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611. Kapital und Früchte

„‚Es gibt ein Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe, und schwer lastet es auf dem Menschen.‘ Dieses Übel ist die Macht des Bösen im Herzen, das über die Dinge dieser Welt herrschen will und auf jene Welt nicht achtet.“1

Der Schöpfer gibt ihm Reichtum, damit er dadurch der Kommenden Welt würdig wird, denn über Reichtum heißt es: „Arm ist nur, wer arm an Verstand ist.“ Daraus folgt: Der Schöpfer gab ihm Verstand, also Tora und gute Taten, damit er dadurch der Kommenden Welt würdig wird. Die Kommende Welt bezeichnet Bina, also ein Gefäß des Gebens. Er hingegen benutzt die Tora und die Mizwot dazu, dieser Welt würdig zu werden, die Malchut heißt, also das Verlangen zu empfangen (Razon lekabel).

Es gibt Kapital und Früchte. Das Kapital ist für die Kommende Welt bestimmt, und die Früchte sind dazu da, in dieser Welt gegessen zu werden.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Sohar, BeHaalotcha, S. 52, Punkt 140. ↩