369. Freude beim Studium der Tora
WaJeze 5743 [November 1982], Jerusalem
Frage: Wenn der Mensch alles tut, um zu empfangen, das heißt, wenn alles, was er tut, nur mit der Absicht geschieht, sich selbst zu nützen, welchen Unterschied macht es dann, ob er materielle Dinge genießt oder Genuss aus den Worten der Tora zieht?
Das lässt sich am Beispiel eines Menschen verstehen, der an einem Wochentag Fisch und Fleisch isst, Wein trinkt und dies genießt. Ein solches Essen wird als freiwillige Mahlzeit bezeichnet. Anders ist es, wenn er beim Mahl am Schabbat (Sabbat) Fleisch und Fisch isst und Wein trinkt, denn damit erfüllt er die Mizwa, den Schabbat zu genießen.
Für Mizwot ist die Absicht, ausschließlich zu geben, nicht erforderlich. Vielmehr muss der Mensch beabsichtigen, dies um der Mizwa willen zu tun. Wenn er also das Schabbatmahl genießt, erfüllt er eine Mizwa, auch wenn er sie noch lo liShma (nicht um des Gebens willen) erfüllt, das heißt, wenn er noch nicht mit der Absicht handeln kann, um zu geben. Doch aus lo liShma gelangt man zu liShma (um des Gebens willen). Somit erfüllt er eine Mizwa.
Wenn er dagegen an einem Wochentag eine freiwillige Mahlzeit isst, kann man nicht sagen, dass diese Mahlzeit ihn zu liShma führen wird.
Wenn er also die Tora studiert und dies genießt, erfüllt er, obwohl seine Absicht nicht auf das Geben gerichtet ist, die Mizwa des Studiums der Tora mit Freude, weil er Genuss daran hat. Damit erfüllt er eine Mizwa. Aus lo liShma wird er daher zu liShma gelangen. Dies ist also der richtige Weg, auf dem er zu liShma gelangt. Andere Genüsse dagegen führen ihn nicht zu liShma.
korrEY, Buchfassung, 25.09.2026