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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 457. Der Rat des Schöpfers besteht ewig

457. Der Rat des Schöpfers besteht ewig

Zum Vers „Der Rat des Schöpfers besteht ewig“ ist zu verstehen: Es ist eine allgemeine Regel, dass ein Mensch einen bestimmten Rat nutzt, um etwas zu erlangen. Nachdem er es jedoch erlangt hat, nutzt er diesen Rat nicht mehr. Was bedeutet dann „besteht ewig“?

Es ist zu fragen: Da der Mensch nach der Einschränkung (Zimzum) erschaffen wurde, liegt Verhüllung auf ihm. Wie kann er dann des Ziels würdig werden, das „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ heißt? Deshalb gab der Schöpfer einen Rat: die Absicht darauf auszurichten, um zu geben. Dieser Rat besteht ewig, denn es ist unmöglich, irgendeine Fülle zu empfangen, ohne den Rat zu nutzen, um zu geben. Sobald der Mensch diese Absicht nicht mehr nutzen kann, geht ihm das verloren, was er erlangt hat.

„Erfreue sie mit einem vollkommenen Bau.“ Worin besteht die Vollkommenheit? Darin, dass zwei Dinge vorhanden sind: 1. die Fülle und 2. das Empfangen der Fülle, sodass sie in seiner Hand Bestand hat. Kann der Mensch nicht die Absicht aufbringen, um zu geben, gibt es keine Vollkommenheit, weil die Fülle von ihm weicht.

Oder man kann „vollkommener Bau“ als Chochma und Chassadim deuten, denn nur durch diese beiden hat die Fülle in seiner Hand Bestand.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026