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148. Glaube heißt Handeln

Glaube heißt Handeln, nicht Verstehen. Wenn der Körper dem Glauben nicht zustimmt, muss man den Weg des Zwangs gehen, der über Sinn und Verstand liegt – einzig handeln.

Das ähnelt einem Kind, dem die Eltern etwas zu essen geben und zu verstehen geben, dass es zu seinem Besten ist, obwohl das Kind keinen Geschmack daran findet. Doch so sehr die Eltern ihm das auch zu verstehen geben, will das Kind nicht hören. Dann zwingen die Eltern es, obwohl es nicht will. Sie gehen also mit dem Kind auf der Ebene des Handelns vor und warten nicht, bis es sagt, es versteht bereits, dass es sich lohnt, diese Speise zu essen.

Ebenso darf man beim Glauben nicht warten, bis der Körper zustimmt, dass es sich lohnt, auf das Empfangen für sich selbst zu verzichten. Vielmehr muss man mit dem Körper auf der Ebene des Handelns vorgehen, was als Zwang bezeichnet wird, obwohl der Körper dem im Verstand nicht zustimmt.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026