127. Glücklich ist der Mensch
„Glücklich ist der Mensch, dem der Schöpfer keine Schuld anrechnet und in dessen Geist kein Trug ist.“1
Warum rechnet ihm der Schöpfer keine Schuld an, obwohl er Verfehlungen hat? Weil in seinem Geist kein Trug ist.
„Ram“ bedeutet Größe. Er ist nicht groß, weil er Verfehlungen hat. Denn manchmal ist ein Mensch stolz und hat Klagen gegen den Schöpfer, meint aber von sich selbst, bei ihm sei alles in Ordnung.
Das heißt, in seinem Geist ist Trug: Er täuscht sich selbst, indem er meint, bei ihm sei alles in Ordnung, denn er betrügt sich selbst. Deshalb bildet er sich in seinem Stolz ein, Tora und Mizwot einzuhalten. Und weil er den Bund hütet, fühlt er später, als hätte er sich überhaupt nicht beschnitten.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026
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Sohar, Nasso, Blatt 1, Punkt 1. ↩