833. Weiche vom Bösen und tue Gutes – 4
Der Mensch kennt zwei Betrachtungsweisen: 1) Er sieht, dass er sich in einem Zustand der Niedrigkeit befindet, und macht sich Sorgen und bedauert, dass er sich in Niedrigkeit befindet. 2) Oder er macht sich Sorgen darüber, warum er sich nicht in einem Zustand des Aufstiegs befindet.
Obwohl beides scheinbar dasselbe ist, handelt es sich um zwei verschiedene Dinge. Dies folgt der Regel meines Vaters und Lehrers: „Wo der Mensch mit seinen Gedanken ist, dort befindet er sich.“ Wenn er daran denkt, dass er sich in Niedrigkeit befindet, haftet er der Niedrigkeit an. Denkt er dagegen darüber nach, wie er aufsteigen kann, haftet er bereits dem Aufstieg an. Das nennt man „Tue Gutes“. Vom Bösen aber soll er sich abwenden, denn durch die Anhaftung (Dwekut) an das Böse herrscht das Böse über den Menschen. Deshalb: „Tue Gutes.“
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026