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294. Wir werden tun und wir werden hören – 1

11. Schewat 5726 [1. Februar 1966], Bnei Brak

„Wir werden tun und wir werden hören.“ Es ist zu verstehen, warum es zuerst „wir werden tun“ und danach „wir werden hören“ heißen muss. Wir sehen, dass der Mensch dort bestochen ist, wo er selbst betroffen ist. Daher kann er selbst dann nicht zustimmen, wenn man ihm zu verstehen gibt, dass er sich nicht richtig verhält – wegen der Bestechung, die er von sich selbst erhält, wie geschrieben steht: „Die Bestechung macht blind.“

Somit kann er nicht anders handeln, als seine eigene Auffassung es ihm vorgibt, denn er ist sich sicher, dass er auf dem Weg der Wahrheit geht, so wie sein Verstand es von ihm verlangt.

Dem oben Gesagten zufolge ergibt sich: Wenn der Mensch die Stufe des Tuns auf sich nimmt, ist er bereits nicht mehr persönlich betroffen, denn er nimmt auf sich, was man ihm zu tun sagt. Dann gibt es für ihn keine Bestechung mehr, die ihn blind machen könnte.

Daher kann er zur Stufe des Hörens gelangen, das heißt, er wird hören, dass das Recht auf der Seite der Mizwa ist. Dies wird „wir werden hören“ genannt, das heißt, er versteht es. Denn Hören bezeichnet das Verstehen im Verstand und im Gefühl. Erst wenn er nämlich kein Eigeninteresse mehr hat, kann er verstehen, dass das richtig ist, was der Befehlshaber ihm zu tun gebietet.

Bevor er jedoch das Tun auf sich nimmt, erhält er noch immer Bestechung. Deshalb versteht er, dass der Befehlshaber nicht zur Sache spricht. Dies ist „wir werden tun“ und danach „wir werden hören“.

korrEY, Buchfassung, 25.09.2026