713. Wer auf dem Weg geht
Rabbi Yehoshua ben Levi sagte: „Wer auf dem Weg geht und keine Begleitung bei sich hat, soll sich mit der Tora beschäftigen, wie es heißt: ‚Denn sie ist ein Kranz der Anmut (Chen).‘.“1
Man muss verstehen, warum jemand, der sich auf den Weg macht, unbedingt Begleitung braucht. Man kann dies im Sinne der ethischen Lehre erklären: Mit dem Weg ist der Weg des Schöpfers gemeint. Begleitung bedeutet Anhaftung (Dwekut), wie geschrieben steht: „Denn jetzt wird sich mein Mann mir anschließen.“
Damit wird uns gesagt: Wer auf dem Weg des Schöpfers geht und keine Anhaftung hat, dem wird geraten, sich mit der Tora zu beschäftigen. Denn der Grund dafür, dass er keine Anhaftung hat, liegt darin, dass noch Böses in seinem Herzen ist. Wenn er sich mit der Tora beschäftigt, führt ihn das Licht in ihr zum Guten zurück. Dann wird er der Anhaftung würdig.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Eruwin 54a. ↩