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605. Und Jitro hörte

„Und Jitro hörte.“ Der heilige Sohar fragt: Hörte etwa Jitro, während alle Völker nicht hörten? Es steht doch geschrieben: „Die Völker hörten und erbebten.“ Vielmehr hörte Jitro und zerbrach, während alle Völker hörten, aber nicht zerbrachen. Daher ist ihr Hören kein Hören.

Man muss fragen: Warum zerbrach Jitro, als er von der Spaltung des Schilfmeers und vom Krieg gegen Amalek hörte? Er sah hier zwei Dinge: Das eine ging vom Schöpfer aus. Der Schöpfer sagte zu Moses: „Der Ewige wird für euch kämpfen, und ihr sollt schweigen.“ Über den Krieg gegen Amalek dagegen heißt es: „Moses sagte zu Josua: ‚Wähle uns Männer aus und zieh hinaus, kämpfe gegen Amalek.‘“ Und über Moses heißt es: „Seine Hände waren Glaube bis zum Sonnenuntergang.“

Man muss sagen: Als sie aus Ägypten auszogen, glaubten sie an den Schöpfer. Aufgrund des Glaubens brauchten sie damals kein Erwachen von unten (Itaruta deLetata). Vielmehr sagte der Schöpfer ihnen, sie sollten nur am Glauben festhalten; dann würde Er für sie kämpfen. Denn die Kraft des Glaubens führt aus allen Nöten heraus.

Denn der Glaube ist im Grunde selbst ein Erwachen von unten, wie unsere Weisen sagten: „Alles liegt in den Händen des Himmels außer der Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel.“ Anders ist es beim Krieg gegen Amalek. Von ihm heißt es: „der dir unterwegs begegnete“; er brachte Unglauben in das Volk Israel. Wie sie „und er schlug die Nachzügler“ erklärten: Er schnitt die beschnittenen Glieder ab und warf sie nach oben. Das heißt, er schleuderte Vorwürfe nach oben und sagte: „Die Mizwot, die Du Deinem Volk Israel geboten hast – was haben sie ihnen genützt?“ So erklärt es Siftei Chachamim.

Was also vom Glauben abhängt – nämlich die Ehrfurcht vor dem Himmel –, liegt in den Händen des Menschen. Deshalb mussten sie kämpfen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026