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643. Unterstützer der Tora

„Wenn ein Mensch von euch dem Ewigen ein Opfer darbringt.“ Das Thema der Opfer weist uns darauf hin, dass der Mensch sich dem Schöpfer nähern muss. Denn Korban (Opfer) kommt vom Wort Hitkarwut (Annäherung), wie geschrieben steht: „Und Ihm anzuhangen.“ Das bedeutet: „Halte dich an Seine Eigenschaften: Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig.“ Wenn der Mensch dagegen den ganzen Tag nur zu seinem eigenen Vorteil tätig ist, entfernt er sich dadurch vom Schöpfer. Und wer von einem anderen entfernt ist, kann nichts von ihm empfangen.

Wenn der Mensch also „so sei auch du barmherzig“ erfüllt, nennt man das Anhaftung (Dwekut). Dann vereint er sich mit dem Schöpfer. Wenn ein Mensch daher ein Opfer darbringt, also dem Schöpfer einen Teil seines Besitzes gibt – von dem, was seinem eigenen Wohl und Genuss dient –, nähert er sich dadurch dem Schöpfer.

Das ist die Bedeutung von „Wenn ein Mensch von euch ein Opfer darbringt“: Er muss dem Schöpfer einen Teil „von euch“ geben. Indem er „so sei auch du barmherzig“ erfüllt, nähert er sich dem Schöpfer. So war es zu der Zeit, als der Tempel bestand.

„Doch jetzt ist wegen unserer Sünden der Tempel zerstört, das tägliche Opfer ist aufgehoben, und wir haben weder einen Priester bei seinem Dienst noch einen Leviten auf seinem Podium noch Israel an seinem Stand. Und Du hast gesagt: ‚So wollen wir Stiere durch unsere Lippen ersetzen.‘“ Unsere Weisen sagten: „Dies ist die Tora des Brandopfers“ – als hätte er ein Brandopfer, ein Sündopfer und so weiter dargebracht.

Doch nicht jedem wurde die Möglichkeit gegeben, die Tora zu studieren. Deshalb wurde uns die Partnerschaft von Issachar und Sebulon gegeben, durch die beide ein gemeinsames Unternehmen bilden. Wenn jemand diejenigen unterstützt, die die Tora studieren, gilt dies daher so, als würde er selbst die Tora studieren. Dadurch werden wir der Annäherung an den Schöpfer würdig, und dadurch wird sich erfüllen: „Sie ist ein Baum des Lebens für die, die an ihr festhalten, und wer sie unterstützt, ist glücklich.“ Mögen wir bald, noch in unseren Tagen, der vollständigen Erlösung würdig werden. Amen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026