245. Die Hilfe des Schöpfers
Wenn der Schöpfer ihm nicht hilft, bleibt er zwangsläufig für immer in seiner Niedrigkeit. Dann erfüllt sich an ihm nicht: „Wenn der Schöpfer ihm nicht helfen würde, könnte er ihn nicht überwinden1“, im Sinne von „Der Ewige wird es für mich vollenden2“. Vielmehr wird die ganze Welt ihn ernähren, und er wird immer auf Menschen angewiesen sein. Wer dagegen auf dem Weg des Schöpfers und nicht auf dem Weg der Welt geht, wird gewürdigt, Anmut in den Augen des Schöpfers zu finden.
Dies gilt gerade für jemanden, der die Hilfe des Schöpfers braucht, wie geschrieben steht: „Wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen.“ Im heiligen Sohar wird dazu erklärt: „Wodurch? Durch eine Seele.“ Der Schöpfer gibt ihm nämlich eine Nefesh der Heiligkeit (Kedusha), und mit dieser Kraft kann er sich reinigen.
Das ist die Bedeutung von „Wird er noch würdiger, gibt man ihm Ruach“: Jedes Mal will er reiner, das heißt noch geläuterter sein. Die als Hilfe empfangene Kraft der Nefesh reicht ihm nur für jene Reinigung, von der er vor dem Empfang der Nefesh der Heiligkeit dachte, dass sie ihm fehlt.
Nachdem er jedoch die Nefesh der Heiligkeit empfangen hat, spürt er, dass es für ihn noch mehr Raum gibt, an der Reinigung zu arbeiten. Die Kraft der Hilfe, die er empfangen hat, reicht ihm nicht aus, um die Seite der Reinheit zum Überwiegen zu bringen. Deshalb betet er und bittet erneut um Hilfe von oben.
In diesem Zustand muss man ihm eine größere Kraft geben als zuvor. Deshalb gibt man ihm nun die Stufe Ruach. Und so geht es weiter, bis man ihm den gesamten NaRaNCHaY seiner Seele gibt.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026