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837. Hafte Seinen Eigenschaften an

„Dank dreier Dinge fällt Regen: dank der Erde, dank der Gnade und dank des Leidens.“1

Man muss fragen: Was bedeutet „dank der Erde“? Besitzt die Erde etwa Wahlfreiheit, sodass man sagen könnte, sie erwirbt dadurch Verdienste, dass sie den Weg des Schöpfers geht?

Im Sinne der ethischen Lehre ist dies so zu verstehen: Mit „Erde“ ist der Aspekt Malchut gemeint, der „Erde“ genannt wird und den Glauben bezeichnet. Bekanntlich gibt es die Eigenschaft „Himmel“ und die Eigenschaft „Erde“, wie geschrieben steht: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.“ „Himmel“ bezeichnet die Tora. Sie gilt als etwas Erhabenes und Hohes – ähnlich dem Himmel, der sich oben befindet.

Die Tora gehört zum Schöpfer, denn Er muss sie dem Menschen als Geschenk geben. Der Glaube dagegen heißt „Erde“, weil er zum Menschen gehört, der sich auf der Erde befindet. Unsere Weisen sagten: „Alles liegt in den Händen des Himmels außer der Ehrfurcht (Jira) vor dem Himmel.“ Der Glaube gehört also zum Menschen: Er muss die Wahl treffen und in der Zeit der Verhüllung das Joch des Königtums des Himmels auf sich nehmen.

Der Begriff Chessed (Gnade) leitet sich von den Worten ab: „Wer ist ein Chassid? Einer, der sagt: ‚Was mir gehört, gehört dir.‘“ Damit ist Geben gemeint, wie unsere Weisen sagten: „Hafte Seinen Eigenschaften an: Wie Er barmherzig ist usw.“ Andernfalls kann man keine Anhaftung (Dwekut) erlangen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Jerusalemer Talmud, Taanit. ↩