sind die Kopf-Tefillin (Gebetsriemen) gemeint.“ …
575. Die Reinheit der Arbeit
575. Die Reinheit der Arbeit „Komm und sieh: Dieser Anah ist ein Mamser (Kind aus einer verbotenen Verbindung), denn Zivon kam zu seiner Mutter und zeugte einen Mamser. Und dieser kam von der Seite des unreinen Geistes, der sich an ihn geheftet hatte.“1 Bekanntlich kommt der Böse Trieb (Jezer haRa) …
576. Ein Schabbatgericht
576. Ein Schabbatgericht „Ein Kaiser sagte zu Rabbi Yehoshua ben Chananya: ‚Warum verströmt ein Schabbatgericht einen so starken Duft?‘ Er antwortete ihm: ‚Wir haben ein Gewürz, das Schabbat (Sabbat) heißt.‘ Der Kaiser sagte: ‚Gib uns davon.‘ Er erwiderte: ‚Jedem, der den Schabbat hütet, nützt es; wer den Schabbat nicht hütet, …
577. Zum Thema des Ziels
577. Zum Thema des Ziels Das Ziel der Arbeit des Menschen besteht darin, eine auf das Geben gerichtete Absicht zu erlangen. Denn an den äußeren Handlungen gibt es nichts zu korrigieren: Das vom Schöpfer erschaffene Kli (Gefäß) verändert sich nicht. Jede Veränderung muss vielmehr ausschließlich in der Absicht stattfinden. Da …
578. Die Hälfte des Schekels – 2
578. Die Hälfte des Schekels – 2 Zum Thema des halben Schekels: Es muss genau eine Hälfte sein, weder ein Viertel noch ein Ganzes. Wie im heiligen Sohar erklärt wird, bedeutet „Schekel“ Gewicht – etwas, das man abwägen muss. Dementsprechend ist zu unterscheiden: Dass ein Mensch seine Taten „abwägen“ muss, …
579. Und Ich werde das Steinerne Herz entfernen
579. Und Ich werde das Steinerne Herz entfernen Purim 1977 Mit dem steinernen Herzen ist gemeint, dass der Mensch verstehen will, ob es sich für ihn lohnt, ohne die Absicht auf eine Belohnung zu arbeiten. Der Mensch kann dies nicht begreifen, weil es unserer Natur widerspricht: Wir wurden mit dem …
580. Ein guter Nachbar und ein schlechter Nachbar
580. Ein guter Nachbar und ein schlechter Nachbar Der Mensch hat einen Bösen Trieb (Jezer haRa) und einen Guten Trieb (Jezer haTov). Gewöhnlich hat er einen schlechten Nachbarn, nämlich den Bösen Trieb. Wenn ein Mensch jedoch die Stufe „mit deinem ganzen Herzen – mit deinen beiden Trieben“ erreicht und den …
581. Die Handlung entscheidet
581. Die Handlung entscheidet Im Sohar, Abschnitt WaJera, heißt es: „Warum bei den Terebinthen Mamres und nicht an einem anderen Ort?“ Die Antwort lautet: weil Mamre ihm wegen seiner Beschneidung einen Rat gab. Als der Schöpfer Abraham sagte, er solle sich beschneiden, ging Abraham zu seinen Freunden, um sie um …
582. Wer von seiner Frau versorgt wird
582. Wer von seiner Frau versorgt wird „Wehe dem, dessen Frau für seinen Lebensunterhalt sorgt.“ Denn als Lebensunterhalt gilt das, woraus ein Mensch Genuss zieht; das ist sein Lebensunterhalt. Deshalb sehen wir, dass es Menschen auf der Welt gibt, die alles Gute besitzen und denen nichts fehlt. Dennoch empfinden sie …
583. Gerechter und Frevler
583. Gerechter und Frevler Ausgang des Schabbat (Sabbat), Wochenabschnitt Lech Lecha, 5736 [18. Oktober 1975] „Selbst wenn die ganze Welt dir sagt: Du bist ein Gerechter, sei in deinen eigenen Augen wie ein Frevler.“ Es gibt zwei Arten unter den Menschen, die für den Schöpfer arbeiten: 1) Der eine befindet …
584. Das Angesicht des Ewigen ist gegen die, die Böses tun
584. Das Angesicht des Ewigen ist gegen die, die Böses tun Ausgang des Schabbat (Sabbat), Wochenabschnitt Noach, 5736 [11. Oktober 1975] „Das Angesicht des Ewigen ist gegen die, die Böses tun, um die Erinnerung an sie von der Erde zu tilgen.“ „Sie schrien, und der Ewige hört; aus all ihren …
585. Königtum und Herrschaft gehören dem ewig Lebenden
585. Königtum und Herrschaft gehören dem ewig Lebenden Der Mensch besteht aus zwei Kräften: dem Guten Trieb und dem Bösen Trieb (Jezer haRa). Jeder von ihnen will über den anderen herrschen. Die Fähigkeit, zu herrschen und Macht auszuüben, wurde dem Menschen gegeben, damit er das Böse in sich beherrschen kann. …
586. Welches ist der gerade Weg
586. Welches ist der gerade Weg 20. Juli 1974 „Rabbi sagt: Welches ist der gerade Weg, den der Mensch für sich wählen soll? Jeder, der seinem Urheber Ehre bringt und ihm Ehre von den Menschen einbringt.“1 Es geht darum, dass es die Korrektur der Schöpfung (Tikkun haBeria) und das Schöpfungsziel …
587. Der Höhere klärt für den Unteren
587. Der Höhere klärt für den Unteren Der Höhere klärt für den Unteren dessen GE (Galgalta we Ejnaim) – denn „ein Gefangener kann sich nicht selbst befreien“. Der Höhere errichtet auf dem MaN des Unteren einen Massach (Schirm), also eine zurückweisende Kraft, bis der Untere in der Lage ist, zu …
588. Malchut des Höheren wird zu Keter des Unteren
588. Malchut des Höheren wird zu Keter des Unteren An mehreren Stellen wird erklärt, dass Malchut des Höheren zu Keter des Unteren wird. Man muss fragen: Malchut wird doch als empfangendes Kli (Gefäß) bezeichnet – als das, was der Untere empfängt – und sie ist das „Ich“, das wir erlangen. …
589. Und der Ewige führte sie nicht
589. Und der Ewige führte sie nicht BeShalach 1977 „Und der Ewige führte sie nicht auf dem Weg durch das Land der Philister, obwohl er nahe war … damit das Volk nicht anderen Sinnes wird, wenn es Krieg sieht, und nach Ägypten zurückkehrt.“ Die Bedeutung von „nahe“ und „fern“: „Nahe“ …
590. Die ins Land Israel gehen
590. Die ins Land Israel gehen Am Vorabend von Rosh Chodesh Schwat 5718 [21. Januar 1958] „Strecke doch Deine Hand aus und rühre sein Gebein und sein Fleisch an … doch bewahre seine Seele.“1 Das heißt, Er gab ihm die Herrschaft über all seinen Besitz, jedoch nicht über die Seele. …
591. Erneuerte Arbeit
591. Erneuerte Arbeit „Vielmehr soll er eine Jungfrau aus seinem Volk nehmen.“ Er fragt: Warum muss er ausschließlich eine Jungfrau nehmen, die ohne Makel ist? Und er antwortet: „Eine Frau ist ein Segensbecher; hat man daraus gekostet, hat man ihn befleckt.“ Dies weist auf Malchut hin, die „Segensbecher“ genannt wird. …
592. Die Namen von Malchut
592. Die Namen von Malchut „Witwe“ – der Mensch ist mitten auf dem Weg gestorben, das heißt, er ist spirituell gestorben, im Sinne von: „Die Frevler (Rasha / Rashaim) werden schon zu Lebzeiten Tote genannt.“ „Geschiedene“ – er hat sie, also das Königtum des Himmels, aus seinem Haus verstoßen. „Entweihte“ …
593. Besänftige deinen Freund nicht, während er zornig ist
593. Besänftige deinen Freund nicht, während er zornig ist Besänftige deinen Freund nicht, während er zornig ist. Denn sobald jemand in Zorn gerät, verfällt er dem Irrtum und kann nichts verstehen, ohne sich zu irren. „Der Ewige erhebe Sein Angesicht zu dir.“ Ein anderer Vers sagt: „der das Angesicht nicht …
594. Die Mizwa der Umkehr
594. Die Mizwa der Umkehr Im Sohar1 heißt es: „Die Mizwa der Umkehr: Jeder, der umkehrt, ist, als hätte er den Buchstaben Hej, also Malchut, zum Buchstaben Waw zurückgeführt usw. Umkehr (Teshuwa) besteht aus den Buchstaben ‚tashuv Hej‘ – ‚das Hej soll zum Waw zurückkehren‘. Denn wenn ein Mensch sündigt, …
595. Das Maß der Größe des Schöpfers
595. Das Maß der Größe des Schöpfers Im Buch der Psalmen steht: „Wie Dein Name, Gott, so ist Dein Lob.“ Das bedeutet: In dem Maß, in dem der Mensch die Größe Gottes ermisst, kann er Ihn auch preisen. Wenn der Mensch also dem Schöpfer danken und Ihn loben will, muss …
596. Es gibt nichts Neues unter der Sonne
596. Es gibt nichts Neues unter der Sonne „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Neues gibt es nur über der Sonne. Die Sonne wird „Tag“ und auch „Verstand“ genannt, wie unsere Weisen sagten: „Wenn dir die Sache so klar ist wie der Tag“, entsprechend dem Vers: „Bei Tageslicht steht …
597. Eine Generation geht, und eine Generation kommt, und die Erde bleibt ewig bestehen
597. Eine Generation geht, und eine Generation kommt, und die Erde bleibt ewig bestehen „Und die Erde bleibt ewig bestehen“: Mit Erde ist Staub gemeint, also das Unbelebte, das keinerlei Bewegung besitzt. Dies wird „Glaube über dem Verstand“ genannt, denn dort gibt es weder Überlegung noch Verstand. Für den Körper …
598. Was bedeutet es in der spirituellen Arbeit, dass Schabbat als Gast bezeichnet wird?
598. Was bedeutet es in der spirituellen Arbeit, dass Schabbat als Gast bezeichnet wird? Zu Ehren des Schabbat, zu Ehren der Ankunft des Gastes, der „Königin Schabbat“ genannt wird, muss man Speise und Trank vorbereiten. Frage: 1) Isst und trinkt denn der Gast, also Schabbat? Außerdem muss man zu Ehren …
599. Steh auf, Gott
599. Steh auf, Gott „Steh auf, Gott, richte die Erde, denn Du wirst alle Völker erben.“ Das bedeutet: Die Richter im Herzen des Menschen sind Frevler (Rashaim), die Bestechungsgelder annehmen. Wenn daher der Schöpfer der Richter ist, wird alles in Ordnung sein. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
600. Aus Tiefen rief ich zu Dir, Ewiger – 1
600. Aus Tiefen rief ich zu Dir, Ewiger – 1 In der tiefsten Unterwelt steht geschrieben: „Aus Tiefen rief ich zu Dir, Ewiger“, das heißt: Aus der Tiefe der Nöte rief ich zu Dir. Deshalb muss der Mensch vor dem Gebet (Tefilla) darüber nachdenken, wie groß sein Mangel ist, damit …
601. Gebet und Bitte
601. Gebet und Bitte „Gebet“ (Tefilla) ist das, was unsere Weisen für uns festgelegt haben; es ist etwas Allgemeines. „Bitte“ ist etwas Persönliches: Jeder bittet um das, was ihm seiner Empfindung nach fehlt. Daher muss das Gebet mit dem Mund ausgesprochen werden. Sonst hat der Mensch keinerlei Halt am Gebet, …
602. Man soll sich nicht vor den Spöttern schämen
602. Man soll sich nicht vor den Spöttern schämen Ysop (Esow) kommt vom Wort asuw („verlassen“). Das bedeutet, dass der Mensch sich von guten Taten verlassen fühlt. „Man soll sich nicht vor den Spöttern schämen“ bedeutet: Ein Mensch will etwas Gutes tun – sich mit der Tora befassen, beten, gute …
603. In der Wand weilt die Shechina (göttliche Gegenwart)
603. In der Wand weilt die Shechina (göttliche Gegenwart) Bnei Re’em, Schabbat Nachamu (Sabbat des Trostes), 5723 [3. August 1963] „Rabbi Jossi eröffnete: ‚Und Hiskija wandte sein Gesicht zur Wand und betete zum Schöpfer‘ … Das ist es, was geschrieben steht: ‚Denn die Mich ehren, werde Ich ehren, und die …
604. Warum wartete er bis zum Krieg gegen Amalek?
604. Warum wartete er bis zum Krieg gegen Amalek? Die Frage lautet: Warum wartete er bis zum Krieg gegen Amalek? Die Antwort ist: Er sah, dass man selbst arbeiten muss, wenn man aus dem Glauben fällt; darin besteht das Erwachen von unten (Itaruta deLetata). Wenn man jedoch mit Moses verbunden …
605. Und Jitro hörte
605. Und Jitro hörte „Und Jitro hörte.“ Der heilige Sohar fragt: Hörte etwa Jitro, während alle Völker nicht hörten? Es steht doch geschrieben: „Die Völker hörten und erbebten.“ Vielmehr hörte Jitro und zerbrach, während alle Völker hörten, aber nicht zerbrachen. Daher ist ihr Hören kein Hören. Man muss fragen: Warum …
606. Die Kleingläubigen
606. Die Kleingläubigen Kleingläubige sind Menschen, die nicht ganz und gar geben wollen. „Wer beim Gebet (Tefilla) seine Stimme hören lässt, gehört zu den Kleingläubigen.“ Man muss fragen: Wenn ein Mensch zum Schöpfer betet, glaubt er gewiss an den Schöpfer. Worin liegt also der Unterschied? Wenn er seine Stimme hören …
607. Und du sollst daran denken, dass du ein Sklave warst
607. Und du sollst daran denken, dass du ein Sklave warst „Und du sollst daran denken, dass du ein Sklave im Land Ägypten warst.“ Hier wird uns angedeutet, dass ein Mensch, der sich in der Zeit des Aufstiegs befindet, aus dem lernen muss, was er während des Abstiegs erlebt hat. …
608. Nicht weil ihr zahlreich seid
608. Nicht weil ihr zahlreich seid „Nicht weil ihr zahlreich seid“ – denn wenn das Volk Israel aufsteigt, ist es zahlreicher als alle anderen. Wenn es hinabsteigt, steht es unter allen anderen. Wer in der spirituellen Arbeit in der Eigenschaft Yashar-El (Israel) arbeitet, empfindet während des Aufstiegs, dass die Angehörigen …
609. Ehrfurchtgebietend ist Gott aus Deinen Heiligtümern
609. Ehrfurchtgebietend ist Gott aus Deinen Heiligtümern „Ehrfurchtgebietend ist Gott aus Deinen Heiligtümern, der Gott Israels. Er gibt dem Volk Kraft und Stärke. Gepriesen sei Gott.“1 Wir müssen „Ehrfurchtgebietend ist Gott“ erklären: Wie kann der Mensch Ehrfurcht (Jira) vor Gott empfangen? Dies geschieht durch „Deine Heiligtümer“. Das bedeutet: Indem der …
610. Erwerb einer Frau
610. Erwerb einer Frau „‚Sende für dich.‘ Rabbi Yehoshua sagt: ‚Womit war dies vergleichbar? Mit einem König, der für seinen Sohn eine schöne Frau aus guter Familie und mit großem Vermögen bestimmte … Schau sie dir an … Nur deinem Sohn gebe ich sie‘.“1 Wenn der Mensch in die spirituelle …
611. Kapital und Früchte
611. Kapital und Früchte „‚Es gibt ein Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe, und schwer lastet es auf dem Menschen.‘ Dieses Übel ist die Macht des Bösen im Herzen, das über die Dinge dieser Welt herrschen will und auf jene Welt nicht achtet.“1 Der Schöpfer gibt ihm Reichtum, …
612. Über diese Welt und die Kommende Welt – 2
612. Über diese Welt und die Kommende Welt – 2 Der Mensch genießt ihre Früchte in dieser Welt. Damit sind die Tora und die 613 Mizwot gemeint, die als Ratschläge (Ejtin) gelten. Sie werden „Früchte“ genannt: Das Licht in ihr führt ihn zum Guten zurück. Wenn der Mensch sieht, dass …
613. Wenn eine Frau empfängt
613. Wenn eine Frau empfängt „Komm und sieh: Wenn der Schöpfer mit der Versammlung Israels (Knesset Israel) zusammen ist und sie zuerst erweckt, wird Malchut von der rechten Seite erfüllt – von Chassadim, die männlich sind. Wenn dagegen der Schöpfer zuerst erwacht, steht alles im Geheimnis des Weiblichen, wie bei …
614. Maror
614. Maror Wer Maror (Bitterkraut) hinunterschluckt, hat seine Pflicht nicht erfüllt. Vielmehr muss man es kauen, das heißt, man muss den Maror spüren. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
615. Lohn für die Arbeit
615. Lohn für die Arbeit Wenn jemand arbeitet, weil der Schöpfer seine Arbeit braucht, muss der Schöpfer ihm Lohn und eine Gegenleistung zahlen. Wenn der Mensch jedoch für sich selbst arbeitet, um sich zu korrigieren, wie kann er dann eine Gegenleistung verlangen? korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
616. Die Herrschaft von Malchut
616. Die Herrschaft von Malchut Die Parsa wird Malchut genannt und steht in Bina des Guf. Unterhalb von Malchut bedeutet, unter der Herrschaft des Empfangens um des Empfangens willen zu stehen. Dort kommen also Gedanken des Empfangens auf, von denen man sich nicht befreien kann. Daher muss es zum Zerbrechen …
