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346. Mocha (Gehirn) und Liba (Herz)

Lech Lecha 5743 [Oktober 1982]

Mocha und Liba. Das bedeutet: Der Mensch genießt es und freut sich darüber, dass der Schöpfer ihm Raum für den Glauben gegeben hat. Ebenso freut er sich darüber, dass der Schöpfer ihm Raum für die Arbeit im Liba gegeben hat.

„Wenn ein Mensch betrübt ist, was sagt die Shechina (göttliche Gegenwart)? ‚Mein Kopf ist Mir schwer, und Mein Arm ist Mir schwer.‘“ Das bedeutet: Wenn der Mensch darüber betrübt ist, dass der Schöpfer möchte, dass man Ihm auf dem Weg des Glaubens dient, dann wäre der Mensch froh, wenn wir auf dem Weg des Wissens arbeiten dürften. Ebenso ist der Mensch darüber betrübt, dass ihm der Gebrauch des Verlangens zu empfangen verboten wurde.

Darauf lautet die Antwort: „Mein Kopf ist Mir schwer.“ Gemeint ist: „Das rührt daher, dass Ich euch Arbeit im Mocha gegeben habe; gewiss hätte Ich Arbeit auf der Ebene des Wissens geben können.“ Der Schöpfer wählte jedoch den Weg des Glaubens, damit die Menschen dadurch das Ziel erreichen können, das darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.

Ebenso ist dem Menschen die Arbeit auf der Ebene von Liba geboten. So heißt es über das Anlegen der Tefillin (Gebetsriemen): „die des Kopfes gegenüber dem Gehirn und die auf der Hand – dem ausgestreckten Arm – gegenüber dem Herzen.“ „Mein Kopf ist Mir schwer“ usw. bedeutet: Die Menschen halten den Weg, den Ich ihnen gegeben habe, für einen Weg der Erniedrigung. Doch wir müssen glauben, dass dies der beste Weg ist, den der Schöpfer uns gegeben hat. Und wir müssen uns darüber freuen.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026