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202. Über die Ehrfurcht

Die Ehrfurcht muss darin bestehen, dass wir fürchten, die Korrektur, die Gleichheit der Form genannt wird, nicht vollziehen zu können. Dies wird „denn Er ist groß und herrscht“ genannt: Seine ganze Absicht besteht darin zu geben. Ebenso müssen auch die Geschöpfe dieselbe Absicht haben, nämlich zu geben.

Dagegen werden die übrigen Formen der Ehrfurcht – sowohl vor Strafen in dieser Welt als auch vor Strafen in der Kommenden Welt – als Empfangen und nicht als Geben bezeichnet. Das Ziel unserer Arbeit besteht darin, durch die Tora und die Mizwot zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen. Das ist die Bedeutung von: „Gott hat es so gemacht, dass man Ehrfurcht vor Ihm hat.“1

Es stellt sich die Frage: Wozu braucht Er es, dass wir Ehrfurcht haben? Wie oben erläutert, erwerben wir durch diese Ehrfurcht die Gefäße des Gebens, was Gleichheit der Form genannt wird. Dann können wir das Schöpfungsziel vollenden.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Kohelet 3:14. ↩