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842. Die Arbeit als Ganzes

Die Arbeit als Ganzes besteht aus:

1) Ehrfurcht (Jira). Sie wird die erste Mizwa genannt. Es ist Ehrfurcht in den Aspekten „groß“ und „herrschend“. Dabei handelt es sich um zwei Aspekte: 1) Er erlangt Seine Größe. Wenn er die Erhabenheit des Schöpfers sieht, prägt sich dadurch Ehrfurcht in sein Herz ein, denn er erlangt die Größe des Schöpfers.

Dem Maß der Größe entsprechend prägt sich auch das Maß der Ehrfurcht ein. Hier ist keine Arbeit nötig, denn es ist etwas Natürliches, dass sich der Kleine vor dem Großen annulliert. Wenn durch den Aspekt „groß“ das Maß der Ehrfurcht feststeht, gelangt er dadurch zum Aspekt „herrschend“. Dann besitzt er wahre Ehrfurcht, die allein auf dem Aspekt „herrschend“ beruht.

Das heißt: Selbst wenn er nichts erlangt, sondern sich im Glauben über dem Verstand befindet, ist die Ehrfurcht auf dieser Stufe wahr. Dennoch braucht er die Ehrfurcht im Aspekt „groß“, um das Maß der Ehrfurcht zu kennen.

2) Liebe. Auch bei der Liebe gibt es zwei Formen: von der Seite Seiner Güte und von der Seite des strengen Gerichts.

Die Liebe von der Seite Seiner Güte dient nur dazu, das Maß der Liebe festzulegen, also wie groß sie ist. Nachdem er das Maß der Liebe bereits kennt, muss er dieses Maß als bedingungslose Liebe annehmen, im Sinne von: „Selbst wenn Er dir die Seele nimmt.“ Das ist vollkommene Liebe.

Dann gilt er als beständig angehaftet, denn es gibt nichts auf der Welt, was ihn davon abbringen könnte. Er braucht nämlich nichts, denn über den Aspekt „Er nimmt dir die Seele“ hinaus gibt es auf der Welt nichts mehr. Wer daher in jedem Augenblick zur Selbsthingabe bereit ist, kann sicher sein, dass er auf den Stufen der Heiligkeit (Kedusha) voranschreiten wird.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026