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171. Wie gut sind deine Zelte, Jakob – 1

„Wie gut sind deine Zelte, Jakob.“1 „Jakob“ leitet sich von „Fersen“ und „Ende“ ab. Gemeint ist der schlimmste Zustand der Niedrigkeit, den ein Mensch empfindet: Er sieht nichts auf der Welt, woraus er Genuss schöpfen könnte.

Und er sagt: „Das Schöpfungsziel ist doch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Und wie geschrieben steht, liegen das eigentliche Gute und der Genuss in Tora und Mizwot.“ Er selbst empfindet jedoch keinerlei Geschmack oder Genuss an Tora und Mizwot, obwohl geschrieben steht: „Denn sie sind dein Leben und die Länge deiner Tage.“2 Doch er sieht das nicht.

Auch im Materiellen gibt es, wie geschrieben steht, Genuss, weil die Heiligkeit (Kedusha) darin in Form eines feinen Leuchtens erstrahlt. Doch auch das empfindet er jetzt im Materiellen nicht. Er befindet sich in einem Zustand, in dem ihm das Leben zuwider ist, weil er keinen Geschmack am Leben findet.

Dann muss der Mensch glauben, dass ihm von oben absichtlich das Empfinden eines solchen Zustands gegeben wurde, damit in ihm Raum für einen Mangel und Raum für ein Gebet entsteht: Der Schöpfer möge ihm die Füllung dieses Mangels geben. Dies heißt: „Deine Wohnungen, Israel.“3

Denn „Israel“ bedeutet, dass der Mensch empfindet, dass er um des Himmels willen handeln will; dies wird „Israel“ genannt. Und wenn es keinen Mangel gibt, gibt es keine Füllung.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. 4. Mose 24:5. ↩

  2. 5. Mose 30:20. ↩

  3. 4. Mose 24:5. ↩