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625. Die Mizwa der Sukka

Im Morgengebet des zweiten Tages sagt der Dichter im liturgischen Gedicht: „Die Mizwa der Sukka soll in deinen Augen nicht gering sein, denn sie wiegt so viel wie alle Mizwot des Gesetzes Seiner Satzungen.“

Man muss fragen: Warum wiegt die Sukka so viel wie alle Mizwot? Mein Vater und Lehrer erklärte, dass die Sukka der Aspekt des Glaubens ist – der „Schatten des Glaubens“ (Zila deMehemnuta). Daraus verstehen wir: Der Glaube wiegt so viel wie alle Mizwot; in dem Maß, in dem ein Mensch glaubt, erfüllt er auch die Mizwot.

So verstehen wir auch, was dort geschrieben steht: „Denn keinem, der sie hütet, wird ein Missgeschick widerfahren.“ Wer Glauben hat, kann durch nichts zu Fall kommen. „Und alle, die sie missachten, wird künftig ein Fluch treffen“, denn sie haben keinen Glauben. Deshalb erfüllten sie die Tora und die Mizwot nicht um des Himmels willen, sondern lo liShma. Von wem können sie also Lohn fordern, da sie sich nicht um des Himmels willen damit befasst haben?

Wie ich im Zusammenhang mit einer leichten Mizwa erklärte, bei der kein finanzieller Verlust entsteht: Wer seine Absicht um des Himmels willen ausrichten will, muss dafür weder besonderes Geld ausgeben noch besondere Zeit aufwenden, wie oben gesagt wurde.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026