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855. Baum und Stein

„Und sie soll einen Monat lang um ihren Vater und ihre Mutter weinen.“ Rabbi Elieser sagt: „Damit sind ihr tatsächlicher Vater und ihre tatsächliche Mutter gemeint.“ Rabbi Akiwa sagt: „Damit ist Götzendienst gemeint, wie es heißt: ‚Sie sagen zum Baum: Du bist mein Vater, und zum Stein: Du hast uns geboren‘.“1

„Baum“ (Ez) bezeichnet „Ratschläge (Ezot)“. Wer sagt, seine eigenen Ratschläge helfen ihm und geben ihm die Fähigkeit, auf dem Weg voranzuschreiten, gilt als jemand, der sagt: „Meine Kraft und die Stärke meiner Hand haben mir dieses Vermögen verschafft.“

„Stein“ (Ewen) ist sprachlich mit „Verständnis“ (Hawana) verwandt. Weil er die Worte des Schöpfers versteht, hat er Kraft, in der Arbeit voranzuschreiten; andernfalls wird er keinerlei Kraft haben.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Yewamot 48b. ↩