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Kabbala Bibliothek Startseite / Rabash / Aufzeichnungen / 325. Das Licht der Chassadim, bei dem es keine Zimzum-Einschränkung gab

325. Das Licht der Chassadim, bei dem es keine Zimzum-Einschränkung gab

Das Licht Chochma wird als Erlangung der Tora und als klares Wissen bezeichnet. Es wird in einem Gefäß (Kli) des Verlangens zu empfangen aufgenommen. Wenn der Mensch daher nicht dafür geeignet ist, nicht für sich selbst zu empfangen – denn dann fällt er in den Zustand der Trennung –, breitet sich das Licht nicht in ihm aus.

Anders ist es beim Licht Chassadim: Sein Gefäß ist das Verlangen zu geben, also die Annullierung vor dem Schöpfer, und es begehrt kein Recht auf eigene Existenz. Darauf gab es keine Einschränkung. Das heißt: Selbst wenn sich der Mensch im niedrigsten Zustand befindet, kann er dennoch einen Gedanken der Umkehr (Teshuwa) empfangen. Er besitzt also die Fähigkeit, die Selbstaufopferung für den Schöpfer auf sich zu nehmen.

Wie unsere Weisen sagten: „Wer eine Frau unter der Bedingung antraut, dass er ein vollkommen Gerechter sei, so ist sie ihm angetraut, denn vielleicht hat er in seinem Herzen Umkehr erwogen.“1 Das heißt: Auf diese Eigenschaft gab es keine Einschränkung. Vielmehr kann der Mensch immer das Licht Chassadim empfangen, also Kräfte von oben anziehen, damit er dem Schöpfer seine Seele und seinen Geist hingeben kann.

Hierfür gibt es keinerlei Prüfungen, ob seine Absicht von jeher und immerzu nichts als dem Schöpfer allein galt; vielmehr kann er in jedem einzelnen Augenblick Umkehr vollziehen. Anders ist es beim Licht Chochma: Um höhere Stufen auf der Ebene der Geheimnisse der Tora zu erlangen, müssen alle seine Absichten immer nichts als dem Schöpfer allein gelten.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Kiddushin 49b. ↩