177. Die Frucht der Tora
Malchut hat von sich aus nichts außer dem, was andere ihr geben.1 Malchut, die Verlangen zu empfangen genannt wird, darf aufgrund des Zimzum nicht für sich selbst, also in ihre eigene Eigenschaft, empfangen. Weil sie nicht empfangen, also nichts in ihre eigene Eigenschaft herabziehen will, empfängt sie von anderen, nämlich das, was ihr gegeben wird.
So steht über den Lohn geschrieben: „Moses verbarg sein Gesicht, denn er fürchtete sich hinzublicken.“ Dafür wurde er mit den Worten belohnt: „Das Bild des Ewigen schaut er.“2 Das bedeutet: Gerade weil er nicht in seine eigene Eigenschaft empfangen wollte und über dem Verstand gehen wollte, erlangte er den Verstand der Heiligkeit (Kedusha). Daraus erwächst alle Fruchtbarkeit und Vermehrung. Wenn er dagegen für seine eigene Eigenschaft empfangen will, heißt dies: „Ein anderer Gott ist unfruchtbar und bringt keine Früchte hervor.“
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026