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416. Dies ist die Herstellung der Menora (des Tempelleuchters) – 1

Beha’alotcha 5739 [1979]

„Dies ist die Herstellung der Menora.“1 Rashi erklärte, dass der Schöpfer sie ihm mit dem Finger zeigte, weil er Schwierigkeiten damit hatte. „Aus einem Stück“: Sie bestand aus einem Talent Gold, das er mit dem Hammer bearbeitete usw. „So stellte er die Menora her“ – an einer anderen Stelle heißt es, dass sie sich durch den Schöpfer von selbst herstellte. „Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses soll er sie aufstellen.“2

Wir müssen verstehen, was es bedeutet, dass Moses die Herstellung der Menora Schwierigkeiten bereitete. Worauf weist es hin, dass sie aus einem Talent Gold bestand und dass er sie mit dem Hammer bearbeitete? Und was bedeutet es, dass sie sich durch den Schöpfer von selbst herstellte?

Im übertragenen Sinn bezeichnet die Menora den Körper des Menschen. Wenn sich das Licht des Schöpfers in ihn kleidet, leuchtet der Mensch wie eine Menora. Deshalb hatte Moses Schwierigkeiten damit, wie der menschliche Körper das Höhere Licht einkleiden kann, wo doch zwischen dem Licht und dem Kli (Gefäß), also dem Körper des Menschen, ein Unterschied der Form besteht.

Darauf lautet die Antwort: „Sie bestand aus einem Talent Gold.“ Der Körper wird „ein Talent Gold“ genannt. Das hebräische Wort für Gold, זהב, wird hier als זה–הב („dies – gib“) gelesen; damit ist das Verlangen zu empfangen gemeint. „Er schlägt darauf“ bezeichnet einen Siwug de Hakaa (Paarung durch Schlagen), der durch die Schläge und die Überwindung des Menschen zustande kommt. Denn zwei entgegengesetzte Dinge werden als „Schlagen“ bezeichnet: Jedes schlägt gegen das andere und will es annullieren. Gemeint ist also, dass der Mensch auf sein Verlangen zu empfangen hämmerte, um es zu annullieren.

Doch „er hatte Schwierigkeiten damit“ bedeutet, dass es nicht in der Macht des Menschen liegt, das Verlangen zu empfangen so umzuwandeln, dass es mit der Absicht zu geben arbeitet. Darauf lautet die Antwort: „So stellte er die Menora her“ – sie stellte sich durch den Schöpfer von selbst her. Das ist die Bedeutung von „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“3 Was der Körper dem Menschen sagt – dass es nicht in der Macht des Menschen liegt, es umzuwandeln –, ist jedoch wahr.

Somit wird die Schwierigkeit, dies zu tun, Kli genannt. Sie ist eine Form des Mangels. Danach kann die Fülle kommen, die „Füllung“ genannt wird, und den Mangel füllen. Hat der Mensch dagegen keine Fragen, hat er keinen Ort, an dem er die Füllung des Mangels empfangen kann; diese wird „Hilfe von oben“ genannt. Daraus folgt: Wenn der Mensch ohne Fragen gar nicht erst beginnt, gibt es keinen Ort, an dem der Mangel gefüllt werden kann.

Darauf bezieht sich der Vers „Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses“4 usw.: Die Menora ist ein Zeugnis für alle Menschen, dass die Shechina (göttliche Gegenwart) in Israel weilt. Dazu stellt sich die Frage: „Braucht Er denn ihr Licht? Schließlich gingen sie vierzig Jahre in Seinem Licht“5 usw. Welcher unvernünftige Mensch könnte meinen, die Menora würde für den Schöpfer leuchten, wo doch einer der dreizehn Glaubensgrundsätze besagt, dass Er keinen Körper hat? Wie kann die Menora also für Ihn bestimmt sein?

Vielmehr ist damit das Licht der Unteren gemeint, das heißt das Licht, das durch das Erwachen der Unteren kommt. Als Beleg führt er an, dass es in der Wüste ausschließlich durch ein Erwachen von oben geschah und nicht durch die Taten der Unteren. Gerade darin liegt das Zeugnis: Obwohl von einer Tat die Rede ist, geschah dennoch ein Wunder; ein Wunder bedeutet, dass es nicht durch die Taten der Unteren zustande kam. Das ist die Bedeutung von „Sind sie würdig: ‚Ich werde es beschleunigen‘; sind sie nicht würdig: ‚zu seiner Zeit‘.“6 Die ganze „Beschleunigung“ dient den Unteren, damit sie meinen, sie täten etwas.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. 4. Mose 8:4. ↩

  2. 3. Mose 24:3. ↩

  3. Babylonischer Talmud, Schabbat 104a; Yoma 38b. ↩

  4. 3. Mose 24:3. ↩

  5. Babylonischer Talmud, Schabbat 22b. ↩

  6. Babylonischer Talmud, Sanhedrin 98a. ↩