617. Frieden im Haus
617. Frieden im Haus Das Haus ist das Herz, und es ist nicht im Frieden mit dem Schöpfer, wie geschrieben steht: „Ich will hören, was Er reden wird: Frieden zu Seinem Volk.“ Vielmehr sind das Herz des Gebenden und das Herz des Empfangenden voneinander getrennt. Damit Frieden herrscht, also Gleichheit …
618. Erwachen – 2
618. Erwachen – 2 Das Männliche (Sachar) wird Chassadim genannt. Das bedeutet: Der Untere empfängt von oben das Verlangen zu geben (Razon lehashpia), das als männlich bezeichnet wird. Der Untere erwacht, will sich dem Schöpfer nähern, kann es aber nicht. Deshalb heißt es: „Wenn eine Frau empfängt“ – gemeint ist …
619. König der Völker
619. König der Völker Mishpatim 1964 Der Sohar1 fragt zu dem Vers: „Wer sollte Dich nicht fürchten, König der Völker?“ Ist der Schöpfer etwa König der Völker? Er ist doch König Israels. Und wenn du sagst, dass Er König der Völker genannt wird, wäre dies ein Lob für sie: Der …
620. Zum Thema Segen
620. Zum Thema Segen Ekew 5722 [1962], Tiberias „Und es wird geschehen, wenn ihr auf diese Rechtsvorschriften hört … Und du wirst essen und satt werden und den Ewigen, deinen Gott, segnen usw. Diese Mizwa besteht darin, den Schöpfer für alles zu segnen, was man in dieser Welt isst, trinkt …
621. Eine leichte Mizwa
621. Eine leichte Mizwa Im Midrash Tanchuma heißt es: „‚Und es wird geschehen: Ekew‘ – dazu sagt die Schrift: ‚Warum sollte ich mich an Tagen des Unheils fürchten, wenn die Schuld meiner Fersen (ekew) mich umgibt?‘.1 Gepriesen sei der Name des Schöpfers, der Israel die Tora gegeben hat. Sie enthält …
622. Zum Thema Überwindung
622. Zum Thema Überwindung WaJera, Kfar Jawne, 5724 [1963] Dass Abraham hinging, um Rat über die Beschneidung einzuholen, wird in „Siftej Chachamim“ damit erklärt, dass er für die Mizwa (Gebot) einen größeren Lohn erhalten wollte. Er dachte, sie könnten sich ihm vielleicht widersetzen. Dies lässt sich folgendermaßen erklären: Abraham sah, …
623. Unsere Herzen sollen rein werden
623. Unsere Herzen sollen rein werden „Reinige den Schmutz meiner Taten, damit jene, die mich erzürnen, nicht sagen: ‚Wo ist Gott, der mich erschaffen hat?‘“ Man muss fragen: Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Reinigung der Taten eines Menschen durch den Schöpfer und den Worten „damit jene, die mich erzürnen, nicht …
624. Zum Thema Ushpizin
624. Zum Thema Ushpizin Zum Thema Ushpizin (Festgäste) erklärte mein Vater und Lehrer: Dies entspricht dem im heiligen Sohar erwähnten Prinzip „ein Weg, auf dem man vorübergeht“; denn das Licht von Chochma kann nicht beständig leuchten. Dies ist die Bedeutung von Masal (Glück), denn „Kinder, Leben und Versorgung hängen von …
625. Die Mizwa der Sukka
625. Die Mizwa der Sukka Im Morgengebet des zweiten Tages sagt der Dichter im liturgischen Gedicht: „Die Mizwa der Sukka soll in deinen Augen nicht gering sein, denn sie wiegt so viel wie alle Mizwot des Gesetzes Seiner Satzungen.“ Man muss fragen: Warum wiegt die Sukka so viel wie alle …
626. Alles, was der Barmherzige tut, tut Er zum Guten
626. Alles, was der Barmherzige tut, tut Er zum Guten Sukkot 5724 [Oktober 1963] „Awid“ (aramäisch: „tun“) ist vom Wort „Awud“ („verloren“) abgeleitet, denn Ajin und Alef können einander ersetzen. Das bedeutet: Wenn ein Mensch in einen Zustand gelangt, in dem er wirklich verloren ist, für sich keine Daseinsberechtigung in …
627. Gesetz und Recht – 1
627. Gesetz und Recht – 1 „Wo kein Fürsprecher dem Ankläger der Verfehlung gegenübersteht, sprich zu Jakob ein Wort von Gesetz und Recht.“ Man muss fragen: Was bedeutet das „Wort von Gesetz und Recht“, um das wir Ihn bitten? Im Sinne der ethischen Lehre muss man sagen: Wenn ein Mensch …
628. Die Zustände „Götzendiener“ und „Israel“
628. Die Zustände „Götzendiener“ und „Israel“ Zehn Tage der Umkehr, 1963, Kfar Saba „Rabbi Yochanan sagte: Ein Götzendiener, der sich mit der Tora befasst, war des Todes schuldig, wie es heißt: ‚Die Tora hat er uns geboten‘ – uns als Erbe, nicht ihnen.“1 „Wer sich vor einem Ungebildeten mit der …
629. Wer einen Tora-Gelehrten verachtet
629. Wer einen Tora-Gelehrten verachtet „Wer einen Tora-Gelehrten (Talmid Chacham) verachtet, für dessen Wunde gibt es keine Heilung.“1 Daraus folgt, dass nur jemand, der eine Wunde hat, keine Heilung erlangen kann; wer aber keine Wunde hat, braucht sich nicht zu fürchten. Man muss sagen: Mit „seiner Wunde“ ist gemeint, dass …
630. Und es wurde Abend und es wurde Morgen
630. Und es wurde Abend und es wurde Morgen Der Grund, warum es nicht heißt: „Und es wurde Abend und es wurde Morgen, der siebte Tag“, ist, dass bekanntlich das Fehlen dem Dasein vorausgeht; denn es gibt kein Licht ohne ein Kli (Gefäß). Deshalb muss zuerst der Abend kommen. Abend …
631. Kedusha [Heiligkeit] und Tahara [Reinheit]
631. Kedusha [Heiligkeit] und Tahara [Reinheit] „Und die Tora wird Heiligkeit (Kedusha) genannt, denn es steht geschrieben: ‚Denn heilig bin Ich, der Ewige.‘ Und dies ist die Tora, die der obere heilige Name ist. Deshalb wird derjenige, der sich mit ihr beschäftigt, gereinigt und danach geheiligt, wie geschrieben steht: ‚Heilig …
632. Und ich werde immer hoffen
632. Und ich werde immer hoffen „Und ich werde immer hoffen und all Dein Lob mehren.“1 Es ist so auszulegen: Wenn der Mensch spürt, dass er der Heiligkeit (Kedusha) nahe ist, und gewiss war es der Schöpfer, der ihn nähergebracht hat, muss er den Schöpfer dafür loben, dass Er ihn …
633. Eine Handbreit enthüllen und zwei Handbreit verbergen – 2
633. Eine Handbreit enthüllen und zwei Handbreit verbergen – 2 „Eine Handbreit enthüllen und zwei Handbreit verbergen.“ Das bedeutet: Zunächst war alles verborgen. Dann kam er, enthüllte eine Handbreit und verbarg anschließend zwei Handbreit. Daher muss man fragen: Wäre es nicht besser gewesen, wenn er überhaupt nichts enthüllt hätte? Hätte …
634. Ehrfurcht vor dem Himmel
634. Ehrfurcht vor dem Himmel „Antigonos von Socho empfing von Shimon dem Gerechten … sondern seid wie Diener, die dem Meister dienen, nicht um Lohn zu empfangen, und die Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel sei auf euch.“1 Man muss fragen: Welcher Zusammenhang besteht zwischen „und die Ehrfurcht vor dem Himmel …
635. Diese Welt und die Kommende Welt – 1
635. Diese Welt und die Kommende Welt – 1 „Eine Stunde der Umkehr (Teshuwa) und guter Taten in dieser Welt ist besser als das ganze Leben in der Kommenden Welt; und eine Stunde des Wohlbehagens in der Kommenden Welt ist besser als das ganze Leben in dieser Welt.“ Man muss …
636. Die Notwendigkeit der Gründe der Tora
636. Die Notwendigkeit der Gründe der Tora Fragen: 1) Zum NaRaNChaY [Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida] in der Welt Assija: Wenn erklärt wird, was dieses NaRaNChaY von Assija ist, muss man auch das NaRaNChaY von Yezira und Brija erklären. 2) Wenn man die Mizwot auf die einfache Weise erfüllen muss, …
637. Vier Zustände in der Arbeit
637. Vier Zustände in der Arbeit Schönheit – sie gehört gerade zum Sehen mit den Augen, das den Aspekt Chochma darstellt. Reichtum – damit ist der Aspekt der Linken gemeint, wie geschrieben steht: „Und aus ihrer Linken kommt Reichtum“ usw. Vornehme Abstammung – damit ist Seir Anpin gemeint. Er stellt …
638. Der Trieb des Menschen
638. Der Trieb des Menschen „Der Trieb des Menschen überwältigt ihn jeden Tag. Wenn der Schöpfer ihm nicht helfen würde, könnte er ihm nicht standhalten.“ Und man muss fragen: Es ist doch bekannt, dass alles in den Händen des Himmels liegt außer der Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel. Warum heißt …
639. Und dies ist die Ausführung der Menora – 2
639. Und dies ist die Ausführung der Menora – 2 20. Siwan 5725 [20. Juni 1965], Zürich „Dies ist die Ausführung der Menora: aus Gold, von ihrem Schaft bis zu ihrer Blüte ist sie aus einem Stück getrieben. Nach dem Bild, das der Ewige Moses gezeigt hatte, fertigte er die …
640. Segen und Fluch
640. Segen und Fluch Wochenabschnitt Re’eh 5722 [August 1962], Manchester „Siehe, Ich … den Segen, dass ihr auf die Mizwot des Ewigen, eures Gottes, hört, die Ich euch heute gebiete. Und den Fluch, wenn ihr nicht auf die Mizwot des Ewigen, eures Gottes, hört und von dem Weg abweicht, den …
641. Das Erbe des Landes
641. Das Erbe des Landes 28. Menachem Aw 5722 [28. August 1962] „Der Gerechtigkeit (Zedaka), der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebst und das Land erbst, das der Ewige, dein Gott, dir gibt.“ Man muss fragen: Was hat das Erbe des Landes mit Gerechtigkeit zu tun? Und warum kann …
642. Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen
642. Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen Wochenabschnitt Shoftim, 6. Elul 5724 [14. August 1964], Jessodot „Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebst und das Land in Besitz nimmst, das der Ewige, dein Gott, dir gibt.“ Die Kommentatoren fragen nach der Verdoppelung der Formulierung „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit“. …
643. Unterstützer der Tora
643. Unterstützer der Tora „Wenn ein Mensch von euch dem Ewigen ein Opfer darbringt.“ Das Thema der Opfer weist uns darauf hin, dass der Mensch sich dem Schöpfer nähern muss. Denn Korban (Opfer) kommt vom Wort Hitkarwut (Annäherung), wie geschrieben steht: „Und Ihm anzuhangen.“ Das bedeutet: „Halte dich an Seine …
644. Der Leichenzug weicht dem Brautzug
644. Der Leichenzug weicht dem Brautzug Unsere Weisen sagten: „Man lässt den Toten vor der Braut weichen, beide aber vor dem König Israels.“1 Dazu ist im Sinne der ethischen Lehre zu fragen. Diese Aussage zeigt uns die Ordnung in der Arbeit für den Schöpfer: 1) Zuerst muss man das Böse …
645. Aus Deinen Taten erkennen wir Dich
645. Aus Deinen Taten erkennen wir Dich Es ist bekannt, dass das Ziel der Erschaffung der Welten darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Ebenso ist bekannt, dass wir nur von dem sprechen, was sich von Ihm ausbreitet. Doch Ihn Selbst kann kein Gedanke erfassen. Daher ist zu verstehen, wie …
646. Die Nachkommen Jakobs – Josef
646. Die Nachkommen Jakobs – Josef Am Ausgang des heiligen Schabbat, Wochenabschnitt WaYeshev, 5738 [3. Dezember 1977] „Bewahre seine Heiligung von seinem Eintritt bis zu seinem Ausgang.“ Im heiligen Sohar wird erklärt: „Was ist Schabbat? Der Name des Schöpfers.“ Was bedeutet demnach, dass wir die Heiligung des heiligen Namens bewahren …
647. Für das Gebet braucht es einen Mangel
647. Für das Gebet braucht es einen Mangel 13. Tischri 5738 [25. September 1977] „Rabbi Shimon sagt: … Wenn du betest, mache dein Gebet (Tefilla) nicht zu einer festen Routine, sondern bitte vor dem Schöpfer um Erbarmen und flehe Ihn an.“1 Und über die Tora sagten unsere Weisen: „Hast du …
648. Die Freude des Gebenden
648. Die Freude des Gebenden Wenn er Freude daran empfindet, dem König zu dienen, dann besteht seine Absicht darin, sich darüber zu freuen, dass der König Freude hat. Seine eigene Freude daran, dem König zu dienen, zählt dagegen nicht. Zum Beispiel: Nehmen wir an, er trägt den Koffer des Königs …
649. Vorbereitung auf das Licht
649. Vorbereitung auf das Licht Um zum Licht zu gelangen, muss man zunächst Vorbereitungen treffen, damit das Licht im Sinne von „Das Licht in ihr führt ihn zum Guten zurück“ hilft. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
650. Kritik am Geben
650. Kritik am Geben Das Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) entspricht der Eigenliebe, das Verlangen zu geben (Razon lehashpia) der Nächstenliebe. Es stellt sich die Frage: Warum will der Mensch seine Nächsten lieben? Vielleicht, weil die Eigenliebe, die als Verlangen zu empfangen bezeichnet wird, weiß, dass es ihm besser gehen …
651. Tag und Nacht
651. Tag und Nacht „Tag“ bezeichnet einen Zustand, in dem es mir auch ohne irgendeine Handlung gut geht und ich mich in guter Stimmung fühle – wie die Sonne, die ohne mein Zutun scheint. „Nacht“ bedeutet, dass es mir nur durch Korrekturen gut gehen kann. Wie in der Nacht: Wenn …
652. Wenn ein Mensch von euch ein Opfer darbringt – 1
652. Wenn ein Mensch von euch ein Opfer darbringt – 1 Bechukotai „Wenn ein Mensch von euch ein Opfer darbringt … vom Vieh.“ Das Opfer muss gerade vom Vieh stammen, im Sinne von „man macht sich selbst wie ein Tier“, und nicht vom Menschen. Denn alle Opfer (Korbanot), also die …
653. Über das Dreschen
653. Über das Dreschen Am Vorabend des heiligen Schabbat, Bechukotai „Eure Dreschzeit wird bis zur Weinlese reichen, und die Weinlese bis zur Aussaat.“ Der Begriff „Dreschen“ bezeichnet Dinge, die ein Mensch mit seinen Füßen tritt. Das heißt, er bringt die Fülle unter seine Füße hinaus. Dadurch gerät er in Bedrängnis. …
654. Wer verachtet den Tag der Kleinheit?
654. Wer verachtet den Tag der Kleinheit? „Wer verachtet den Tag der Kleinheit?“ Das bedeutet: Der Mensch sollte sich über die Arbeit in Katnut (Kleinsein) mehr freuen als über die Arbeit in Gadlut (Erwachsensein). Denn je größer das Licht ist, desto größer ist die Befürchtung, dass die Äußeren es beschädigen. …
655. Schießt wie ein Pfeil
655. Schießt wie ein Pfeil „Jeder Same, der nicht wie ein Pfeil schießt, bringt keine Nachkommen hervor.“ Das bedeutet: Erst wenn der Mensch empfindet, dass dieses Böse so schlimm ist, dass jede Form des Bösen ihn wie ein Pfeil bis ins Mark trifft, und er spürt, dass er an diesen …
656. Denn die Schuld des Amoriters ist noch nicht voll
656. Denn die Schuld des Amoriters ist noch nicht voll „Denn die Schuld des Amoriters ist noch nicht voll.“ Bekanntlich ist der Mensch durch seine Kelim (Gefäße) begrenzt, was das Maß dessen betrifft, was er empfangen, also fühlen und erlangen kann. Wenn der Mensch daher das Maximum erreicht, empfindet er …
657. Was ist Wirklichkeit und was ist Vorstellung?
657. Was ist Wirklichkeit und was ist Vorstellung? Das Spirituelle ist das, was niemals annulliert wird. Das Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) wird dagegen materiell genannt, weil es annulliert wird; denn letztlich wird es sich umkehren – hin zur Absicht zu geben. Wirklichkeit bedeutet, dass jeder, der dorthin, also an …
658. Diese Welt und die Kommende Welt – 2
658. Diese Welt und die Kommende Welt – 2 Bei einer Beschneidungsmahlzeit Es gibt einen Aspekt der Kommenden Welt, der Glaube genannt wird. Und es gibt einen Aspekt dieser Welt, der Erlangung genannt wird. Über die Kommende Welt steht geschrieben: „Sie werden satt werden und sich erfreuen“, das heißt, die …
