229. Sie öffnete ihren Mund mit Weisheit (Chochma)
„Rabbi Elasar sagte: Was bedeutet der Vers: ‚Sie öffnete ihren Mund mit Weisheit (Chochma), und die Tora von Chessed war auf ihrer Zunge‘? Gibt es denn eine Tora von Chessed und eine Tora, die nicht von Chessed ist? Vielmehr ist die Tora liShma (um des Gebens willen) die Tora von Chessed. Die Tora lo liShma (nicht um des Gebens willen) ist die Tora, die nicht von Chessed ist.“ Das heißt: Die Tora mit der Absicht zu geben heißt Chessed (Gnade), ein Aspekt von Chassadim (Gnaden).
„Manche sagen: Die Tora, um sie zu lehren, ist die Tora von Chessed; die Tora nicht zu lehren ist die Tora, die nicht von Chessed ist.“1
Man muss verstehen, warum sie als eine Tora gilt, die nicht von Chessed ist, wenn er andere nicht lehrt. Vielleicht bedeutet „sie zu lehren“, sie dem eigenen Körper zu lehren, und nicht bloß zu lernen. Das heißt: Er lehrt den Körper, alles mit der Absicht zu tun, zu geben. Daher heißt dies Tora von Chessed. Der Unterschied in den Formulierungen besteht darin, dass jeder die Absicht des Ausspruchs mit anderen Worten erklärt.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Talmud, Traktat Sukka 49b. ↩