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311. Der Baum, von dem Adam haRishon aß, war Weizen

15. Schwat 5732 [31. Januar 1972]

„Rabbi Yehuda sagte: Der Baum, von dem Adam haRishon aß, war Weizen, denn ein Kind ruft nicht ‚Vater‘ und ‚Mutter‘, bevor es den Geschmack von Getreide gekostet hat.“1

Und es ist zu fragen:

1) Es gibt doch fünf Getreidearten; woraus wird bewiesen, dass es Weizen war?

2) Und wenn du sagen willst, wir wüssten, dass dieses Getreide Weizen war, weil ein Kind gerade dann, wenn es den Geschmack von Weizen kostet, „Vater“ und „Mutter“ rufen kann, müssen wir verstehen, warum es gerade dann, wenn es den Geschmack von Weizen kostet, dies weiß, und wenn es eine andere Art kostet, nicht weiß, wie es „Vater“ und „Mutter“ rufen soll.

„Es wurde gelehrt: Rabbi Yehuda sagte im Namen Rabbi Akiwas: Warum gebot die Tora, an Pessach den Omer darzubringen? Damit das Getreide auf den Feldern für euch gesegnet werde. Und warum gebot die Tora, an Schawuot zwei Brote darzubringen? Weil Schawuot die Zeit der Baumfrüchte ist. Der Schöpfer sagte: Bringt an Schawuot zwei Brote vor Mir dar, damit die Baumfrüchte für euch gesegnet werden.“2

Es ist bekannt, dass es zwei Stufen gibt: den Aspekt des „Feldes“, nämlich „ein Feld, das der Ewige gesegnet hat“, und den Aspekt des „Baumes des Feldes“. Der Mensch wird „Baum des Feldes“ genannt, wie geschrieben steht: „Denn der Mensch ist der Baum des Feldes.“

Das „Feld“ bezeichnet den Aspekt Malchut, den Aspekt des Tieres, dessen Gematria BoN ist; die Zahl des Namens BoN weist auf Tiernahrung hin. Deshalb bringt man einen Omer aus Gerste dar, die Tiernahrung ist, denn damals zog Israel aus Ägypten aus. Wie der Sohar sagt, kamen sie aus dem Herrschaftsbereich der Sitra Achra in den Herrschaftsbereich der Heiligkeit (Kedusha).

Dies gilt als „Ich bin es und kein Bote“. Es wird jedoch „Glaube über dem Verstand“ genannt, denn sie waren noch nicht des Aspekts der Tora würdig geworden, der als Aspekt des Menschen bezeichnet wird. Dies ist der Aspekt des Verstandes der Tora.

Dessen wurden sie an Schawuot bei der Gabe der Tora würdig; damals wurde der Mensch „Baum des Feldes“ genannt. Deshalb hängt der Weizen (Chita), die Nahrung des Menschen, mit dem Aspekt der Sünde (Chet) am Baum der Erkenntnis zusammen; gemeint ist, dass ein Kind nicht „Vater“ und „Mutter“ ruft, bevor es den Geschmack von Weizen gekostet hat.

Mit „Vater“ und „Mutter“ sind die Mochin von Aba we-Ima gemeint, der Aspekt von Chochma und Bina, nämlich der Aspekt der Bina, die wieder zu Chochma wird.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026


  1. Sanhedrin 70b. ↩

  2. Rosch haSchana 16. ↩