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426. Das Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Gerechten, und eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers

Korach 5741 [Juni 1981]

„Das Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Gerechten, gleicht nicht dem Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers.“1

Eine Handlung, die der Mensch vollzieht, heißt „Vater“. Die Absicht, die er auf die Handlung richtet, heißt „Nachkomme“. Das bedeutet: Zuerst handeln wir, danach hören wir.

Bei der Handlung muss man zwei Arten unterscheiden: Eine Handlung des Gebens heißt Handlung eines Gerechten (Zaddik); eine Handlung des Empfangens wird als Handlung eines Frevlers (Rasha) bezeichnet. Wenn der Mensch darum beten geht, dass man ihm die Kraft gibt, seine Absicht immer darauf richten zu können, um des Himmels willen zu handeln, heißt dies „ein Gerechter, der Sohn eines Gerechten“. Betet er dagegen darum, dass man ihm die Kraft gibt, seine Absicht um des Himmels willen in einem Kli (Gefäß) des Empfangens auszurichten, heißt dies das Gebet „eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers“.

Dies ist der Sinn davon, dass das Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Gerechten, angenommen wird, während das Gebet eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers, nicht immer angenommen wird. Unsere Weisen sagten: „Nicht jeder Mensch wird mit zwei Tischen belohnt.“2 Ebenso sagten sie über Rabbi, dass bei ihm Tora und Größe an einem Ort waren. Man muss jedoch verstehen: Rabbi sagte doch, dass er von dieser Welt nicht einmal mit seinem kleinen Finger etwas genossen hat. Zu welchem Nutzen gab ihm der Schöpfer dann die Tora und die Größe?

Nach dem oben Gesagten ist vielmehr zu erklären, was „Nicht jeder Mensch wird mit zwei Tischen belohnt“ bedeutet. Der eine Tisch bedeutet, dass der Mensch geben kann, um zu geben. Dies gilt als Zustand eines Gerechten und als Zustand „Tora“. „Größe“ heißt Gadlut (Erwachsensein), und das ist der Zustand eines Gerechten, des Sohnes eines Frevlers, wenn er empfängt, um zu geben. Sein gesamtes Kli des Empfangens, das als Frevler bezeichnet wird, war dann nicht zu seinem eigenen Nutzen da, sondern um zu geben.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Babylonischer Talmud, Yewamot 64a. ↩

  2. Babylonischer Talmud, Brachot 5b. ↩