<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek

659. Was sind Tora und Arbeit?

Beim Schöpfer kann man von Tora sprechen, denn Arbeit gehört ausschließlich zu den Geschöpfen.

Arbeit gilt nur für die Geschöpfe. Wenn von Arbeit gesprochen wird, ist damit gemeint, dass man lernt, was der Mensch tun muss. In diesem Zustand muss der Mensch sagen: „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich?“

Danach muss man zu dieser Arbeit den Aspekt der Tora hinzuziehen. Damit ist das gemeint, was der Schöpfer tut. Man muss also den Aspekt der Hashgacha Pratit (Persönliche Vorsehung) heranziehen und darf nicht sagen: „Meine Kraft und die Stärke meiner Hand haben mir diesen Reichtum verschafft.“ Die Tora wird als die Namen des Schöpfers bezeichnet; das bedeutet, dass der Schöpfer alles tut.

Die Arbeit des Menschen ist im Aspekt der Tora des Schöpfers eingeschlossen. Das heißt, der Mensch schreibt seine gesamte Arbeit dem Schöpfer zu. Deshalb steht geschrieben, dass die Tora die Namen des Schöpfers genannt wird.

In allem muss man zwischen dem Aspekt der Tora und dem der Arbeit unterscheiden. Wenn sich der Mensch mit der Tora beschäftigt, muss ihm immer der Lohn vor Augen stehen, den er sich vom Studium der Tora erhofft.

1) Arbeit. „Das Licht in der Tora führt ihn zum Guten zurück.“ Daraus erhält er die Kraft zur Arbeit, sodass alles, was er tut, in der Absicht zu geben geschieht.

2) Tora. Der heiligen Namen würdig zu werden, denn: „Wer die Gebote seines Meisters nicht kennt, wie kann er Ihm dienen?“

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026