132. Oberer und Unterer
Gefäße (Kelim) des Erwerbenden und Gefäße des Gebenden. Der Obere ist der Gebende, der Untere der Erwerbende. Durch den Massach (Schirm) des Unteren, den dieser in Ejnaim (Augen) hat und der „Verschließen der Augen“ genannt wird, sieht der Untere, dass auch der Obere nicht mehr als Galgalta und Ejnaim besitzt. Daraus folgt, dass der Massach des Unteren den Oberen verdeckt.
Wenn der Obere dem Unteren den Massach gibt, der den Oberen vor ihm verdeckt, entfernt er ihn also von sich und lässt ihn beim Unteren zurück. Dadurch erlangt der Untere die Gadlut (Erwachsensein).
Daraus folgt: Wenn der Obere seinen Massach und seine Verhüllung beim Unteren zurücklässt, sieht der Untere, dass auf dem Oberen keinerlei Verhüllung liegt. Er fragt: Wer bewirkte zuvor die Verhüllung? Nur der Obere selbst. Das heißt, dass der Obere dem Unteren den Massach gibt. Der Untere sieht das nun, wenn der Obere die Verhüllung seiner Bedeutung von sich entfernt.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026