659. Was sind Tora und Arbeit?
659. Was sind Tora und Arbeit? Beim Schöpfer kann man von Tora sprechen, denn Arbeit gehört ausschließlich zu den Geschöpfen. Arbeit gilt nur für die Geschöpfe. Wenn von Arbeit gesprochen wird, ist damit gemeint, dass man lernt, was der Mensch tun muss. In diesem Zustand muss der Mensch sagen: „Wenn …
660. Wie sie sündigten
660. Wie sie sündigten Als sie am Berg Sinai standen, wurden sie vom Todesengel befreit. Nur durch die Sünde mit dem Kalb kehrten sie zu ihrer Unreinheit zurück. Da stellt sich die Frage: Wie konnten sie sündigen? Tatsächlich muss man auch verstehen, wie Adam haRishon (der erste Mensch), der sich …
661. Zweig und Wurzel
661. Zweig und Wurzel Der Lohn an Ort und Stelle besteht darin, dass der Mensch wertschätzen muss, dass er die Mizwot (Gebote) erfüllt, die der Schöpfer geboten hat, und die Tora, die der Schöpfer gegeben hat. Der ganze Lohn besteht darin, dass er auf die Stimme des Schöpfers hört und …
662. Vier Aspekte des Verlangens
662. Vier Aspekte des Verlangens Das Verlangen hat vier Aspekte: 1) Empfangen, um zu empfangen. 2) Er gibt und erfüllt Mizwot (Gebote), um als Gegenleistung die Kommende Welt zu empfangen. 3) Er gibt, um zu geben. 4) Er will Genuss empfangen, um zu geben, da der Schöpfer möchte, dass er …
663. Wenn er würdig wird, wird seine Arbeit von anderen verrichtet
663. Wenn er würdig wird, wird seine Arbeit von anderen verrichtet „Wenn er würdig wird, wird seine Arbeit von anderen verrichtet.“ Wenn er jedoch nicht würdig wird, verrichtet er seine Arbeit selbst. Man muss verstehen, worin die Bedeutung des „Würdigwerdens“ liegt, wenn seine Arbeit von anderen verrichtet wird. Dann ist …
664. Das Empfinden der Sünde vermehrt das Licht
664. Das Empfinden der Sünde vermehrt das Licht „Wenn Israel nicht gesündigt hätte, hätten sie nur das Buch der Tora“ usw. Das bedeutet: Weil sie empfanden, dass sie Sünder waren, „schrien sie zum Schöpfer“, damit Er sie rettet. Und jede Hilfe erfolgt durch das Licht der Tora. Es zeigt sich: …
665. Ratschläge gegen den Bösen Trieb
665. Ratschläge gegen den Bösen Trieb Wenn ein Mensch sieht, dass sein Böser Trieb (Jezer haRa) ihn überwältigt, soll er das Shma Israel lesen. Hilft ihm das nicht usw., soll er sich an den Tag des Todes erinnern; das wird ihm gewiss helfen. Man muss fragen: Warum sagt man ihm …
666. Wer sich reinigen will, dem wird geholfen – 2
666. Wer sich reinigen will, dem wird geholfen – 2 „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“ Wer dagegen kommt, um sich zu verunreinigen, dem öffnet man, und er erhält keine Hilfe. Was will uns das sagen? Denn wenn es darum geht, sich zu verunreinigen, läuft der Mensch …
667. Abstieg und Aufstieg in der Arbeit
667. Abstieg und Aufstieg in der Arbeit Ein Abstieg in der Spiritualität bedeutet, dass die Spiritualität an Wert verloren hat. Ein Aufstieg in der Spiritualität bedeutet, dass ihr Wert gestiegen ist, sie also wichtiger geworden ist. Tora und Arbeit. Als „Arbeit“ wird die Arbeit der Kelim (Gefäße) bezeichnet, also der …
668. Wo Umkehrende stehen
668. Wo Umkehrende stehen „Wo Umkehrende stehen, können vollkommen Gerechte nicht stehen.“ „Vollkommen Gerechte“ bezeichnet die Rechte Linie: Ein Mensch studiert die Tora liShma, was als Geben in der Absicht zu geben bezeichnet wird. „Umkehrende“ bezeichnet Empfangen in der Absicht zu geben. Die Handlung wird Empfangen genannt, das heißt Entfernung. …
669. Der Gute Trieb und der Böse Trieb
669. Der Gute Trieb und der Böse Trieb „Denn Seinen Engeln“ (Anfang des Wochenabschnitts WaYishlach). Das heißt: Der Böse Trieb (Jezer haRa) und der Gute Trieb behüten den Menschen gemeinsam, damit er das Ziel erreicht. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
670. Noch am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben
670. Noch am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben In der Welt ist es üblich, tagsüber und nicht nachts zu arbeiten. Nach dem Recht gilt für den Lohn: „Noch am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, bevor die Sonne untergeht.“1 Dies deutet darauf hin: Wenn der …
671. Aussondern von Nahrung und Abfall
671. Aussondern von Nahrung und Abfall Am Schabbat sondert man die Nahrung aus dem Abfall aus, also die guten Dinge, die im Körper vorhanden sind. An Werktagen dagegen sondert man den Abfall aus der Nahrung aus. Dann betrachtet man nicht die guten Taten, die im Körper vorhanden sind, um dem …
672. Der Schöpfer sehnt sich nach dem Gebet der Gerechten
672. Der Schöpfer sehnt sich nach dem Gebet der Gerechten Der Schöpfer sehnt sich nach dem Gebet (Tefilla) der Gerechten. Und was tut Er? Er bringt das Böse über sie, damit sie darum beten, dass es von ihnen genommen und zum Guten gewendet wird.1 korrEY, Buchfassung, 25.09.2026 Sohar, WaYishlach, Blatt …
673. Der Tod eines Gerechten
673. Der Tod eines Gerechten Rabbi Elasar sagte: „Wer sich mit der Tora liShma beschäftigt, dessen Tod erfolgt nicht durch den Bösen Trieb (Jezer haRa), der der Todesengel ist … Deshalb ist der Körper der Gerechten, die sich mit der Tora beschäftigen, nach ihrem Tod nicht unrein.“1 Man kann erklären, …
674. Einen anderen ethisch unterweisen
674. Einen anderen ethisch unterweisen „‚Wer sich nicht zu hüten wusste.‘ Es heißt nicht ‚zu warnen‘, sondern ‚sich zu hüten‘.“1 Einen anderen möchte der Mensch ethisch unterweisen. Denn jeder möchte, dass der andere mit Kelim (Gefäßen) des Gebens arbeitet: Wenn alle Freunde im Geben arbeiten, geben sie ihm alles, was …
675. Die Eigenschaft Josefs
675. Die Eigenschaft Josefs „Und Jakob ließ sich nieder.“ Rashi erklärt: „Jakob wollte in Ruhe leben, da brach Josefs Zorn über ihn herein. Die Gerechten wollen in Ruhe leben. Der Schöpfer sagt: ‚Reicht den Gerechten nicht, was ihnen für die Kommende Welt bereitet ist, dass sie auch in dieser Welt …
676. Das Würdigwerden
676. Das Würdigwerden Dass der Mensch würdig ist, dem König zu dienen, zeigt sich darin, dass er mit der Absicht zu geben dienen will. Solche Gedanken bedeuten, dass der Schöpfer ihn näher zu Sich bringt und ihm erlaubt, Ihm zu dienen. Wenn er dagegen seine Absicht nicht auf das Geben …
677. Warum Mazza „Brot der Armut“ genannt wird
677. Warum Mazza „Brot der Armut“ genannt wird Wir wollen den Sinn von Chamez und Mazza erklären: Warum wird Mazza „Brot der Armut“ genannt? Warum wird der Omer aus Gerste dargebracht, die als Tiernahrung gilt, während die zwei Brote aus Weizen bestehen, der als Nahrung des Menschen gilt? Wir müssen …
678. Männlich und weiblich
678. Männlich und weiblich Rabbi Jizchak sagte im Namen von Rabbi Ami: „Wenn ein Mann in die Welt kommt, kommt sein Laib Brot in seiner Hand.“ Sachar (männlich, die Eigenschaft des Gebens) wird als se kar („das ist ein Mahl“) gedeutet. So steht geschrieben: „Und er bereitete ihnen ein großes …
679. Zeichen des Sohnes Davids
679. Zeichen des Sohnes Davids „Der Sohn Davids kommt erst, wenn auch die letzte Münze aus der Tasche verschwunden ist.“1 Erklärung: Die „Tasche“ steht für das Geheimnis der Kelim (Gefäße), in denen die Tatkraft des Menschen liegt. Das bedeutet: Wenn er bereits alles getan hat, was in seiner Macht steht, …
680. Annullierung nach der Methode des Baal Shem Tov
680. Annullierung nach der Methode des Baal Shem Tov Um den Körper zu annullieren, führte der Weg über Askese. Doch es gibt eine zweite Möglichkeit: die Annullierung vor dem Rav. Das ist der Sinn von „Mache dir einen Rav“. Dieses „Machen“ erklärt sich durch Kraft, ohne jeden Verstand. Wie die …
681. Wenn eine Frau Samen gibt – 2
681. Wenn eine Frau Samen gibt – 2 Im Buch Kedushat Levi (Tazria) heißt es: „In der Arbeit gibt es Aussaat, Schwangerschaft und Geburt.“ „Aussaat“ heißt das Erwachen, das die Herzen der Menschen zur Arbeit für den Schöpfer bewegt. „Schwangerschaft“ bezeichnet den Zustand dessen, der eine Mizwa erfüllen will. „Geburt“ …
682. Hinausgehen und Eintreten in der Arbeit
682. Hinausgehen und Eintreten in der Arbeit „Zewaot“ ist eine Verbindung aus zwei Dingen, nämlich ze und uwata – „hinausgehen“ und „kommen“. Gemeint sind das Verlassen der Arbeit und das Eintreten in die Arbeit. Durch beides entsteht ein heiliger Name, der „Heerscharen“ bedeutet, denn Krieg wird nur durch diese beiden …
683. Ein Weiser sieht die Folgen voraus
683. Ein Weiser sieht die Folgen voraus Über die Genüsse dieser Welt sagen die Lehrer ethisch-erzieherischer Unterweisung: „Der Anfang ist süß, und das Ende ist bitter.“ Darauf beziehen sich die Worte: „Wer ist weise? Wer die Folgen voraussieht.“ Das heißt: Ihr Ende ist bitter, und er hat die Kraft, sich …
684. Die Eigenschaft von Moses
684. Die Eigenschaft von Moses Warum wurde unser Lehrer Moses, Friede sei mit ihm, gerade mit dem Namen „Moses – hebräisch Mosche [משה]“ bezeichnet, den ihm die Tochter des Pharaos gab? Man kann sagen: wegen seiner Rettung, denn „ich zog ihn aus dem Wasser“. Im Sinne der spirituellen Arbeit bedeutet …
685. Der Schöpfer vervollständigt das Verlangen
685. Der Schöpfer vervollständigt das Verlangen Das Wichtigste, was vom Menschen verlangt wird, ist ein Verlangen – dass er also den Wunsch und die Sehnsucht hat, Handlungen mit der Absicht zu geben auszuführen. Obwohl er sich selbst nicht beherrschen kann, weil der Mensch nicht fähig ist, gegen die Natur zu …
686. Das Wichtigste ist die Rechte Linie
686. Das Wichtigste ist die Rechte Linie Elischa fragte die Schunemiterin: „Was hast du im Haus?“ Sie antwortete: „Nichts als einen Krug Öl.“ Er sagte ihr: „Das ist gut. Geh hinaus und leihe dir Gefäße.“ Das bedeutet: Nur dort, wo es Öl gibt, das für die Rechte Linie steht, ist …
687. Und du sollst dir eine Lade machen
687. Und du sollst dir eine Lade machen Abba Chanan sagte im Namen von Rabbi Elieser: „Ein Vers sagt: ‚Und du sollst dir eine Lade machen‘, ein anderer Vers sagt: ‚Und sie sollen eine Lade machen.‘ Wie ist das zu erklären? Hier – wenn Israel den Willen des Schöpfers erfüllt …
688. Und sie sollen Mir eine Abgabe nehmen – 2
688. Und sie sollen Mir eine Abgabe nehmen – 2 Truma, Beit Shmuel „Und sie sollen Mir eine Abgabe nehmen.“ Das bedeutet: Erhebt das Hej, also Malchut. Darin liegt die Bedeutung der Umkehr (Teshuwa), über die der Sohar sagt: „Das Hej kehrt zum Waw zurück.“ Dies ist das Geheimnis der …
689. Über Vater und Sohn
689. Über Vater und Sohn „Der Sohn verschafft dem Vater Verdienst, doch der Vater verschafft dem Sohn kein Verdienst.“ König Hiskija war ein Gerechter. Obwohl sein Vater Ahas ein vollkommener Frevler (Rasha) war, hat Ahas dank seines Sohnes Hiskija Anteil an der Kommenden Welt. Manasse dagegen, der Sohn Hiskijas, hat …
690. Diese Welt und die Zukunft
690. Diese Welt und die Zukunft In dieser Welt baut ein Mensch ein Gebäude, und ein anderer nutzt es. Damit ist gemeint: Alles, was ein Mensch tut und was den Charakter eines Bauwerks hat, besitzt Bestand. Wenn er zum Beispiel irgendeine körperliche Begierde auslebt, wird sie nicht als Bauwerk bezeichnet, …
691. Die Tora wurde im Geheimen gegeben
691. Die Tora wurde im Geheimen gegeben „Sie soll den Höheren genügen, und [die Tafeln] sollen nicht in die Hände Moses übergeben werden.“ Die Tora soll gegeben werden, wenn der Mensch auf einer hohen Stufe steht. „Und [die Tafeln] sollen nicht in die Hände Moses übergeben werden“, denn Moses wird …
692. Die Tora wird „Tushiya“ genannt – 1
692. Die Tora wird „Tushiya“ genannt – 1 Im Traktat Sanhedrin 26b heißt es: „Rabbi Chanan sagte: Warum heißt sie Tushiya? Weil sie die Kraft des Menschen schwächt.“ Eine andere Deutung: Sie heißt Tushiya, weil sie wegen Satans im Geheimen gegeben wurde. Rashi erklärt, dass Satan als Ankläger auftritt und …
693. Die Tora wird Tushiya genannt – 2
693. Die Tora wird Tushiya genannt – 2 Unsere Weisen sagten: „Rabbi Chanan sagte: Warum heißt sie Tushiya? Weil sie die Kraft des Menschen schwächt.“ Eine andere Deutung lautet: Sie heißt Tushiya, weil sie wegen Satans im Geheimen gegeben wurde. Rashi erklärt, dass Satan als Ankläger auftritt und sagt: „Sie …
694. Eine Übertretung liShma ist größer
694. Eine Übertretung liShma ist größer „Rabbi Nachman bar Jizchak sagte: ‚Eine Übertretung liShma ist größer als eine Mizwa lo liShma.‘ Doch sagte Rabbi Yehuda nicht im Namen Raws: ‚Der Mensch soll sich immer mit Tora und Mizwot beschäftigen, selbst lo liShma, denn aus lo liShma gelangt er zu liShma‘? …
695. Und sie sollen dir reines Olivenöl bringen
695. Und sie sollen dir reines Olivenöl bringen „Und sie sollen dir reines Olivenöl bringen.“ Rabbi Shmuel bar Nachmani sagte: „Zu dir und nicht zu Mir; Ich brauche ihr Licht nicht.“1 „Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses im Zelt der Begegnung“ – dies ist ein Zeugnis für alle Bewohner der Welt, …
696. Deine Kraft für die Tora
696. Deine Kraft für die Tora Als stark gilt, wer ein starkes Verlangen hat – nicht, wer starke Glieder besitzt. So heißt es: „Wer ist stark? Wer seinen Trieb bezwingt.“ Das lässt sich mit der Kraft starker Glieder vergleichen. Angenommen, jemand möchte an einen bestimmten Ort gehen. Doch andere Menschen …
697. Und du sollst ihn ehren, indem du deinen eigenen Wegen nicht nachgehst
697. Und du sollst ihn ehren, indem du deinen eigenen Wegen nicht nachgehst „Und du sollst ihn ehren, indem du deinen eigenen Wegen nicht nachgehst.“ „Du sollst ihn ehren“ bedeutet, dass deine Schabbat-Kleidung nicht deiner Alltagskleidung gleichen soll. So nannte Rabbi Yochanan seine Gewänder „meine Ehrengeber“. Rashi erklärte: „Meine Ehrengeber“, …
698. Zwei Arten von Innerlichkeit
698. Zwei Arten von Innerlichkeit 1) Als Innerlichkeit wird das innere Verlangen bezeichnet, nämlich Verstand und Herz, was das Geheimnis von Gedanke und Verlangen ist. 2) Das, was in den Gedanken eingekleidet ist – also das, woran er denkt oder worauf sich sein Verlangen richtet –, wird das Licht genannt, …
699. Ende der Korrektur
699. Ende der Korrektur Das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) bedeutet, dass die Gefäße empfangen, um zu geben. Wenn das Licht die Gefäße erfüllt, ist das Gefäß gegenüber dem Licht annulliert und wird nicht eigens benannt. Daher ist die zweite Ausbreitung (Hitpashtut Bet) das Licht von Chochma in einem Kli …
700. Verhüllung und Enthüllung
700. Verhüllung und Enthüllung „Wenn Israel den Willen des Schöpfers erfüllt, wird seine Arbeit von anderen verrichtet.“1 Mit „Arbeit“ ist die Arbeit an den Eigenschaften gemeint. Denn wenn der Mensch den Willen des Schöpfers erfüllt, sieht er keinen Bereich, den er korrigieren müsste. Dann aber verleiht ihm der Schöpfer Flügel, …
701. Zum Thema Vertrauen
701. Zum Thema Vertrauen Vertrauen hängt vom Glauben ab. Denn wer glaubt, dass sein Freund sehr reich ist, und glaubt, dass er großherzig ist, vertraut ganz selbstverständlich darauf, dass sein Freund ihm geben wird, worum er bittet. Wenn er hingegen zögert, das heißt, wenn er nicht darauf vertraut, dass dieser …
702. Aus den Tiefen rief ich zu Dir, Ewiger – 2
702. Aus den Tiefen rief ich zu Dir, Ewiger – 2 „Aus den Tiefen rief ich zu Dir, Ewiger.“ Deshalb muss der Mensch vom niedrigsten Ort aus beten. Wenn der Mensch darum betet, dass der Schöpfer ihm gibt, was ihm fehlt, muss er sich bemühen zu erkennen, wie tief unten …
703. Mikez
703. Mikez Rabbi Shimon sagte: „Bevor Josef jenes Ereignis [die Versuchung durch Potifars Frau] widerfuhr, wurde er nicht ‚Gerechter‘ genannt. Nachdem er jenen Bund bewahrt hatte, wurde er ‚Gerechter‘ genannt. … Und das, was zuvor in der Grube gewesen war, stieg mit ihm auf. Es steht geschrieben: ‚Und sie holten …
