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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 691. Die Tora wurde im Geheimen gegeben

691. Die Tora wurde im Geheimen gegeben

„Sie soll den Höheren genügen, und [die Tafeln] sollen nicht in die Hände Moses übergeben werden.“

Die Tora soll gegeben werden, wenn der Mensch auf einer hohen Stufe steht. „Und [die Tafeln] sollen nicht in die Hände Moses übergeben werden“, denn Moses wird „der treue Hirte“ genannt, und die Hände Moses stehen für den Glauben. Dann tritt der Satan als Ankläger auf und sagt: Es ist unmöglich, dass die Tora angenommen wird, wenn der Mensch ihrer nicht würdig ist. Der Rat lautet jedoch: In den Händen Moses kann sie angenommen werden, also im Glauben. Dann befindet sich der Mensch über dem Verstand, und dort gibt es keine Fragen, denn alle Fragen entstehen nur innerhalb des Verstandes.

Wenn der Mensch die Tora öffentlich empfangen will, versteht er daher, dass sein Bedürfnis nach der Tora aus lo liShma entsteht. Beim verborgenen Weg dagegen spielt lo liShma keine Rolle. Wenn er die Tora dann empfängt, geschieht dies einzig in der Absicht, dass sie ihm Glauben bringt. Daher muss sie im Geheimen gegeben werden, und zwar nur während der Katnut (Kleinsein). Während der Gadlut (Erwachsensein) hingegen wird die Tora als Heilmittel und Lebenselixier bezeichnet.

Dies ist auch die Erklärung der anderen Deutung, die Tohu (Leere) genannt wird, also des Aspekts: „Er hängt die Erde über dem Nichts auf.“ Daher erklärt Rabbi Chanan, dass die Tora die Kraft des Menschen schwächt. Dann sieht er, dass ihm der Glaube fehlt. So ergibt sich, dass sie alle auf ein und dasselbe abzielten.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026