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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 642. Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen

642. Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen

Wochenabschnitt Shoftim, 6. Elul 5724 [14. August 1964], Jessodot

„Der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebst und das Land in Besitz nimmst, das der Ewige, dein Gott, dir gibt.“

Die Kommentatoren fragen nach der Verdoppelung der Formulierung „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit“. Außerdem ist zu fragen: „Damit du lebst“ – kann ein Mensch etwa nicht leben, wenn er nicht nach Gerechtigkeit (Zedaka) strebt? Und ebenso heißt es: „Und du wirst in Besitz nehmen.“ Als das Volk Israel in seinem Land lebte, wie kann man da „du wirst in Besitz nehmen“ in der Zukunftsform sagen?

Bekanntlich gelangt man „aus lo liShma zu liShma“. Es ist zu fragen: Warum beginnt der Mensch seine Arbeit nicht von Anfang an unmittelbar liShma?

Zunächst wollen wir erklären, was liShma und lo liShma bedeuten. Die einfache Erklärung von liShma lautet „um des Himmels willen“: Alles, was der Mensch denkt und wonach er verlangt, dient allein dem Schöpfer. Das nennt man, dem Schöpfer zu geben. Bekanntlich wurde der Mensch mit dem Bösen Trieb (Jezer haRa) erschaffen, wie geschrieben steht: „Denn der Trieb des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an.“

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026