704. Warum wurde Israel die Tora gegeben?
704. Warum wurde Israel die Tora gegeben? „Warum wurde Israel die Tora gegeben? Weil es widerspenstig ist.“ Rashi erklärt: „Weil Israel widerspenstig ist, wurde ihm die Tora gegeben; denn sie schwächt seine Kraft und unterwirft sein Herz.“1 Wir müssen Folgendes verstehen: 1) Daraus folgt, dass die Tora den Völkern der …
705. Chuzpe
705. Chuzpe „Chuzpe, selbst gegenüber dem Himmel, ist von Nutzen.“1 Erklärung: Wenn der Mensch empfindet, dass es von seiner Seite Chuzpe ist, darum zu beten, dass der Schöpfer seine Wünsche erfüllt – weil er es nicht verdient, dass der Schöpfer ihm hilft –, dann ist das von Nutzen, und sein …
706. Im Schweiß deines Angesichts
706. Im Schweiß deines Angesichts „Und Gott sprach: ‚Die Erde lasse … Fruchtbäume hervorsprießen, die nach ihrer Art Frucht tragen.‘“ Rashi erklärt zu „Fruchtbaum“, dass der Baum ebenso schmecken sollte wie seine Frucht. Doch die Erde tat dies nicht, sondern: „Und die Erde brachte … Bäume hervor, die Frucht tragen“, …
707. Ein Schatz der Ehrfurcht vor dem Himmel
707. Ein Schatz der Ehrfurcht vor dem Himmel Der Schöpfer hat in Seiner Schatzkammer nichts außer einem Schatz der Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel, wie es heißt: „Die Ehrfurcht vor dem Ewigen ist Sein Schatz.“ Man muss fragen: Ehrfurcht trifft doch auf Ihn nicht zu. Wie kann man dann sagen, …
708. Das Gebet der Gerechten
708. Das Gebet der Gerechten „Der Schöpfer verlangt nach dem Gebet (Tefilla) der Gerechten.“ Ein Gebet gibt es gerade dort, wo ein Mangel besteht, denn wer betet, entdeckt, dass ihm etwas fehlt. Der Mangel ist das Kli (Gefäß), das die Fülle in sich halten kann, damit das, was ihm gegeben …
709. Zum Thema Erziehung
709. Zum Thema Erziehung Bei der Erziehung gibt es zwei Aspekte: 1) den praktischen Teil, 2) den Teil der Absicht. Wenn beispielsweise ein Vater seinen Sohn erzieht und ihm sagt, dass man nicht stehlen darf, hört das Kind etwas, das die Tat betrifft. Danach fragt es nach der Absicht dahinter, …
710. Drei Generationen, drei Linien
710. Drei Generationen, drei Linien Wenn ein Mann, sein Sohn und sein Enkel Tora-Gelehrte sind, wird die Tora niemals mehr von ihnen weichen, wie es heißt: „Sie werden nicht aus deinem Mund weichen“ usw. Doch man muss fragen: Wir sehen, dass drei Generationen lang Tora-Gelehrte da sind; in der vierten …
711. Es stand kein Prophet wie Moses auf
711. Es stand kein Prophet wie Moses auf „Es stand kein Prophet wie Moses auf, wohl aber ein Weiser“ (Ende des Yalkut HaReuveni). Man muss fragen: Ist nicht die gesamte Tora nach Moses benannt? Man kann sagen, dass Moses alle Eigenschaften in sich vereinte. So heißt es an mehreren Stellen, …
712. Der Wille und der Verstand
712. Der Wille und der Verstand Der Wille und der Verstand. Der Wille ist das Wesen, und er herrscht. Ihm stehen viele Diener zur Verfügung: ein Berater, der „Verstand“ genannt wird, und Knechte, die das Gewollte ausführen – Hände und Füße, Augen, Ohren, Nase usw. Obwohl der Verstand einsichtsfähig ist …
713. Wer auf dem Weg geht
713. Wer auf dem Weg geht Rabbi Yehoshua ben Levi sagte: „Wer auf dem Weg geht und keine Begleitung bei sich hat, soll sich mit der Tora beschäftigen, wie es heißt: ‚Denn sie ist ein Kranz der Anmut (Chen).‘.“1 Man muss verstehen, warum jemand, der sich auf den Weg macht, …
714. Tora der Gnade
714. Tora der Gnade Rabbi Elasar sagte: „Was bedeutet der Vers: ‚Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und eine Tora der Gnade ist auf ihrer Zunge‘? Gibt es eine Tora der Gnade und eine Tora, die keine Tora der Gnade ist? Vielmehr ist eine Tora liShma eine Tora der Gnade; …
715. Über die Vorbereitung auf ein Fasten
715. Über die Vorbereitung auf ein Fasten Leid, Freude, Ehrfurcht (Jira) und Liebe sind lediglich Folgen, also Ergebnisse verschiedener Ursachen; sie selbst sind jedoch nicht der Ursprung. Wenn man daher das Ergebnis – also Leid, Freude usw. – ausweiten und vergrößern will, kann man nicht das Leid selbst, die Freude …
716. Über den Hochmut
716. Über den Hochmut „Über jeden, der sich hochmütig verhält, sagt der Schöpfer: ‚Er und Ich können nicht in derselben Wohnstätte wohnen.‘“ Ein Ort des Mangels heißt genau dann so, wenn der Ort des Mangels Wände hat; dann gilt dieser Mangel als Kli (Gefäß). Ein Mangel ohne Wände gilt dagegen …
717. Stimme und Sprache
717. Stimme und Sprache Stimme – das ist eine Empfindung auf der Stufe des Lebendigen, jedoch ohne Einkleidung in den Verstand. Sprache – wenn sich die Empfindung in den Verstand einkleidet. Das nennt man die Stufe des Sprechenden. Es versteht sich von selbst, dass diese Dinge, die als Neuerungen in …
718. Jeder, der um Jerusalem trauert
718. Jeder, der um Jerusalem trauert „Schabbat Chason (Sabbat der Vision)“ ist die Vorbereitung auf den „Schabbat Nachamu (Sabbat des Trostes)“, wie geschrieben steht: „Jeder, der um Jerusalem trauert, wird dessen würdig, den Trost Jerusalems zu sehen.“ „Jeder, der mit der Gemeinschaft Leid trägt, wird dessen würdig, den Trost der …
719. Und Juda trat zu ihm – 2
719. Und Juda trat zu ihm – 2 „Und Juda trat zu ihm und sagte: ‚Bitte, mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort vor den Ohren meines Herrn sprechen, und dein Zorn entbrenne nicht‘“, usw. Rashi erklärt: „Daraus lernst du, dass er hart mit ihm sprach.“ Man muss fragen: Was …
720. Wer den Verstand mehrt, mehrt den Schmerz
720. Wer den Verstand mehrt, mehrt den Schmerz Wir sehen: Solange der Mensch noch klein und nicht erwachsen ist, schöpft er aus jedem einzelnen Ding Leben und Genuss. Alles, was ihm in die Hände fällt, bewegt ihn, und er zieht daraus entweder Gutes – das heißt, er liebt den Gegenstand …
721. Die besondere Kraft von Tora und Mizwot
721. Die besondere Kraft von Tora und Mizwot Die besondere Kraft von Tora und Mizwot besteht darin: Wenn jemand mit dieser Absicht lernt, obwohl sein Herz ihr nicht zustimmt und alles, was er mit dieser Absicht tut, seinem Willen und seinem Herzen völlig widerspricht, wird er dennoch durch dieses erzwungene …
722. Handlung und Gedanke
722. Handlung und Gedanke Es gibt einen Unterschied zwischen Handlung und Gedanke. Denn der Mensch hat keine Macht über den Gedanken; das heißt, er kann einen Gedanken nicht vertreiben, wenn dieser sich in seinem Verstand festgesetzt hat. Anders ist es bei einer Handlung: Er hat die Kraft, sie auszuführen oder …
723. Zum Thema Zimzum
723. Zum Thema Zimzum Der Zimzum (Einschränkung) Alef (erste Einschränkung) heißt persönliche Lenkung, der Zimzum Bet (zweite Einschränkung) hingegen Lenkung nach Lohn und Strafe. Durch das Erheben von MaN leuchtet das Licht von AB aus der Zeit vor Zimzum Bet. Was Malchut betrifft: Es gilt die Regel, dass wir über …
724. Und Balak sah
724. Und Balak sah „Und Balak, der Sohn Zippors, sah“ usw. Man muss verstehen, warum „Moab sich fürchtete“, denn es steht geschrieben: „Bedränge Moab nicht.“ Chatam Sofer erklärt, wie Maimonides in den „Acht Kapiteln“ schreibt: Der Schöpfer stärkte das Herz Ägyptens und ebenso das Herz Sihons, um sich an ihnen …
725. Die Seele eines Menschen wird ihn lehren
725. Die Seele eines Menschen wird ihn lehren „Die Seele eines Menschen wird ihn lehren.“ Die gesamte Tora wird hauptsächlich für die Bedürfnisse der Seele gelehrt, das heißt für diejenigen, die bereits der Stufe Neshama (Seele) würdig geworden sind. Dennoch müssen sie sich nach den Worten der Tora anderer Großer …
726. Wer sich auf den Weg macht
726. Wer sich auf den Weg macht „Wer sich auf den Weg macht“ bedeutet: Zuvor war er zu Hause und daran gewöhnt, sich mit Tora und Mizwot zu befassen; und er hatte den Namen aufgrund der Gewohnheit. Wenn er sich nun auf den Weg macht, schmälert er den Namen gegenüber …
727. Das Wichtigste ist die Umgebung
727. Das Wichtigste ist die Umgebung „Und wähle das Leben.“ Das Wichtigste ist die Umgebung. Der Mensch befindet sich immer in einer Umgebung und wird zwangsläufig von ihr mitgezogen. Wenn er daher in die Gedanken von Abaje und Rava vertieft ist, wird er zwangsläufig von ihnen beeinflusst. Wenn er jedoch …
728. Glaube – 2
728. Glaube – 2 „Rabbi Tarfon sagt: ‚Der Tag ist kurz, die Arbeit ist groß, die Arbeiter sind träge, der Lohn ist groß, und der Geschäftsherr drängt‘.“1 Das bedeutet: Wenn ein Mensch glaubt, dass es einen Geschäftsherrn gibt und dass kein Palast ohne Lenker sein kann, und wenn er vollständig …
729. Diese Welt wird durch den Menschen geheiligt
729. Diese Welt wird durch den Menschen geheiligt Nach dem einfachen Sinn sind alle Dinge dieser Welt körperlicher Natur und zählen zu den Mängeln des Menschen, der Staub von der Erde ist. Wer ein Frommer sein will, kann dies nur, indem er sich so weit wie möglich von den Genüssen …
730. Begehrenswerter als Gold
730. Begehrenswerter als Gold Worte der Tora: 1) Sie sind heilig. 2) Sie sind erhaben. 3) Sie sind süß, wie geschrieben steht: „Begehrenswerter als Gold und viel Feingold und süßer als Honig.“1 Um die drei genannten Ausdrücke zu verstehen, rät der heilige Sohar, so zu lernen, dass das Studium dem …
731. Almosen für den Armen
731. Almosen für den Armen Wochenabschnitt Behar, 5718 [1958], Sunderland Im Wochenabschnitt Behar heißt es: „Wenn dein Bruder verarmt und seine Hand neben dir schwach wird, sollst du ihn stärken.“ Rashi erklärt: Lass ihn nicht so weit absinken und fallen, dass es schwer wird, ihn wieder aufzurichten, sondern stärke ihn …
732. Gegenüber der Vorderseite der Menora
732. Gegenüber der Vorderseite der Menora Wochenabschnitt Beha’alotcha, 5718 [1958] „Der Vorderseite der Menora gegenüber sollen die sieben Lampen leuchten.“ Rashi erklärt: Damit man nicht sagt: „Er braucht ihr Licht.“ Die Gemara fragt1: „Braucht Er etwa ihr Licht? Schließlich gingen die Kinder Israels während der ganzen vierzig Jahre ihrer Wanderung …
733. Zu ihrer Zeit – Ich werde sie beschleunigen
733. Zu ihrer Zeit – Ich werde sie beschleunigen Rabbi Alexandri sagte: Rabbi Yehoshua ben Levi wies auf einen Widerspruch hin. Es steht geschrieben „Zu ihrer Zeit“, und es steht geschrieben „Ich werde sie beschleunigen“: „Ich, der Ewige, werde sie zu ihrer Zeit beschleunigen.“ Sind sie würdig, werde Ich sie …
734. Die westliche Leuchte
734. Die westliche Leuchte Warum zeigt die westliche Lampe, dass die Shechina (göttliche Gegenwart) in Israel weilt? Denn „Abend“ bedeutet Finsternis und ist das Gegenteil des Tages. „Tag“ deutet auf das Sehen hin: Wir sehen, was wir tun. Der Abend dagegen heißt Finsternis, was bedeutet, dass wir nicht sehen, was …
735. Am Tag, als die Stiftshütte errichtet wurde
735. Am Tag, als die Stiftshütte errichtet wurde „Am Tag, als die Stiftshütte errichtet wurde.“ Abaje sagte: Daraus lernen wir, dass der Tempel nachts nicht gebaut wird, denn es heißt: „Am Tag, als die Stiftshütte errichtet wurde“ – tagsüber ist die Zeit dafür, nachts nicht.1 Man muss fragen: Der Bau …
736. Die Verminderung des Mondes
736. Die Verminderung des Mondes Pinchas „Und einen Ziegenbock als Sündopfer für den Ewigen.“ Der Schöpfer sagte: „Bringt Mir Sühne dafür, dass Ich den Mond vermindert habe.“ Dazu ist zu fragen: 1) Wie kann man die Verminderung gewissermaßen als Sünde bezeichnen und sagen, dass der Schöpfer eine Sünde begangen hat? …
737. Trauerrede
737. Trauerrede Unsere Weisen sagten, dass jedem, der um einen rechtschaffenen Menschen weint, all seine Vergehen vergeben werden. „Rabbi Shimon ben Pasi sagte: Rabbi Yehoshua ben Levi sagte im Namen von Bar Kappara: Der Schöpfer zählt jede Träne, die jemand um einen rechtschaffenen Menschen vergießt, und bewahrt sie in Seiner …
738. Salzbund
738. Salzbund 30. Schwat 5719 [8. Februar 1959], bei einem Festmahl anlässlich des Abschlusses der Bindearbeiten am sechsten Teil, Tiberias „Bei all deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.“ Dies bezieht sich auf den Salzbund. Ein Bund steht dem Verstand entgegen. Denn wenn einer vom anderen Gutes annimmt, müssen sie einen …
739. Zwei Arten von Gewändern
739. Zwei Arten von Gewändern Ein äußeres Gewand, das sich am Körper befindet, wird „Kleidung der Chassidim (Frommen)“ genannt. Das äußere Gewand, also der Körper, kleidet die Innerlichkeit des Menschen: Gedanken und Verlangen, die als Mocha (Verstand) und Liba (Herz) gelten. Die erste Kategorie heißt „Äußerlichkeit der Äußerlichkeit“, die zweite …
740. Drei Geschenke
740. Drei Geschenke „Und der Ewige, dein Gott, wird dir den Bund und die Liebesgüte bewahren.“ Es wird gelehrt: Drei gute Geschenke gab der Schöpfer Israel: Barmherzige, Schamhafte und Menschen, die Wohltaten (Chassadim) erweisen, wie geschrieben steht: „Er wird … die Liebesgüte bewahren.“1 Barmherzige, das heißt Menschen, die geben, nach …
741. Um die Geschöpfe zu läutern
741. Um die Geschöpfe zu läutern Es wird erzählt, dass der Frevler Turnus Rufus Rabbi Akiwa fragte: „Wessen Werke sind schöner, die des Schöpfers oder die von Menschen?“ Er antwortete ihm: „Die von Menschen.“ Da fragte er: „Kann denn ein Mensch etwas wie Himmel und Erde erschaffen?“ Rabbi Akiwa erwiderte: …
742. Die Vergeltung des Schöpfers an Midian
742. Die Vergeltung des Schöpfers an Midian „Und der Ewige sprach zu Moses: ‚Übe Vergeltung für die Kinder Israels an den Midianitern …‘ Und Moses sprach zum Volk: ‚… um die Vergeltung des Ewigen an Midian zu vollziehen.‘“ Die bekannte Frage lautet: Warum änderte unser Lehrer Moses, Friede sei mit …
743. Die Reisen der Kinder Israels
743. Die Reisen der Kinder Israels „Dies sind die Reisen der Kinder Israels, die aus dem Land Ägypten nach ihren Heerscharen unter der Führung von Moses und Aaron auszogen. Und Moses schrieb die Orte ihrer Auszüge nach ihren Reisen auf Geheiß des Ewigen auf; und dies sind ihre Reisen nach …
744. Abrahams Perlen
744. Abrahams Perlen Unsere Weisen sagten: „Eine Perle hing an Abrahams Hals, und jeder Kranke, der sie sah, wurde sofort geheilt.“ Man kann erklären, dass ein „Kranker“ jemand ist, der Kopfschmerzen hat. Jeder dachte, dass man gerade durch Wissen zur Vollkommenheit gelangen kann, also dadurch, dass man auf alles eine …
745. Als der Schöpfer kam
745. Als der Schöpfer kam Im Midrash Rabba1 heißt es: „Eine andere Auslegung: ‚Warum sagt Mein Volk: Wir herrschen; wir kommen nicht mehr zu Dir‘?2 Was bedeutet ‚wir herrschen‘ (radnu)? Es heißt: ‚Denn er herrschte über das ganze Gebiet jenseits des Stromes‘.“3 Sie sagten zu Ihm: „Du hast uns den …
746. Über das Neugeborene
746. Über das Neugeborene Wenn das Neugeborene auf die Welt kommt, muss es zwei Kräfte erwerben: 1) die Kraft des Verlangens zu empfangen, 2) die Kraft des Verlangens zu geben. Dazu ist uns aufgetragen, beim Neugeborenen zwei Abtrennungen vorzunehmen: 1) Die Verbindung zwischen dem Nabel des Säuglings und der Mutter …
747. In der Hitze des Tages
747. In der Hitze des Tages „In der Hitze des Tages.“ Unsere Weisen sagten: „Der Schöpfer holte die Sonne aus ihrer Hülle hervor, um ihm die Mühe mit Gästen zu ersparen.“1 Das bedeutet, wie oben erläutert: Nach seiner Beschneidung wurde er dessen gewürdigt, dass Sich der Schöpfer ihm offenbarte. Dies …
748. Die Ursache erneuern
748. Die Ursache erneuern „Bei jeder Frau, mit der weder er noch andere eine Eheschließung (Kidushin) vollziehen können, ist das Kind wie sie. Um wen handelt es sich? Um das Kind einer Sklavin oder einer Nichtjüdin. Woher wissen wir dies bei einer kanaanitischen Sklavin? Rav Huna sagte: Die Schrift sagt: …
749. Das Gebot seines Herrn
749. Das Gebot seines Herrn „Was ist das Joch des Königtums des Himmels? Es gleicht einem Ochsen, dem man zuerst ein Joch auferlegt, um aus ihm Gutes für die Welt hervorzubringen … Wenn er dieses Joch nicht zuerst auf sich nimmt, kann er nicht arbeiten.“1 Man kann sagen: Bevor der …
750. Wie ehrfurchtgebietend ist dieser Ort
750. Wie ehrfurchtgebietend ist dieser Ort „Wie ehrfurchtgebietend ist dieser Ort! Das ist nichts anderes als das Haus Gottes.“ Wenn ein Mensch unter die Herrschaft der Heiligkeit (Kedusha) treten will, muss er Ehrfurcht (Jira) annehmen, denn ohne Ehrfurcht gibt es keine Weisheit. Das bedeutet: Wenn die Weisheit ihn nicht zur …
751. Jeder, der Ehrfurcht vor dem Himmel besitzt – 2
751. Jeder, der Ehrfurcht vor dem Himmel besitzt – 2 „Jeder, der Ehrfurcht vor dem Himmel besitzt.“ Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel zu erlangen, folgt dem Prinzip: „Um Ihn herum stürmt es gewaltig.“ Was ist Ehrfurcht vor dem Himmel? Sie ist eine Form des Glaubens, damit der Mensch nicht sündigt, …
752. Bevor ich beschnitten wurde – 2
752. Bevor ich beschnitten wurde – 2 „Und er lief ihnen entgegen.“ Im Midrash heißt es: Abraham sagte: „Bevor ich beschnitten wurde, kamen Vorübergehende und Zurückkehrende zu mir. Soll das heißen, seit ich beschnitten bin, kommen sie nicht mehr zu mir?“ Der Schöpfer sagte ihm: „Bevor du beschnitten wurdest, kamen …
753. Zum Bösen Trieb (Jezer haRa)
753. Zum Bösen Trieb (Jezer haRa) In den Büchern wird angeführt, dass sogar der Böse Trieb selbst damit zufrieden ist, dass man ihn besiegt. Im heiligen Sohar wird dazu ein Gleichnis vom Sohn eines Königs usw. angeführt. Es ist folgendermaßen zu erklären: Bekanntlich wird der Böse Trieb als „Verlangen zu …
754. Der Einwand der Engel
754. Der Einwand der Engel Es ist zu erklären, was die Engel meinten, als sie sagten: „Lege Deine Herrlichkeit über die Himmel.“ Doch auf den ersten Blick stellt sich die Frage: Ist die Tora etwa etwas Körperliches, sodass sie, wenn man sie unten gibt, nicht zugleich auch oben sein kann? …
755. Genießen, um zu geben
755. Genießen, um zu geben Warum ist es erlaubt zu genießen, wenn der Mensch den Genuss empfängt, um zu geben? Weshalb gibt er überhaupt? Weil es ihm Genuss bereitet. Somit genießt er bereits das Geben; denn wenn es ihm keinen Genuss bereiten würde, könnte er nicht geben. Selbst wenn wir …
756. Mangel am Licht
