563. Definitionen – 2
Feuer wie ein Löwe, Feuer wie ein Hund: Feuer ist die Grundlage des ersten Kli (Gefäß), wenn es sich im Fallen befindet. Es ist das Geheimnis von Chessed – stark wie ein Löwe. Es ist auch das Geheimnis des Sehsinns, dem sich die Handlung unterordnet, ob gut oder böse.
Dies zum Gedächtnis in ein Buch: Sefer (Buch) leitet sich von Sof Or (Ende des Lichts) ab und verweist auf die „Hüter der Schwelle“. So sagte der Schöpfer zu Moses: „Schreibe dies nieder“ und so weiter. Denn das Geschriebene ist dem Gedächtnis nicht immer gegenwärtig. Der Rat lautet daher: „Und man fand es aufgeschrieben.“ Mit der Zeit gerät es nämlich in Vergessenheit, doch durch das Ende des Lichts wird es wieder ins Gedächtnis gerufen.
Amalek und die Teilung des Schilfmeers: Sie sind zwei Gegensätze. Denn die Teilung des Schilfmeers bedeutet, dass das Feuer des einfachen Menschen – der letzte, „Hund“ genannte Aspekt – sich zurückzieht und verborgen wird. Darin liegt das Geheimnis der Worte: „Doch gegen keinen der Söhne Israels wird ein Hund seine Zunge regen.“ Deshalb „wurde Juda zu Seinem Heiligtum“, zum Aspekt von Aba we-Ima: Heiligkeit (Kedusha) im Feuer des Höheren. Ihr Anführer sprang ins Meer und ging hindurch wie auf trockenem Land. Die Ägypter dagegen zogen ihnen von Anfang an nach, denn der letzte Aspekt, der wie ein Hund ist, war verschwunden und abgetrennt worden.
Dann empfanden die „sechshundert Auserlesenen“ großen Genuss, das Geheimnis von WaK de Gadlut, und „Befehlshaber über sie alle“ bedeutet, dass ihnen auch GaR erschien. Darin liegt das Geheimnis der Worte „Ägypten verfolgt sie“, die im Hebräischen in der Einzahl stehen.
Dann „warf Er Pferd und Reiter ins Meer“, „wie einen Stein in mächtige Wasser“. Denn diese Wasser, in denen der Aspekt des Hundes lag – die Wasser des Ortes von Nukwa –, hatten bei der Teilung bereits wie eine Mauer für Israel gestanden: „Ein Hund wird seine Zunge nicht regen“ und so weiter. Nun erwachten sie erneut gegen die Ägypter, und diese stürzten in die Brandung des Meeres.
Refidim: Als sie dann nach Refidim kamen, kehrte jener Hund zurück, der die Befehlshaber des Pharaos ertränkt hatte. Darin liegt das Geheimnis der Worte: „Du aber bist müde und erschöpft und fürchtest Gott nicht.“ Denn nachdem der letzte Aspekt für sie abgetrennt worden war, gelangten sie wieder zur Aufrichtung von Omez, dem Geheimnis der Beute des Meeres. Daher hatten sie keinerlei Ehrfurcht (Jira), denn kein Hund bellte. So stellten sie den Schöpfer erneut auf die Probe: „Ist der Ewige in unserer Mitte oder nicht?“, wie es die Befehlshaber Ägyptens getan hatten.
Da hatten sie kein Wasser zu trinken, wie bei einem Verschluss unter Omez, der „Horeb ohne Wasser“ heißt. Zwar waren sie auch im Meer auf trockenem Boden gegangen und nicht ermüdet; „eine Magd sah am Meer“ und so weiter, und selbst die Kinder im Leib ihrer Mutter sangen ein Lied. Doch dies galt nur für jene Stunde, wegen des Wunders ihrer Rettung aus Ägypten. Es blieb keine Zeit, nach Wasser zu dürsten – und dem Verständigen genügt dies.
