444. Die Finsternis geht dem Licht voraus
„Wenn der Lehrer einem Engel gleicht …“ „Wer ist reich? Wer mit seinem Anteil zufrieden ist.“ Durch das Essen wird der Mensch körperlich.
Nahrung hat keinen Geschmack, wenn sie nicht über Zunge und Gaumen aufgenommen wird. Dasselbe gilt für die spirituelle Nahrung: Wenn man Tora und Mizwot nicht durch den Glauben an den Schöpfer aufnimmt, haben sie keinen Geschmack – genau wie körperliche Nahrung.
Es gibt das Schöpfungsziel und die Korrektur der Schöpfung. Wird Nahrung nicht auf die ihr gemäße Weise gegessen – durch Gaumen und Zunge –, gibt es keinen Genuss. Im Bereich von Tora und Mizwot entsprechen ihnen das Handeln um des Himmels willen und lo liShma. Die Nacht folgt dem Tag, denn jedes Licht ruht auf der ihm eigenen Finsternis, so wie jede Antwort auf der zu ihr gehörenden Frage beruht. Daher kann es kein Licht und keinen Tag geben, bevor Finsternis und Nacht da sind.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026