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610. Erwerb einer Frau

„‚Sende für dich.‘ Rabbi Yehoshua sagt: ‚Womit war dies vergleichbar? Mit einem König, der für seinen Sohn eine schöne Frau aus guter Familie und mit großem Vermögen bestimmte … Schau sie dir an … Nur deinem Sohn gebe ich sie‘.“1

Wenn der Mensch in die spirituelle Arbeit eintritt, verspricht ihm der Schöpfer, ihm eine schöne Frau usw. zu geben. Gemeint ist der Aspekt der Neshama (Seele), der „Frau“ genannt wird. Der Mensch sagt: „Ich möchte sie sehen.“ Das bedeutet: Das Kli (Gefäß) der Neshama heißt „Glaube über dem Verstand“, doch der Mensch möchte, dass sie innerhalb des Verstandes ist. Er will also nicht glauben, dass es sich lohnt, sie zu nehmen.

Mit anderen Worten: Der Mensch kann nicht glauben, dass das Schöpfungsziel (Mattarat haBeria) – Seinen Geschöpfen Gutes zu tun – in der Tora und den Mizwot liegt. Um die Neshama zu empfangen, muss er bezahlen, das heißt, ihr etwas geben. Indem sie das Geld zur Eheschließung annimmt, willigt sie ein, seine Frau zu werden und ihm zu dienen. Gibt er ihr jedoch nichts, für das sie bereit ist, ihn zum Mann zu nehmen, ist sie ihm nicht angetraut.

Nach dem einfachen Wortsinn muss man fragen: Wie kann es sein, dass eine Frau bereit ist, seine Frau zu werden, weil er ihr eine kleine Münze gibt, ohne diese Münze aber nicht? Lohnt es sich denn, ihn für eine kleine Münze zum Mann zu nehmen? Mit anderen Worten: Was bewirkt diese Münze hier, sodass sie den Ausschlag gibt?

Um eine Frau zu erwerben, muss der Mensch mit seinem Leben bezahlen, wie unsere Weisen sagten: „Die Tora besteht nur durch den, der sich für sie zu Tode bringt.“

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Midrash Rabba, Shlach 16:7. ↩