Dann schlug er gegen den Felsen, und Wasser strömte hervor. Mit anderen Worten: Moses senkte seine Hand. Bekanntlich „gewann Amalek die Oberhand“, sobald er sie senkte. Deshalb heißt es: „Und Amalek kam.“
Rashis Worte – das Gleichnis vom Vater und die Frage: „Hast du Vater gesehen?“ Der Schöpfer hatte sie bereits auf Seinen Schultern getragen, im Sinne von „Wie ein Adler, der sein Nest aufscheucht … trägt Er ihn auf Seiner Schwinge“, dem Geheimnis des Löwen. Er gab ihnen, was sie begehrten: die Beute Ägyptens und die Beute des Meeres. Denn sie wurden mit großem Besitz aus Ägypten belohnt, indem eine Frau von ihrer Nächsten etwas auslieh. Wenn die böse Klipa [Schale] ihre Schuld dem Höheren anheftet, „saßen sie am Fleischtopf“: Der Schöpfer hatte das Fleisch getötet, es war also Aas oder von einem Raubtier gerissenes Fleisch und nicht von einem Menschen geschlachtet worden – es stammte aus dem Ort von Nukwa. Obwohl sich rückwirkend herausstellte, dass dies „ein Land war, das ihnen nicht gehörte“, lag darin keinerlei Makel.
Und „kein eisernes Werkzeug war zu hören“. Bei dieser Offenbarung zogen sie von dort aus, im Sinne von „Ich und kein Bote“. Dennoch besaßen die Plünderer bereits sehr viele silberne und goldene Gefäße. Darin liegt das Geheimnis der Worte: „Eine Frau leihe von ihrer Nächsten.“ Der heilige Same besaß weder die Möglichkeit noch die Kraft, etwas von der Arbeit mit Gefäßen und Ähnlichem zu verstehen. Durch die Knechtschaft unter der Klipa Ägyptens, die ihm gegen seinen Willen auferlegt worden war, hatte er jedoch das Recht erworben, diese Gefäße für eine gewisse Zeit zu entleihen.
Danach heißt es: „Der Mann Moses war in den Augen des Pharaos sehr angesehen“ und so weiter. Man erkannte, dass die Söhne Israels zum heiligen Samen gehören, und die Sache wurde offenbar. Dennoch fanden sie Gunst, und man gab ihnen die Gefäße.
Die Beute Ägyptens: Sie ist das Geheimnis der Offenbarung der Wohltaten (Chassadim) aus der Zeit ihrer Knechtschaft, im Geheimnis des gesäten höheren Lichts.
Die Beute des Meeres: Sie ist das Geheimnis der Aufrichtung, denn sie gingen auf trockenem Boden. Darin liegt das Geheimnis der Worte „Der Ewige wird regieren“, denn sie sahen „Ägypten tot am Ufer des Meeres“. Das bedeutet: HaWaYaH kämpfte. Die Wasser standen wie eine Mauer – vom ersten Kli her der Löwe zu ihrer Rechten und vom Ort von Nukwa her der Hund zu ihrer Linken. Sie aber gingen auf trockenem Boden – im Geheimnis des Berges Horeb – mitten durch das Meer. Dort befand sich all das Gut Ägyptens in ihrem Besitz, das sie von den Ägyptern ausgeliehen hatten.
Als die Ägypter ihnen danach folgten, kehrten die oberen Wasser von rechts zurück und bedeckten die Streitwagen. Da wurden die Söhne Israels gerettet und sagten: „Dies ist mein Gott, und ich will Ihn verherrlichen.“ Sie wollten nicht mehr in den Schlund des Abgrunds am Ort von Nukwa zurückkehren, in die Arbeit der Befehlshaber. Später sahen sie die Ägypter tot am Ufer des Meeres. Das heißt: Jener Teil, der vom Meer abgetrennt worden war – die Mauer zu ihrer Linken –, hatte sie getötet.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026