<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek
Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 382. Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ

382. Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ

BeShalach, Januar 1981

„Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ, da führte Gott sie nicht auf dem Weg durch das Land der Philister, denn er war nahe; denn Gott sprach: ‚Das Volk könnte es sich anders überlegen, wenn es Krieg sieht, und nach Ägypten zurückkehren.‘ Und Gott ließ das Volk einen Umweg nehmen, auf dem Weg durch die Wüste zum Schilfmeer.“1

Dies ist anhand der Wirklichkeit zu erklären, die zu allen Zeiten gilt. Wenn ein Mensch den Weg der Wahrheit gehen will, fragt jeder Einzelne: „Warum?“

„Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ“: Der Körper insgesamt wird als Pharao bezeichnet. Er muss sich entscheiden, das Volk ziehen zu lassen, also alle Kräfte und Gedanken, damit sie dem Schöpfer gehören und nicht unter der Herrschaft des Körpers stehen. Statt all seine Kräfte den Bedürfnissen des Körpers dienen zu lassen, soll er sie zum Nutzen des Schöpfers einsetzen.

Warum ließ der Schöpfer sie in das heilige Land – das Land, das von Milch und Honig fließt und das der Schöpfer unseren heiligen Urvätern als Erbe zu geben versprochen hatte – auf einem weiten Weg ziehen und gab ihnen nicht den nahen Weg, wie geschrieben steht: „Gott führte sie nicht auf dem Weg durch das Land der Philister, denn er war nahe“?2

Mit „nah“ und „fern“ ist gemeint, ob etwas dem Verstand nahe ist, der Verstand also zu dem Schluss kommt, dass es sich lohnt, diese Handlungen auszuführen. Ebenso muss es dem Herzen nahe sein und im Herzen des Menschen Anklang finden. Das Verlangen zu empfangen, das im Herzen ist, muss also fühlen, dass dies zu seinem Vorteil ist. So war es bei Adam haRishon vor dem Sündenfall: Seine Klärung erfolgte nach „bitter und süß“, wie in der Einführung in Panim Masbirot geschrieben steht.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. 2. Mose 13:17–18. ↩

  2. 2. Mose 13:17. ↩