756. Mangel am Licht Ein Mangel, das heißt ein Mangel am Licht – doch das Licht leuchtete. Nach dem Zimzum (Einschränkung) war es anders: Durch das Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) entstand ein Mangel am Licht. Dennoch erfolgte der Zimzum um der Ausschmückung willen. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
757. Der Aspekt der Mühe
757. Der Aspekt der Mühe Im Sohar, WaYechi, heißt es: „Er erblickte kein Unrecht in Jakob und sah keine Mühe in Israel.“ Das bedeutet: Bei Jakob gibt es jedenfalls den Aspekt der Mühe, bei Israel hingegen nicht einmal diesen. Ein Ort, an dem kein Unrecht vorhanden ist, weil man sich …
758. Das Maß der Überwindung
758. Das Maß der Überwindung „Der Böse Trieb des Menschen überwältigt ihn jeden Tag. Würde der Schöpfer ihm nicht helfen, könnte er ihm nicht standhalten.“ Das bedeutet: Die Hilfe, die der Mensch verlangt, besteht einzig darin, dass der Schöpfer ihm hilft, und nicht irgendeine andere Kraft. Das heißt, dass er …
759. Der Mensch als Ganzes
759. Der Mensch als Ganzes Der Mensch als Ganzes besteht aus zwei Aspekten: 1) seinem eigenen Dasein, 2) dem Erhalt des Daseins. Der Erhalt des Daseins gliedert sich in drei Aspekte: 1) Das Notwendige, ohne das sein Dasein nicht fortbestehen könnte. Dafür genügt es, einmal am Tag eine kleine Scheibe …
760. Der Stoff der Seele
760. Der Stoff der Seele Über die Seele heißt es, sie sei „ein Teil des Göttlichen von oben“, und die Kabbalisten vergleichen sie mit einem Stein, der aus einem Berg gehauen wurde. Da stellt sich die Frage: Wie kann man sagen, sie bestehe aus demselben Stoff wie der Berg, also …
761. Zwei Unterscheidungen in den Kelim [Gefäße]
761. Zwei Unterscheidungen in den Kelim [Gefäße] In den Kelim (Gefäße) gibt es zwei Unterscheidungen: den Teil, in dem sie empfangen, und den Teil, in dem sie geben. Das Kli (Gefäß) von Bina beispielsweise enthält einen kleinen Anteil des Empfangens. Dieser genügt jedoch, damit es sich selbst korrigiert und eine …
762. Stufen der Awiut
762. Stufen der Awiut Was unterscheidet die Awiut von Shoresh (Wurzel), die „Salik beRe’uta“ (Aufstieg im Verlangen) genannt wird, von der Awiut von Bchina Alef (erste Phase), die „Histaklut Dak“ (feine Betrachtung) genannt wird? In die Awiut von Shoresh kleidet sich das Licht Nefesh ein, während man durch Histaklut Dak …
763. Das umgekehrte Verhältnis zwischen Lichtern und Gefäßen
763. Das umgekehrte Verhältnis zwischen Lichtern und Gefäßen Zur Erläuterung einer Aussage, die an mehreren Stellen erklärt wird: Jeder, der empfängt, empfängt zunächst in der Sefira Keter nur die Stufe Nefesh. Wenn er das Gefäß von Chochma korrigiert, wird er im Gefäß von Keter der Stufe Ruach (Geist) würdig, und …
764. Daat der Heiligkeit
764. Daat der Heiligkeit Unsere Weisen sagten: Über „Ich bin der Ewige“ legte Rabbah aus: Was bedeutet der Vers „Alle Könige der Erde werden Dir danken, Ewiger, denn wir haben die Aussprüche Deines Mundes gehört“?1 Es heißt nicht „den Ausspruch Deines Mundes“, sondern „die Aussprüche Deines Mundes“. Als der Schöpfer …
765. Wer die Tora in Armut lernt
765. Wer die Tora in Armut lernt „Wer die Tora in Armut lernt, wird sie schließlich in Reichtum erfüllen.“ Unsere Weisen sagten: „Arm ist nur, wer arm an Verstand ist.“1 Gerade dadurch, dass ein Mensch lernt und erkennt, dass er nichts versteht, und sich mit jedem weiteren Lernen immer geringer …
766. Die Fähigkeit zu empfangen
766. Die Fähigkeit zu empfangen Die Fähigkeit, den Zustand des Empfangens, um zu geben, aufrechtzuerhalten, beruht darauf, dass er blind ist; das heißt, sein Leuchten steigt nicht nach unten hinab. Vielmehr befindet sich der Mensch gerade dann, wenn er in einem Aufstieg ist, in der Nähe des Lichts von Chochma. …
767. Du sollst heilige Gewänder anfertigen
767. Du sollst heilige Gewänder anfertigen „Du sollst heilige Gewänder für deinen Bruder Aaron anfertigen, zur Ehre und zur Zierde“, „Deine Kleider seien jederzeit weiß, und auf deinem Haupt fehle kein Öl“.1 In unmittelbarem Anschluss wird die Mizwa der Priestergewänder genannt. Man erklärt, dass „Öl“ auf den Verstand im Kopf …
768. Das Saugen der Klipot [Schalen]
768. Das Saugen der Klipot [Schalen] Es entsteht ein Saugen der Klipot (Schalen), die aus einem feinen Leuchten stammen. Vermischung bedeutet, dass es keinen Unterschied gibt zwischen „dem, der Ihm dient“, und „dem, der Ihm nicht dient“. „Ein Gerechter wankt vor einem Frevler“ bedeutet: Solange man das fünfzigste Tor noch …
769. Die Zusammensetzung des Körpers
769. Die Zusammensetzung des Körpers Die Natur des Menschen richtet sich nach der Zusammensetzung des Körpers. Wie im heiligen Sohar geschrieben steht, gibt es vier Grundelemente, die ARMA genannt werden: Feuer, Luft, Wasser und Erde. Dies hat nichts mit dem Bösen Trieb (Jezer haRa) zu tun. Bekanntlich lässt sich die …
770. Der Unterschied zwischen Neshama (Seele) und Körper
770. Der Unterschied zwischen Neshama (Seele) und Körper Als „Neshama“ gilt der Zustand, in dem der Mensch empfängt, um zu geben. Als „Körper“ gilt der Zustand, in dem er nur für sich selbst empfängt. Der Aspekt der Neshama, bei dem er empfängt, um zu geben, bezieht sich auf den erlangenden …
771. Über das Gehen
771. Über das Gehen Bekanntlich wird ein Mensch, solange er lebt, als „gehend“ bezeichnet, denn durch seine Beschäftigung mit Tora und Mizwot schreitet er täglich von Stufe zu Stufe. Nach seinem Tod dagegen wird er als „stehend“ bezeichnet, denn „die Toten sind frei“ usw. Jakob jedoch gilt auch nach seinem …
772. Das Schreiben einer Tora-Rolle
772. Das Schreiben einer Tora-Rolle Rava sagte: „Obwohl ihm seine Väter eine Tora-Rolle hinterlassen haben, ist es eine Mizwa, eine eigene zu schreiben, wie es heißt: ‚Und nun schreibt euch dieses Lied auf.‘“ Man muss fragen: Wenn er von seinen Vätern bereits eine Tora-Rolle besitzt, warum muss er dann eine …
773. Unterschied zwischen Tora und ethischer Lehre
773. Unterschied zwischen Tora und ethischer Lehre Der Unterschied zwischen der Tora und der ethischen Lehre: Die ethische Lehre heißt „Korrektur der Schöpfung“ (Tikkun haBeria), nämlich die Vorbereitung der Kelim (Gefäße). Die Tora, verstanden als die Namen des Schöpfers, ist das Schöpfungsziel (Mattarat haBeria). Mit „Seinen Namen“ sind Namen der …
774. Es ist gut, dem Ewigen zu danken
774. Es ist gut, dem Ewigen zu danken Kfar Gideon, 4. Kislew 5725 [9. November 1964] „Ein Psalm, ein Lied1 … Es ist gut, dem Ewigen zu danken.“ Man muss fragen: Ist es denn gerade am Schabbat (Sabbat) gut zu danken? Vielmehr sind die sechs Werktage der Ort der Arbeit; …
775. Gedanken des anderen Volkes und Israels
775. Gedanken des anderen Volkes und Israels Als „Israel“ wird bezeichnet, wer sich mit den Mizwot befasst. „Anderes Volk“ bezeichnet den Götzendienst, also das Böse in ihm. Ein böser Gedanke Israels bedeutet, dass er sich mit Tora und Mizwot nicht um des Himmels willen befasst. Ein guter Gedanke Israels bedeutet, …
776. Das Unbelebte der Heiligkeit
776. Das Unbelebte der Heiligkeit Rosh HaShana (jüdisches Neujahrsfest) 5719 [16. September 1958] Es gibt eine unbelebte Stufe der Heiligkeit (Kedusha) und eine pflanzliche Stufe usw. Als „unbelebt“ gelten all jene Dinge, die man durch Erziehung übernimmt. „Pflanzlich“ heißt, dass der Mensch Dinge auf sich nimmt, die er seit der …
777. Gebet über das Exil der Shechina
777. Gebet über das Exil der Shechina Was ist die Bedeutung des Gebets, das man über das Exil der Shechina beten muss? Die Erklärung: Die Sitra Achra (die andere Seite), also die Eigenschaft des Wissens und Empfangens, herrscht über die heilige Shechina (göttliche Gegenwart), die als Eigenschaft des Gebens und …
778. Genuss annulliert den Verstand
778. Genuss annulliert den Verstand Der Genuss annulliert den Verstand und lässt den Menschen nicht über das Ziel des Lebens nachdenken, ganz gleich, ob er Genuss aus Spiritualität oder aus Körperlichkeit empfindet. Wenn ein Mensch daher prüfen will, ob er auf dem Weg der Wahrheit geht, darf er nicht über …
779. Und Er wird die Frucht deines Leibes segnen
779. Und Er wird die Frucht deines Leibes segnen „Und Er wird die Frucht deines Leibes segnen.“ Wir haben gelernt: Rabbi Natan sagt: „Woher wissen wir, dass die Leibesfrucht einer Frau nur durch die Leibesfrucht eines Mannes gesegnet wird? Denn es heißt: ‚Und Er wird die Frucht deines Leibes segnen.‘ …
780. Und ihr, schreibt
780. Und ihr, schreibt „Und ihr, schreibt über die Juden, wie es euch gut erscheint … denn eine Schrift, die im Namen des Königs geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt ist, kann nicht widerrufen werden.“ Mein Vater und Lehrer sagte, dass im Gesetzesschreiben stand, alle Juden zu vernichten …
781. Der Weg des Baal Shem Tov
781. Der Weg des Baal Shem Tov Beit Chilkija, 19. Kislew 5723 [16. Dezember 1962] Der Weg des Baal Shem Tov bestand darin, dass er eine Lehrklasse einrichtete, in der er künftige chassidische Lehrer ausbildete; jeder, der diese Lehrklasse abschloss, erhielt den Titel Rabbi. Die Bezeichnung „Rabbi“ bedeutet „Lehrer“; wer …
782. Wie mächtig ist Dein Name
782. Wie mächtig ist Dein Name 18. Tammus 5725 [18. Juli 1965], Antwerpen „Wie mächtig ist Dein Name … über den Himmeln“, denn all diese Heerscharen der Engel danken für diese Handlung und preisen sie: Auf Erden wurde offenbart, was ihnen nicht offenbart wurde.1 Das heißt: Zunächst muss der Mensch …
783. Das Lösegeld für seine Seele
783. Das Lösegeld für seine Seele Tissa 5725 [Februar 1965] Das Lösegeld für seine Seele beträgt einen halben Schekel. Warum nicht einen ganzen Schekel? Was bedeuten „Hälfte“, „Schekel“, „reich“ und „arm“? „Sie werden in Erinnerung gerufen und begangen“, denn Israel war in jener Generation zur Vernichtung verurteilt worden. Die Gemara …
784. Zum Thema Schabbat
784. Zum Thema Schabbat Schabbat wird Shin-Bat genannt.1 Das Wort Bat [Tochter] bezeichnet die weibliche Eigenschaft, also die Eigenschaft des Empfangenden. Denn wenn der höhere Genuss offenbart wird und man ihn empfängt, wird dies als weibliche Eigenschaft bezeichnet und „Tochter“ genannt. Darum sagt der heilige Sohar: Wenn die drei Urväter …
785. Gesetz und Gericht – 2
785. Gesetz und Gericht – 2 „Wenn ihr in Meinen Satzungen wandelt und Meine Rechtsbestimmungen bewahrt.“ Es wird gefragt: Was bedeutet diese Wiederholung? Bekanntlich gibt es Gesetz und Gericht; sie werden als Glaube und Tora bezeichnet. „Wenn ihr in Meinen Satzungen wandelt“ bedeutet: Wenn ihr das Gesetz auf euch nehmt, …
786. Der Ewige kam vom Sinai
786. Der Ewige kam vom Sinai „Der Ewige kam vom Sinai und leuchtete ihnen von Seir.“ Das bedeutet: Weil die Söhne Seirs sagten, dass sie die Tora nicht empfangen wollen, leuchtete Er Israel und fügte ihnen Licht und große Liebe hinzu. „Er erschien vom Berg Paran.“ Weil die Söhne Parans …
787. ABYA im Sinne der spirituellen Arbeit
787. ABYA im Sinne der spirituellen Arbeit 18. Elul 5722 [17. September 1962], London In Bezug auf die spirituelle Arbeit gibt es vier Unterscheidungen. Die Ordnung lautet: „Von lo liShma gelangt man zu liShma.“ Außerdem gibt es eine Ordnung von Innerlichkeit und Äußerlichkeit. Innerlichkeit und Äußerlichkeit unterteilen sich ebenfalls jeweils …
788. Er richtet den Armen aus dem Staub auf – 1
788. Er richtet den Armen aus dem Staub auf – 1 „Er richtet den Armen aus dem Staub auf; aus dem Schmutz erhebt Er den Bedürftigen.“ Man muss fragen: 1) Was ist Staub? 2) Was bedeutet „arm“? 3) Was ist Schmutz? 4) Was bedeutet „bedürftig“? Staub. Dies steht im inneren …
789. Von hier an aufwärts gilt es nicht als Kli (Gefäß)
789. Von hier an aufwärts gilt es nicht als Kli (Gefäß) Das Wesen des Kli ist Awiut (Grobheit), also das Verlangen zu empfangen (Razon lekabel). Auf ihr ruht die Kraft des Gerichts, denn mit dieser Absicht darf man nicht empfangen. Für sie gibt es eine Korrektur, die Massach (Schirm) genannt …
790. Hüte, was über deine Lippen kommt
790. Hüte, was über deine Lippen kommt „Hüte, was über deine Lippen kommt.“ „‚Gedenke‘ und ‚hüte‘ wurden in einem einzigen Ausspruch gesagt.“ Die Lippen stehen für Malchut; dabei geht es darum, das Joch des Königtums des Himmels auf sich zu nehmen. Dies muss besonders gehütet werden, denn beim Aufsichnehmen eines …
791. Fordere und empfange Lohn
791. Fordere und empfange Lohn Zum Thema „Fordere und empfange Lohn“: Es gibt Dinge, die der Mensch erreichen und erlangen kann. Deshalb muss er lernen, wie er sich verhalten und die erforderliche Vorbereitung treffen muss, um sie zu erlangen. Das sind Dinge, die durch ein Erwachen von unten (Itaruta deLetata) …
792. Der widerspenstige und aufsässige Sohn
792. Der widerspenstige und aufsässige Sohn „Einen widerspenstigen und aufsässigen Sohn hat es nie gegeben und wird es nie geben; vielmehr: Lege die Stelle aus und empfange Lohn.“1 Man muss fragen: Bekanntlich wird die Tora als „die Namen des Schöpfers“ bezeichnet. Das bedeutet, dass alle Handlungen der Mizwot auf der …
793. Schreibe sie auf die Tafel deines Herzens
793. Schreibe sie auf die Tafel deines Herzens Rava sagte: „Auch wenn seine Väter ihm eine Tora-Rolle hinterlassen haben, ist es eine Mizwa (Gebot), eine eigene zu schreiben, wie gesagt wurde: ‚Und nun schreibt euch dieses Lied auf‘.“1 Und tatsächlich muss man fragen: Wenn seine Väter ihm eine Tora-Rolle hinterlassen …
794. Ort der Erlangung
794. Ort der Erlangung Bei GaR gibt es keine Erlangung; unsere gesamte Erlangung liegt in WaK. Man kann es so erklären: GaR bezeichnet Mocha (Verstand). Dort darf nur der Glaube herrschen, und man muss glauben, dass dies Sein Wille war. WaK bezeichnet Liba (Herz), also die innere Regung im Herzen. …
795. Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters – 2
795. Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters – 2 Nach dem Ausgang des heiligen Schabbat, Pinchas „Pinchas, der Sohn Eleasars“ usw. Rabbi Elasar eröffnete und sagte: „Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters“ – das ist der Schöpfer. „Und verlass die Lehre deiner Mutter nicht“ – das …
796. Der wahre Zustand
796. Der wahre Zustand „Und es geschah an jenem Tag, da kam er ins Haus, um seine Arbeit zu verrichten, und niemand von den Angehörigen des Hauses war dort im Haus.“ „Und es geschah an jenem Tag“ – an dem Tag, an dem der Böse Trieb (Jezer haRa) in der …
797. Der Aspekt des Geschenks
797. Der Aspekt des Geschenks Rava sah, dass Rav Hamnuna sein Gebet (Tefilla) lange ausdehnte. Er sagte: „Man lässt das ewige Leben beiseite und beschäftigt sich mit dem zeitweiligen Leben.“ Rashi erklärte: „Das ewige Leben ist die Tora, das zeitweilige Leben dient der Heilung, dem Frieden und dem Lebensunterhalt.“1 Man …
798. Der Vorzug des Kleinen
798. Der Vorzug des Kleinen Unterricht zu Rosh Chodesh Menachem Aw 5710 [15. Juli 1950], Tel Aviv „Der dich mit Gutem sättigt“ (adjech). Das bedeutet: Der Schöpfer gibt dem Menschen so viel Fülle, bis dieser von der Güte des Schöpfers gesättigt ist. Dann wird der Mensch zum „Zeugen“ (ed) für …
799. Die Geburt des Mondes
799. Die Geburt des Mondes Die Geburt des Mondes. Moses hatte damit Schwierigkeiten. Der Mond wird Malchut genannt, und dies heißt „Erneuerung des Mondes“. Denn das Joch des Königtums des Himmels muss man jeden Tag neu auf sich nehmen; die Annahme von gestern genügt nicht. Der ARI sagt, dass man …
800. Ein zerbrochenes Herz – 2
800. Ein zerbrochenes Herz – 2 „Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst Du, Gott, nicht verachten.“ Wenn die Arbeit auf der Grundlage „über dem Verstand“ aufgebaut ist, ist der Mensch immer auf die Gnade des Schöpfers angewiesen, damit Er ihn aufrechterhält, denn etwas anderes hat er nicht. Das gilt gerade …
801. Die Klipa [Schale] Ismaels
801. Die Klipa [Schale] Ismaels „Aus vollkommenen Steinen sollst du den Altar des Ewigen, deines Gottes, bauen.“ Das hebräische Wort Even („Stein“) ist mit Havana („Verstehen“) verwandt; das bedeutet, dass er verstehen will. Auch in dieser Zeit besitzt er Vollkommenheit, nämlich wenn er alles im Glauben annimmt. Dann gilt: „Und …
802. Wenn ein Mensch von euch ein Opfer darbringt – 2
802. Wenn ein Mensch von euch ein Opfer darbringt – 2 „Wenn ein Mensch von euch ein Opfer darbringt.“ Es geht ausdrücklich um „Mensch“ und ausdrücklich um „von euch“. „Mensch“: „Ihr werdet Mensch genannt.“1 „Einen Menschen unter tausend habe ich gefunden.“ „Tausend betreten den Raum, und einer geht hinaus, um …
803. Die Reihenfolge der Weitergabe der Weisheit
803. Die Reihenfolge der Weitergabe der Weisheit Für jemanden, der sich nach dieser Weisheit sehnt, ist der erfolgreichste Weg, einen weisen, echten Kabbalisten zu suchen und ihm in allem zu gehorchen, was er ihm auferlegt, bis er würdig wird, die Weisheit aus eigenem Verstand zu verstehen. Das ist der erste …
804. Er richtet den Armen aus dem Staub auf – 2
804. Er richtet den Armen aus dem Staub auf – 2 „Er richtet den Armen aus dem Staub auf, aus dem Schmutz erhebt Er den Bedürftigen.“ „Staub“ bedeutet, dass er sich nicht aus eigener Kraft bewegen kann, sondern von allen zertreten wird. Jeder, der sein Haus bauen will, baut darauf, …
805. Zum Thema Freude
805. Zum Thema Freude Freude ist ein Zeugnis. Wenn ein Mensch sich im Glauben stärkt, glaubt er daran, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut und dass niemand über Ihm steht. Obwohl es in seiner gegenwärtigen Lage nichts gibt, worüber er sich freuen könnte, also keinen Grund, glücklich zu …
806. Esaus Kopf ist heilig
806. Esaus Kopf ist heilig Als Jakob zu Isaak ging, um die Segnungen zu empfangen, warum sagte er ihm nicht, dass die Segnungen ihm zustehen, weil er das Erstgeburtsrecht gekauft hatte? Rashi erklärt Esaus Worte „Er hat mich nun zweimal überlistet“ so, dass Jakob ihm das Erstgeburtsrecht durch Täuschung genommen …
807. Feuer wird als Dinim bezeichnet
807. Feuer wird als Dinim bezeichnet Feuer wird als Dinim (Urteile) bezeichnet, die dem Feuer gleichen. Werden sie am Ort der Korrektur eingesetzt, sichern sie den Fortbestand der gesamten Wirklichkeit. Werden sie dagegen nicht am Ort der Korrektur eingesetzt, bringen sie Zerstörung über die Welt.1 korrEY, Buchfassung, 25.09.2026 Sohar, WaYakhel, …
