663. Wenn er würdig wird, wird seine Arbeit von anderen verrichtet
„Wenn er würdig wird, wird seine Arbeit von anderen verrichtet.“ Wenn er jedoch nicht würdig wird, verrichtet er seine Arbeit selbst.
Man muss verstehen, worin die Bedeutung des „Würdigwerdens“ liegt, wenn seine Arbeit von anderen verrichtet wird. Dann ist dies doch der Aspekt des Brotes der Schande (Nahama deKisufa). Worin liegt also der Gewinn?
Man muss erklären: „Andere“ bezeichnet den Aspekt der Rückseiten (Achoraim). Es gibt vorderseitige Gefäße (Kelim de Panim), die Gefäße des Gebens heißen, und rückseitige Gefäße (Kelim de Achoraim), die Gefäße des Empfangens heißen. Solange ein Mensch noch nicht vollkommen geworden ist, also die Stufe des „Würdigwerdens“ noch nicht erreicht hat, verrichtet er deshalb seine Arbeit – die Heilige Arbeit – mit den vorderseitigen Gefäßen, den Gefäßen des Gebens. Mit ihnen kann er die Heilige Arbeit verrichten.
Wenn er dagegen würdig geworden ist, wird seine Arbeit – die Heilige Arbeit – von anderen verrichtet. Das heißt: Nun kann er auch die rückseitigen Gefäße, die Gefäße des Empfangens, um des Himmels willen nutzen.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026