425. Und Korach nahm
Korach 5740 [Juni 1980]
„‚Und Korach nahm‘1 – er nahm sich einen schlechten Rat“, denn „der Rat des Ewigen bleibt ewig bestehen“.2
Nun, der Mensch handelt gewöhnlich so, wie es ihm sein Verstand gebietet, [der ihm sagt,] dass es für ihn gut sein wird; das kann er tun. Was ihm sein Verstand hingegen nicht gebietet, fällt ihm schwer zu tun, und erst recht das, was seinem Verstand widerspricht. Deshalb fragte [Korach], ob ein Tallit (Gebetsschal), der ganz aus himmelblauem Garn besteht, Zizit (Schaufäden) benötigt, oder ob ein Haus voller Bücher eine Mesusa (Schriftkapsel am Türpfosten) benötigt usw.
Das, was in den Verstand eingekleidet ist, heißt „schlechter Rat“. Was dagegen über dem Verstand steht, heißt „Rat des Ewigen“, und dieser „bleibt ewig bestehen“.
Wie mein Vater und Lehrer, Baal HaSulam, sagte: Da der Schöpfer für die Geschöpfe den Weg über dem Verstand gewählt hat, wusste Er gewiss, dass dies der beste Weg ist. Das nennt man „Rat des Ewigen“. Gerade dadurch kann der Mensch zur Vollkommenheit des Ziels gelangen.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026