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204. Zwei Arten der Umkehr

1) Umkehr (Teshuwa) in der Tat. Das bedeutet, dass er sich bemüht, alle Handlungen auszuführen, also auf der Ebene des Handelns: Er lernt die Tora und beschäftigt sich mit ihr und mit den Mizwot, wie es sich gehört.

Und er kehrt um. Vor seiner Umkehr hielt er noch nicht alle Mizwot vorschriftsgemäß ein. Nach seiner Umkehr aber erfüllt er bereits die ganze Tora und die Mizwot vorschriftsgemäß. Doch all das betrifft nur die Tat; in Bezug auf die Absicht bei Tora und Mizwot ist er noch nicht umgekehrt.

2) Umkehr hinsichtlich der Absicht. Vor seiner Umkehr hinsichtlich der Absicht war seine Absicht darauf gerichtet, Lohn zu empfangen. Jetzt kehrt er von seiner früheren Absicht um und tut alles nicht, um Lohn zu empfangen, sondern nur, um zu geben.

Daraus folgt, dass es eine offen zutage liegende Arbeit gibt, nämlich Tora und Mizwot in der Tat zu erfüllen, denn die Tat ist allen sichtbar. Und es gibt eine Arbeit an der Absicht, die zum Verborgenen gehört, denn die Absicht ist den Menschen verborgen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026