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173. Tefillin

Die Hand-Tefillin (Gebetsriemen) legt man an die schwächere Hand, also an die linke. Dort gibt es sieben Windungen, die den sieben Eigenschaften entsprechen. Jede Windung steht für Auf- und Abstiege. Zugleich schreitet sie jedoch voran. Das bedeutet: Bei jeder einzelnen Windung muss es beim Aufstieg einen Punkt des Abstiegs geben; sonst gibt es keinen Raum, weiter aufzusteigen. Denn wenn es kein Kli (Gefäß) gibt, gibt es kein Licht; wenn es keinen Mangel gibt, gibt es keine Füllung des Mangels.

Daher gelten die Hand-Tefillin als Malchut, also als Glaube, wo Auf- und Abstiege vorkommen. Deshalb heißt es: „Für dich als Zeichen, nicht aber für andere als Zeichen.“1 Das bedeutet, dass es noch keinerlei Offenbarung nach außen gibt.

Dagegen gelten die Kopf-Tefillin bereits als Tora, wo es Offenbarung gibt. Deshalb sagten unsere Weisen: „Und sie werden sich vor dir fürchten“2, denn nach außen ist bereits offenbart, dass das Licht bereits in Gefäße gekleidet ist.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Talmud, Traktat Menachot 37b, zu 2. Mose 13:9. ↩

  2. 5. Mose 28:10; Talmud, Traktat Berachot 6a, deutet den Vers auf die Kopf-Tefillin. ↩