808. Vollkommenheit und Mangel – 2
808. Vollkommenheit und Mangel – 2 Im Materiellen gibt es keine Vollkommenheit, sondern immer einen Mangel. Im Spirituellen gibt es Vollkommenheit und keinen Mangel. Der Mensch wurde mit der Eigenschaft des Mangels erschaffen. Das bedeutet: Von der Seite seiner Materie, die „Schöpfung“ genannt wird, besteht er nur darin, dass in …
809. Vollkommenheit im Leben
809. Vollkommenheit im Leben „Kein Mensch stirbt und hat dabei auch nur die Hälfte dessen erlangt, wonach er verlangt.“ „Wer hundert hat, will zweihundert.“ Es stellt sich die Frage: Wie ist es im Spirituellen? Gibt es auch dort keine Vollkommenheit im Leben, sondern lebt man immer mit einem Mangel? Der …
810. Wer Ehrfurcht vor Mir hat
810. Wer Ehrfurcht vor Mir hat „Eure Häupter, eure Stämme“: Obwohl Ich euch Häupter, Älteste und Aufseher eingesetzt habe, seid ihr alle vor Mir gleich, wie es heißt: „und jeder Mann Israels.“1 Man muss fragen: Was ist daran bemerkenswert, dass vor dem Schöpfer alle gleich sind? Vor dem Schöpfer gibt …
811. Zum eigenen Ursprung zurückkehren
811. Zum eigenen Ursprung zurückkehren „Ich und er können nicht an ein und demselben Ort wohnen.“ Denn Umkehr (Teshuwa) bedeutet, zum eigenen Ursprung zurückzukehren und sich Ihm gegenüber zu annullieren. Wenn ein Mensch immer daran denkt, dass sich die Ehre des Himmels mehren soll, während er selbst sich vor der …
812. Weiche vom Bösen und tue Gutes – 3
812. Weiche vom Bösen und tue Gutes – 3 Die Arbeit des Menschen beginnt mit „Tue Gutes“. Dann kann er „Weiche vom Bösen“ erfüllen. Denn aufgrund seiner Erziehung kann er das Böse noch nicht als böse erkennen. Vielmehr sehnt er sich danach, die Begierden seines Herzens zu stillen, weil es …
813. Über das Verlangen zu geben – 2
813. Über das Verlangen zu geben – 2 Alle fragen: Wenn es heißt, dass Sein Wille darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, und die Geschöpfe Sein Gutes empfangen, dann wird Sein Wille erfüllt. Das heißt, Er empfängt Genuss davon, dass Er gibt. Nun gilt jedoch die Regel, dass der …
814. Zeiten in der Arbeit
814. Zeiten in der Arbeit Es ist erklärt worden, dass es auf jeder Stufe die Aspekte Rosh (Kopf) und Guf (Körper) gibt; sie gelten als Potenzial und Verwirklichung. Der Rosh gilt dem Guf gegenüber als Ausströmender und Ejn Sof (die Unendlichkeit), denn der Rosh wird als „von unten nach oben“ …
815. Komm
815. Komm „Komm zum Pharao, denn Ich habe sein Herz und das Herz seiner Diener verhärtet, um diese Meine Zeichen in seiner Mitte zu setzen.“ Die Kommentatoren fragten zu den Worten „denn Ich habe verhärtet“: Wenn der Schöpfer ihm die Verhärtung des Herzens auferlegt, ihm also die Kraft der Wahl …
816. Sie bestätigten und nahmen an
816. Sie bestätigten und nahmen an Die Söhne Seirs und die Söhne Parans nahmen die Tora nicht an. Der Rat „Wir werden tun und wir werden hören“ bedeutet, dass der Mensch durch das Tun zum Hören gelangt, das heißt, dass der Körper zustimmt. Der Zwang erfolgte dabei durch den Genuss, …
817. Über die Arme
817. Über die Arme Über die Arme. Nach der Erklärung meines Vaters und Lehrers heißt sie so, weil alle für sie arbeiten, sie selbst aber nicht arbeitet: Für sie ist Arbeit verboten, und sie wird nur von anderen ernährt.1 Nach dem oben Gesagten lässt sich erklären, dass die Nahrung jeder …
818. Wohl denen, die das Recht wahren
818. Wohl denen, die das Recht wahren „Wohl denen, die das Recht wahren und zu jeder Zeit Gerechtigkeit (Zedaka) üben.“ Gerechtigkeit ist, wie geschrieben steht: „Und er glaubte an den Ewigen, und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.“ Denn der Glaube heißt „Almosen für den Armen“. Diese Arbeit muss …
819. Das Ausleihen von Gefäßen
819. Das Ausleihen von Gefäßen Warum erschrak Isaak? Er sagte: „Welche Sünde habe ich begangen, dass ich den Jüngeren vor dem Älteren gesegnet und die Reihenfolge der Verwandtschaft verändert habe?“ Esau begann zu schreien: „Er hat mich nun zweimal überlistet.“ Sein Vater sagte zu ihm: „Was hat er dir getan?“ …
820. Das Konzept (die Unterscheidung) von „in allem“ (B’Chol)
820. Das Konzept (die Unterscheidung) von „in allem“ (B’Chol) Auslegung zum Wochenabschnitt Chaje Sara, Haus der Versammlung Beit David, Manchester „Und Abraham war alt und hochbetagt, und der Ewige hatte Abraham in allem gesegnet. Und Abraham sprach zu seinem Knecht …“ Es stellt sich die bekannte Frage: In welchem Zusammenhang …
821. Wir werden tun und hören – 2
821. Wir werden tun und hören – 2 Im Vers „Und der Mann Moses war sehr demütig“ geht es um Demut, also um Niedrigkeit: Der Mensch annulliert sich vor einem anderen. Dies ist nicht nur eine äußere, sondern auch eine innere Annullierung. Äußerlichkeit heißt das, was sich nach außen zeigt …
822. Eine Magd, die ihre Herrin beerbt
822. Eine Magd, die ihre Herrin beerbt „Eine Magd, die ihre Herrin beerbt.“ Die Körperlichkeit wird Magd genannt und muss der Spiritualität dienen, die Herrin genannt wird. Es gibt Menschen, die sich mit Körperlichem beschäftigen, damit sie Kraft haben, sich mit Tora und Mizwot zu befassen. Andere beschäftigen sich mit …
823. Der Name Shadai
823. Der Name Shadai Das Prinzip der Schöpfung wird im Sohar so erklärt: „Die Welt wurde mit dem Bet erschaffen“, nicht mit den übrigen Buchstaben. Das bedeutet: Er erschuf die Welt mit dem Bet, weil das Bet über die Welt herrschen und seine Kraft in ihr wirken sollte. Ebenso war …
824. Innerlichkeit und Äußerlichkeit
824. Innerlichkeit und Äußerlichkeit Demut bedeutet, dass man sich in jeder Hinsicht annulliert: sowohl im Handeln vor dem anderen als auch im Verstand. Das heißt, man muss auch den eigenen Verstand vor dem Freund annullieren. Es gibt Innerlichkeit und Äußerlichkeit, die als das Sichtbare und das Verborgene sowie als Handlung …
825. Wahl
825. Wahl „Rabbi Jizchak sagte: ‚Wenn Schlangen und Skorpione darin waren, warum steht über Ruben geschrieben: „Um ihn aus ihrer Hand zu retten und ihn zu seinem Vater zurückzubringen“? Fürchtete Ruben denn nicht, dass jene Schlangen und Skorpione ihm schaden würden? … Vielmehr sah Ruben, dass die Gefahr in der …
826. Ein Beauftragter für die Beschneidung
826. Ein Beauftragter für die Beschneidung Auch die Mizwa, dass er beschnitten werden muss, kann durch einen Beauftragten erfüllt werden; das heißt, der Vater muss seinen Sohn beschneiden. Daher stellt sich die Frage: Gilt diese Mizwa der Beschneidung für den Vater oder für den Sohn selbst? So war es bei …
827. Die Göttlichkeit schuf die Verhüllung
827. Die Göttlichkeit schuf die Verhüllung Man muss zu dem Vers fragen, in dem es heißt: „Die ganze Erde ist erfüllt von Seiner Herrlichkeit.“ Ebenso steht im heiligen Sohar: „Es gibt keinen Ort, der von Dir frei wäre.“ Was bedeutet das? Schließlich gab es den Zimzum (Einschränkung), wo das Licht …
828. Erbteil
828. Erbteil „Und Er erwählte David, Seinen Knecht, und nahm ihn von den Schafhürden.“1 „Von den Schafhürden“ (mi-michlaot) leitet sich von „Speise“ (maachal) ab. „Schafe“ (zon) heißen „Ausgänge“ (yeziot). Das bedeutet: Er nahm David, damit er König wurde, weil seine Nahrung aus vielen Abstiegen kam, die „Ausgänge“ genannt werden. „Hinter …
829. Grundlage für das Studium des offenbarten Teils der Tora
829. Grundlage für das Studium des offenbarten Teils der Tora In unserer Generation ist bereits allgemein anerkannt, dass das Studium des offenbarten Teils der Tora verpflichtend ist und man den Talmud sowie die frühen und späteren Gesetzesentscheider gründlich beherrschen und scharfsinnig verstehen muss. Dafür lohnt es sich, alle Tage seines …
830. Die Notwendigkeit der Völker
830. Die Notwendigkeit der Völker „Sage nicht in deinem Herzen …: ‚Wegen meiner Gerechtigkeit (Zedaka) …, dieses Land in Besitz zu nehmen‘; vielmehr wegen der Bosheit der Völker vertreibt der Ewige sie … Nicht wegen deiner Gerechtigkeit und der Aufrichtigkeit deines Herzens kommst du, um ihr Land in Besitz zu …
831. Das Bedürfnis nach der Tora
831. Das Bedürfnis nach der Tora Benannt nach der Zukunft. Sebulon sorgt für Lebensunterhalt; das heißt, unter dem Aspekt der Armut empfängt er Lebensunterhalt. Auf diese Weise wird er die Tora studieren. Daraus folgt, dass die Tora Malchut Kraft gibt, nämlich den Armen zu beleben, und die Tora wird den …
832. Tote Fische
832. Tote Fische „Lebende Fische“ (Dagim) bedeutet, dass er Sorgen (Deagot) um die Arbeit hat, aber lebendig ist. Das heißt, er hat die Kraft zu arbeiten und Ratschläge (Ejtin) zu finden, wie er seine Sorgen beheben kann. Anders verhält es sich mit „toten Fischen“: Seine Sorgen führen ihn in einen …
833. Weiche vom Bösen und tue Gutes – 4
833. Weiche vom Bösen und tue Gutes – 4 Der Mensch kennt zwei Betrachtungsweisen: 1) Er sieht, dass er sich in einem Zustand der Niedrigkeit befindet, und macht sich Sorgen und bedauert, dass er sich in Niedrigkeit befindet. 2) Oder er macht sich Sorgen darüber, warum er sich nicht in …
834. Wachse!
834. Wachse! „Kein Grashalm …, ohne dass einer ihn schlägt und ihm sagt: ‚Wachse!‘“ Auf die spirituelle Arbeit bezogen bedeutet dies: Die Menschen gleichen dem Gras auf dem Feld. Der schlagende Engel steht für die Leiden, die die ganze Welt erträgt. Die Geschöpfe wünschen sich also Ruhe, wie ihre Wurzel. …
835. Gürte dein Schwert
835. Gürte dein Schwert Kfar Gideon, 15. Tewet 5723 [11. Januar 1963] „‚Lege doch deine Hand unter meine Hüfte.‘ Was bedeutet ‚deine Hand‘? Er begann und sagte: ‚Gürte dein Schwert um deine Hüfte, Held, deine Pracht und deine Herrlichkeit.‘ Daher heißt es: ‚Güte und Wahrheit gehen Deinem Angesicht voraus‘ und: …
836. Diener und Sohn
836. Diener und Sohn „Alles, was ein Diener erwirbt, erwirbt sein Herr.“ Es gibt den Aspekt des Dieners und den Aspekt des Sohnes. „Diener“ heißt ein Mensch, wenn er sagt, dass er keinerlei eigene Verfügungsgewalt besitzt. Dies ist die Bedeutung der Worte: „Alles, was ein Diener erwirbt, erwirbt sein Herr.“ …
837. Hafte Seinen Eigenschaften an
837. Hafte Seinen Eigenschaften an „Dank dreier Dinge fällt Regen: dank der Erde, dank der Gnade und dank des Leidens.“1 Man muss fragen: Was bedeutet „dank der Erde“? Besitzt die Erde etwa Wahlfreiheit, sodass man sagen könnte, sie erwirbt dadurch Verdienste, dass sie den Weg des Schöpfers geht? Im Sinne …
838. Die Wahrhaftigkeit der Vorsehung
838. Die Wahrhaftigkeit der Vorsehung Bekanntlich besteht das Schöpfungsziel (Mattarat haBeria) darin, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Doch man kann dieses Ziel nicht erlangen, bevor man sich durch die Angleichung der Form korrigiert hat; dies wird als Eigenschaft Chessed (Gnade) bezeichnet. Danach wird man das Ziel erlangen, das als Wahrheit …
839. Eine rechtschaffene Frau
839. Eine rechtschaffene Frau Tiberias, 10. Schwat 5723 [4. Februar 1963] „Welche Frau ist rechtschaffen? Jede, die den Willen ihres Mannes erfüllt.“ Bekanntlich wird der Mensch als Frau bezeichnet, das heißt als weibliches Prinzip, das von seinem Mann empfängt, was dieser ihm gibt. Denn der Schöpfer ist es, der Seinen …
840. Schnelle Annäherung
840. Schnelle Annäherung Der Mensch tritt nur dann in die Arbeit der Linken Linie ein, die als Not bezeichnet wird, wenn er sich in einem Aufstieg befindet. Dann tritt er in die Linke Linie ein, das heißt, er befindet sich noch nicht in einem Abstieg. „Rabbi Elasar sagte: ‚Ein Mensch …
841. Man zwingt ihn
841. Man zwingt ihn „Er soll ihn nach seinem Willen darbringen.“ Rashi erklärt: Das lehrt, dass man ihn zwingt, bis er sagt: „Ich will.“ Mein Vater und Lehrer sagte zu dem Vers „Der Ewige ist dein Schatten“: Entsprechend den Handlungen der Menschen geschieht es auch oben, an der Wurzel der …
842. Die Arbeit als Ganzes
842. Die Arbeit als Ganzes Die Arbeit als Ganzes besteht aus: 1) Ehrfurcht (Jira). Sie wird die erste Mizwa genannt. Es ist Ehrfurcht in den Aspekten „groß“ und „herrschend“. Dabei handelt es sich um zwei Aspekte: 1) Er erlangt Seine Größe. Wenn er die Erhabenheit des Schöpfers sieht, prägt sich …
843. Die Arbeit ist der Lohn
843. Die Arbeit ist der Lohn Der Lohn ist sehr groß – entsprechend seinem Wirken. Man muss fragen: Erhält der Mensch nicht auch im Materiellen seinen Lohn entsprechend seiner Arbeit? Vielmehr ist die Arbeit selbst der Lohn. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
844. Die Anstrengung ist der Lohn
844. Die Anstrengung ist der Lohn „Dem Leid entsprechend ist der Lohn.“ Das heißt, später sieht er, dass die Anstrengung, die er aufgebracht hat, sein Lohn war. Das Maß des Lohns entspricht dem Maß der Anstrengung, denn die Anstrengung selbst ist der Lohn, und der Schöpfer hat ihm das Verlangen …
845. Keiner ist heilig wie der Schöpfer
845. Keiner ist heilig wie der Schöpfer „Keiner ist heilig wie der Schöpfer.“ Der Sohar fragt: Gibt es denn einen Heiligen, der geringer ist als der Schöpfer? „Kein Fels ist wie unser Gott.“ Das lässt darauf schließen, dass es einen anderen Fels gibt, der nur ein wenig geringer ist als …
846. Glaube ist die Eigenschaft von Malchut
846. Glaube ist die Eigenschaft von Malchut Das Buch Aluma: Wer nicht glaubt, ist schlimmer als ein Götzendiener. Denn dieser erkennt an, dass es einen Gott gibt, irrt sich aber darin, wer Er ist. Jener hingegen gilt als ein Tier, das nichts kennt als Essen, Trinken und Ähnliches. Glaube ist …
847. Bachweiden
847. Bachweiden Zu den „Bachweiden“ heißt es, dass sie am Bach wachsen usw. Rabbi Seira sagte: „Auf welchen Vers stützt sich das? ‚Er setzte ihn an viele Wasser und machte ihn zu einer Pappel.‘.“1 Das bedeutet: Obwohl sie weder Geschmack noch Duft besitzen, soll es dennoch so sein, als wären …
848. Die Tage des Mashiach
848. Die Tage des Mashiach „Unsere Weisen lehrten: ‚In den Tagen des Mashiach nimmt man keine Übergetretenen an‘.“1 Mit Mashiach ist die Zeit der Gadlut (Erwachsensein) gemeint, in der der Verstand klar wird. Doch dadurch kann er die Ewigkeit des Mashiach nicht erlangen. Vielmehr muss er sich gerade in der …
849. Voraussetzung für die Heirat
849. Voraussetzung für die Heirat „Man soll keine Frau heiraten, wenn man beabsichtigt, sich von ihr scheiden zu lassen.“1 Das heißt: Man soll das Erwachen nicht annehmen, wenn man beabsichtigt, danach wieder zu den Nichtigkeiten der Zeit zurückzukehren. Vielmehr soll man diesen Gedanken aus dem Sinn verbannen, weil man die …
850. Der Übergetretene
850. Der Übergetretene „Rabbi Jossi sagt: ‚Ein Übergetretener nach seinem Übertritt gilt wie ein neugeborenes Kind. Für die Vergangenheit wird er nicht bestraft. Warum muss er dann leiden? Weil er sich in den Feinheiten der Mizwot nicht so gut auskennt wie Israel‘.“1 Nach seinem Übertritt erlebt er also Aufstiege und …
851. Der Wunsch, die Leviratsehe einzugehen
851. Der Wunsch, die Leviratsehe einzugehen Ein gewisser Abtrünniger (Min) sagte zu Rabban Gamliel: „Ihr seid ein Volk, dessen Herr Sich durch Chaliza (Lösezeremonie) von ihm gelöst hat, wie geschrieben steht: ‚Mit ihrem Kleinvieh und ihren Rindern werden sie gehen, um den Ewigen zu suchen, doch sie werden Ihn nicht …
852. Zwei Arten von Klärungen
852. Zwei Arten von Klärungen Beim Menschen gibt es zwei Arten der Klärung: bitter und süß sowie Wahrheit und Lüge. Vor dem Sündenfall war Adam haRishon (der erste Mensch) in der Klärung von bitter und süß. „Ihn zu bebauen und zu bewahren“ bezieht sich auf die Klärung von bitter und …
853. Die Notwendigkeit, die Größe des Schöpfers zu erkennen
853. Die Notwendigkeit, die Größe des Schöpfers zu erkennen Die Notwendigkeit, die Größe des Schöpfers zu erkennen, besteht gerade bei liShma. Bei lo liShma hingegen geht es um Geschenke, und dafür ist diese Erkenntnis nicht nötig. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
854. Nimmt seinen Anteil und den Anteil seines Freundes
854. Nimmt seinen Anteil und den Anteil seines Freundes Acher fragte Rabbi Meir, nachdem er vom rechten Weg abgekommen war: Was bedeutet der Vers: „Auch dies hat Gott dem anderen gegenüber geschaffen“? Er antwortete ihm: Allem, was der Schöpfer erschuf, schuf Er ein Gegenstück. Er schuf Berge und Hügel, Meere …
855. Baum und Stein
855. Baum und Stein „Und sie soll einen Monat lang um ihren Vater und ihre Mutter weinen.“ Rabbi Elieser sagt: „Damit sind ihr tatsächlicher Vater und ihre tatsächliche Mutter gemeint.“ Rabbi Akiwa sagt: „Damit ist Götzendienst gemeint, wie es heißt: ‚Sie sagen zum Baum: Du bist mein Vater, und zum …
856. Die Natur des Menschen
856. Die Natur des Menschen Man muss verstehen: Obwohl die Natur des Menschen ausschließlich in der Eigenliebe besteht und es ihm schwerfällt, etwas zu tun, was ihr entgegensteht – so sehr, dass sich alle seine Glieder dagegen sträuben –, gibt es die Möglichkeit, sich zu zwingen. Das bedeutet: Es liegt …
857. Die Notwendigkeit eines Kli [Gefäß] ohne Licht
857. Die Notwendigkeit eines Kli [Gefäß] ohne Licht HaSore’im, Purim Katan 5736 [15. Februar 1976] Vollkommener Glaube ist ein Glaube, der zur Vollkommenheit führt. So sagte Maimonides: „Was bedeutet Umkehr (Teshuwa)? Bis der Kenner der Geheimnisse über ihn Zeugnis ablegt.“ In der „Einführung in das Talmud Esser haSefirot“ erklärte Baal …
858. Und Moses versammelte
858. Und Moses versammelte „Und Moses versammelte.“ Rashi erklärt: „Vielmehr versammelten sie sich auf sein Wort hin.“ Was soll uns das lehren? Sonst hätte ich gesagt, er hätte sie mit den Händen zusammengeführt. Die Kommentatoren sagen, dass die Stiftshütte als Wiedergutmachung für das Goldene Kalb errichtet wurde. Beim Goldenen Kalb …
859. Du sollst sein Erbteil mehren
859. Du sollst sein Erbteil mehren „Unter diesen soll das Land verteilt werden … Dem Zahlreichen sollst du sein Erbteil mehren und dem Wenigen sein Erbteil mindern; jedem soll sein Erbteil entsprechend der Zahl seiner Gemusterten gegeben werden.“ „Dem Zahlreichen [wörtlich: dem Großen] sollst du sein Erbteil mehren und dem …
