<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek
Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 128. Erhebt den Ewigen, unseren Gott

128. Erhebt den Ewigen, unseren Gott

„Erhebt den Ewigen, unseren Gott, und verneigt euch vor Seinem heiligen Berg, denn heilig ist der Ewige, unser Gott.“

„Erhebt.“ Das bedeutet: Wenn der Mensch die Erhabenheit und Größe des Schöpfers, unseres Gottes, erkennen will, kann er dies nur durch Anhaftung (Dwekut) und Angleichung der Form erlangen. Was aber ist Angleichung der Form, und wie gelangt man zu ihr?

„Und verneigt euch vor Seinem heiligen Berg.“ Verneigung bedeutet Unterwerfung: Der Mensch beugt seinen Verstand und sagt: Ob mein Verstand etwas versteht oder nicht – ich annulliere und unterwerfe ihn. Welchem Aspekt unterwerfe ich ihn? Seinem „heiligen Berg“.

„Berg“ bedeutet Grübeleien (Hirhurim), also Gedanken. „Sein heiliger“ bedeutet heilig und von etwas abgesondert. Gemeint ist, dass der Mensch sich vom Verlangen zu empfangen (Razon lekabel) trennt. „Und verneigt euch“ bedeutet, den Körper zu unterwerfen, auch wenn er nicht einverstanden ist, und nur Gedanken der Heiligkeit (Kedusha) auf sich zu nehmen. Das ist die Bedeutung von „Verneigt euch vor Seinem heiligen Berg“.

Warum muss sich der Mensch den Gedanken der Heiligkeit unterwerfen, sich also vom Empfangen um zu empfangen trennen? „Denn heilig ist der Ewige, unser Gott“: Der Schöpfer gibt nur. Daher muss der Mensch in Angleichung der Form mit dem Schöpfer sein. Dadurch kann er die Erhabenheit des Schöpfers erlangen. Danach kann er zu Erlangungen der Erhabenheit des Schöpfers, unseres Gottes, gelangen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026