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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 585. Königtum und Herrschaft gehören dem ewig Lebenden

585. Königtum und Herrschaft gehören dem ewig Lebenden

Der Mensch besteht aus zwei Kräften: dem Guten Trieb und dem Bösen Trieb (Jezer haRa). Jeder von ihnen will über den anderen herrschen. Die Fähigkeit, zu herrschen und Macht auszuüben, wurde dem Menschen gegeben, damit er das Böse in sich beherrschen kann. Tatsächlich aber herrscht das Böse über das Gute. Dann sagt man dem Bösen: Königtum und Herrschaft gehören dem ewig Lebenden.

Der Mensch soll sich nämlich an den ewig Lebenden anhaften können. Die Macht zu herrschen wurde ihm nur dazu gegeben, das Böse in sich zu beherrschen. Dadurch kann er sich an den ewig Lebenden anhaften.

Wenn aber sein Böses über sein Gutes herrscht, will der Mensch auch über andere Menschen herrschen. Der Grund dafür ist, was mein Herr, Vater und Lehrer sagte: Den Genuss, den der Mensch in seinem eigenen Körper empfängt, muss man prüfen: Kommt er dem Guten Trieb oder dem Bösen Trieb zugute? Wenn er dagegen seinem Freund Genuss bereitet, dient dies ganz dem Guten Trieb. Was der Mensch also außerhalb seines eigenen Körpers an Genuss bereitet, gehört bereits zum Guten Trieb.

Wenn daher der Gute Trieb im Menschen herrscht, will er zu seinem Genuss anderen Menschen geben.

Wenn dagegen das Böse in ihm über das Gute herrscht, will der Mensch auch über andere Menschen herrschen, denn sie gelten ihm gegenüber als der Gute Trieb. So wie sein Böses über das Gute in ihm herrscht, will er deshalb auch über andere herrschen, weil sie als der Gute Trieb gelten.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026