860. Womit hilft man?
860. Womit hilft man? „Man hilft ihm.“ Womit hilft man ihm? Es heißt: „mit einer heiligen Neshama (Seele).“ Daraus ergibt sich die Frage: Wie werden Neshamot hervorgebracht? Gerade durch Mängel, die Hilfe von oben erhalten. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
861. Arbeit der Linien
861. Arbeit der Linien „Sie sagten: ‚Da es eine Zeit des Wohlgefallens ist, wollen wir um Erbarmen wegen des Triebs zur Übertretung bitten.‘ Sie baten um Erbarmen, und er wurde ihnen ausgeliefert. Er sagte ihnen: ‚Seht: Wenn ihr ihn tötet, wird die Welt zugrunde gehen.‘ Sie hielten ihn drei Tage …
862. Er gibt den Weisen Weisheit
862. Er gibt den Weisen Weisheit „Er gibt den Weisen Weisheit.“ „Niemand sündigt, es sei denn, ein Geist der Unvernunft ist in ihn gefahren.“ Deshalb erhält derjenige, der möchte, dass der Schöpfer ihm hilft, liShma zu erreichen, ein Geschenk. Doch aus eigener Kraft kann der Mensch liShma ohne die Hilfe …
863. Korachs Einwand
863. Korachs Einwand „Der Mensch muss die Linke Linie in die rechte einschließen; dann ist der Schöpfer in ihm gegenwärtig.“1 Das bedeutet: Er soll nicht in der Linken Linie bleiben und warten, bis sein Gebet (Tefilla) angenommen wird, sondern sofort zur Rechten Linie übergehen – über dem Verstand. Korachs Einwand …
864. Sieh das Leben
864. Sieh das Leben „Sieh das Leben mit der Frau, die du liebst, denn sie ist dein Anteil am Leben.“ Der Mensch muss das Leben vom Baum des Lebens, also von Seir Anpin, an diesem Ort einschließen, also in Malchut, die „Frau“ genannt wird. Und der Mensch muss die Eigenschaft …
865. Vollkommenheit ist hundert
865. Vollkommenheit ist hundert „Teruma (Abgabe) bedeutet zwei von hundert.“1 Das bedeutet, Ihn zweimal täglich zu vereinen, also zwei von hundert. Gemeint sind die beiden Lesungen des Shma Israel („Höre, Israel“) am Abend und am Morgen. Sie ergeben zweimal 49; bis zur Vollkommenheit von hundert fehlen daher zwei. Dann ergänzen …
866. Frieden dem Fernen und dem Nahen
866. Frieden dem Fernen und dem Nahen „‚Frieden, Frieden dem Fernen und dem Nahen‘, sprach der Ewige, ‚und Ich werde ihn heilen.‘“ Denn Frieden kommt zu denen, die dem Schöpfer nahe sind. Das bedeutet: „Immer soll die Linke zurückstoßen und die Rechte heranziehen.“ Der Friede des Schöpfers ist gerade durch …
867. Die Herrschaft des Friedens
867. Die Herrschaft des Friedens Der Mensch ist fähig zu arbeiten und sich anzustrengen, wenn daraus keine Korrektur entsteht. Doch selbst für eine Kleinigkeit, die keine große Anstrengung erfordert, hat er keine Kraft, wenn sie der Korrektur dient. Denn die Schäden gehen auf das Zerbrechen (Shwira) der Kelim (Gefäße) und …
868. Der zwingende Grund
868. Der zwingende Grund Du wirst Lohn erhalten. Andernfalls wirst du eine Strafe erhalten. Daraus folgt, dass der Grund, der ihn zwingt, sein eigener Nutzen ist. Doch wie sollte es anders sein, nämlich aus dem Grund, dass Er groß ist und herrscht? Und warum wird dies nicht als Nutzen vom …
869. Trauung
869. Trauung „Bei jeder Frau, bei der eine Trauung weder mit ihm noch mit anderen zustande kommt, hat das Kind denselben Status wie sie. Und wer ist das? Das Kind einer Sklavin oder einer Nichtjüdin.“ Woher wissen wir dies bei einer kanaanitischen Sklavin? Rav Huna sagte: Die Schrift sagt: „Bleibt …
870. Adam haRishon war ein Ungläubiger
870. Adam haRishon war ein Ungläubiger „Adam haRishon (der erste Mensch) war ein Abtrünniger.“ Man muss fragen: Der Schöpfer sprach doch mit ihm. Wie kann es also sein, dass er ein Abtrünniger, das heißt ein Ungläubiger, war? Vielmehr leugnete er den Glauben, weil er auf der Ebene des Wissens stand …
871. Skorpion und Schlange
871. Skorpion und Schlange „Die Grube ist leer, kein Wasser ist darin“, das heißt, es gibt in ihr keine Tora. Aber Schlangen und Skorpione gibt es darin. Das bedeutet: Wenn es in ihr keine Tora gibt, sind sofort Schlangen und Skorpione in ihr. Der „Skorpion“, auf Hebräisch Akrav, wird als …
872. Der im Meer einen Weg bahnt
872. Der im Meer einen Weg bahnt Nukwa entspricht den Einern, Seir Anpin den Zehnern, Ima den Hundertern, Abba den Tausendern und Keter den Zehntausendern – KLA. Erklärung: Elef [tausend] birgt das Geheimnis von El Af [Gott–Nase]. Die Nase ist das Gefäß (Kli) des Lebens, wie geschrieben steht: „Und Er …
873. Ibur – 2
873. Ibur – 2 Ibur Alef (erste Empfängnis, Einnistung) wird durch den Höheren vollzogen, ähnlich wie bei einem Menschen, der ein gewisses Erwachen von oben empfängt. Ibur Bet (zweite Empfängnis) bedeutet: Danach muss der Untere aus der Kraft des empfangenen Erwachens selbst arbeiten. Er muss also zu dem Erwachen, das …
874. Ruhe und Freude – Licht für die Juden
874. Ruhe und Freude – Licht für die Juden „Ruhe und Freude, Licht für die Juden.“1 Das bedeutet, dass dies nur für die Juden Licht heißt, während Ruhe und Freude bei den Völkern der Welt als Finsternis gelten. Kann das sein? Wer möchte keine Ruhe und Freude? Ebenso müssen wir …
875. Drei Linien – 4
875. Drei Linien – 4 Korach 1984 „Welche Auseinandersetzung geschieht um des Himmels willen? … Und welche geschieht nicht um des Himmels willen? Das ist die Auseinandersetzung Korachs und seiner Gemeinschaft.“ Es wird gefragt: Warum heißt es nicht „Moses sowie Korach und seine Gemeinschaft“, wie es bei Hillel und Shammai …
876. Der Schöpfer erschuf den Bösen Trieb und erschuf die Tora als Gewürz für ihn
876. Der Schöpfer erschuf den Bösen Trieb und erschuf die Tora als Gewürz für ihn Chukat 1984 „Der Schöpfer erschuf den Bösen Trieb und erschuf die Tora als Gewürz für ihn.“1 Wir müssen verstehen, was der Böse Trieb (Jezer haRa) ist und was das Gewürz ist. Außerdem ist Folgendes zu …
877. Drei Gebete – 2
877. Drei Gebete – 2 Balak 1984 In den Liedern für den Abend des Schabbat heißt es in „Jeder, der heiligt“: „Schöpfer, Gott Israels, die Liebe des Makellosen; Schöpfer, Gott Israels, die Rettung für alle Zeiten.“ Wir müssen verstehen, worin die Bedeutung des Makellosen liegt. Auf den ersten Blick scheint …
878. Und ihre Füße waren ein gerader Fuß
878. Und ihre Füße waren ein gerader Fuß Pinchas 1984 Im Sohar, Abschnitt Pinchas1, heißt es im Sulam (Leiter-Kommentar): „Und ihre Füße waren ein gerader Fuß, denn die Füße der Schädiger sind allesamt gekrümmt. ‚Und ihre Füße‘, das heißt die Füße der heiligen Chajot (Lebewesen) – über sie wurde gesagt: …
879. Eine gute Niederschrift und Unterschrift
879. Eine gute Niederschrift und Unterschrift Wir sehen, dass der Mensch einen Brief, den er seinem Freund schicken möchte, nicht selbst schreiben muss – ob er ihm etwas mitteilen oder ihn um etwas bitten will. Wenn der Mensch den Brief unterschreibt, genügt das bereits als Bestätigung, dass das Geschriebene wahr …
880. Über Dinim
880. Über Dinim Rosh Hashana 5735 [18. September 1974] Mit Dinim ist das Kli (Gefäß) des Verlangens zu empfangen (Razon lekabel) gemeint, über das ein Din (Urteil) ergangen ist: Seit dem Zimzum (Einschränkung) darf es nicht mehr benutzt werden. Die Milderung der Dinim bedeutet, dass man auf ihnen Massachim (Schirme) …
881. Über Rosh Hashana und Jom Kippur
881. Über Rosh Hashana und Jom Kippur Im Zusammenhang mit Rosh Hashana (Neujahrsfest) und Jom Kippur (Versöhnungstag) muss man die Bedeutung der Dinim (Urteile) und Gwurot (Kräfte des Gerichts) verstehen. Denn Feiertage werden Tage der Dinim genannt. Und warum gelten sie als Feiertage und nicht als Werktage? Din wird, wie …
882. Rosh Hashana
882. Rosh Hashana Zum Vers: „Die Augen des Ewigen, deines Gottes, ruhen auf ihr vom Anfang des Jahres an.“ Es gibt Zeiten zum Guten und Zeiten zum Schlechten. Wie ist das zu verstehen? Wenn Israel an Rosh Hashana vollkommen aus Frevlern (Rashaim) bestand und ihnen wenig Regen zugeteilt wurde, sie …
883. Denn der Mensch ist der Baum des Feldes – 1
883. Denn der Mensch ist der Baum des Feldes – 1 Rabbi Yochanan sagte: „Was bedeutet der Vers: ‚Denn der Mensch ist der Baum des Feldes‘?1 Ist denn der Mensch ein Baum des Feldes? Vielmehr steht geschrieben: ‚Denn von ihm sollst du essen und ihn nicht fällen‘, und es steht …
884. Das Gebet zu Rosh Hashana
884. Das Gebet zu Rosh Hashana Im Gebet (Tefilla) zu Rosh Hashana sagen wir: „Glücklich ist der Mann, der Dich nicht vergisst, und der Mensch, der sich um Dich bemüht.“ Man muss fragen: Wenn er den Schöpfer nicht vergisst, worin besteht dann seine Anstrengung? Im Gebet „Hilfe unserer Urväter“ sagen …
885. Erneuere durch den Shofar
885. Erneuere durch den Shofar Wer zwingt den Schöpfer dazu, dass Er ohne das Blasen des Shofars nicht auf dem Thron der Barmherzigkeit sitzen kann und gerade durch das Blasen des Shofars auf dem Thron der Barmherzigkeit sitzen kann? Das Schöpfungsziel (Mattarat haBeria) besteht darin, den Geschöpfen Gutes zu tun. …
886. Malchujot, Erinnerungen und Shofarot
886. Malchujot, Erinnerungen und Shofarot Im Traktat Rosh HaShana1 heißt es: „Rabba sagte: ‚Der Schöpfer sagte: Sprecht an Rosh HaShana vor Mir Malchujot, Erinnerungen und Shofarot. Malchujot – damit ihr Mich zum König über euch macht. Erinnerungen – damit die Erinnerung an euch zu eurem Guten vor Mich kommt. Und …
887. Bei Mir habe Ich geschworen
887. Bei Mir habe Ich geschworen Im Midrash Tanchuma, WaJera, heißt es: „Und Er sprach: ‚Bei Mir habe Ich geschworen‘, Spruch des Ewigen.“ Er [Abraham] sprach zu Ihm: „Du hast geschworen, und ich habe geschworen, dass ich nicht vom Altar herabsteige, bis ich alles gesagt habe, was ich sagen muss.“ …
888. Feiertage
888. Feiertage Man muss verstehen: Obwohl die „Ehrfurcht (Jira) gebietenden Tage“ als Gericht, Gwura und Furcht gelten und die ganze Welt zur Umkehr (Teshuwa) erwacht, weil alle vor dem Schrecken des Gerichtstages Angst haben – warum nennt man sie dann „Feiertage“, also Tage, die keine Werktage sind? Der Grund ist …
889. Eigenschaft der Barmherzigkeit
889. Eigenschaft der Barmherzigkeit Der Schöpfer sitzt auf dem Thron des Gerichts, das heißt, Er offenbart Sich den Unteren. „Barmherzig“ bedeutet, dass der Mensch sich mit dem Aspekt des Gebens befassen muss. Und man bläst in einen Shofar aus Widderhorn usw. Das bedeutet: „Wann werden meine Taten an die Taten …
890. Das Leid der Shechina – 2
890. Das Leid der Shechina – 2 „Wegen der Sünde, die wir vor Dir mit dem Bösen Trieb (Jezer haRa) begangen haben“ (Gebet (Tefilla) zu Jom Kippur). Man muss fragen: Kommen nicht alle Verfehlungen durch den Bösen Trieb? Die Sünde besteht vielmehr darin, dass man sagt, es gibt einen Bösen …
891. Zum Thema Jom Kippur
891. Zum Thema Jom Kippur Zum Thema Jom Kippur (Versöhnungstag). Warum bringt nicht Rosh HaShana (Neujahrsfest) Vergebung, sondern gerade Jom Kippur? Man kann sagen: Durch die Gebete (Tefilla) zu Rosh HaShana erkennt der Mensch die Wahrheit – dass er Verfehlungen hat. Dann kann er um Vergebung für seine Verfehlungen bitten. …
892. Artikel zu Sukkot
892. Artikel zu Sukkot „Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen; jeder Einheimische in Israel soll in Laubhütten wohnen. Damit eure Generationen wissen, dass Ich die Söhne Israels in Laubhütten wohnen ließ, als Ich sie aus dem Land Ägypten herausführte. Ich bin der Ewige, euer Gott.“1 Rabbi Elieser sagt: „Es …
893. Die Frucht eines Zitrusbaums
893. Die Frucht eines Zitrusbaums Die Frucht eines Zitrusbaums. Unter diesen vier Arten gibt es eine, die Geschmack und Duft besitzt, wie der Etrog (Zitronatzitrone). Er entspricht den Gerechten, die den Geist der Tora und den Geschmack guter Taten besitzen. Der Baum, an dem der Lulav (Palmzweig) wächst, besitzt Geschmack, …
894. Freude der Tora
894. Freude der Tora In Shaar HaKawanot (Pforte der Absichten) heißt es, dass Tora als Bezeichnung für Seir Anpin verwendet wird. Wenn er Malchut gibt – das heißt, wenn Malchut bereits dafür geeignet ist, die Fülle zu empfangen –, dann freut sich Seir Anpin, der Tora genannt wird. Dies wird …
895. Zum Thema Chanukka
895. Zum Thema Chanukka Für die Chanukka-Kerze gilt als Zeitmaß: „bis kein Fuß mehr auf dem Markt ist.“ Das Wort „Fuß“ (Regel) ist mit „Spion“ (Meragel) verwandt. Der Markt ist der Bereich der Vielen. Wenn man sich dagegen im Bereich des Einen befindet, geht man in Aufrichtigkeit, und für Spione …
896. Vertreibe Admon im Schatten von Zalmon
896. Vertreibe Admon im Schatten von Zalmon 1. Tag von Chanukka 5732 [13. Dezember 1971] „Vertreibe Admon im Schatten von Zalmon.“ Das bedeutet, Esau zu vertreiben, der Admoni, der Rötliche, genannt wird. „Im Schatten von Zalmon“ bedeutet „im Zalmavet“, also im Schatten des Todes. Dies ist im Sinne der spirituellen …
897. Was ist Chanukka?
897. Was ist Chanukka? Chanukka 5721 [Dezember 1960] Unsere Weisen sagten: „Was ist Chanukka? Unsere Rabbinen lehrten: Am 25. Kislew [beginnen] die Tage von Chanukka“ usw..1 Das bedeutet Chanu-Koh („sie lagerten am 25.“), denn am 25. legten sie eine Pause vom Krieg ein. Man muss verstehen, dass eine solche Rast …
