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183. Die Arbeit ist das Wesentliche

Die Arbeit des Menschen muss das Wesentliche sein, um zum Zustand „die Shechina1 aus dem Staub zu erheben“ zu gelangen.

Gemeint ist das Königtum des Himmels: das Joch von Malchut auf sich zu nehmen, also den Glauben an den Schöpfer um des Himmels willen und nicht zum eigenen Nutzen. Da der Mensch mit dem Verlangen erschaffen wurde, für sich selbst zu empfangen, ist er von Natur aus nicht fähig, zum Nutzen des Schöpfers zu arbeiten.

Darum besteht die Arbeit des Menschen darin, gute Taten zu vollbringen, also Tora und Gebet zum Schöpfer, damit der Schöpfer uns hilft, die Shechina aus dem Staub zu erheben. Dies wird als „Erwachen von unten“ bezeichnet. Die Unteren erwecken also einen Mangel. Das meinen wir mit den Worten: „Möge es Dein Wille sein“2 – möge also oben der Wille entstehen, unsere Mängel zu füllen.

Und das bedeutet: „Und sie sollen Mir eine Hebegabe nehmen.“3 Im heiligen Sohar4 wird dies so erklärt: Hej emporzuheben. Denn Truma (Hebegabe) lässt sich als Tarum Hej („Erhebe Hej“) lesen, also Malchut, die bis zum Staub erniedrigt ist, aus ihrer Niedrigkeit zu erheben. Dafür muss jedoch der Schöpfer sie aufrichten, wie geschrieben steht: „Der Barmherzige wird uns die gefallene Hütte Davids aufrichten.“5

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Shechina: die göttliche Gegenwart. ↩

  2. Hebräische Gebetsformel: יהי רצון מלפניך („Möge es Dein Wille sein“). ↩

  3. 2. Mose 25:2. ↩

  4. Sohar, Parascha Teruma. ↩

  5. Jüdisches Tischgebet (Birkat HaMason), Abschnitt HaRachaman; vgl. Amos 9:11. ↩