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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 176. Der Glaube steht über der Natur

176. Der Glaube steht über der Natur

Glaube bezeichnet etwas, das nicht dem Lauf der Natur entspricht, denn er steht über dem Verstand. Was innerhalb des Verstandes liegt, heißt Natur: Im Menschen ist die Kraft verankert, das zu tun, was er versteht und empfindet.

Moses, unser Lehrer, Friede sei mit ihm, verkörpert den Glauben über dem Verstand, während Korach den Verstand verkörpert, wie unsere Weisen sagten: „Korach war klug.“ Korachs Sünde bestand daher darin, dass er sich gegen Moses wandte, nicht aber gegen den Schöpfer. Denn Korach behauptete, Moses habe sich alles selbst ausgedacht und nicht aus dem Mund des Schöpfers gesprochen.

Deshalb war die Sünde so schwer: Sein Verstand widersprach dem Weg des Glaubens. Daher bat Moses den Schöpfer, Korach ebenfalls auf eine Weise zu bestrafen, die über dem Verstand liegt. So sollte ganz Israel erkennen, dass sowohl die Arbeit als auch der Lohn und die Strafe über dem Verstand liegen.

Der Lohn über dem Verstand entspricht dem Grundsatz: „Du hast dich bemüht und gefunden.“ Wenn ein Mensch sich also darum bemüht, das Joch des Königtums des Himmels auf sich zu nehmen, wird er mit Dingen belohnt, von denen er nie gedacht hätte, dass er sie erlangen würde. Deshalb heißt dies ein „Fund“, denn er hatte nie daran gedacht. Es gilt somit als etwas, das ihm unerwartet – ohne dass er daran denkt – zukommt, wie ein Fund, so wie unsere Weisen sagten.1

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Talmud, Traktat Sanhedrin 97a. ↩