898. Was ist das Wunder von Chanukka?
898. Was ist das Wunder von Chanukka? Chanukka 5726 [Dezember 1965] Unsere Weisen sagten1: „Was ist Chanukka? Unsere Rabbinen lehrten: Am 25. Kislew beginnen die acht Tage von Chanukka … Als die Griechen in den Palast eindrangen, verunreinigten sie alle Öle im Palast … Sie suchten und fanden nur ein …
899. Chanu-Ko
899. Chanu-Ko Chanukka 5715 [Dezember 1954] „Ner“ (Leuchte) ist ein Akronym aus Nefesh und Ruach (Geist). Wir müssen Licht herabziehen, das der Stufe Neshama (Seele) entspricht, im Sinne von: „Eine Mizwa ist eine Leuchte, und die Tora ist Licht.“ Das ist Chanu-Ko. „Ko“ bezeichnet Malchut, im Sinne der „schwachen Hand“. …
900. Zwei Stufen
900. Zwei Stufen Was bedeutet Chanukka? Das heißt, man muss entsprechend den vier Söhnen fragen: dem Weisen, dem Frevler (Rasha), dem Einfältigen und dem, der nicht zu fragen weiß. Bei der Chanukka-Kerze besteht ein Streit: Einer sagt, man darf ihr Licht nutzen, und einer sagt, es ist verboten. Dazu wurde …
901. Neujahr der Bäume
901. Neujahr der Bäume 15. Schwat 5715 [7. Februar 1955] Neujahr der Bäume. Der Mensch wird nämlich als „Baum des Feldes“ bezeichnet, und Neujahr ist die Zeit des Gerichts – zur Zuchtrute oder zur Gnade. Deshalb ist der Monat Schwat der fünfte der Wintermonate. Er entspricht Hod: Dann verwandelt sich …
902. Israel wird mit einem Olivenbaum verglichen
902. Israel wird mit einem Olivenbaum verglichen Rabbi Yehoshua ben Levi sagte: „Warum wurde Israel mit einem Olivenbaum verglichen? Um dir zu sagen: So wie die Blätter des Olivenbaums weder im Sommer noch in der Regenzeit abfallen, so hört auch Israel niemals auf zu bestehen – weder in dieser Welt …
903. Zum Thema Tu BiShvat
903. Zum Thema Tu BiShvat Zum Thema Tu BiShvat, dem Neujahr der Bäume: Warum essen wir Früchte? Mein Vater und Lehrer sagte, der ganze Unterschied zwischen Heiligkeit (Kedusha) und Klipa (Schale) liege in den Früchten, wie im heiligen Sohar geschrieben steht: „Ein anderer Gott ist unfruchtbar und bringt keine Früchte …
904. Der Mensch ist der Baum des Feldes – 2
904. Der Mensch ist der Baum des Feldes – 2 Rabbi Elasar und Rabbi Shimon: Am ersten Tishri ist Neujahr für den Zehnten vom Vieh, und am fünfzehnten Schwat ist Neujahr für die Bäume. „Der Mensch ist der Baum des Feldes.“ In den Handlungen des Menschen sind zwei Aspekte zu …
905. Dawa (Kummer) oder Hod (Pracht)
905. Dawa (Kummer) oder Hod (Pracht) Der 15. Schwat ist das Neujahrsfest der Bäume. Das Neujahrsfest ist eine Zeit des Gerichts: zur Zuchtrute oder zur Gnade. Der Monat Schwat ist der fünfte Wintermonat. Er entspricht der Sefira Hod und ist eine Zeit des Gerichts. Daher befindet er sich manchmal im …
906. Die Bedeutung von Amalek
906. Die Bedeutung von Amalek „Gedenke dessen, was Amalek dir auf dem Weg angetan hat, als ihr aus Ägypten zogt.“ Amalek bezeichnet den Bösen Trieb (Jezer haRa). Er tritt erst dann an den Menschen heran, wenn es heißt: „als ihr aus Ägypten zogt“ – also wenn der Mensch Ägypten (Mizraim) …
907. Und wenn er seine Hand sinken ließ, siegte Amalek
907. Und wenn er seine Hand sinken ließ, siegte Amalek „Und wenn er seine Hand sinken ließ, siegte Amalek.“ Man fragt: Warum ließ Moses seine Hände sinken? Amalek, so erklären die heiligen Bücher, ist die Klipa (Schale), die dem Glauben entgegensteht. Moses’ Hände stehen für den Glauben, denn der Ausdruck …
908. Das Auslöschen Amaleks
908. Das Auslöschen Amaleks Warum liest man am Schabbat vor Purim den Wochenabschnitt Sachor (Gedenke)? Wir sehen also, dass Amalek vor Purim ausgelöscht werden muss. Worauf weist uns das hin? Es ist bekannt, dass das Schöpfungsziel (Mattarat haBeria) darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Damit es jedoch kein „Brot …
909. Offenbarung der Verhüllung
909. Offenbarung der Verhüllung Esther sagte zu Mordechai: „Geh, versammle alle Juden, die sich in Shushan (Susa) befinden, und fastet für mich und esst nicht … Dann werde ich zum König gehen, obwohl es gegen das Gesetz ist; und wenn ich umkomme, komme ich um.“ Man muss fragen: Warum gerade …
910. Bis man nicht mehr unterscheiden kann
910. Bis man nicht mehr unterscheiden kann „Ad de-lo yada“ („bis man nicht mehr unterscheiden kann“) umfasst drei Arten: 1. Man kennt den Unterschied zwischen „verflucht“ und „gesegnet“ noch nicht. Das heißt, in ihm ist noch nicht die Erkenntnis gefestigt, dass das Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) Haman und das …
911. Das Mahl des Frevlers
911. Das Mahl des Frevlers Unsere Weisen sagten: „Warum wurde jenes Geschlecht zur Vernichtung verurteilt?“ Einer sagte: „Weil sie sich vor einem Götzenbild niederwarfen“, und ein anderer sagte: „Weil sie das Mahl jenes Frevlers (Rasha) genossen.“ Man muss fragen: Warum sagten sie nicht: „Weil sie vom Mahl jenes Frevlers aßen“, …
912. Was ist Purim?
912. Was ist Purim? Über Mordechai und Haman. Mordechai gilt als ein Gerechter: Er hat keinerlei Bedürfnis, das Licht Chochma herabzuziehen, sondern befindet sich immer im Geben. Bekanntlich kommt kein Leuchten nach unten, außer durch ein Erwachen von unten. Als der Schöpfer Mordechai die großen Lichter geben wollte, fragte Er …
913. Und über Seine Tora sinnt er nach
913. Und über Seine Tora sinnt er nach „An der Tora des Ewigen hat er Gefallen, und über Seine Tora sinnt er nach“ usw. Unsere Weisen erklärten: Hier ist die Zeit vor dem Lernen gemeint, und dort die Zeit nach dem Lernen. Es ist zu fragen: Warum heißt es bei …
914. Zwei Gegensätze
914. Zwei Gegensätze Zwei Gegensätze gibt es in der Arbeit über dem Verstand – sowohl in Mocha (Verstand) als auch in Liba (Herz) –, in der Eigenschaft Chafez Chessed („der Gnade begehrt“). Wenn ihm fremde Gedanken kommen, muss er sie von sich weisen und darf überhaupt nicht auf sie hören. …
915. Ich und kein Bote
915. Ich und kein Bote Wie der ARI (R. Jizchak Luria) schrieb, befand sich Israel vor der Erlösung in den 49 Toren der Tuma (Unreinheit), bis Er Sich ihnen offenbarte usw. und sie erlöste. Das heißt, sie erlangten [die Erkenntnis]: „Ich und kein Bote.“ [Baal HaSulam] sagte: Vor der Erlösung …
916. Am Tag nach dem Schabbat
916. Am Tag nach dem Schabbat „Am Tag nach dem Schabbat“ bedeutet: am Tag nach Pessach. Denn am ersten Tag von Pessach leuchten die Mochin des Schabbat, die als Gadlut Bet (zweite Gadlut, Erwachsensein) bezeichnet werden. Es sind die Mochin von Aba we Ima. korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
917. Bewahrte Mazza
917. Bewahrte Mazza „Bewahrte Mazza“ bedeutet, dass wir uns dort, wo wir die Mizwot des Schöpfers erfüllen wollen, hüten müssen, damit dort keine Gefahr von Chamez (Gesäuertem) besteht. Das heißt, die Mizwot sollen den Menschen zum Aspekt der Korrektur der Schöpfung (Tikkun haBeria) führen. Wenn man jedoch nicht weiß, wie …
918. Zum Pessach
918. Zum Pessach Die Tochter des Königs an Pessach ist die verstandesmäßige Seele Nefesh: eine Nacht der Bewahrung, eine bewahrte Mazza. Und Ruach (Geist), der ihr entsprechend bewahrt wird, ist ein Feiertag und der Tag des Schabbat. Dies entspricht „Gedenke und bewahre“, weil er Azilut von Malchut ist. Im Sulam …
919. Über die Umgebung
919. Über die Umgebung „Und er nahm sechshundert auserlesene Streitwagen.“ Wem gehörten sie? Wenn du sagst, sie gehörten Ägypten, so heißt es doch bereits: „Und alles Vieh Ägyptens starb.“ Wenn du sagst, sie gehörten Pharao, so heißt es doch bereits: „Siehe, die Hand des Ewigen wird über deinem Vieh sein“ …
920. Von vier Söhnen spricht die Tora
920. Von vier Söhnen spricht die Tora „Von vier Söhnen spricht die Tora.“ Denn die gesamte Tora ist nur für den Bösen Trieb (Jezer haRa) da, wie unsere Weisen sagten: „Ich habe den Bösen Trieb erschaffen, Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen.“1 Daher heißt es: „Dem, der nicht zu …
921. Die Notwendigkeit einer Handlung von unten
921. Die Notwendigkeit einer Handlung von unten „‚Jeder soll sich ein Lamm für sein Vaterhaus nehmen.‘ Der Schöpfer sagte: ‚Vollzieht ihr unten eine Handlung, und Ich werde ihre Kraft oben zerbrechen. Und so, wie ihr es im Feuer tut – denn es steht geschrieben: „nur über Feuer gebraten“ –, werde …
922. Wer ausführlich vom Auszug aus Ägypten erzählt
922. Wer ausführlich vom Auszug aus Ägypten erzählt „Jeder, der ausführlich vom Auszug aus Ägypten erzählt, ist lobenswert.“ Es ist zu verstehen, was es über den Auszug aus Ägypten so ausführlich zu erzählen gibt, dass sie sagten: „Jeder, der ausführlich davon erzählt, ist lobenswert.“ Ebenso ist zu verstehen, was wir …
923. Und er sagte: Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt helft
923. Und er sagte: Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt helft „Und er sagte: Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt helft und sie auf dem Gebärstuhl seht: Ist es ein Sohn, so tötet ihn; ist es eine Tochter, so soll sie leben. Und Pharao gebot seinem ganzen Volk: …
924. Und Gott sprach zu Moses
924. Und Gott sprach zu Moses „Und Gott sprach zu Moses und sagte zu ihm: Ich bin der Ewige.“ Man muss verstehen, was uns diese Aussage lehrt. Offenbar bezieht sie sich auf die Frage von Moses, unserem Lehrer, Friede sei mit ihm, am Ende des Wochenabschnitts Shemot, wo es heißt: …
925. Und Ich werde euch Mir zum Volk nehmen
925. Und Ich werde euch Mir zum Volk nehmen „Und Er sprach … Ich bin HaWaYaH. Ich erschien Abraham als El Shadai (der Allmächtige), doch unter Meinem Namen HaWaYaH gab Ich Mich ihnen nicht zu erkennen. Deshalb sage den Kindern Israels: Ich bin HaWaYaH.“ Man muss verstehen, welcher Zusammenhang darin …
926. Komm zum Pharao
926. Komm zum Pharao „Und der Ewige sprach zu Moses: ‚Komm zum Pharao, denn Ich habe sein Herz und das Herz seiner Diener verhärtet, damit Ich diese Meine Zeichen in seiner Mitte setze.‘“ Dazu ist Folgendes zu verstehen: 1) Der Einwand des heiligen Sohar: Warum steht dort nicht: „Geh zum …
927. Zum Thema Chamez und Mazza
927. Zum Thema Chamez und Mazza Es ist zu erklären, worin Chamez (Gesäuertes) und Mazza bestehen und warum Mazza „Brot der Armut“ genannt wird. Ebenso ist die Mishna zu verstehen: „An Pessach wird über das Getreide gerichtet und an Schawuot über die Früchte des Baumes.“ Rabbi Yehuda sagte im Namen …
928. Siehe, ein Volk ist aus Ägypten gezogen
928. Siehe, ein Volk ist aus Ägypten gezogen „Siehe, ein Volk ist aus Ägypten gezogen; siehe, es hat das Auge des Landes bedeckt.“ Man muss sagen, dass die Sitra Achra (die andere Seite) spricht: Siehe, als das Volk Israel aus Ägypten auszog, also der Herrschaft der Ägypter entkam, bedeckte es …
929. Das Pessach-Opfer
929. Das Pessach-Opfer „Mit Mazot (ungesäuerten Broten) und bitteren Kräutern sollen sie es essen.“ Das Wort Korban (Opfer) bezeichnet die Annäherung an den Schöpfer. Pessach bedeutet, dass Er sie näherbrachte, über das Schlechte in ihnen hinwegging und nur auf ihre guten Taten sah. Dies geschah, nachdem sie unter der Herrschaft …
930. Die Bedeutung des Monatsanfangs
930. Die Bedeutung des Monatsanfangs „Dieser Monat“, also Nisan, „ist der Anfang der Monate“. Das Wort Monat (Chodesh) bezeichnet Erneuerung (Chidush). „Anfang“ bedeutet Beginn. Der erste Anfang bestand darin, dass der Schöpfer den Auszug aus Ägypten bewirkte. Denn dies liegt über der Natur. Der Mensch kann nur im Rahmen der …
931. Pe-Sach
931. Pe-Sach Rabbi Seira sagte dazu: „Freude hat ein Mensch an der Antwort seines Mundes, und wie gut ist ein Wort zur rechten Zeit.“ Wann hat ein Mensch Freude? Wenn ihm die Antwort im Mund liegt. Rashi erklärt: „Wann freut sich ein Mensch über sein Studium? Wenn er eine Antwort …
932. Die erste Erneuerung
932. Die erste Erneuerung Alle Erneuerungen beginnen erst, nachdem der Mensch gewürdigt wurde, aus dem Empfangen für sich selbst herauszukommen. Darin liegt der Grund, warum es verboten ist, einen Götzendiener die Tora zu lehren. Denn solange der Mensch in Ägypten ist, kann er kein Jude sein, da er Pharao, dem …
933. Über den Auszug aus Ägypten
933. Über den Auszug aus Ägypten Unsere Weisen sagten, dass man die Geschichte vom Auszug aus Ägypten in Form von Frage und Antwort erzählen muss. Wer niemanden hat, der ihn fragt, fragt sich selbst: „Was unterscheidet sich …?“ und so weiter. Dies ist im Sinne der ethischen Lehre zu erklären. …
934. Die Pflicht, vom Auszug aus Ägypten zu erzählen
934. Die Pflicht, vom Auszug aus Ägypten zu erzählen „Und selbst wenn wir alle weise sind … ist es für uns eine Mizwa, vom Auszug aus Ägypten zu erzählen.“ Man muss sagen: Obwohl wir bereits Menschen der Tora und der Einsicht sind, müssen wir dennoch die Wurzel des Auszugs des …
935. Zum Thema Mazza
935. Zum Thema Mazza Mazza bezeichnet hier Streit und Auseinandersetzung (Mazza uMeriwa), wie in den Worten: „Als sie gegen den Ewigen stritten.“ Es gilt die Regel: Solange man sich mit dem Teig beschäftigt, wird er nicht sauer, selbst wenn man das den ganzen Tag tut. Denn solange der Mensch unter …
936. Die Zeit der Erlösung
936. Die Zeit der Erlösung „Am zehnten Tag: der Stammesführer der Söhne Dans, Ahieser, der Sohn Ammishaddais.“ Die Zeit der Erlösung rückt näher, und wir müssen uns stärker auf das Licht der Erlösung vorbereiten – auf den Auszug aus der Knechtschaft in die Freiheit. Bekanntlich kann man das Exil erst …
937. Fragen zum Auszug aus Ägypten
937. Fragen zum Auszug aus Ägypten 1) Die Einwände des Frevlers (Rasha). Man muss die Antwort auf den Einwand des Frevlers verstehen, der fragt: „Was ist das für ein Dienst für euch?“ Und: „Wäre er dort gewesen, wäre er nicht erlöst worden.“ Aus welchem Grund hätte er das Exil nicht …
938. Über den Omer
938. Über den Omer Der Omer (Garbe) leitet sich von den Worten „Wir binden Garben“ ab und bezeichnet eine Verbindung. Der Mensch muss sich bemühen, dass die Verbindung zwischen ihm und dem Schöpfer leuchtet – von den Worten „Saphir und Diamant“. Die Welt wird als die sechs Werktage und der …
939. Der Auszug aus Ägypten und die Gabe der Tora
939. Der Auszug aus Ägypten und die Gabe der Tora Beim Auszug aus Ägypten empfingen sie Gefäße des Gebens, also Gefäße von Chassadim. Das Teilen des Roten Meeres entspricht dem Sehen, also den Lichtern von Chochma, die in Gefäßen des Empfangens empfangen werden. Dort geschah es durch ein Erwachen von …
940. Der Punkt im Herzen
940. Der Punkt im Herzen Seit der Tempel zerstört wurde, gilt das Wort: „Sie sollen Mir ein Heiligtum machen, und Ich werde in ihnen wohnen.“ Gemeint ist der Punkt im Herzen: Er soll ein Ort des Heiligtums sein, in dem das Licht des Schöpfers wohnt, wie geschrieben steht: „Ich werde …
941. Der Berg Sinai
941. Der Berg Sinai „Was ist der Berg Sinai? Der Berg, auf den Hass gegenüber den Völkern der Welt herabstieg.“1 Es ist zu verstehen, warum die Tora gerade bei Israel Hass bewirkte und warum wir nicht sagen, dass zwischen Ismaeliten und Christen und dergleichen Hass herrscht. Im Sinne der ethischen …
942. Über den Verstand, der das Herz beherrscht
942. Über den Verstand, der das Herz beherrscht „Verstand“ (Mocha) bezeichnet Chochma. „Herz“ bezeichnet Bina, also das Licht der Chassadim. Der Verstand kann herrschen: Er kann bestimmen, dass dieses Licht gerade dann leuchtet, wenn er ein Herz besitzt, also die Gnaden. Denn solange ihm die Gnaden fehlen, kann das Licht …
943. Drei Arten der Tora
943. Drei Arten der Tora Es gibt drei Formen der Tora: 1) die sogenannte Tushiya (Weisheit), die die Kraft des Menschen erschöpft; 2) die Tora als Gewürz; 3) das Licht der Tora. Die ersten beiden Formen dienen der Vorbereitung auf den Empfang der Tora. Nur die dritte Form wird als …
944. Die Tora wird mit zwei Augen gegeben
944. Die Tora wird mit zwei Augen gegeben „Du hast mein Herz mit einem deiner Augen gewonnen.“ Vor dem Empfang der Tora galt: „mit einem deiner Augen“, nach dem Empfang der Tora dagegen: „mit deinen beiden Augen.“ Wir müssen den Unterschied zwischen zwei Augen und einem Auge verstehen. Zunächst müssen …
945. Der neunte Aw
945. Der neunte Aw Zum Schabbat Nachamu Unsere Weisen sagten zu dem Vers: „Die ganze Gemeinde erhob ihre Stimme; sie schrien und weinten.“ Rabba sagte im Namen von Rabbi Yochanan: „Jene Nacht war die Nacht des neunten Aw.“ Der Schöpfer sagte: „Sie weinten grundlos, und Ich werde ihnen ein Weinen …