661. Zweig und Wurzel
Der Lohn an Ort und Stelle besteht darin, dass der Mensch wertschätzen muss, dass er die Mizwot (Gebote) erfüllt, die der Schöpfer geboten hat, und die Tora, die der Schöpfer gegeben hat. Der ganze Lohn besteht darin, dass er auf die Stimme des Schöpfers hört und gewürdigt wird, mit dem Schöpfer zu sprechen. Ein anderer Lohn – dass er dadurch etwas für sich selbst erhält, was als Eigennutzen bezeichnet wird – gilt nicht als Arbeit um des Himmels willen.
Die Verbindung der Spiritualität mit dem materiellen Körper heißt Zweig und Wurzel. Diese Verbindung kann man nicht erlangen, bevor der Mensch der Tora liShma würdig geworden ist. Bis dahin ist alles unwahr, denn bevor man die Wurzeln erlangt, kann man sie nicht mit den Zweigen verbinden.
Vielmehr muss man glauben, dass alles, was es in dieser Welt gibt, von Ihm ausgeht, dass Er alles belebt und dass es ohne Ihn keine Kraft gibt, die diese materielle Welt beleben könnte. Sogar die Klipot (Schalen) belebt Er, wie geschrieben steht: „Sein Königtum herrscht über alles“ und „Du belebst sie alle“ – sogar die Klipot.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026