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224. Die Ursache des Glaubens

Die Ursache des Glaubens liegt darin, dass es keinen größeren Genuss gibt, als der Offenbarung der Göttlichkeit und dem Ruhen der Shechina (göttlichen Gegenwart) gewürdigt zu werden.

Damit der Mensch all dies mit der Absicht zu geben empfängt, gibt es die Korrektur der Verhüllung: Er beschäftigt sich mit Tora und Mizwot, auch wenn er keinerlei Genuss empfindet. Das heißt, er tut es nicht, um Lohn zu empfangen. Wenn er dieses Kli (Gefäß) besitzt, öffnen sich ihm sofort die Augen, um das Angesicht des Schöpfers zu empfangen. Sobald in ihm jedoch das Verlangen erwacht, dass es sich lohnt, dem Schöpfer wegen des Genusses zu dienen, fällt er sofort in Verhüllung.

Dies gilt als Tod. Zuvor war er an das Leben angehaftet, und dazu gelangte er nur durch die Kraft des Glaubens. Wenn er daher nun korrigiert ist und erneut beginnt, im Glauben zu arbeiten, erhält er seine Lebensseele zurück. Dann sagt er: „Ich danke Dir, dass Du mir meine Seele in Barmherzigkeit zurückgegeben hast.“1

Dies geschieht gerade dann, wenn er die Arbeit im Glauben über dem Verstand erneut auf sich genommen hat. Für die Zeit, als er in der Verhüllung war, sagt er: „Groß ist Deine Treue.“2 So groß ist der Glaube, durch den er die Seele zurückerhält.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Aus dem Morgengebet Mode Ani. ↩

  2. Fortsetzung des Morgengebets Mode Ani. ↩