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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 461. „Sieh“ in der Singularform

461. „Sieh“ in der Singularform

„Sieh“ steht in der Einzahl, „vor euch“ in der Mehrzahl. „Und der Segen: dass ihr hört.“ Warum heißt es nicht „wenn ihr hört“ – also dass der Segen an eine Bedingung geknüpft ist? Er erklärt: „Sieh“ gilt für jeden Einzelnen. Das bedeutet: Hinsichtlich des Sehens sind alle gleich.

Man muss fragen: Nach seiner Erklärung muss die gesamte Gemeinschaft zum Sehen gelangen, nämlich: „Sieh, Ich lege vor euch.“ Der Schöpfer ist es, der den Segen gibt. Was ist der Segen? Er sagt: „Die Tora, auf die ihr hören werdet“ – das ist der ganze Segen.

Doch demnach muss man fragen: Wenn der Schöpfer den Segen gibt und dies nicht in der Hand des Menschen liegt, worin besteht dann die Wahl, sodass man sagen kann, dem einen gibt Er den Segen und dem anderen nicht? Dies wird am Ende des Wochenabschnitts Ekew erklärt. Dort steht: „Denn wenn ihr auf diese ganze Mizwa, die Ich euch zu tun gebiete, genau hört:“

1) „den Ewigen, euren Gott, zu lieben“,

2) „auf all Seinen Wegen zu gehen und Ihm anzuhaften“.

Das heißt: Wer alle drei Dinge auf der Ebene der Tat erfüllt, dem gibt der Schöpfer das Hören, wie geschrieben steht: „Wir werden tun und wir werden hören.“ Dadurch, dass er sie auf der Ebene der Tat auf sich nimmt, gibt ihm der Schöpfer das Hören, wie geschrieben steht: „Der Segen: dass ihr auf die Mizwot des Ewigen hört, die Ich euch heute gebiete.“

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026